Beiträge von Matilda

    Ich war heute bissel an den Touristen-Hotspots und da war es im Vergleich zu sonst leer.


    Dafür ist zum ersten Mal seit zwei Jahren anständig Wasser in der Elbe, deshalb waren einige Badende zu sehen. Ich würd am Elbufer planschen, nicht im Freibad. Nett sind auch die Weißeritz an der Bienertmühle und die Prießnitz im Prießnitzgrund (an der Mündung ist es immer arg voll).


    Ich mag Eisessen im Venezia am Neustädter Markt. Da hat man Blick auf den Goldenen Reiter und kann nett über die Hauptstraße flanieren. Die mag ich gern, weil sie so einen DDR-Charme hat und weil sie für Menschen gebaut wurde, nicht für's Shopping-Erlebnis (Shoppen kann man dort aber wirklich nicht).

    Ohnezahn Bücher mit Abenteuer erlebenden Protagonistinnen haben mich schon als Kind feministisch geprägt. Die haben mir eingeredet, ich dürfte selbst Abenteuer erleben. Weder wollte ich von Prinzen gerettet werden noch selbige bewundern noch denen die Abenteuer überlassen noch mich mit Rivalitäten unter Frauen (womöglich noch Rivalitäten um Helden #kreischen) zu befassen.


    Also sowas kannst Du echt nicht bringen, Mädchen könnten sonst Anspruch auf die Welt erheben. Tststs.

    Ruhrgebiet, unbedingt. Abstecher nach Wuppertal (aber vorher gucken, ob die Schwebebahn grad mal wieder kaputt ist) oder ins Neandertal.


    Unbedingt in die Zeche Zollverein gehen, einer meiner absoluten Lieblingsorte.


    Übernachten im Bauwagen in Essen. #love


    Jetzt hab ich Sehnsucht.

    Sortieren und die sich anschließenden 60 Minuten, in denen die Kinder selig sind, dass alles so schön übersichtlich ist und sie es gründlich umsortieren, nutzen, um gemütlich die Steuererklärung zu machen die Beine hochzulegen und einen Kaffee zu trinken.

    Ich bin mir sicher, dass die Politik demnächst nachbessern wird. Wenn sie nicht wollen, dass Millionen von Eltern demnächst von ihren Arbeitgebern wegen Faulheit (Danke Claraluna für Deine sensible Analyse der Situation) rausgeworfen werden, krank werden oder zusammenbrechen, außerdem wer kann dann doch wieder die Großeltern einspannt, dann wird es eine Entlastung für Eltern geben müssen. Es ist doch absehbar, dass Kitas und Schulen noch lange geschlossen bleiben und nicht nach Ostern mal eben wieder normal öffnen.


    Ich hoffe auch sehr, dass sich das mit dem Home Office ohne Kinderbetreuung langsam eingroovt in den Familien. Wir werden uns dran gewöhnen und uns organisieren, wir werden uns wieder besser konzentrieren können und dann wird es leichter sein, mehr zu arbeiten. Bitte lass Dich von Menschen, die am Montag schon alles tipptopp im Griff hatten und seitdem beide Eltern voll arbeiten, die Kinder homeschoolen und die Kleinkinder spielen brav daneben, nicht unter Druck setzen. Ich bin mir sicher, Dein Chef wird Dich wegen einer Leistungsdelle nicht gleich rauswerfen. Ich hoffe auch sehr, dass es nach Ostern wieder möglich sein wird, einzelne Sozialkontakte der Kinder zu ermöglichen, so dass man sich mit anderen Eltern gegenseitig unterstützen kann.


    Edit: Ich glaube, wenn man derzeit etwas Sinnvolles zu tun hat, dann ist es vielleicht einfacher, die Kraft dafür aufzubringen. Ich arbeite derzeit vermutlich für den Papierkorb bzw. dafür, dass mein AG demnächst, wenn das Geld für unsere Vorhaben gestrichen wird, etwas beim Kunden abrechnen kann. Es ist schwer, die Motivation aufzubringen, dafür eine große Belastung auf sich zu nehmen. Aber wird schon.

    Ich grüble. Schrecklich. Mein AG findet, wir arbeiten alle ganz normal weiter. Ich kann das nicht, unsere Arbeit ist unter normalen Umständen optimistisch und zukunftsorientiert (Baubranche). Jetzt erscheint sie mir komplett sinnlos. Dazu noch verstehen die die Lage einfach nicht, das Büro ist voll besetzt bis auf wenige Eltern. Home Office nur für Risikogruppen und wegen Kinderbetreuung, die Kollegen mit den Infarkten sind aber alle noch da. Verantwortungslos. Wenn die Krise vorbei ist, kündige ich dort. Und heute gebe ich Bescheid, dass ich ab sofort nur noch von zu Hause arbeite und bitte sie, das endlich durchzuziehen in der Firma, dass die Leute nicht mehr kommen. Und andere Firmen schicken Infos raus, wie toll sie organisiert sind und dass sie natürlich wie gewohnt funktionieren. “Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft und konzentrieren uns auf unsere Aufgaben.“ Müssen die jetzt so einen Druck und Werbescheiß machen? Es macht mich völlig fertig.

    In den nächsten drei Jahren braucht Euer Kleiner überhaupt noch kein Kinderzimmer. Viele Eltern brauchen eines, um die Spielsachen dort unterzubringen, aber kleine Kinder brauchen keines. Ihr könntet das Arbeitszimmer also noch eine Weile Arbeitszimmer sein lassen. Ob es dann kindersicher sein muss, hängt davon ab, ob darin auch gearbeitet werden soll, wenn das Kind anwesend und wach ist.

    Steckdosen sichern, Regale an der Wand festschrauben, Türen für Billy kaufen, Messer und Scheren wegräumen, herabhängende Kabel, Pflanzen etc., die Baby runterziehen kann, sichern. Der Rest findet sich.

    Ich habe bei der zweiten Geburt Plazenta genascht. Und bis zu meinem Bandscheibenvorfall vier Wochen später hatte ich deshalb ein rosarotes Regenbogeneinhorn-Wochenbett. Meine Hebamme war nicht überrascht, die hatte offensichtlich mindestens schon davon gehört.


    Ich bin nach wie vor der Meinung, dass (die eigene) Plazenta vegan ist. Ethisch gesehen.

    Sitzplätze kann man auch separat buchen ohne Ticket. Kinderfahrkarten kann man nicht über die App buchen, weil die nur personalisierte Tickets rausrückt, aber über das normale Online-Portal. Das Ticket muss man dann ausdrucken, Handy-Ticket geht nicht.


    Edit: Wahrscheinlich muss man die Sitzplätze auch über das Online-Portal kaufen, nicht über die App.

    Ich war im Herbst mit meiner großen Tochter in Paris. Eiffelturm und Disneyland waren auch ihre Hauptziele. Wir haben außerhalb gewohnt, das war schön, aber recht teuer und wir mussten immer in die Stadt reinfahren. Wir waren aber fast eine Woche lang dort, deshalb hat uns die Fahrerei nicht gestört.


    Wir sind über Frankfurt/ Mannheim mit dem Zug gefahren, das ging problemlos und habe ich ganz normal über die Deutsche Bahn gebucht. In Paris hatten wir ein Navigo Decouverte. Das lohnt sich bei längerem Aufenthalt, man braucht eine Kundenkarte mit Foto, die haben wir bei der Ankunft besorgt.


    Nach Disneyland sind wir mit dem RER gefahren. Das hat, glaub ich, anderthalb Stunden gedauert. Was ich leider vorher nicht wusste, ist dass Disneyland abends schon um 19 Uhr schließt. Dadurch hatten wir dort nicht soo viel Zeit, wir hätten früher aufstehen müssen. Wir waren an einem Wochentag außerhalb der französischen Ferien dort. Die erkennt man bei der Buchung daran, dass es die niedrigste Preisklasse ist. Es war trotzdem voll genug, ich möchte da nicht am Wochenende sein. Wir hatten nicht noch dieses Fastpass-Ticket, mit dem man kürzere Wartezeiten an den Attraktionen hat. War okay und wäre mir nicht sechzig Euro zusätzlich wert gewesen.


    Ich habe alle Tickets für alles schon zu Hause über's Internet gekauft. Das war gut.


    Der Eiffelturm wird abends beleuchtet und blinkt dann zur vollen Stunde. Das war meiner Tochter sehr wichtig, wir haben etwa tausend Fotos und Videos davon. :D Es empfiehlt sich also, eher am späten Nachmittag/ frühen Abend hochzufahren und dann in der Nähe zu bleiben, denn die Entfernungen in Paris sind doch recht groß.

    Da würde ich ehrlich gesagt erwarten, dass der Kollege sagt: Ach, die Frau Matilda, die kann das ab, die ist da ganz entspannt.


    Ich war im Restrukturierungsbereich ständig die einzige Frau, das ist nicht schlimm.

    Das hat er wahrscheinlich auch gesagt. Ich arbeite in meinen Projekten sehr oft als einzige Frau im Projektteam, das wird dem Menschen auch klar gewesen sein, also daran liegt es ganz sicher nicht.

    Der Vertrieb eines branchentypischen Herstellers (Technik) lud meinen Kollegen zum regionalen Get Together ein. Kollege: “Hab keine Zeit, aber Sie könnten Frau Matilda einladen, die arbeitet doch derzeit sowieso mit Ihnen zusammen.“

    Hmh, nein, das wollten Sie nicht, Frau Matilda wäre dann die einzige Frau auf der Veranstaltung, das ginge nicht.


    WTF?


    (Das hat er mir heute erzählt, ist wohl schon eine Weile her, also 2019, nicht 1919 war das. Mir ist *börgs* bei dem Gedanken an die Veranstaltung, obwohl sie wahrscheinlich einfach nur unter sich sein wollen.)

    Ja, ich weiß (auch wenn ich den film nicht kenne). Trotzdem fürchte ich, daß immer wieder mit viel Inbrungst gesungen gesungen doch eher die Kischees hängenbleiben ...

    Das wird leider so sein. Blöd ist das. Und die Reaktionen der Leute, die Casa beschreibt, lassen leider nichts Gutes erahnen. Trotzdem, Millionen kleiner Jungen kennen und lieben Bibi und Tina. Und leider muss man allein das schon zu schätzen wissen. Vorher ging es ja schon darum, dass in der Regel Jungen nur männliche Protagonisten zur Verfügung stehen.

    Ergänzung, weil Editieren nicht mehr geht: Bibi und Tina sind neben Pippi Langstrumpf und Grundgesetz-Girl aus der Sendung mit der Maus die einzigen Superhelden, die mein Vierjähriger kennt. Also das ist feministisch, ganz sicher. #ja

    Heute beim Kinder- und Jugendkonzert der Stadtkapelle:

    • [...]
    • Und dann gab es einen "Rap-Battle" mit dem Titel "Jungs gegen Mädchen, Mädchen gegen Jungs" - inhaltlich ein Klischee nach dem andern - und ganz viele Kinder im Publikum haben das mitgegrölt, den ganzen Text auswendig! Und die Mütter alle so begeistert und verständnislos, daß ich das nicht toll fand: "Wieso denn? Die Mädels kontern doch, die lassen sich nichts sagen, die sind halt emanzipiert, ohne verbissen zu sein..."

    Das ist bestimmt das Lied aus “Bibi und Tina - Mädchen gegen Jungs“. Deshalb kannten das alle. Da hatten wir schon engagierte Diskussionen im Freundeskreis, ob das ein sexistischer Kackscheiß-Film ist oder ob er superprima ist. Ich finde, ein Kassenschlager-Film mit Mädchen in den Hauptrollen, den haufenweise neunjährige Jungs kennen und lieben, muss zwangsläufig auch feministisch sein. (Nur deshalb lieben wir Bibi und Tina und können das Lied auswendig. #pfeif)


    Edit: Im Kontext des Films ergibt das Lied irgendwie auch Sinn und man merkt, dass die darin enthaltene Aufzählung von Klischees nur der Kunst dient und nicht der Wahrheit entspricht.