Beiträge von Matilda

    Jeder hat seine eigene Sicht von der Stadt. Für mich ist u.a. typisch die weiten Wege mit dem riesigen Nahverkehr. U-Bahn,S-Bahn, Strassenbahn, Busse. Graue Gesichter, der typische Gestank Geruch, Dreck, Graffiti.

    Meine sonst sehr auf Coolness bedachte 13-Jährige war bei unserem letzten Berlin-Besuch von Dreck und Geruch schwer beeindruckt. Dieses Geruchserlebnis beim Betreten einer U-Bahn-Station ist immer wieder überwältigend. :D


    Ansonsten waren wir in der Unterwelten-Führung im Fichtebunker, das fand ich interessant, Teenie-Kind nicht so sehr, diese Führung würde ich für eine Klasse eher nicht empfehlen. Auf den Fernsehturm will sie unbedingt mal, die Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße hat sie beeindruckt, besonders die plastischen Dinge => Grundmauern von Häusern mit den Geschichten der Menschen und so.

    Aber wie Kiwi kann ich eben dieses "die armen Buben werden in Schule und Beruf ja soooooo benachteiligt" schlicht nicht nachvollziehen. Eine Menge Genderkacke auf Jungsseite gibt es dennoch.

    Macht doch die Autorin gar nicht. Sie schreibt, das Männer Sozialkompetenz brauchen könnten und dass es in der Care-Arbeit auch Jobs gibt. Das ist EIN Aspekt in dem Text, ansonsten geht es darum, dass wir unsere Söhne nicht wie harte Männer, sondern wie Menschen erziehen sollen. Damit Frauen Chancengleichheit bekommen.

    Das ist schön, Kiwi. Ich weiß aber, dass es teilweise auf Verwunderung bis Missbilligung stößt, wenn mein 2-jähriger! Sohn rosafarbene oder auch nur rote Kleidung trägt. Ihm wurden schon Tassen aus der Hand gerissen, weil “Das ist doch eine Mädchen-Tasse.“ In meiner linksgrünen Filterblase, haben Jungs viele Möglichkeiten, aber schon wenn ich meine Akademiker-Kolleg_innen höre, sieht es mitunter trostlos aus.

    Mein Kleiner spielt manchmal ausdauernd alleine, manchmal (heute) quasselt er uns dreizehn Stunden am Stück voll. Am besten spielt er alleine, wenn um ihn herum viele Leute werkeln, dann sucht er sich auch Beschäftigung. Es ist sehr von der Tagesform abhängig, aber er beschäftigt sich für sein Alter sehr gut selbst, denke ich.


    Meine Große hat so gut wie nie alleine gespielt (bis sie ihr erstes Smartphone bekam :D). Deshalb hatte sie mit drei schon langjährige Freunde und Freundinnen, die wir regelmäßig sahen, denn ich konnte sie unmöglich so viel beschäftigen, wie sie es wollte und brauchte. Mit ihr konnte man unmöglich einen Sonntag zu Hause vergammeln, es sei denn, man wollte den ganzen Tag lang vorlesen und spielen. Mit dem Kleinen geht das dagegen.

    Hier gehen so gut wie alle Kinder mindestens bis 15 oder 16 Uhr in den Hort. Trotzdem haben Kinder Freunde, Hobbys und Therapien. Das ganze Leben hier in der Region ist so organisiert, dass Frauen Vollzeit arbeiten und Kinder nachmittags in Kita oder Schule sind. Die Sichtweise hängt wohl von der Normalität ab.

    Ich hatte mal einen Verehrer namens Louis. Das war ein kleiner, schmaler, ungewöhnlich unattraktiver Schachspieler, ein wenig verrückt und schräg mit gutem Herzen. Mein Sohn liebt den Riesenteddy namens Louis, den er mir geschenkt hat. Jetzt bin ich gespannt, ob der Royal Louis Ähnlichkeiten aufweist.

    Ich hatte am Tag der Geburt noch einen Haufen Besuch, den ich mit unter Wehen gebackenem Kuchen bewirten konnte. Bestens gelaunt und frisch. So richtig umgehauen hat es mich erst vier Wochen später.

    Es wird von Frauen erwartet, so zu reden. Guck Dir mal das Mädchen-Spielzeug von Playmobil an. Mädchen shoppen, Mädchen kochen, Mädchen sind Prinzessin, Mädchen gehen zur Kosmetik, Mädchen kümmern sich um hübsch und schön (und sind ein bisschen dumm). Und viele Frauen wollen eben tun, was von uns erwartet wird.

    Gummibärchen Ich korrigiere das gar nicht. Mein Kleiner sieht offensichtlich aus wie ein Mädchen, also halten die Leute ihn für eines. Na und? Ich denke, es schadet ihm nicht in seiner Persönlichkeitsentwicklung, wenn Leute ihn nicht qua Geschlecht für einen rücksichtslosen Rambo halten, sondern von ihm Sozialkompetenz erwarten. Und dem Kleinen ist es sowieso egal.

    Ich verstehe aber auch manchmal die Frauen nicht, die bei handwerklichen Arbeiten sich gezielt raushalten mit dem Hinweis, dass sie ja Frauen seien.

    Mädchen bekommen eben in der Regel nie einen Schraubenzieher oder eine Säge in die Hand gedrückt und sehen immer Papa bauen und Mama putzen. Und die erwachsenen Männer nehmen Frauen oft regelrecht das Werkzeug oder die schweren Sachen aus der Hand. Oder stell Dich mal in eine Männerrunde und versuche, über Werkzeug zu fachsimpeln oder wie was zu bauen ist. Da wird einfach ignoriert, was die Frau sagt. Da hat nicht jede Frau die Kraft und den Mut ständig gegenzuhalten. Muss man natürlich trotzdem machen, sonst ändert sich nie was, aber verstehen kann ich es schon.

    Hilft alles nix, wenn das Kind aus der Krippe heimkommt und uns erzählt: "Ich bin ein Mädchen, die Mama ist auch ein Mädchen und der Papa ist ein Junge."

    Aber mit Eintritt des Kindes in die Krippe bin ich ja eh schon als Rabin disqualifiziert...

    Sozialisation findet in der gesamten Gesellschaft statt, nicht nur in der Familie. Man kann das nur selbst so machen, wie man es für richtig hält. Mein Sohn hat gestern steif und fest behauptet: "Ich bin ein Mädchen." :D Aber er hat auch eine Zeit lang alle Ballons am Himmel steif und fest "Betonmischer" genannt.


    Meine Kinder waren übrigens beide ab einem Jahr ganztags in Kinderbetreuung.

    Mein Zweieinhalbjähriger bemerkt und benennt zwar Geschlechtsorgane, er weiß auch, wer was hat, aber er ordnet das bisher Personen zu, nicht Geschlechtern. Im Allgemeinen thematisieren wir das Geschlecht der Leute einfach nicht von uns aus. Nicht Wissen vorenthalten, sondern Wissen dem Kind nicht ständig aufdrängen. So verstehe ich das.


    Mir fällt es inzwischen sehr auf, wenn Leute wirklich ständig das Geschlecht aller Anwesenden kommentieren. Das machen echt viele Leute und es wundert mich nicht, wenn Dreijährige schon wissen, dass sie nicht mit der rosa Puppe spielen dürfen.

    Während der Elternzeit läuft die Krankenversicherung beitragsfrei, unabhängig vom Elterngeld. Definitiv bei Angestellten, bei Selbstständigen/ Arbeitslosen weiß ich nicht.


    Die Verlängerung des Auszahlungszeitraumes hat nichts mit Elterngeld Plus zu tun. Du kannst Dir das normale Elterngeld über einen längeren Zeitraum auszahlen lassen. Wenn Du wieder arbeitest, läuft die Auszahlung weiter, unabhängig vom Verdienst. Das Elterngeld Plus ist für Eltern, die Teilzeit arbeiten und sich die Betreuung aufteilen. Dadurch können beide Eltern gleichzeitig arbeiten und Elterngeld beziehen.


    Hier ist das erklärt.


    Es kann sinnvoll sein, dass Elterngeld auf mehr Monate zu verteilen, weil das Elterngeld auf die Steuerprogression angerechnet wird. Die Steuer wird nach dem Zufluss-Prinzip berechnet, d.h. Du bezahlst dann Steuern, wenn das Geld auf Deinem Konto landest. Ich habe z.B. eine fette Nachzahlung im Januar 2016 erhalten, die wurde komplett auf 2016 angerechnet, obwohl es das Elterngeld für 2015 war. Durch die Verlängerung der Auszahlung verringert sich die Progression.

    Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, kommt alles in mein “Handtäschchen“, eine Fahrradtasche, die mit abnehmbarer Gepäckträgerhalterung zur Umhängetasche wird. Da passt auch ein dicker Ordner oder ein kleiner Einkauf rein.


    Dann hab ich mir von Angie eine Tasche in Wunschdesign und -größe nähen lassen, da passen neben Portemonnaie und Handy noch ein Snack, ein halber Liter Wasser und ein nicht allzu großes Buch rein.

    Wenn Nasentropfen nicht helfen, dann kann auch der Gehörgang entzündet und/ oder verstopft sein. Dafür sind sogenannte Tauchertropfen gut (ich hab Normison).


    Wenn das nichts nützt, weil Gehörgang verstopft, kann der HNO das in Minutenschnelle freispülen.

    Wie soll ich denn meinem Kind glaubhaft beibringen, dass sein Körper ihm gehört und es wenn es sich nicht richtig anfühlt "Nein" sagt, wenn ich das in so einer Situation nicht schaffe?

    Es ist vielmehr ganz wichtig, unseren Kindern beizubringen, dass sie auch dann nicht Schuld an einer Missbrauchssituation sind, wenn sie sich nicht gewehrt haben, wenn sie es nicht geschafft haben, “Nein“ zu sagen, wenn sie Opfer geworden sind. Sonst halten sie nämlich im schlimmsten Fall den Mund und den Missbrauch geheim, weil sie sich schuldig fühlen.