Beiträge von Matilda

    Vielleicht lohnt es sich irgendwann hier ein Unterforum für Großeltern einzurichten. "Schaukelstuhl" oder sowas in der Art. ;)

    *räusper* Irgendwann? Hier war am Wochenende erst das (Beute-)Enkelkind zu Besuch.


    Ich bin vor 16 Jahren hergekommen. Und habe hier so unendlich viel gelernt. Bei meinem kleinen Sohn hatte ich dann einfach keine Fragen mehr zu den Raben-Kernthemen, das war alles sonnenklar. Das ist vielleicht schade, weil ich trotz Baby die Raben-Kernthemen hier gar nicht beachtet habe und nichts zum Austausch darüber beigetragen habe.


    Wobei, mir fällt ein, dass das Forum mich in der zweiten Schwangerschaft gerettet hat dank des Agyrax-Tipps. Ich weiss nicht, wie ich ohne das durch die Schwangerschaft gekommen wäre.


    Ich denke, es ist nicht mehr so einfach, ins Rabenforum einzusteigen, selbst wenn junge Menschen das Medium nutzen wollen würden. Weil man merkt, dass hier Leute miteinander reden, die sich seit schon immer kennen und viele Punkte schon längst miteinander geklärt haben.

    Im ARD-Sommerinterview redet Laschet von neuen Technologien, die es bis 2030 geben wird, die dann das Klima retten sollen. Deshalb kann man jetzt noch nix für die derzeit bekannten Technologien festlegen.


    Also mir kommt es ja auch manchmal so vor, als wäre 2001 irgendwann in der fernen Zukunft - dann ist die Odyssee im Weltraum oder so ... aber bitte, wenn Laschet die Technologie in der Tasche hat, die in 9! Jahren die globale Energieerzeugung revolutioniert haben wird, dann ist es wirklich Zeit, dass er damit mal rausrückt. Dann könnten wir schon mal mit der Produktion der Anlagen beginnen.

    Flüge nach Mallorca mit Kerosinsteuer zu belegen geht nicht, das sei eine soziale Frage.

    Aber merkwürdigerweise sieht er das bei Erhöhung der Heizkosten durch CO2-Abgabe ganz anders. Verursacher:innen seien da rein die Mieter:innen

    Im ARD-Sommerinterview fand er auch die Alleinfinanzierung des CO2-Preises auf Heizkosten durch die Mieter:innen eine soziale Maßnahme. Man muss die Menschen schützen, die mit der Vermietung von einer oder wenigen Wohnungen ihre Rente aufstocken. ... Ich finde, das macht deutlich, wo für Laschet sozial schwach losgeht - Besitz von nur einigen wenigen Wohnungen - und wie viel echte Armut in seiner Lebensrealität vorkommt. Oder aber er will die WählerInnen für blöd verkaufen ...

    Ich hoffe ja noch immer, dass die Grünen ihren Kanzlerkandidaten wechseln. Damit hätten sie vermutlich deutlich mehr Chancen....

    Also nachdem vor vier Jahren der Schulz-Zug innerhalb von Wochen nur noch ein Haufen Schrott war und derzeit anscheinend mit Baerbock das Gleiche passiert, bin ich mir irgendwie ganz sicher, dass es Habeck ähnlich ergehen würde. Ich neige da gerade zu Verschwörungstheorien ...

    Ich weiß was ich nicht will: kein weiter so!!!!


    Ich sehe aber in den Grünen tatsächlich keine bessere Lösung.


    Die Linken und SPD werden ein "weiter so" nicht verhindern.

    Es geht doch darum, dass wir es wenigstens versuchen sollten. Versuchen können wir es nur mit der Wahl einer dieser drei Parteien, denn nur diese werden in den Bundestag kommen und nur mit ihnen kann Laschet (plus, Gott bewahre, Lindner und Co.) verhindert werden. Es ist einfach so wahnsinnig dringend und es ist irgendwie egal, ob eine der drei Parteien gut oder gar perfekt ist.

    Mein Mann empfindet übrigens die Bikini-Oberteile bei kleinen Mädchen als Sexualisierung und absolut unsinnvoll. Was soll man denn da bedecken und wieso?

    Das sehe ich ganz genauso.


    Die Plansche ist kein normaler Wasserspielplatz, sondern quasi ein Freibad ohne Becken. Sowas gab es bei uns in Marzahn damals auch und wurde ganz klar als Freibad genutzt.


    In der ersten/zweiten Klasse war es bei uns eine Mutprobe, nackt in der Plansche rumzuhüpfen, der Rest trug Badehose oder Schlüppi, was halt grad da war.

    In den Neunzigern war es doch total üblich, sich oben ohne zu sonnen. Also ich war da nicht nur im Osten, sondern auch z.B. an der Nordsee, wo sich nicht nur am FKK-Strand oben ohne gesonnt wurde. Wann das anstößig geworden ist, ist mir entgangen.

    Ich habe das vor ca 1 Jahr mal recherchiert.

    Es gibt ein Gesetz, das dazu führt, dass die Kommunen der Bundeswehr alle Namen und Kontaktdaten von denen schickt, die dann zeitnah ein bestimmtes Alter erreichen, 17 oder so.

    Die einzige Möglichkeit, das zu verhindern, besteht darin, vorher einer bestimmten Behörde zu schreiben, dass man dem widerspricht. Ich hatte es aber nicht geschafft, rauszufinden, welcher Behörde hier in meiner Kommune ich das zuschicken müsste.

    Jep, das habe ich auch recherchiert, nachdem meine Tochter neulich diesen Brief bekam. Angeblich löschen die die Daten immerhin nächstes Jahr wieder.

    Bei einem Geschäftstreffen mit ein paar marktliberalen Herren am Tisch, habe ich mich unlängst innerlich köstlich amüsiert, wie dort grummelnd gewettert wurde gegen "die Annalena" und die verrückten Ideen der Grünen. Das macht eine Menge Etablierten gehörig Sorgen, was dort aufzieht. Anders ist das politische Dreckwerfen gar nicht zu interpretieren.

    In der Woche nach Baerbocks Wahl bei den Grünen hab ich mehrmals in Runden mit alten weißen Männern erlebt, wie ungefragt und unverhofft große Verachtung Unsicherheit zur Schau gestellt wurde. Nach dem Motto "Wenn erstmal die Grünen mit der Baerbock an die Macht kommen, können wir alle einpacken." Natürlich nur weil Frau Baerbock so schrecklich dumm ist undsoweiter.

    Hast du nicht das Problem, dass er irgendwann schießt? Ich habe es noch nie geschafft. Gerade noch mickriger Sämling und sofort Blüten.

    Ja, der schießt irgendwann, aber vorher bildet er kräftige Büschel. Und da er sich überall selbst aussät, gibt es jetzt noch neue junge Pflanzen und riesige blühende. Aber in unserem alten Garten ist der auch nie was geworden.

    Unser Glück ist, dass nur zwei unser sechs Mitarbeiterinnen einen Kinderwunsch haben und sich das halt irgendwie regeln lassen wird. Wären es mehr würde das echt schwierig werden.


    Als Frau finde ich diese Denke fürchterlich.

    Die Dinge sind ja real, deshalb denkst Du sie. Das Problem ist aber nicht die Beschreibung der Realität, sondern wenn dieses Denken einhergeht mit einer Abwertung von Frauen. Die kümmern sich halt später mal um Gedöns, deshalb sind sie und ihre Arbeit weniger wert und außerdem haben sie sowieso kleinere Gehirne und weniger Muskeln.


    Würde Reproduktionsarbeit anerkannt, wäre das irgendwie so, als wären die Mütter bei der Freiwilligen Feuerwehr oder so, würden also krass wertvolle und notwendige Arbeit neben der Erwerbsarbeit leisten, und müssten deshalb manchmal mitten in der Arbeitszeit zum Einsatz. Da würde niemand denken, dass die Erwerbsarbeit der Freiwilligen Feuerwehrleute deshalb weniger wert ist.


    Würde also jemand sagen: Menschen, die bei der Freiwilligen Feuerwehr sind, stelle ich gar nicht erst ein, und wenn, dann zahle ich ihnen weniger, würde das zu echter Empörung und echtem Unverständnis führen und nicht zu einer heimlichen oder gar offen zur Schau gestellten Zustimmung, so wie es bei Frauen ist.

    Musik-CDs zum Mitsingen. Klappt hier besser als Hörbücher. Wir hören dann auch mal dieselbe CD 2x hintereinander, weil ich auf der Autobahn nicht gern CDs wechsle. Ohne CD: Als mein Kleiner 1,5 war, habe ich mal etwa zwei Stunden lang im Wechsel "Alle meine Entchen" und "Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp" gesungen.

    Quetschies mit Obstmus - gibt es bei uns nur für lange Fahrten und sind dann ein Highlight. Man braucht viele.

    Hier stimme ich Dir uneingeschränkt zu.

    Deswegen schrieb ich ja in fast allen meinen Postings dass ich mich in meiner Bewertung auf mein Bundesland BW beziehe.


    Die TVÖD Gehältern gelten jedoch bundesweit. Und in BW oder Bayern ist das dann eben eher unterdurchschnittlich. Denn selbst wenn ich von dem in meinem Link genannten 4700€ als Durchschnittsgehalt fpr BaWü den Meridian errechnen würde, wäre man hier als Erzieherin vermutlich unterdurchschnittlich und als Sozialpädagogin auch. Damit kann man in meinem Bundesland bei Jobs im Sozialbereich eben nicht von einem "guten" Gehalt sprechen.

    Ja, verrückt. Ich glaube, der Wohnort entscheidet, welcher Job gut bezahlt ist ... Also müssten die TVÖD/ TV-L-Tabellen regional verschieden sein, oder es müsste mindestens einen Regionalzuschlag geben. ... Andererseits ist das vielleicht auch der falsche Ansatz, weil dieser Regionalzuschlag dann direkt an Immobilienverkäufer/ Vermieter weitergereicht wird.


    Das ist auch sowas, im Osten war es normal, dass der Lehrer und die Ingenieurin mit ihren Kindern in der 4-Zimmer-Plattenbauwohnung wohnten. Als meine Freundin nach NRW zog, meinte sie, dort würden sie komisch angeschaut, weil sie als Akademiker zur Miete wohnten und nicht im eigenen Haus. Da braucht man natürlich auch mehr Geld, um normal zu sein.

    Ich weiss nicht, wenn Du mit Tussi aus Zuffenhausen meinst. Ich weiß jedoch, das ich selbst lange Jahre als Sozialpädagogin im öffentlichen Dienst gearbeitet habe und jetzt in der Industrie zu einem dort niedrigen Ingenieursgehalt tätig bin. Ich kann also direkt zwei Gehaltszettel miteinander vergleichen und sehe einen erheblichen Unterschied.


    Ich arbeite übrigens weder in der Automobil- noch in der Automobilzuliefererindustrie - also nix Zuffenhausen....


    Und ich kenne zig Ingenieure z.B. meinen Mann die ebenfalls im Era Tarif sind. Auch nix Automobilindustrie...

    Ich hatte das ja schon mal verlinkt: Verdienststrukturerhebung. Die Daten sind aus 2018, also schon etwas veraltet.


    Mit den 5.500 EUR brutto im Monat gehört die Ingenieurin aus Deinem Beispiel zu den 15% Bestverdienern in Deutschland. Du nimmst dieses Gehalt als Referenzwert für gute Bezahlung. Ich stimme Dir zu, das ist ein sehr gutes Gehalt. Es ist aber kein Standardgehalt für Ingenieurinnen (noch dazu mit so wenig Berufserfahrung).


    Eine angestellte Lehrerin verdient nach 10 Jahren ebenfalls 5.500 EUR (TV-L E12 oder E13) und gehört damit zu Deutschlands Topverdienern.


    Die Sozialpädagogin mit den 4.100 EUR gehört immer noch (sehr verdient) zu den 35% Bestverdienern. Nicht besonders viel, aber auch kein geringes Einkommen. Man kann das natürlich zu wenig finden, aber es ist ein normales Einkommen in diesem Land.


    Dazu kommt, dass man in Görlitz mit 3.500 EUR Topverdiener ist, in Berlin wahrscheinlich Durchschnitt und in München abgehängt. Wahrscheinlich bewerten wir Einkommen schon allein deshalb total unterschiedlich.


    Ich finde halt, wenn man sich über niedrigen Löhne unterhält, sollte man auch die Maßstäbe klar haben, die man ansetzt.

    Eine Ingenieurin mit Fachhochschulstudium wird im Regelfall in Era Stufe 13 IG Metall eingruppiert. Dort bekommt sie bei einer 35h Woche rund 4800€. Nach 6 Jahren Berufserfahrung und durchschnittlich guter Leistung bekommt sie rund 15% Leistungszulage on top, das sind dann rund 5500€.

    Diese Tussi aus Zuffenhausen geht mir irgendwie auf die Nerven. Jedes Jahr gibt es in Deutschland über 100.000 AbsolventInnen eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums. Die wenigsten davon arbeiten in der Automobilindustrie in Baden-Württemberg und verdienen 4.800 EUR als Einsteigerin für eine 35-Stunden-Woche.. Die meisten sitzen 40 Stunden die Woche für 4.000 Euro in irgendeiner Klitsche, legen Druckbehälter aus, konstruieren eine Maschine für die Produktion von RFID-Chips, berechnen die Statik des neuesten Immobilien-Investorentraums, entwickeln eine CNC-Software, berechnen Stromnetze oder planen die Fertigung von Spritzgussteilen.


    Ich finde sehr wohl, dass die Sozialpädagogin gut bezahlt werden sollte, aber bitte nicht immer mit der Tussi aus Zuffenhausen begründen.

    Matilda vielen Dank für den Post.

    Ich hatte mich angesichts der Tabelle für Erzieherinnen auch schon gewundert, was so allgemein als "mies bezahlt" gilt.

    Naja, es gibt andere Gründe, weshalb soziale Berufe letztendlich dann doch schlechter bezahlt sind, als es aussieht und als tariflich vereinbart.


    Hier in der Stadt bekommen alle neuen Erzieherinnen nur Verrträge über 32+ Stunden, damit die Stundenzahl flexibel an die schwankende Kinderzahl angepasst werden kann, nicht dass der Betreuungsschlüssel überschritten wird. Dieses Vorgehen ist ein Skandal und dann nützt es Dir nichts, wenn Du vom Vollzeiteinkommen Deine Familie ernähren könntest, aber niemals ein Vollzeiteinkommen haben wirst.


    Sowas entscheidet die Politik. Weil das ja die Ausgangsfrage war.