Beiträge von Pling

    Ich sollte noch hinzufügen, dass es mir für deine Freundin/ Bekannte sehr leid tut. Und dass ich seit geraumer Zeit latente Zweifel hege, wenn es um Verurteilungen und Gerichte geht, eben weil es häufig Vetternwirtschaft (so meinem Vater passiert, inklusive eingeschüchteter Zeugen) oder patriarchale Vorurteile gibt.

    Hier geht es ja genau genommen um das gleiche: missbrauchte Gerichte.


    Ich nehme an, du redest vom schwedischen Vorwurf? Oder gibt es noch mehr?

    Falls ja, ist es doch aber so, dass schon mit der Ausreiseerlaubnis und der Einstellung der allerersten Untersuchung der Fall Vergewaltigung endete. Alles, was danach kam, hatte nichts mehr (direkt) damit zu tun, denn ansonsten hätten die Schweden ja die Möglichkeit gehabt, ihn in London zu befragen, statt als erstes auf seine Rückkehr zu bestehen.

    Genauso wie ich der Meinung bin, dass nicht einfach jemand, der nicht im Sinne der USA agiert, mal eben mittels Drohne ermordet wird. Selbst wenn er irgendeine Schuld auf sich geladen hat. Das darf nicht sein!

    Erst ist es irgendein Iraker, dann irgendeine Russin (böse) und als nächste ich, weil ich mich hier aufrege. Darf nicht!


    Für freien Journalismus gilt das gleiche.

    ***Zitat auf Wunsch der Verfasserin von Rabeneltern.org gelöscht***


    Das ist ja dann auch keine Rechtsstaatlichkeit, oder? Und du möchtest mir ja nicht erzählen, dass er in Belmarsh aufgrund der schwedischen Vorwürfe sitzt und das auch noch zu recht, nehme ich an. Oder dass dieses gefakte Verfahren da irgendwas mit Vergewaltigung zu tun hat.

    Und gerade als Frau, die hin und wieder Ungerechtigkeiten erfährt, finde ich es wichtig auf Rechtsstaatlichkeit zu pochen, meinetwegen auch locker flockig.

    Und ich werde mich nicht dafür schämen.


    Ja, mag sein, dass er ein Arsch ist, ich weiß es nicht. Aber was ich weiß, das, was da passiert, hat nichts mit tatsächlichen oder erfundenen Straftaten zu tun, sondern nur damit, dass den USA seine Veröffentlichungen nicht passen und sie sowohl Whistleblower als auch Journalisten einschüchtern wollen. Und alle Regierungen, inklusive unserer machen da mit. Und das darf einfach nicht sein.

    Aber es gab ja offenbar nichts zu prozessieren?


    Und selbst wenn es etwas gäbe, sollte es doch bitteschön im rechtsstaatlichen Rahmen ablaufen, den wir alle ja wohl zu recht zu schätzen wissen. (Und zu dem gehört auch Asyl für politisch Verfolgte, auf das sich dein Kommentar wohl bezieht.)


    Was du genau mit ausgeteilt meinst, verstehe ich nicht, er hat Infos veröffentlich, die manche Leute lieber nicht öffentlich gehabt hätten. Sonst noch was?

    In Bochum sind uns damals alle Schulen des Stadtgebiets angeboten worden.

    Da wir aber umgezogen sind, haben wir unsere Tochter noch vor dem Umzug in einer komplett anderen Stadt angemeldet, was überhaupt kein Problem war und nicht mal irgendwas schriftlichen bedurfte.

    Es können halt ausschließlich Bauarbeiterinnen schwanger sein. Deswegen fände ich es komisch, generisches Maskulinum zu verwenden. Weil ganz klar ist, dass es sich nur um eine weibliche Teilgruppe handeln KANN.

    "Viele Bauarbeiter trugen Helme" wäre ein anderes Beispiel. Ich würde trotzdem nur Männer vorstellen.

    Bei "Lehrern" tendenziell auch.


    Bei reinen Frauengruppen sage ich immer weibliche Formen. "Jeder + Schwangerschaft/Menstruation etc." würde mir sofort auffallen.

    Ich finde, das hängt stark von den Erfahrungen ab, welches Bild jemand vor Augen hat. Wenn ich an "Lehrer" denke, dann erscheint vor meinem inneren Auge das Lehrerkollegium meiner ehemaligen Schule und das enthält durchaus Frauen. Wenn ich an "Bauarbeiter" denke, sind die eher nur männlich.

    Ansonsten erwarte ich bei so konkreten Beschreibungen wie "schwanger" schon das richtige Geschlecht.

    Und es ist für mich ein Unterschied, ob da steht "Ein Ingenieur sitzt am Schreibtisch." = konkret, also wohl ein Mann...

    oder "Die Ingenieure unserer Firma entwickeln gerne für sie. " = allgemein, also wohl gemischt.

    Aber auch das liegt bestimmt an meinen eigenen Erfahrungen in einer Firma mit signifikantem Frauenanteil, da könnte ich jede verstehen, bei der das ein anderes Bild im Kopf erzeugt.

    Der Frosch und ich reden beim Insbettbringen über Gott und die Welt (im wahrsten Sinne des Wortes). Erst über Beerdigungen allgemein, dann über Jesus' Beerdigung, dann über Familien und Verwandtschaft.

    Frosch: Alle Menschen sind doch eigentlich Geschwister, oder?

    Ich: Geschwister nicht, aber schon verwandt. Laut der Bibel stammen ja alle von Adam und Eva ab.

    F: 8o Wir waren doch im Urlaub auf dem Friedhof, oder?

    I: #blink #idee1 Ach ja, auf dem kleinen Friedhof. (So zehn Grabsteine neben einer Kapelle in den Südtiroler Bergen.)

    F: Ja, da waren auch Gräber und so Bilder.

    I: Bilder? Du meinst, auf den Grabsteinen?

    F: Ja, auf den Grabsteinen. Und da waren auch Adam und Eva drauf. Die liegen da im Grab!

    I: Ja, echt? Ich kann das kaum glauben.

    F, äußerst überzeugt: Doch, die sind da begraben. Du weißt ja auch gar nicht, in welchem Land die damals gelebt haben, oder?


    #weissnicht Da musste ich ihm recht geben, möglich wärs :D

    Na ja, das mit den in Vergessenheit geratenen Themen ist ja normal, das kenne ich auch. Wobei ich gerade von der Mauer noch gehört habe, dass die jetzt wohl teilweise fertig ist.


    Ich meine aber auch tatsächlich mehr die Aussage auf der Bundespressekonferenz, wo auf konkrete Nachfragen behauptet wird, man hätte keine Infos und könne nichts sagen. Ob das jetzt noch von den Medien weitergeleitet wird an ihre Leserinnen, davon spreche ich da noch gar nicht. Das wäre das nächste dringende Thema. Ein weiteres Thema wäre, wie viele kritische Nachfragen es auf der BPK überhaupt gibt und wenn dann von wem.

    Da schätzt du dann aber die Mission auf eine bestimmte Weise ein. Angesichts der beteiligten Kräfte (theokratisches Regime im Iran, absolutistisches in Riad) bin ich davon nicht so überzeugt. Wobei die Beziehungen hochspannend sind. Gerade wenn man sich das Saudi-arabische Verhältnis zu den Staaten vor Augen führt.


    Empörung über die Ermordung des Generals habe ich viel gelesen und gehört. Aktuelles Beispiel: Mützenich, der die Ermordung heute morgen als völkerrechtswidrig bezeichnet hat. Oder geht es dir hier wieder um den unmittelbaren Bezug zu der Mission?

    Ja, es ging mir um die Mission. Ich dachte, da würde dann vermutlich von einer "angeblichen" oder "sogenannten" Friedensmission berichtet. Du meinst, das wäre schon nicht zu erwarten? Hhm.


    Wäre ja noch schöner, wenn sich überhaupt niemand über nichts aufregen würde. Mir fehlt noch Aufregung der Bundesregierung inklusive Ministern, die über so ein wenig "Na, begeistert bin ich nicht" hinausgeht.


    Und das gleiche auch bei Assange, da gibt es ja nicht einmal ein unbegeistertes "so toll ist das nicht", da wird die Lage eines unschuldigen Journalisten komplett ignoriert und gar behauptet, die Fakten würden nicht vorliegen.


    Das scheint sowieso die neue Strategie der Bundesregierung zu sein, auch im Hinblick auf Südamerika oder saudi-arabische Kriegsaktivitäten im Jemen, die offiziell ja Waffenexportstopp bedeuten würden.

    Natürlich ist die SZ kein Käseblatt (ich komme übrigens auch so an den ganzen Artikel). Genau, ich würde davon ausgehen, dass das überall eine Top-Nachricht ist, dass Politiker dazu Stellung nehmen, ihre Empörung mitteilen, Konsequenzen ankündigen, ... etc pp. Aber ist das passiert?! Die Info ist ja schon seit dem Nachmittag des 5. Januars öffentlich.


    Ich habe weder in der FAZ (jetzt eben) noch bei der Tagesschau etwas dazu gefunden.

    Mag natürlich auch sein, dass die Suchbegriffe Soleimani und Frieden falsch gewählt sind.

    Ja, das ist schon komisch, dass diese Info nicht überall zumindest als reine Aussage weitergegeben wird. Ich bin ja bescheiden geworden und verlange nicht mal mehr, dass so getan wird, als glaube man offiziellen Staatsoberhäuptern, die nicht zum "Wertewesten" gehören.

    Die Vorwürfe sind ja längst zurückgenommen, das weiß sogar (!) die Tagesschau.

    Es war wohl so, dass die Vorwürfe* sogar erst geklärt wurden, von einer Anklage abgesehen wurde und dann, als Assange Schweden verlassen hatte, eine andere Staatsanwaltschaft noch einmal erneut ermittelt hat und Anklage erhoben hat, aber nicht bereit war, eine Vernehmung telefonisch o.ä. vorzunehmen, sondern die Auslieferung beantragt hat. Ich fühl mich da an Stieg Larssons Bücher erinnert.

    Ich hätte da an seiner Stelle auch gewusst, was mich erwartet. Und Recht hatte er ja wohl.



    *Vergewaltigung umfasst in Schweden anscheinend auch mangelnde Verhütung bei ansonsten einvernehmlichem GV.

    Die Werte und Moralvorstellungen sind offenbar nur dazu gedacht, anderen Ländern den eigenen Willen aufzudrücken.

    Ich wollte gerade das Wort Kriegsverbrechen schreiben, aber der Mord an Suleimani ist mehr als das - es herrscht ja nicht mal Krieg (zum Glück, sollte man meinen).

    Ich wollte das Thema eigentlich schon vor Wochen eröffnen, nachdem die Situation von Assange fast überall totgeschwiegen und/oder ignoriert wird, um wenigstens ein bisschen Aufmerksamkeit drauf zu lenken.

    Die letzten Infos, die ich bei der Tagesschau finde, sind vom 28.11., wo sich der NDR darüber empört, dass auch deutsche Journalisten beim Besuch von Assange in der ecuadorianischen Botschaft überwacht wurden. Jaaa, das ist schlimm, aber doch kaum was im Vergleich zur Situation des Mannes, der seit April wegen Verletzung von Kautionsauflagen in Einzelhaft in einem Hochsicherheitstrakt sitzt und dort offenbar psychisch gefoltert wird, was nicht irgendwer behauptet, sondern der Folterbeauftragte der UN, Nils Melzer.

    Die Bundesregierung dagegen behauptete trotz gegenteiliger Beweise, dass sie darüber nicht informiert sei (wahrscheinlich halten sie sich Augen und Ohren zu und singen laut dabei).


    Wenn schon unsere eigenen Regierung nichts gegen Folter in einem eng verbundenen Nachbarland unternehmen mag, wer kann es dann tun?

    Wenn Journalisten eines der renommiertesten Nachrichtenstudios des Landes nichts darüber berichten, was kann da noch passieren? Haben diese Journalisten keine Angst, dass sie die nächsten sind, die wegen unliebsamer Nachrichten fälschlich angeklagt und anschließend eingekerkert werden? Oder haben sie Angst?


    Nach dem, was ich gelesen habe, ist das Problem noch nicht mal allein die Folterung mitten in Europa. Außerdem wird der Prozess, bei dem der Angeklagte offensichtlich so neben der Spur ist, dass er seinen eigenen Namen nicht mehr auf Anhieb nennen kann, anscheinend von amerikanischen "Beobachtern" gesteuert, die ihre direkten Anweisungen an die Richterin geben. Und dies in einem Rechtsstaat mitten in Europa.

    #haare

    Und hier: "Komm mal mit ... da oben an der Treppe!" #freu