Beiträge von fallous

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    Liebe Raben,
    auch bei uns ist das Thema Sauberwerden hoch im Kurs.
    Meine Tochter ist jetzt 3,5 Jahre und war abgesehen von einigen "Unfällen" halbwegs sauber, als ich mit ihr Ende Februar aus der Ehewohnung mit meinem Mann ausgezogen bin. Sie ist als Folge der Trennung in einem neuen Kindergarten und wohnt 5 Tage die Woche bei mir, 2 Tage bei ihm. Wir wohnen noch immer im gleichen Bezirk, zwischen unseren Wohnungen ist gerade mal soviel Platz, dass wir uns nicht täglich über den Weg laufen.
    Mir ist in den letzten paar Wochen folgendes aufgefallen: Immer wenn unsere Tochter mit ihrem Vater in Kontakt kommt,
    reagiert sie prompt mit nassen Unterhosen. Wir waren zB. 2 Wochen auf
    Urlaub. Sie hat in dieser Zeit einmal mit ihm telefoniert. Am gleichen
    Tag hatte sie mehrmals nasse Hosen, davor und auch am nächsten Tag nicht.
    Wir kamen zurück aus dem Urlaub,
    alles lief in gewohnten Bahnen und reibungslos. Sie skypte einmal mit ihrem Papa und
    schon hatte sie wieder nasse Hosen. Es scheint also einen direkten
    Zusammenhang zu geben zwischen dem Kontakt mit ihm und den nassen Hosen.


    Sie reagierte auf die gleiche Art bei der Umstellung auf eine neue Betreuerin im Kindergarten. Sobald ihr Betreuer aus dem Urlaub zurück war, lief alles wie gewohnt: Sie ging selbständig auf die Toilette und hatte keine nassen Hosen. Ich dachte mir beim Kindergarten nicht besonders viel dabei, weil die Urlaubsvertretung zwar nett aber eben nur 1 Woche da war, es insofern also kein längerfristiges "Problem" darstellte. Beim Kontakt mit meinem Mann denke ich mir besonders jetzt, kurz nach dem Urlaub, wo mir das "Problem" so klar wurde, dass ich eigentlich ihm gegenüber mal davon etwas erwähnen sollte. Ich hab aber keine Ahnung wie, die Stimmung ist ohnehin gespannt, da unsere Mediationsgespräche (mit dem Ziel einvernehmliche Scheidung) eben gescheitert sind.
    Laut einer gemeinsamen Bekannten ist es bei meinem Mann ohnehin so,
    dass meine Tochter dauernd nasse Hosen hat. Ist sie bei mir,
    funktioniert es gut, außer am ersten Tag nach dem Wechsel (sie ist
    normalerweise 2 Tage und Nächte die Woche bei ihm, So vormittag - Di
    vormittag).
    Tja, wie würdet ihr das Thema angehen? Eine weitere 7-er Packung Höschen kaufen und darauf vertrauen, dass wir alle noch ein bißchen brauchen, bis wir die Trennung verarbeitet haben? Ein/e PsychologIn zur Rate ziehen und es mit ihr besprechen?

    Ich würde zu c) oder d) tendieren, obwohl ich natürlich auch deine Bedenken verstehen kann.


    Meine Eltern hatten als Kind mit mir (12) und meinem damals 6-jährigen Bruder öfters d) gemacht. Sie waren beide am ersten Tag geschlaucht und gingen's daher ganz gemütlich an (ging gut, weil wir zu Verwandten nach Italien fuhren, die dann schon das Mittagessen auf'm Tisch hatten als wir ankamen). Als Kind erlebte ich diese Fahrten zwar als lang aber auch nett. Ich mochte es in der Nacht aus'm Fenster zu schau'n, so lange aufbleiben zu dürfen.
    Mit Kleinkind (2) bin ich selbst 7 Stunden nach Kroatien gefahren (alleine im Auto mit ihr) bei Tag. DAS würde ich so nicht mehr wiederholen (viel zu heiß und zu lang, v.a. wenn die Klima im Auto kaum funktioniert).


    Eine weitere Alternative wäre natürlich einen Zwischenstopp zu machen, wo ihr dann auch was nettes anseh'n könnt. Die Fahrt also auf zwei Tage aufzuteilen.

    Liebe Shevek,
    ich denke Zeitungsartikel sind eben mal Zeitungsartikel und nicht wissenschaftliche Abhandlungen. Sie sind für eine breite LeserInnenschaft geschrieben und daher grundsätzlich oberflächlicher und beispielhafter. Vielleicht kennst du ja selbst bessere Artikel zum Thema die du uns empfehlen kannst?


    Und zum Schenken: Ich schenk meinem Kind Dinge die es gerne haben will. Glaubst du aber wirklich, dass es für meine Tochter einen Unterschied macht, warum es ein bestimmtes Ding bekommt? Bei ihren derzeit knapp 2 Jahren macht das meiner Ansicht nach kaum einen Unterschied. Vielleicht später, wenn wir mal argumentieren warum sie etwas NICHT kriegt vielleicht - da kann ich mir's vorstellen...aber ich sag ihr doch nicht extra dazu: Du kriegst jetzt ein Rosa-Glitzer-XY WEIL du 'n Mädchen bist.

    Den Artikel in der Zeit finde ich auch spannend. Nachdenklich darin macht mich einiges, nicht nur die spannende Eingangsgeschichte über die Zwillinge.

    Zitat

    "Eine interessante Beobachtung machte Trautner bei Längsschnittstudien mit anfangs auffällig streng einteilenden Kindern: Wer als Kleinkind seine Welt besonders klar in männlich/weiblich aufteilte, konnte später lockerer mit den Kategorien umgehen. Das entspricht der Alltagswahrnehmung. Männer und Frauen, die früh in eine sichere Geschlechtsrolle gefunden haben, müssen sich nicht mehr ständig ihrer sexuellen Identität durch präpotentes oder püppchenhaftes Gebaren versichern. Sie können sich auch vom Rollenklischee abweichendes Verhalten erlauben." Die klare Vorstellung von der Geschlechterdifferenz und der eigenen Zugehörigkeit ist offenbar eine gute Basis für einen späteren freien Umgang mit Stereotypen. (Zitat aus der "Zeit")

    Zitat

    Ich hab das so interpretiert, je größer und weiter die Welt wird, desto mehr versuchen die Kinder, sich in irgendetwas einzuordnen, weil es ihnen Sicherheit gibt. (Zitat lalilu)



    Ich hab den Artikel so verstanden, dass es Phasen gibt (nämlich die Vorschulphase im Besonderen) wo die Geschlechterdifferenz ein wesentlicher Orientierungspunkt für Kinder ist. Später, wenn sie mal herausgefunden haben, was es damit auf sich hat, tritt sie eher in den Hintergrund. Das, ebenso wie obiges Zitat, spricht für mich für einen unverkrampften Zugang zum Thema. (O Gott, ich seh mich schon dem Glitterwahnsinn in den nächsten paar Jahren hilflos ausgeliefert!!! Aber wenn ich obige Gedanken fortsetze, dann hab ich wirklich nicht zu kommentieren, wenn meine Tochter rosa Glitzerpferdchen haben will, sondern diesen ev. Geburtstagswunsch zu erfüllen - ODER?)

    Am Computer zurück merke ich gerade, dass mich das Thema fasziniert. Sorry, wenn ich euch mit Links gerade eben zumülle. Ich hoffe ich bin nicht die einzige die aus der Liste oben Nutzen zieht. Ich frage mich gerade, ob es auf der Rabenseite Infos aus "wissenschaftlicher Perspektive" zu dem Thema gibt? Hier jedenfalls noch ein paar Links von meiner Seite, für jene unter euch, die's interessiert. Und die vorsichtige Frage: Abgesehen von all euren negativen, mühsamen, anstrengenden Erfahrungen was euer Umfeld angeht: Was kann ich als Mutter (ja, ich als Mutter, nicht wir als Eltern) ändern/positiv beeinflussen/anregen? Werf ich jetzt die Plastik-Rosa-Hello-Kitty-Küche in weitem Bogen aus dem Fenster (Kind interessiert sich ohnehin nicht dafür)? Kauf ich Playmobil statt rosa Lego für meine Kleine?


    Pädagogin: "Geschlechtsneutrale Erziehung wäre schrecklich"




    Woher haben sie das?



    Sei, was du willst




    Erziehung und Geschlecht:
    Eine Einführung



    Cinderella Ate My Daughter: Dispatches from the Front Lines of the New Girlie-Girl Culture


    http://www.amazon.de/Wir-Alpha…ref=pd_rhf_dp_s_cp_8_7PEX
    Wir Alphamädchen: Warum Feminismus das Leben schöner macht

    Inspiriert vom "Gender-Kacke"-Thread hier ein paar Videos, Blogeinträge und Plattformen die ich mir in letzter Zeit angesehen habe:



    Not one Damsel in Distress: World Folktales for Strong Girls


    A mighty Girl: The world's largest collection of books, toys and movies for smart, confident, and courageous girls




    Damsel in Distress: Part 1 - Tropes vs Women in Video Games



    LEGO Friends - LEGO & Gender Part 1



    Pink Stinks Germany: Mädchen sein kann man auf viele Weisen...


    Put Down That Barbie! A (Non-Gendered) Gift Guide for Girls


    Dachte mir, das könnte einige von euch interessieren...
    sorry, muss weg jetzt. mehr später.

    Mein Mann hat ein ähnliches Problem. Seine Sehbehinderung ist genetisch und wird auch dauernd schlechter. Erkundige dich mal genau bei deiner Freundin, was sie denn jetzt hat - denn gerade im Bereich von abgestorbenen Sehzellen wird anscheinend viel geforscht und manchmal gibt es wirklich Hilfe! Ich bin leider auch nicht bestens informiert und mein Mann ist grad in der Arbeit...aber soviel ich weiß besteht Hoffnung, obwohl die OPs auch sauteuer sind.

    Hei liebe Rabeneltern,


    Eine Freundin von mir war heute beim Kinderarzt und bekam zu hören, dass das Gewicht ihres 17monate alten Kindes mit 8kg an der Untergrenze der Gewichtskurve liegt.
    Er rät ihr abzustillen, da in der Muttermilch zu wenig Eisen sei und diese das Kind nicht mehr ausreichend ernähren könne bzw. das Kind dadurch nicht genügend feste, weil wertvollere Nahrung zu sich nimmt.
    Stattdessen soll sie dem Kind Kindermilch (also Pulvermilch) verabreichen. Meine Freundin hält die Wirksamkeit dieses Pulvers für eine kapitalistische Manipulation, der Kinderarzt verneint dies. (Vielleicht steht eine Lobby hinter ihm...?)


    Was meint ihr? Ist die Kindermilch ihr Geld wert bzw. inwieweit beeinflusst die Muttermilch ein (schlechtes) Essverhalten?

    Bei meiner Kleinen ists auch "Bubu" - abgeschaut bzw. -hört von der 3-jährigen meiner Freundin, die das "erfunden" hat. Ich sag daher auch Sachen wie: Magst du jetzt Bubu trinken? (weil die das in ihrer Familie so sagen und wir viel Zeit gemeinsam verbringen)...aber wenn ich mir jetzt überlege, dass "Bubu" eventuell von Busen kommt, na dann...is das einfach wohl falsch. Hm.

    Wir haben hier fast die gleiche Situation. Seit die Kleine (geb. 04/11) fremdbetreut wird (05/12) geht Kacka fast nur mehr in die Windel. Davor fast immer in den Topf. Mann was war ich stolz auf mein Topffit-Kind! Ich geb die Hoffnung nicht auf und probier immer wieder mal...aber die Reaktion ist die gleiche wie bei euch: Geschrei und Protest wenn ich sie abhalte oder aufs Töpfchen setze, schließlich ein Häufchen am Badezimmerteppich (zum Glück is der waschbar). Ich schobs aufs selbständig sein wollen bei meiner Kleinen...und hoffe, dass es vorbeigeht!

    Genau mein Thema!
    Jeden Tag gehn wir auf den Spielplatz. Jeden Tag treffen wir S und seine Mutter. Und jeden Tag nimmt Madame ihm irgendwas weg und er bricht in Jammergeheul aus. Und fast jeden Tag fragen seine Mutter und ich uns: "Sollen wir uns einmischen?" Er ist ca. ein Monat älter als mein Mädel. Aber er ist von der zartbesaiteten Sorte und sie ist ne kleine Rabaukin.
    S. Mutter macht viel mittlerweile (weil wir gelernt haben, dass nichteinmischen nicht wirklich funktioniert):
    a) anspornen: Hols dir doch zurück!
    b) ihn beruhigen
    c) ihm Alternativen anbieten
    und wenn gar nichts anderes geht kriegt mein Mädel eine Alternative und er sein Zeug wieder...
    aber eigentlich wollen wir uns ja so wenig wie möglich einmischen....tja... #yoga

    Freibad liebt er auch. Allerdings sind die 4 Stunden vormittags dafür etwas zu kurz, finde ich.
    Ich hätte auch eine Million Dinge zu erledigen wie: Möbel restaurieren (lackieren, schleifen), Keller ausmisten und Ähnliches. Aber wahrscheinlich interessiert ihn eher Computerspielen als mir zu helfen... :-( Das ist zumindest das was er bei seiner Mum oft zuhause macht...und auch das was ich nicht unbedingt noch mehr "fördern" will.