Beiträge von Talpa

Liebe interessierte Neu-Rabeneltern, wenn Ihr Euch für das Forum registrieren möchtet, schickt uns bitte eine Mail an kontakt@rabeneltern.org mit eurem Wunschnickname. Auch bei Fragen erreicht ihr uns unter der obigen Mail-Adresse. Übrigens: Wir nutzen keine Bots. Der Account wird vom Team, also von echten Menschen, betreut. 😃 Herzliche Grüße das Team von Rabeneltern.org

    Donnerstag abends, viertage Woche beendet. Jetzt hätte ich eine Belohnung verdient.

    Ganz stark dieses Gefühl. Mein Liebling: leckere süße Liköre. Amaretto, creme de cassis oder ähnliches…

    Aber ich werde widerstehen

    Für den Geschmack mag ich auch gerne so süsses Mocktail-Zubehör oder einen Virgin Aperol Spritz. Wir haben zuhause unser Getränkeregal sukzessive damit aufgefüllt. Nicht immer, aber immer mal wieder eine Abendbelohnung dadurch zu ersetzen, mag ich sehr.

    Bei mir ist auch Wein das schwierigere Getränk.

    Meine Kinder waren beide nie die Über vor dem Herrn. Bei Klein-Talpo waren wir immer froh, sm Konzert mal zu hören, dass er doch Töne fabriziert.. Üben hörten wir ihn quasi nie. Tja, was soll ich sagen, er spielt unterdessen in drei bis vier unterschiedlichen Formationen, leistet die Militärzeit in der Musik ab und übt gerade dafür, für ein weiteres Ensemble aufgenommen zu werden.

    Ab und an treffe ich seine ehemalige, langjährige Klarinettenlehrerin: "Das hätte ich NIE geglaubt". Der Kerl ist ungelogen jahrelang in die Stunde gekommen, ohne eine einzige Sekunde geübt zu haben...

    Ich finde Durststrecken völlig normal und wir Erwachsenen bestechen uns ja auch mit Belohnungen oder "danach gönne ich mir xy". So verkehrt finde ich das nicht, unser Gehirn liebt so Zeugs halt. Ich halte aber eh nix davon, immer nur auf "intrinsische Motivation" zu warten, ganz oft kommt die einfach nicht rechtzeitig. Gerade, wenn es um Musik geht.

    Ich würde da wohl tatsächlich die "Bestechung" mitmachen, damit das Kind das Semester noch fertig macht und danach Lehrerin wechseln.

    Bei Instrumenten oder anderen Hobbies, die dem Kind gut tun, finde ich es legitim, zwischendurch etwas zu tricksen, bis die Motivation wieder kommt.

    littlebeaver Du kommst aus der welschen Schweiz, oder? VD oder GE?

    Ja, weil es kommunal geregelt ist, sind die Unterschiede in "Technik" riesig. Aber das Grundprinzip finde ich schon nicht schlecht, für Alle gleich.

    Die privilegierte Situation ändert schlagartig mit Austritt aus der Volksschule (ab SJ 10): Gymnasium, Berufsschule etc, da zahlt man das ganze Material selbst.

    Prillan

    In Schweden kostet weder die Schule noch der Transport etwas- das wird komplett alles bereitgestellt. War für mich am Anfang krass, wir wohnen mehr als 4 km von der nächsten Bushaltestelle entfernt, also wird meine Tochter jeden Tag mit dem Taxi gefahren.

    Schweiz: auch hier der politische Grundsatz, dass Schule kostenfrei sein muss. Unterrichtsmaterialien werden gestellt, komplett. Wir mussten in den 11 Pflichtschuljahren (2 Kindergarten, 9 Schule) quasi nichts bezahlen. Einmal ein Füller, weil das Kind den von der Schule das zweite Mal verloren hatte. Und zwei Badekappen. #gruebel Das wars.

    Anfangs machten sie nur punktuell Dinge damit: mal ne Recherche, ein Referat vorbereiten (Power Point üben), was Kleines schreiben. Ausserdem viele Lernapps (teilweise beim Schulbuch integriert: Vokabellernen, Mathe üben, Antolin...).
    In der Grundschule blieben die Geräte meist in der Schule - das Ladeproblem löst die Lehrperson selbst, mehr oder weniger erfolgreich (aber in vielen Schulen wurden unterdessen genug Steckdosen eingebaut und der Kabelsalat ist nicht mehr lebensgefährlich)

    In der Oberstufe, 7-9, läuft auch die Unterrichtsplanung darüber, Pläne, Nachrichten der Lehrpersonen - und weiterhin: Recherche, Üben, Aufsätze etc. Geladen werden muss zuhause, es gibt "Einträge" für fehlendes/ungeladenes Material. Gerade im Moment arbeiten sie viel mit KI.

    Was ich, schon lange nicht mehr in Hessen lebend, nach wie vor konsequent weiter nutze: Kolder

    Was ist denn ein(e) Kolder?

    Wolldecke

    Ah, en Kutza.

    Oder Teppich, wie mein Mann sagen würde.

    Wir lieben alte Wörter. In meiner Familie nutze ich gerne mal ein sanftes "Contenance, ma chère", um Aufregung und Hibbeln zu stoppen - und lustigerweise funktioniert das auch bei fremden Gruppen im Beruf. Die Kids sind dann so verwirrt, dass sie erstmal inne halten und mich verwirrt ankucken.

    Der Toilettengang ist verdammt nochmal so sehr ein Menschenrecht, dass er nicht explizit genannt wird, sondern mit Dem Artikel 1 klar abgedeckt ist.

    Jedes Kind soll zur Toilette gehen dürfen.

    Boah regt mich das auf!

    Im Grundsatz gebe ich Dir Recht - im Einzelfall muss man halt aber auch sehen, dass manche Klassendynamiken das schlicht unmöglich machen. Und eine Regelung in irgendeiner Form nötig sein kann. Im Idealfall weiss die Lehrperson dann, dass XY die Begrenzung nicht braucht und wirklich auf Toilette muss und macht die Ausnahme einfach so möglich. Und unterbindet die dann automatisch folgende "boah, eh, aber xy darf auch, sie sind so ungerecht/rassistisch/gemein..."-Tirade im Keim. Aber manchmal ist es halt nicht so einfach.

    Offiziell weiß ich das gar nicht. Weil: mit mir redet die Lehrerin nicht.

    Äh, was?!

    Ich weiss ja nicht, wie der Ablauf in D/Deinem Bundesland normal wäre - aber das kann es ja nicht sein. Die Assistenz/Schulbegleitung muss doch eingebunden sein, sonst ist das Quatsch.

    Ich weiss von Lehrpersonen, dass es erstmal "anstrengend" ist, eine weitere Person im Zimmer mitzudenken und zu informieren, aber a) es ist ihr Job und b) wenn man es tut, wird es eine echte Hilfe. Deine Lehrerin macht sich das Leben doch gerade selbst schwer?

    Hier wäre der Weg wohl, mal ein vertrauliches Gespräch mit der Heilpädagogik der Schule oder der Schulleitung zu suchen, damit die vermitteln (Eltern würde ich persönlich nicht als erste Instanz nehmen, ich würde "oben" rein).

    Aber ich habe den Eindruck, ich hab jetzt gerade ein natürliches High-End-Pflaster

    Eindeutig. Erfahrungsgemäss - hobby-bedingt habe ich davon viel - heilen die Brandwunden unter der Blase am schnellsten und vor allem schmerzlosesten. Sobald keine Flüssigkeit mehr gebildet wird, ist die Haut drunter "dicht".

    Wir hatten da ja bis anhin meist sehr respektvolles Verhalten, mit Ausreissern (ausgerechnet ein eher hochpreisiges Weiterbildungshaus hatte eine nicht kur unfähige sondern auch noch pampige Küche... "Weiss ich nicht, wollen sie es riskieren? Und nein, ausser Reis haben wir sonst nix"). Ferien machen wir oft in Italien, dort ist die Durchschnittsbelanntheit von Zöliakie sehr gross.

    Und ja, innerhalb der Familie ist es easy, wenn zwei Erwachsene und ein sehr kooperatives Kind/Teenager aufpassen, bei Kleinkindern im Haus ist es nochmal ganz was Anderes.

    Ich bin nicht vom medizinischen Fach, aber von "Knochigen". Ja, mit einem Ultraschall sollte ein Mittelhandknochenbruch erkennbar sein. Und nein, bei einem Ultraschall muss man nicht von der Handinnenseite schallen um den Knochen zu sehen, den Bruch sollte man von oben genauso gut erkennen.

    Prellungen und Quetschungen sind manchmal echt fies schmerzhaft und dauern leider auch oft an. Gute Besserung!

    Und, noch ein ergänzender Tipp: nur ein Teilproblem pro Übungseinheit anschauen:

    Heute: In einem kurzen Absatz die Satzlängen anschauen und überlegen, wo man zwei Sätze machen könnte.

    Übermorgen: selben Absatz auf inhaltliche Argumente durchkämmen - ich unterstreiche die zum Beispiel - dann anschauen: hat alles gleich viel Platz? Ist ein Argument zu blumig ausgeschmückt.

    Nächste Runde: "Kill your darlings" (ein Schreiberling-Grundsatz), wieder selber Absatz: ALLE Füllwörter rausstreichen und die Sätze dann vergleichen. Und dann überlegen, wo ein Füḷlwort passen könnte, bzw überhaupt dazu beiträgt, das Geschriebene zu verstärken. Meist tut es das nämlich nicht.

    Mir hilft es, Schreiben und Formulieren als Handwerk zu sehen - und den Kindern hilft es, dass von mir auch zu hören, niemand formuliert auf Anhieb perfekt. Jeder gute Text enthält Korrekturrunden!

    Ich habe gerade sehr viel Freude bei der Arbeit, weil ich ausnahmsweise mit einem Profi-Lektor zusammen arbeiten kann. Das ist knochenharte Verhandlung um jedes Wörtchen #super Aber das Ergebnis ist klasse!

    Ich sehe das wie Eiche, das Ganze der Reihe nach angehen:

    Glutenfrei leben könnte das Fructoseproblem mit hoher Wahrscheinlichkeit lösen. Das habe ich schon von sehr vielen Zöliakiepatientinnen gehört.

    Mittelfristig würde ich persönlich die Nussallergie angehen - eine so starke Reaktion ist js nicht einfach nur ein bisschen unpraktisch, sondern sehr einschränkend und gefährlich.

    Und dann möchte ich Mut machen: glutenfrei ist keine Hexerei und es lebt sich ganz gut in einer gemischten Familie. Wichtig ist es einfach, die Küchen- und Tischhygiene ernst zu nehmen - aber wenn alle Familienmitglieder das Verhalten intus haben (zum Beispiel die Brötchen nicht über den Teller des Zölis weiter zu reichen), dann geht das wunderbar. Wir haben hier seit gut 10 Jahren einen quietschfidelen Zöli leben, ohne "Unfälle". Gerade muss allerdings die Schwester noch lernen, was sie beim Backen beachten muss, damit die Küche danach nicht "gefährlich" ist.

    Wir haben uns das Leben einfach gemacht: häufig genutzte Dinge wie Brühe, Allzweckmehl, Stärke... sind glutenfrei. Die meisten Snacks auch. Schneidbretter und Rührlöffel sind Kunststoff, Toaster und Mixer besitzen wir nicht.
    Bienenwachstücher nutzen nur die Nicht-Zölis für Brotboxen, der Zöli kriegt normale Haushaltsfolie.