Beiträge von Matilda

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    Unser Glück ist, dass nur zwei unser sechs Mitarbeiterinnen einen Kinderwunsch haben und sich das halt irgendwie regeln lassen wird. Wären es mehr würde das echt schwierig werden.


    Als Frau finde ich diese Denke fürchterlich.

    Die Dinge sind ja real, deshalb denkst Du sie. Das Problem ist aber nicht die Beschreibung der Realität, sondern wenn dieses Denken einhergeht mit einer Abwertung von Frauen. Die kümmern sich halt später mal um Gedöns, deshalb sind sie und ihre Arbeit weniger wert und außerdem haben sie sowieso kleinere Gehirne und weniger Muskeln.


    Würde Reproduktionsarbeit anerkannt, wäre das irgendwie so, als wären die Mütter bei der Freiwilligen Feuerwehr oder so, würden also krass wertvolle und notwendige Arbeit neben der Erwerbsarbeit leisten, und müssten deshalb manchmal mitten in der Arbeitszeit zum Einsatz. Da würde niemand denken, dass die Erwerbsarbeit der Freiwilligen Feuerwehrleute deshalb weniger wert ist.


    Würde also jemand sagen: Menschen, die bei der Freiwilligen Feuerwehr sind, stelle ich gar nicht erst ein, und wenn, dann zahle ich ihnen weniger, würde das zu echter Empörung und echtem Unverständnis führen und nicht zu einer heimlichen oder gar offen zur Schau gestellten Zustimmung, so wie es bei Frauen ist.

    Musik-CDs zum Mitsingen. Klappt hier besser als Hörbücher. Wir hören dann auch mal dieselbe CD 2x hintereinander, weil ich auf der Autobahn nicht gern CDs wechsle. Ohne CD: Als mein Kleiner 1,5 war, habe ich mal etwa zwei Stunden lang im Wechsel "Alle meine Entchen" und "Hopp, hopp, hopp, Pferdchen lauf Galopp" gesungen.

    Quetschies mit Obstmus - gibt es bei uns nur für lange Fahrten und sind dann ein Highlight. Man braucht viele.

    Hier stimme ich Dir uneingeschränkt zu.

    Deswegen schrieb ich ja in fast allen meinen Postings dass ich mich in meiner Bewertung auf mein Bundesland BW beziehe.


    Die TVÖD Gehältern gelten jedoch bundesweit. Und in BW oder Bayern ist das dann eben eher unterdurchschnittlich. Denn selbst wenn ich von dem in meinem Link genannten 4700€ als Durchschnittsgehalt fpr BaWü den Meridian errechnen würde, wäre man hier als Erzieherin vermutlich unterdurchschnittlich und als Sozialpädagogin auch. Damit kann man in meinem Bundesland bei Jobs im Sozialbereich eben nicht von einem "guten" Gehalt sprechen.

    Ja, verrückt. Ich glaube, der Wohnort entscheidet, welcher Job gut bezahlt ist ... Also müssten die TVÖD/ TV-L-Tabellen regional verschieden sein, oder es müsste mindestens einen Regionalzuschlag geben. ... Andererseits ist das vielleicht auch der falsche Ansatz, weil dieser Regionalzuschlag dann direkt an Immobilienverkäufer/ Vermieter weitergereicht wird.


    Das ist auch sowas, im Osten war es normal, dass der Lehrer und die Ingenieurin mit ihren Kindern in der 4-Zimmer-Plattenbauwohnung wohnten. Als meine Freundin nach NRW zog, meinte sie, dort würden sie komisch angeschaut, weil sie als Akademiker zur Miete wohnten und nicht im eigenen Haus. Da braucht man natürlich auch mehr Geld, um normal zu sein.

    Ich weiss nicht, wenn Du mit Tussi aus Zuffenhausen meinst. Ich weiß jedoch, das ich selbst lange Jahre als Sozialpädagogin im öffentlichen Dienst gearbeitet habe und jetzt in der Industrie zu einem dort niedrigen Ingenieursgehalt tätig bin. Ich kann also direkt zwei Gehaltszettel miteinander vergleichen und sehe einen erheblichen Unterschied.


    Ich arbeite übrigens weder in der Automobil- noch in der Automobilzuliefererindustrie - also nix Zuffenhausen....


    Und ich kenne zig Ingenieure z.B. meinen Mann die ebenfalls im Era Tarif sind. Auch nix Automobilindustrie...

    Ich hatte das ja schon mal verlinkt: Verdienststrukturerhebung. Die Daten sind aus 2018, also schon etwas veraltet.


    Mit den 5.500 EUR brutto im Monat gehört die Ingenieurin aus Deinem Beispiel zu den 15% Bestverdienern in Deutschland. Du nimmst dieses Gehalt als Referenzwert für gute Bezahlung. Ich stimme Dir zu, das ist ein sehr gutes Gehalt. Es ist aber kein Standardgehalt für Ingenieurinnen (noch dazu mit so wenig Berufserfahrung).


    Eine angestellte Lehrerin verdient nach 10 Jahren ebenfalls 5.500 EUR (TV-L E12 oder E13) und gehört damit zu Deutschlands Topverdienern.


    Die Sozialpädagogin mit den 4.100 EUR gehört immer noch (sehr verdient) zu den 35% Bestverdienern. Nicht besonders viel, aber auch kein geringes Einkommen. Man kann das natürlich zu wenig finden, aber es ist ein normales Einkommen in diesem Land.


    Dazu kommt, dass man in Görlitz mit 3.500 EUR Topverdiener ist, in Berlin wahrscheinlich Durchschnitt und in München abgehängt. Wahrscheinlich bewerten wir Einkommen schon allein deshalb total unterschiedlich.


    Ich finde halt, wenn man sich über niedrigen Löhne unterhält, sollte man auch die Maßstäbe klar haben, die man ansetzt.

    Eine Ingenieurin mit Fachhochschulstudium wird im Regelfall in Era Stufe 13 IG Metall eingruppiert. Dort bekommt sie bei einer 35h Woche rund 4800€. Nach 6 Jahren Berufserfahrung und durchschnittlich guter Leistung bekommt sie rund 15% Leistungszulage on top, das sind dann rund 5500€.

    Diese Tussi aus Zuffenhausen geht mir irgendwie auf die Nerven. Jedes Jahr gibt es in Deutschland über 100.000 AbsolventInnen eines ingenieurwissenschaftlichen Studiums. Die wenigsten davon arbeiten in der Automobilindustrie in Baden-Württemberg und verdienen 4.800 EUR als Einsteigerin für eine 35-Stunden-Woche.. Die meisten sitzen 40 Stunden die Woche für 4.000 Euro in irgendeiner Klitsche, legen Druckbehälter aus, konstruieren eine Maschine für die Produktion von RFID-Chips, berechnen die Statik des neuesten Immobilien-Investorentraums, entwickeln eine CNC-Software, berechnen Stromnetze oder planen die Fertigung von Spritzgussteilen.


    Ich finde sehr wohl, dass die Sozialpädagogin gut bezahlt werden sollte, aber bitte nicht immer mit der Tussi aus Zuffenhausen begründen.

    Matilda vielen Dank für den Post.

    Ich hatte mich angesichts der Tabelle für Erzieherinnen auch schon gewundert, was so allgemein als "mies bezahlt" gilt.

    Naja, es gibt andere Gründe, weshalb soziale Berufe letztendlich dann doch schlechter bezahlt sind, als es aussieht und als tariflich vereinbart.


    Hier in der Stadt bekommen alle neuen Erzieherinnen nur Verrträge über 32+ Stunden, damit die Stundenzahl flexibel an die schwankende Kinderzahl angepasst werden kann, nicht dass der Betreuungsschlüssel überschritten wird. Dieses Vorgehen ist ein Skandal und dann nützt es Dir nichts, wenn Du vom Vollzeiteinkommen Deine Familie ernähren könntest, aber niemals ein Vollzeiteinkommen haben wirst.


    Sowas entscheidet die Politik. Weil das ja die Ausgangsfrage war.

    An den Tarifen liegt es aber zumindest bei Erzieherinnen nicht. Also warum wird nicht nach Tarif bezahlt bzw. warum ist die Arbeitsbelastung zu hoch (miese Personalschlüssel etc.)? Das entscheiden die Landes- und Kommunalpolitik und die Träger. Wenn man was erreichen will, muss man dort ansetzen. Also vielleicht nicht "höhere Bezahlung für Erzieherinnen" fordern, sondern "endlich Bezahlung nach Tarif" und "bessere Arbeitsbedingungen". Denn wenn ich in die Tabelle gucke, sehe ich ein normales Gehalt und keinen Hungerlohn und frage mich, warum behauptet wird, Erzieherinnen wären so irre mies bezahlt, wenn sie doch ein durchschnittliches Einkommen haben.


    Oder Lehrkräfte, die verdienen wirklich nicht schlecht, also muss etwas anderes verkehrt sein, und DAS sollte geändert werden (Klassen mit 30 Kindern, Inklusion zum Nulltarif, Unterdeckung im Personalschlüssel, ...). Aber Menschen mit geringen Einkommen fühlen sich doch veralbert, wenn sich LehrerInnen als schlecht bezahlt darstellen. Und da verliert sich dann die Solidarität.


    Und wenn Du mich angesichts der Tabelle darauf hinweist, dass ein Einkommen von 4.000 bis 5.000 EUR für eine Kita-Leiterin ein Brutto- und kein Nettoeinkommen ist, dann verstehst Du offenbar etwas komplett anderes als ich als gutes Einkommen (ungefähr Faktor 2 :)). Das liegt vielleicht an der Wohngegend?


    Kleine Anekdote. Ich bin Ingenieurin und sagte mal in einem Gespräch bei einer Party "Es verdient halt auch nicht jeder Ingenieur 80.000 EUR im Jahr." Daraufhin fragte mein Gegenüber "Meinst Du brutto oder netto?" (Brutto ;)) Es herrschen einfach verschiedene Vorstellungen davon, was ein gutes Einkommen ist. Und bevor man das nicht geklärt hat, wird man aneinander vorbeireden und böse aufeinander werden.


    Was Susan Sto Helit verlinkt hat an Anwaltseinkommen (100.000 EUR+) würde ich schon als unanständig einordnen und würde sagen, das liegt daran, dass die juristische Zunft es hervorragend versteht, das Land so zu gestalten, dass ohne Anwalt alle hilflos sind.

    Das ist das Bruttogehalt.

    ErzieherInnen werden meistens nach 8a bezahlt....

    Natürlich ist das das Bruttogehalt. Mit 3.500 Euro netto gehört man in Deutschland zur Oberschicht.


    Der Einkommensmedian für das Brutto-Gehalt in Deutschland für Vollzeitarbeit liegt irgendwo bei 3.500 Euro im Monat (Quelle - hoffentlich richtig interpretiert).


    Man müsste wohl überlegen, was heißt überhaupt "gut bezahlt".

    Wenn Erzieherinnen und Kita-Leiterinnen nach Tarif bezahlt werden, finde ich das Gehalt gar nicht schlecht. Tvoed SUE - Erzieherinnen sind in der S8a oder S8b, Leiterinnen S9 bis S18 je nach Kita-Größe. Zum Grundgehalt kommen noch Sonderzahlungen und betriebliche Altersvorsorge. Da hat sich wirklich viel getan in den letzten Jahren, bestimmt auch dank der Streiks, die echt weh taten.


    Zumindest hier bezahlt die Kommune auch für die freien Träger das Tarifgehalt.


    Also in diesem Fall entscheiden die Kommunalpolitik und die Träger darüber, ob vernünftig nach Tarif bezahlt wird. Vielleicht muss man erstmal dort ansetzen, bevor man sich die schwierigen Sachen vornimmt.


    Edit: In München ist so ein Gehalt vermutlich albern, in Sachsen in Ordnung, weil das allgemeine Lohngefüge sehr verschieden ist.

    Der Artikel zielt doch ganz klar darauf ab, empört in den sozialen Netzwerken geteilt zu werden, um Klicks für diese Webseite zu erzeugen. Wieso sonst sollte man so einen Krempel schreiben? Die sind wahrscheinlich nicht blöd in deren Redaktion. Schrill.

    Meine Große habe ich bekommen, weil ich fand, ich könnte doch jetzt mal ein Kind kriegen. Mein Kleiner fehlte noch in meinem Leben. Ich hatte nach dem ersten Kind die zweite Runde "verpasst" wegen Lebenskrise und es fehlte einfach noch ein Kind. Ulkigerweise fehlt das zweite Kind trotzdem und der Kleine ist ein klassisches Nesthäkchen.


    Ich finde es großartig, jetzt ein großes und ein kleines Kind zu haben. Einerseits sehe ich, was für tolle Erwachsene aus diesen kleinen hilflosen Kindchen werden, andererseits hab ich noch ein kleines Kindchen, das das Leben wuselig und kuschelig macht. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.

    Wisst ihr zufällig ob es bei dm u.ä. dieses Jahr auch Kinderschminke zu kaufen gibt?

    Ich hab gestern im dm welche gekauft.


    Zum Verschieben - hierzulande hat Karneval ja keine Tradition, sondern ist als Fasching praktisch eine Verkleidungsparty für Kinder. Katholiken gibt's auch nur wenige und die sind kulturell ziemlich assimiliert. Deshalb ist es kein Problem, die Veranstaltung einfach zu verschieben.

    Unser Kindergarten hat angekündigt, dass sie Fasching feiern werden, wenn alle Kinder wieder da sind. Das finde ich super. Ansonsten würde ich wohl warten, bis die Kontaktbeschränkungen etwas gelockert werden und dann zwei oder drei Kinder zur Faschingsfeier einladen - ich denke, das kriegt man hin mit Pfannkuchen (Berliner), Luftschlangen und Musik. Also verschieben auf April oder so.

    Meine Tochter hat es tatsächlich irgendwann gelernt. So mit den Jahren und ausschließlich in der Schule. Also mit zunehmendem Alter wurden die in der Schule zu lesenden Texte mehr und länger und komplexer und damit hat mein Kind sukzessive besser lesen gelernt.


    Inzwischen liest sie ganz normal. Nicht so schnell wie ich, aber ich lese anscheinend ziemlich schnell.


    Bis heute liest sie aber nicht freiwillig und nicht in der Freizeit - wenn wir beide am Handy glucken, dann lese ich und sie schaut Filmchen.


    Es ist, wie es ist. Mein Kind ist schlau und perfekt organisiert, das wird reichen. Wenn sie später mal viel lesen muss, um ein selbstgestecktes Ziel zu erreichen, wird sie "hundert dicke Bücher lesen" auf ihre ToDo-Liste setzen und abarbeiten.


    In der dritten Klasse hätten keine zehn Pferde das Kind animiert, mehr zu lesen als das, was die Lehrerinnen in der Schule verlangten.

    Ich würde einfach die nächste Pille einwerfen. Bei uns waren die komplett nebenwirkungsfrei. Ich glaube, mit drei Behandlungszyklen kann man so ein paar Ungenauigkeiten vertuschen.


    Kuscheltiere haben wir nur 1x bei 40 Grad gewaschen, alle Decken, Kissen und Sofabezüge im Haushalt ebenfalls #wisch. Bettwäsche, Unterwäsche und Handtücher bei 60 Grad. Bettwäsche im Behandlungszyklus alle zwei Wochen.

    Ich gestehe, dass mit nicht bewusst war, dass Studente da so umworben wurden. Als ich Studentin war, wusste ich noch nicht mal, dass man sich hätte privat versichern können. Da war es für mich komplett selbstverständlich, kostenlos familienversichert zu sein.

    Ich war als Kind über meine Mutter in der PKV mit Beihilfe. Das hätte im Studium ganz einfach weiterlaufen können. Als Studentin habe ich mich nur deshalb selbst in der GKV versichert, weil ich nicht wollte, dass meine Mutter meine Arztrechnungen bekommt - persönliche Datenschutz-Befindlichkeiten. Mit 19 denkt doch kein Mensch, dass sie mal alt und hilflos oder arm werden oder Kinder haben könnte.

    Ehrlicherweise nutze ich aber mehr den Prozess des Aufschreibens, um mich zu sortieren - und schaue die Listen dann nicht wieder an. Und ich habe regelmässige meetings, bei denen wir wichtige Themen diskutieren - das hilft auch.

    ...

    Aber in der Praxis passt die systematische Abarbeitung meist nicht mehr, wenn ich bei dem Punkt angekommen bin, und die Nachbereitung erfordert zu viel Aufwand. Und meine Fähigkeit, Themen zu bearbeiten schwankt auch.

    So geht's mir auch. Wenn ich nach Wochen mal wieder in die Todo-Liste schaue, ist meist alles erledigt oder klar, dass es noch offen ist. Allerdings ging es mir mit dem Kalender ähnlich, ich hatte immer alle Termine im Kopf, inzwischen kann ich ohne elektronischen Kalender keine zwei Stunden mehr vorausdenken und bin dankbar für die Gedankenstütze.