Beiträge von Matilda

    Zitat:

    "Hätten die drei reichsten Familien Frankreichs gar nichts gemacht und sich eine neue Yacht gekauft, anstatt Geld für Notre-Dame zu spenden - niemand hätte sich beschwert."

    Ja, weil man weiter verdrängt hätte, dass es Menschen gibt, die andere Menschen und unser aller natürliche Ressourcen derart ausbeuten, dass sie so viel Geld haben können. Mir zumindest geht es so, dass wenn ich das nicht 95% der Zeit verdrängen würde, müsste ich andauernd kotzen ... oder gucken, ob es die RAF noch gibt.

    Bei uns zu Hause wurde immer drinnen versteckt. Es gab immer viele süße Nester, für die Geschwister mit Schildchen gekennzeichnet. Ich hab das als ganz warme Erinnerung, wie die blaue Kutsche mit den Hasen-Pferden hinter dem Sofa steht - oder hinter der Gardine.


    Und morgens beim Aufwachen stand immer ein großer Schoko-Osterhase vor dem Bett.


    Dieses Jahr fahren wir Ostern zu meiner Mutter und ich hoffe ein bisschen auf die blaue Kutsche und den Ostermorgen-Hasen.

    Abwarten. So ab 10, 11 verstehen sie, dass Hochziehen gesellschaftlich nicht toleriert wird. #yoga Meine große Tochter hat das Schnauben sehr lange nicht gekonnt. Sie kann auch bis heute nicht unter Wasser ausatmen oder die Nase verschließen, so dass kein Wasser reinläuft.

    Mein Sohn konnte schon mit anderthalb schnauben. Ich glaub, das ist irgendwie genetisch hinterlegt.

    Ich hab vor ein paar Jahren mal im Urlaub John Maynard neu gelernt. Seitdem ist bei uns “Wie weit noch Steuermann? - Er schaut nach vorn und schaut in die Rund. Noch dreißig Minuten, halbe Stund“ fester Bestandteil aller Reisen.


    Ich hab das Balladenbuch von meinen Großeltern geerbt, in dem ich schon als Kind immer so gern gelesen habe. Balladen sind super.


    Und das letzte gelernte Gedicht ist von Marc-Uwe Kling und gehört zu meinen absoluten Lieblingsgedichten:


    Kennen Sie Deutschland?

    Im Süden die Berge,

    Im Norden das Meer.

    Und dazwischen:

    Teer.

    Andreas Scheuer zeigt mal wieder, in welch altbackener Blase er lebt. Seiner Meinung nach sind junge Menschen nur durch Werbung zu erreichen, die halbnackte Models zeigt. Es geht um Fahrradhelme.

    Vielviel schlimmer als der Sexismus ist es, dass Scheuer zeigt, was für unseren Verkehrsminister das wichtigste Instrument zur Verbesserung der Sicherheit der Radfahrer ist.

    Hier Innenstadt einer Großstadt. Früher hatten wir gar kein Auto, jetzt schon, aber im Alltag nutzen wir vor allem Fahrrad und ÖPNV.


    Als meine Tochter klein war, haben wir fast jeden Tag was unternommen - Freunde besuchen, Besuch haben, Bibo, Bummeln, Spielplatz, Park, Schwimmbad. Seit sie etwa neun Jahre alt war, fährt sie selbstständig mit dem ÖPNV, früher nur zu ausgewählten Zielen, so ab zwölf frei durch die Stadt.


    Mit dem Kleinen sind wir viel weniger unterwegs, aber wir haben einen sehr großen Kleingarten, seit er etwa ein Jahr alt war. Dort sind wir im Sommer sehr oft und für kleine Kinder ist dort genug Bewegung zu bekommen. Mein Sohn absolviert inzwischen sehr viele Wege mit dem Laufrad. Da ist er schnell und sicher unterwegs.


    Beide Kinder konnten/ können aber auch sehr gut mal einen Tag drinnen verbringen, ohne komplett gaga zu werden. Das ist im Winter sehr angenehm für uns Eltern.

    Ich bin mit dem Fahrrad gefahren, ich habe vegetarisch gegessen und hoffe, ich schaffe es, die vegetarische Fastenzeit auf einen vegetarischen Sommer auszuweiten. Ich freue mich auf meinen Urlaub ihne Flugreise.


    Ich habe wie jeden Tag mich bemüht, bei meiner Arbeit als Ingenieurin so weit es geht auf Energieeinsparung zu achten. (Ich bemühe mich, mich nicht entmutigen zu lassen davon, dass wenn man einem Bauherren nicht auf den Cent genau vorrechnet, dass die Energieeinsparung billiger ist als die Energieverschwendung, immer die Verschwendung gewählt wird. Zum Glück beherrsche ich das Rechnen. #nägel)

    Ich bin sonst immer für Sommer, aber es wäre wirklich gut, wenn es jetzt erstmal kräftig weiterregnen würde. Es ist immer noch fast flächendeckend Dürre in Deutschland, insbesondere die tiefen Bodenschichten sind weiterhin ausgetrocknet, es regnet weiterhin zu wenig, um das auszugleichen. Ich finde das gruselig.

    Man kann das hier sehen: Dürremonitor

    Im Hygienemuseum gibt es immer interessante Sonderausstellungen. Das macht ohne Kinder mehr Spaß als mit. Ansonsten wenn Ihr ohne Kinder seid - versucht Karten für den Kulturpalast zu bekommen, falls es was halbwegs Interessantes für Euch gibt. Und dabei daran denken, dass die Sanierung nur wenig über dem geplanten Budget gekostet hat, genau wie beim Kulturkraftwerk Mitte (an dessen Eingang Wettiner Platz gibt es im alten Pförtnerhäuschen ein niedliches Cafe).

    Ich würde unbedingt einen halben Tag zum einfach durch die Stadt treiben lassen einplanen. Auf den Turm der Kreuzkirche steigen und runter gucken, im mondänen DDR-Architektur-Kulturpalast ein wenig oben am Fenster sitzen und Zeitung lesen (da ist neben dem Konzertsaal auch eine Bibliothek drin), an der Frauenkirche vorbei, Schloss und sowas.


    Samstags ist manchmal Kreuzchorvesper, da kann man den Kreuzchor kostenlos (?) hören und sehen.


    Nach dem Altstadtbummel könnt Ihr zum Bummeln und Ausgehen in die Äußere Neustadt (die linksgrün versiffte Enklave in Ostsachsen).


    Zum Eisessen ins Tiki auf der Rudolf-Leonard-Straße oder der Görlitzer Straße. Auf der Leonard-Straße gibt es auch den Falschen Hasen (vegan) und das Leonardo für's Abendessen.


    Sehr schön ist auch das neue Kulturkraftwerk Mitte, tolle modernisierte Industriearchitektur. Drinnen ist u.a. das Theater Junge Generation mit Kinder- und Jugendstücken. Und wenn Ihr schon mal in der Gegend seid ...


    ... Das beste Lokal der Stadt ist das “Stadt Riesa“ (da findet kein Touri hin außer Euch :)) Für sehr wenig Geld gibt es leckeres Essen (eher in Richtung Hausmannskost, aber weit entfernt von der klassischen Schnitzel-aus-dem-Tiefkühler-Gaststätte). Unbedingt zwischen sechs und halb sieben ankommen, vor sechs ist geschlossen, nach halb sieben kein Platz mehr frei (k.A. ob man reservieren kann). Und unschlagbar mit Kindern - man bezahlt gleich beim Reinkommen am Tresen, das Essen ist dank sehr übersichtlicher, täglich wechselnder Karte schnell fertig, und man ist, wenn man will, nach einer halben Stunde wieder draußen. Oder man bleibt zum Skatspielen.

    Ich finde es nützlich, nicht nur von der aktuellen Situation auszugehen, sondern Pläne für die Zukunft zu machen, für die Welt, in der unsere Kinder und Enkel leben werden.


    Peak Oil wird unweigerlich kommen, das heißt, Erdöl wird schlechter verfügbar und deutlich teurer werden, es wird nicht mehr so viele Autos geben können früher. Die Stromerzeugung wird ebenfalls nicht Schritt halten können, wenn es weniger Öl gibt. Den Golf flächendeckend durch den E-Golf zu ersetzen und sonst nichts am Konzept zu ändern, ist eine Illusion. Es nützt doch nichts, die Realität zu boykottieren und darauf zu beharren, dass die Welt gefälligst so zu bleiben hat, wie sie ist.


    Deshalb brauchen wir Zukunftskonzepte, die mit weniger Autos auskommen, ohne die Menschen ohne Auto massiv zu benachteiligen. Und nicht weil verbohrte blöde Ökos uns das Autofahren verbieten wollen.

    Aber das Problem: dann gibt es keinen Urlaub mehr. Zelten mit Zug ist für mich ein Nogo. Carsharing für drei Wochen unbezahlbar.

    Eine Freundin von mir schickt ihr Gepäck immer mit dem Gepäckservice der Bahn. Die holen das zu Hause ab und liefern es am Urlaubsort an. Auf einem Campingplatz mit Rezeption geht das gut. Sie verschickt sogar Fahrräder damit.

    ...

    Nur falls Ihr das Auto irgendwann abschaffen müsst.