Beiträge von Jara

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Danke und guten Austausch im Rabendorf!

Rabeneltern.org-Team

    Definitiv nicht.

    Der Grund ist ganz einfach und hat mit Ekel nix zu tun: Sind meine Kinder krank, muss ich fit sein, um sie zu versorgen! Im Grunde sind sie kerngesund, aber als sie vor ca. 2 Jahren nacheinander einen Herpesvirus im Mund hatten, war ich erst 5 Tage beim Großen, dann 5 Tage beim Mittelkind im Dauereinsatz. Wie hätte ich das schaffen sollen, wenn ich selbst auch betroffen gewesen wäre?

    Neben dem von dir Beschriebenen auch noch Nudeln oder Kartoffeln, wenn Brot nicht gemocht wird. Joghurt, Quark, Milchreis (ja, war bei uns Fingerfood). Monatelang waren die Mengen in den Alter aber ohnehin minimal und die Mamamilchportionen noch sehr groß. Ich hatte da das Gefühl, dass das, was ich anbot und welche Minimengen verzehrt wurden völlig egal war.

    Die beiden Herrschaften haben übrigens angerufen, liessen sich ein paar Teile zum Zeigen ans Auto bringen und bezahlten vom Auto aus. Also unkompliziert.

    Hallo Alexey,

    du machst dir viele und gute Gedanken. Was unkompliziert ist und was nicht, unterscheidet sich aber sehr aus unterschiedlichen Perspektiven.

    Stell dir vor, du brauchst einen neuen Pullover. Dafür rufst du im Geschäft an, nennst Größe und vielleicht noch Wunschfarbe, man bringt dir dann 3 Teile raus zum Zeigen und entweder du kaufst oder eben nicht. Hm. Ich finde das umständlich und vor allem geht dabei viel verloren. Vielleicht hätte ich mich beim Umsehen im Geschäft doch für einen lila Pulli statt für einen roten entschieden, hätte gern eine Jacke, die ich sah und mir zufällig gefiel anprobiert und gekauft und überhaupt mal verglichen, was es für andere Kleidungsstücke gibt... Shoppingerlebnis. Ich denke, die meisten gehen einfach dort einkaufen, wo es barrierefrei ist.
    Anders ist es bei Menschen, die außerdem auf die Nähe zum Wohnort angewiesen sind. Da beginnt dann der Verzicht und das ist schade.


    Wenn du eine Rampe zum Aufstellen hast, würde ich das unbedingt als Schild anbringen, das ist eine tolle Lösung, wenn man nicht viel Geld investieren kann. Im Baumarkt gibt es außdem Funkklingeln, die würde ich neben dem Schild anbringen und darauf verweisen. Wenn jemand dort klingelt weißt du, dass jemand die Rampe benötigt.

    Als Stolperfalle dauerhaft die Rampe liegen lassen geht natürlich wirklich nicht.


    Mein Mann ist E-Rollstuhlfahrer und wir meiden Geschäfte mit Schwellen und Stufen ab ca. 5 cm komplett, ebenso, wenn du wenig Platz zum Durchkommen ist. Für uns ist das aber auch weniger ein Problem, denn mit Auto, Öffis und einem guten E-Rollstuhl-Akku sind wir in größerem Umkreis mobil. Manchen Menschen mit Behinderungen/ Gehbehinderungen geht das leider anders, siehe oben, Wohnortnähe.


    Liebe Grüße

    Jara

    Ich habe auch nicht gesagt, Brot sei ungesund ;) Es ist nur ein sehr deutsches Denken, dass morgens und abends Brot gegessen werden sollte, weil z. B. eine weitere warme Mahlzeit (Nudeln, Waffeln, etc) dick mache.

    Vollkornnudeln, Vollkornpfannkuchen, Vollkornwaffeln, Obstsalat, Zwieback, Grießbrei, Milchreis, Kartoffelpürree, Porridge mit Obst, Hirsebrei, Gemüsesticks mit Quark. In Herbst/Winter auch gern mal eine Nudelsuppe mit viel Nudeln und Möhren. Super zum portionsweisen Einfrieren.
    Kinder-Schoko-Müsli, wenn die Große so auf Nutella steht?
    Avocado ist gerade der Renner.


    In keinem anderen Land wird so viel Brot an Kinder verfüttert wie hier. Es gibt sehr viele gesunde Alternativen.

    Wir hatten auch ein 120x60er als Anstellbett und uns dann gegen das 140x70er entschieden, weil es nur ein minimaler zeitlicher Aufschub gewesen wäre, bis wir uns weiter mit der Frage beschäftigen hätten müssen. Es gab dann eine Maßanfettigung vom Schreiner. Wenn man das einfach gestaltet ist es gar nicht so teuer. Seither haben wir eine 90er Matratze für meinen Mann (spezielle Matratze wg. Behinderung) und eine 160er Matratze für Kind(er) und mich (frei von Arsen und anderen toxischen Stoffen, die im Verdacht stehen SIDS zu fördern) in einem angefertigten Bettrahmen #super
    Abwarten war bei uns keine Option mehr, da er sich als Bauchschläfer schon immer den Kopf stieß und dadurch ständig wach war.

    Abstilltagebuch letzter Teil ^^ ;(


    Wir sind wohl durch - mit einem trockenen und einem weinenden Auge.


    Nach dem MDV hatte Sohni das Stillen noch einmal wieder aufgenommen. Ich merkte, dass ich das komplette Abstillen nicht so schnell vorantreiben mochte. Abends und nachts noch, das fühlte sich gut an.


    Nun hat sich ganz von selbst und mit großer Überraschung meinerseits vor gut einer Woche das nachts zum Durstlöschen angebotene Wasser etabliert. Ein Schluck und gut ist es dann. Währenddessen wurde das abendliche Stillen um so mehr genossen: "Ich liebe Mamamilch, das schmeckt mir sooooo gut!" Und plötzlich, vor einigen Tagen: die Brust wurde liebevoll genommen, 3x genuckelt, abgedockt und weggedreht =O


    Heute dann: Brust im Bett gewollt, 3x genuckelt und abgedockt. Feststellung: "Bäh, das schmeckt nicht!" 8I


    Seit ein paar Tagen auserdem neu: Er beruhigt sich nachts selbst, wenn er unruhig wird und schläft wieder ein.


    Ich denke, ich werde nun auch sagen, dass die Mamamilch leer ist, denn neben dem Abschiedsschmerz über das Ende unserer wunderschönen, 1016 tägigen Stillbeziehung bin ich auch erleichtert, dass uns ein ganz großes Drama offenbar erspart blieb, dass ihm und mir sehr weh getan hätte.


    Liebe Grüße und noch einmal vielen Dank für alle eure Tipps!
    Jara #blume

    Hi,
    ich hab nur den Ausgangspost gelesen, würde aber gern noch etwas beitragen. Bei uns begann die Warum-Phase vor ein paar Tagen. Schon durch die ersten paar Warumketten war ich so gereizt, dass ich mir intensiver Gedanken gemacht habe, wie ich das abkürzen kann.


    Was gut funktioniert ist, nicht oder nicht nur auf die Frage einzugehen.


    Normalerweise läuft das Spiel so:
    - Wir haben keine Milch mehr.
    - Warum?
    - Weil wir sie ausgetrunken haben.
    - Warum?
    - Weil wir zum Frühstück Milch wollten.
    - Warum?
    - Weil ich keinen Kaffee mag.
    - Warum?
    - usw.


    Nun habe ich das Gefühl gehabt, dass es gar nicht um die Fragen und deren Beantwortung ging, sondern darum, dass wir uns unterhalten und die ständigen Nachfragen die Unterhaltung am laufen halten sollen.
    Dem bin ich spätestens nach dem dritten Warum zuvor gekommen, habe die Frage beantwortet, noch etwas zum Thema erzählt und eine Gegenfrage gestellt:


    - Wir haben keine Milch mehr.
    - Warum?
    - Weil wir sie ausgetrunken haben.
    - Warum?
    - Weil wir zum Frühstück Milch wollten. Du weißt ja, ich mag keinen Kaffee und Wasser mag ich morgens einfach noch nicht trinken. Du hattest außerdem Milch in deinem Müsli. Müsli müssen wir auch neues kaufen. Möchtest du das gleiche wieder? Oder mal ein anderes ausprobieren?


    Eine Aktion anzuschließen wie "Komm, wir schreiben Milch und Müsli auf den Einkaufszettel!" geht auch gut.


    In deinem Beispiel wäre ich nach knapper Beantwortung auf Gegenfragen ausgewichen, z. B. welche Farbe sein Haus hat, ob sein Kinderzimmer oben oder unten ist, wo im Haus er am liebsten spielt, was er am liebsten spielt, etc. Da gibt's doch recht viele unverfängliche Fragen und mit jeder führt man das Kind einen Schritt weg vom brisanten Thema.


    Soziale Unterschiede im Einkommen möchte ich schon meinem Kind selbst mal erklären. Komisch, dass die Mutter dich da hat hängen lassen in der Situation.


    Großes Haus = großes Einkommen und (Miet-)Wohnung = kleines Einkommen muss auch nicht unbedingt sein und von der Hausgröße und dem Wohnort über die Warumfragekette auf den Bildungsgrad zu schließen halte ich auch in vielen Fällen für nicht richtig (z. B. Freundin+Mann, beide Dr., sehr gut verdienend in der Forschung, 2 Kinder, Mietwohnung, 65 qm).
    Wie viele leisten sich mehr als sie können oder haben beträchtliche Bank- oder Barvermögen in kleiner Wohnung?


    Liebe Grüße,
    Jara

    @cashew
    Achso :)


    Update zu unserem Abstillvorhaben:
    Am Samstag um 18 Uhr bekam J. "das große Kotzen" <X , das erste Mal in seinem Leben #angst hielt glücklicherweise nur 8 Stunden, danach war er wieder fit. Seither hat er *rechne* 3 mal tags und 2-3 Mal nachts gestillt. Er wollte länger gar nicht. Danach fiel es mir schwer, tagsüber nein zu sagen (was wir ja schon länger nicht mehr hatten). Hat aber mit Aufmerksamkeit, kuscheln und spielen doch gut geklappt.
    Nun warte ich seit 4 Stunden darauf, dass das schlafende Kind nach Mamaduft und Mamamilch im Familienbett verlangt. Das ist üblicherweise so gegen 22 Uhr der Fall. Letzte Nacht schlief er mehrmals ohne nach Mamamilch zu fragen wieder ein.


    Nun hoffe ich, dass es weiter so gut für uns läuft.


    LG

    Ich habe zwei Kinder mit jeweils 27 Monaten und eines nach 42 Monaten abgestillt. Bei allen dreien gab's eine Phase, in der ich das Einschlafen ohne Stillen durch Fahrten mit dem Radlhänger erleichtert habe. Da war die Brust nicht greifbar, ich musste weder etwas ablehnen noch irgendwie ablenken oder große Geduld aufwenden und Protest aushalten...ich hab' die Kinder bettfertig gemacht, in den Schlaf geradelt und dann ins Bett gelegt. Das hat mich sehr entlastet. Vielleicht ist eine Variante davon (Kinderwagen oder Rückentrage gehen ja auch) auch für euch nützlich :)


    Danke für den Tipp. Das EInschlafen klappt ohne Stillen schon lange. Dafür hat sich J. irgendwann selbst entschieden.


    Welchen Grund gab es, dass du das eine Kind so viel länger gestillt hast als die anderen beiden?

    Ich habe meiner Tochter, als sie so 3,5 Jahre alt war, gesagt, dass ich finde, dass sie von mir aus nun langsam aufhören könnte zu stillen. Zu der Zeit trank sie nur noch morgens an den Tagen, an denen wir tagsüber getrennt waren. Die anderen drei Tage in der Woche trank sie gar nicht. Ich hatte vor, sie nach ihrem vierten Geburtstag abzustillen, aber sie hat dann kurz vorher, einige Wochen nach unserem Gespräch, von sich aus aufgehört. Es fühlte sich für uns beide gut und rund an. Erste Schritte hatte ich vorher schon gemacht: Sie nur noch zu Hause gestillt, dort aber bei Bedarf. Aber eben auch nicht mehr im Beisein anderer Menschen, weil die darauf sehr pikiert reagiert haben. Das war so ab 2,5 Jahren ungefähr. In dieser Zeit habe ich sie auch nachts abgestillt, ich wollte einfach nicht mehr 10 Mal geweckt werden.

    Das klingt sehr bedürfnisorientiert #ja
    So lange möchte ich allerdings nicht mehr warten. J. ist nun 2,75 J.


    Diese ersten Vorkehrungen habe ich ja auch angefangen, zähle sie aber eindeutig zum Abstillprozess bei uns dazu.
    Sohni gesagt, dass er sich abstillen kann/ darf habe ich auch schon. Allerdings glaube ich nicht, dass er das in den nächsten 1-2 Jahren von sich aus täte. Könnte es mit einem Geschwisterchen auch ohne ICSI klappen, würde ich alles Lesen, was ich zum Thema Tandemstillen finden könnte. Aber das ist für uns keine Option.


    Bisher ist es so, dass Sohn das Kuscheln, Nähe und Aufmerksamkeit dankbar annimmt und ich habe nicht das Gefühl, dass die Stilleinschränkungen bisher für ihn schlimm sind. Die bisher abgeschafften Stillmomente sind wohl eher Gewohnheit als Bedürfnis gewesen. Protest in irgendeiner Form gab es noch nicht. Das erwarte ich erst, wenn es an das abendliche und nächtliche Abstillen geht.

    So,
    ich nutze meinen Thread hier einfach mal ein bisschen als Abstilltagebuch.


    Nachdem ich so einige Abstillerfahrungen mit Kleinkindern gelesen hatte, wurde mir immer klarer, dass ich abstillen möchte und das nicht erst in einem halben Jahr.


    Ich habe relativ häufig gelesen, dass Frauen, die das Gefühl abstillen zu wollen verdrängt haben irgendwann begannen mit Widerwillen zu stillen. Das möchte ich vermeiden. Ich spüre, dass ich soweit bin und Sohni auch.


    Häufig habe ich vom Abstillen nach Gordon gelesen. Dieses Programm so durchzuziehen kann ich mir allerdings nicht gut vorstellen. Darüber hinaus besteht kein Grund, in drei Wochen mit dem Abstillen durch zu sein.


    Aus vielen Berichten von anderen Müttern habe ich mir nun einen kleinen Plan zusammengebastelt. Wichtig ist mir dabei, dass in jeder Phase nur ein Stillmoment abgeschafft wird. Die Phasen sind in der Reihenfolge veränderbar und die Dauer einer Phase nicht festgelegt.


    1. Phase: "Wir stillen nur noch zu Hause."
    2. Phase: "Wir stillen nicht mehr zum Trösten. Stattdessen kuscheln, umarmen, singen, tragen."
    3. Phase: "Wir stillen vor dem Zubettgehen im sitzen und mit Licht."


    Das war bei uns leicht und fand nun in den letzten zwei Wochen nach und nach schon statt.


    Neu seit gestern:
    4. Phase: "Wir stillen nach dem Aufwachen nicht mehr. Stattdessen kuscheln, kraulen, toben, ein Buch lesen, Frühstück..."


    Morgen beginnt der Alltag nach langem Wochenende. Ich bin gespannt, wie sich diese Phase im Alltag bewährt.
    Die zugegebenermaßen wichtigsten Stillmomente liegen natürlich noch vor uns. Das Abstillen vor dem Mittagsschläfchen, dass Abstillen vor dem Zubettgehen, das Abstillen nachts.


    Dennoch ist mir wichtig, dass es statt möglichst schnell möglichst bedürfnisorientiert abläuft. Wir werden sehen, wie viele Wochen dies in Anspruch nimmt.


    Das Zugrundelegen dieses Plans hat mir schon jetzt sehr geholfen. Ich muss nicht mehr immer wieder darüber nachdenken, was nun richtig ist zu tun. Ich wurde mir selbst klar darüber, was ich möchte und in welcher Reihenfolge. So konnte ich das auch ganz klar mit Sohni besprechen.

    der 11 plus 11 muvi-saft von rabenhorst wurde mal von ökotest abgewertet erstmal überhaupt wegen zugesetztem betacarotin (ist umstritten als anreicherung), aber auch wegen vitaminen, die von natur aus gar nicht in den früchten enthalten sind, aus denen der saft hergestellt wird. kann man drüber diskutieren was man wichtig und richtig findet, sollte man aber durchaus mal anmerken. ich persönlich vermeide lieber vitaminzusätze da wir vielseitig obst und gemüse essen, das alle bedarfe abdecken dürfte. von daher ist es für mich befremdlich, dass rabenhorst in bio-läden gehandelt wird. aber ich betrachte ja auch lebensmittel mit aromazusätzen nicht als bio.nur mal nebenher.


    Ich halte daran fest. Ich schrieb ja, dass es Situationen sind, in denen Sohni weniger Appetit hat. Das kommt etwa 3x jährlich vor. Wenn ihr alle ganzjährig ausreichend Obst und Gemüse esst, brauchst du dir über Obstsäfte natürlich keine Gedanken machen.


    Aber mein Kind fährt auch den bösen, von Ökotest kritisch bewerteten Emmaljunga.

    Der Satz hat auch bei mir gesessen (und damit auch einen wunden Nerv getroffen).
    Auch ich sitze in der Hausfrauenfalle, geplant war das zu Beginn unserer Ehe nicht, und wie es dazu kam ist eine lange Geschichte (Kinder ungluecklichst und nicht gut in der Krippe versorgt, lange Geburtsheilungsphase, keinen Mutterschutz oder gar Elternzeit, sehr teure Kinderbetreuung, keine familiaere Unterstuetzung, Babyblues und traumatische Geburt, Burnout syndrome, Erkenntnis meinerseits, dass ich ungluecklich im Job bin).


    Mein Mann waere liebend gerne daheim geblieben, aber ich war es, die fix und alle war.


    Viel interessanter finde ich es fuer uns, wie sich jetzt die Dynamiken in unserer Beziehung aendern. Mein Mann macht viel im Haushalt, aber er es gibt einige Probleme bei uns, wo ich mich frage, ob diese zumindest teilweise auf die verschobene Dynamik zurueckzufuehren sind, oder es hat einfach damit zu tun, dass wir nun "schon" 10 Jahre verheiratet sind.

    In deiner Aufzählung erkenne ich auch mehr als einen Punkt für mich wieder.


    Seit wann bist du nun Hausfrau und warum ist das für dich "die Hausfrauenfalle"?