Beiträge von Talpa

    Ich möchte auch noch betonen, dass es überhaupt nicht schlimm sein muss: freitags entfernt, dienstags wieder normal arbeiten. Beim Essen die ersten zwei, drei Tage auf Krümelfreiheit geachtet und brav die entzündungshemmenden Schmerzmedis genommen, sonst hatte ich nichts - nicht mal nennenswerte Hamsterbäckchen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Das ist wohl extrem individuell - meine hätten vom Platz her drinbleiben können, hatten aber Taschen im Zahnfleisch, die zum Entzünden neigten, dann war rausnehmen doch vernünftig (sie hatten sogar Füllungen bekommen, vor Jahrzehnten mal). Raus kamen alle 4 in einer Sitzung völlig problemlos. Andere machen mehr Ärger...


    Ich kann mir gut vorstellen, dass je nach Kiefer beim Teenie schon gut gesagt werden kann, dass es zu Engstand kommen wird - und da sind Zahnkeime ohne/mit kleinen Wurzeln schon einfacher zu fassen als ausgewachsene Mocken.


    Hier ist es auch recht üblich, dass die Teenager ihre KFO-Behandlungen selbst regeln. Ich bekäme nur Bescheid, wenn die Kosten über den veranschlagten Plan hinausgehen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Es geht immer um Haftungsfragen.

    schon krass oder? irgendwie muss immer jemand schuld sein und zahlen. Egal, um was es geht. Seltsame Entwicklung.

    Ja, das finde ich auch beängstigend: nicht mehr das Abwägen, ob für das Kind y oder x richtig ist, sondern nur noch "kann ich belangt werden, wenn?"


    Ich bin sehr froh, dass es bei uns sehr pragmatisch abläuft, Teenager geht heim, wenn zu krank für Schule (ja, unsereins merkt das erst beim Arbeiten). Trotzdem vertraue ich den Lehrpersonen, das im Zweifelsfall zu entscheiden (und da mein Medizinstudium etwa gleich lang war: ich halte mich in der Risikoeinschätzung nicht für kompetenter).


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Supervision usw. wäre win Traum. Ich hab noch nichtmal Bleistifte.

    Puh, darf ich mal stellvertretend für Dich?

    So eine elende K#@$sch#&*&!!! Das ist einfach eine Frechheit, mit was für Problemen Ihr da allein gelassen werdet!


    Ich weiss leider keine Instant-Lösung. Manchen meiner Spezialklassen hilft es, wenn ich ganz leise werde - aber das ist ganz was anderes als bei Dir, weil ich ja fremd bin für sie und sie mich deshalb etwas schonen.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Etwas längerfristig: könntet Ihr an einem Programm wie "Faustlos" teilnehmen? Es klingt so, als wäre das gut investierte Energie


    Eine Lärmampel und ganz schnöde Belohnungen fallen mir noch ein als Sofortmassnahme.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Wenn weder Gwynifer noch die.lumme etwas dagegen sagen (Ich weiß nicht - kann eine HI auch Symptom einer Zöliakie sein?), würde ich trotzdem mal Histamin weglassen. Vielleicht ist es das schon.

    Ja, habe ich schon gehört.


    Bzw: logischerweise ist Histamin bei allen Autoimmunsachen ein Thema - und ein geschwächter Körper tut sich schwer, Histamin, Fructose, Laktose... zu verdauen.


    Allerdings kann frau auch super histaminintolerant sein, ganz ohne Zöliakie.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Ergänzung: und es ist vielleicht vergleichbar mit dem Klimaschutz. Da kann ich das grosse Ganze allein auch nicht ändern. Aber ich kann die richtigen Parteien wählen, mich engagieren, informieren. Das dauert, bis das Wirkung zeigt. Im Privaten kann ich aber schonmal selbst nachhaltiger Leben.


    Beides läuft paralell.


    Bei Gendergerechtigkeit läuft es ähnlich: meine neutrale Sprache verändert die Welt nicht heute - aber jeder Tropfen zählt irgendwann in der Zukunft, damit sich ein See bildet.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Ich glaube einfach, dass beides seine Notwendigkeit hat. Und teile ehrlich gesagt auch die "Dramatik" mancher Sprachschützer (ja, bewusst männlich) nicht: da wird mehr Bohei drum gemacht, etwas zu verhindern als es das Umstellen wirklich kostet...

    Ich habe eher den Eindruck, dass es ein gern genommener Strohmann ist, mit dem man die Lacher auf seiner Seite hat - und damit auch andere Diskussionen schön abgewürgt hat.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Da bin ich bei Jono.

    Das konsequente männlich benennen macht Berufsbezeichnungen nicht neutral.


    Und um durch Tun aufzufallen, müssen Frauen erstmal dahin, wo sie auffallen können.


    Wenn mein Mädchen aber konsequent immer nur "der Doktor" hört, dann ist es für sie schwieriger, sich selbst in diese Person hineinzudenken, als für meinen Sohn, zum Beispiel.

    Und ist für mich eben eine neutrale Sprache ein bisschen mehr als nur Geschmackssache.

    Ihr habt Eure Berufe zu einer Zeit in einem Land ergriffen, in dem es anscheinend deutlich selbstverständlicher war - sehr verkürzt, denn ich halte die Sache für etwas komplexer - meine Kinder wachsen in einer anderen Zeit und Land auf. Und da ist "der Doktor" ein Mann erstmal.


    Ich habe ja schon mehrfach geschrieben, dass mir das Gendern (das ist eh ein seltsames Wort, das mache ich gar nicht) nicht schwer fällt und ich es auch nicht anstrengender finde als nicht genderneutrales Schreiben - und bei der gesprochenen Sprache finde ich es auch nicht sonderlich anstrengend. Für mich ist es reine Gewohnheit - ich habe mir auch andere Sprachgewohnheiten aus meiner Kindheit abgewöhnt, das passiert teilweise ja automatisch.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Aber die logische Folge müsste dann doch eine neutrale Bezeichnung sein, also für einem selbst.

    Ich verstehe schon, dass auch die Sprachgewohnheit da viel macht, deshalb ist es gut möglich, dass da auch der Unterschied begraben liegt. "Der Archäologe" ist ein Bild, dass bei mir nicht passt, aber in meiner Umgebung war und ist es auch üblich, das von "Archäologin" gesprochen wird, wenn eine bestimmte Person gemeint ist. Würde immer der Begriff "Archäologe" für alle Einzelpersonen genutzt, wäre es mir wahrscheinlich auch naher.


    Trotzdem würde es mich interessieren: sehen das Erzieher und Krankenpfleger auch so?


    Kosmonaut Tereschkowa ist hingegen sehr eindeutig weiblich. In einer Sprache in der der Nachnahme das klarstellt, kann vorne sehr einfach und doch völlig korrekt verzichtet werden. Zumindest empfinde ich das beim Lesen so.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Ich bin kein Archäologe ;)

    ich bin aber xy-kaufmann, steht so in meinem facharbeiter-zeugnis aus der DDR.

    und meine mutter war xy-ökonom, stand so in ihrem hochschulzeugnis.

    Das Beispiel habe ich mir gemerkt und da interessiert mich etwas: Hier sind doch auch noch mehr Menschen, die ihre Berufsausbildung zu DDR-Zeiten gemacht haben und da fände ich es spannend, ob das durchgängig so war? Also, steht da auch "Erzieher", "Krankenpfleger" und "Lehrer"? In meiner sehr kleinen Stichprobe ist es nämlich so, dass die Menschen in diesen Berufen sich eher weibliche Berufsbezeichnungen geben, während in Deinem Bereich Deine Variante häufiger ist.

    Wäre sehr spannend, denn eben, meine persönliche Stichprobe ist da viel zu klein.


    Auf einem Zeugnis steht: Talpa Maulwurf Graber, lic.phil. - offizieller Titel in der Ansprache wäre: Magistra Maulwurf.

    Da das aber nicht sagt, welchen Beruf ich ausübe, bin ich eben Archäologin. Wenn ich von mir selbst spreche, gebe ich mir für gewöhnlich keinen männlichen Namen - das würde mich jetzt eher stutzen lassen, beim an mich selbst Denken gehört mein Geschlecht zu mir wie meine Grösse oder meine Haare. Was ich tun kann, beeinflusst das - zumindest in meiner Überzeugung - nicht: ich kann ausgraben, doumentieren etc... Wie ein Archäologe auch.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Ich denke, der Autor sitzt da einem Irrglauben auf, dass Berufsbezeichnungen im englischen "genderfrei" wären. Da gibt es ja schöne Versuche dazu.


    Wie das Problem zu lösen ist? #weissnicht Keine Ahnung, aber mir persönlich ist Sichtbarmachen schon recht sympathisch.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    #danke für deine Rückmeldung. Das ist gut zu lesen #herzen

    Mich freut das auch sehr!


    Havanna: mich hat ein einziger Satz eines Menschen, den ich fachlich sehr schätze sehr lange beschäftigt. Es ging um etwas ein bisschen anderes, nämlich ob man als Archäologe mit Kreationisten reden soll (auch gefährlich diese Bewegung, aber ganz andere Grössenordnung). Er meinte: "Wenn ich mit denen rede, dann vermittle ich, dass es Argumente seien, die es wert wären, bedacht zu werden."


    So unrecht hat er glaube ich nicht. Dieses Geheule nach "ernst nehmen" der Sorgen/Ängste dieser Menschen geht in diese Richtung. Da bauen gewisse Kreise Strohmänner auf, die sie dann als Sorgen verkaufen - und wir sind so naiv und argumentieren, als ob es was zu argumentieren gäbe.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Es bedeutet keine Akzeptanz rechter Ideen, wenn man gar nicht kapiert, dass es Rechte sind, die da zur Demo aufrufen.

    Das stimmt. Es ist kein Zeichen von Akzeptanz, sondern eins von Ahnungslosigkeit und nicht vorhandenem Abgrenzungsbedürfnis.


    Ich finde das aber keine gültige Entschuldigung.

    Ich finde auch: sorry, es war mehr als einfach, Informationen über die Veranstalter und ihre Kumpanen zu bekommen - vor der Demo.


    Zu behaupten, man hätte das ja gar nicht gewusst, ist in meinen Augen eine sehr faule Ausrede...


    Liebe Grüsse


    Talpa