Beiträge von janos

    Echt, b12 ist frei verkäuflich? Warum betteln mich die Leute dann immer an, dass ich es ihnen verschreibe? Fällt wahrscheinlich auch in die Kategorie "ich mach nur, was der Doktor sagt, auch wenn es mir viel besser geht, wenn ich mein Ding mache". Schon wieder was gelernt...

    Dauerhaft 1000mikrogramm im Monat, manche fangen mit wöchentlichen Gaben an, manche auch mit 3000.


    Rezeptfrei ist es nicht erhältlich, wobei der Grenzwert bei uns bei 200 liegt (man aber bitte ausschließen möge, dass es nicht möglich ist, den Mangel durch orale Substitution auszugleichen). Alles bisschen albern, weil eine Spritze ca 1€ kostet, also überschaubare Kosten.


    Bei einem so niedrigen Spiegel würde ich bei einer jungen Frau allerdings schon auch internistisch gucken

    b12 ist deutlich zu niedrig, wobei sich da die internistischen zielwerte von den neurologischen unterscheiden. Neurologen hätten gerne Werte über 350.


    Wenn dein Hausarzt das nicht will kannst du erstmal oral substituieren und schauen, ob es reicht. Es könnte aber auch sein, dass du ein Unvermögen zur Resorption hast, zB bei bestimmten Magenerkrankungen, dann muss das parenteral substituiert werden

    Als ich mal mit kranken Kind und Geschwistern auf dem Rückweg vom KiA war, hat mein Grosskind im Auto einen Fieberkrampf bekommen.

    Man kann nicht immer mit allen rechnen.

    Nein, muss man aber auch nicht. Würde man auf all diese denkbaren Eventualitäten Rücksicht nehmen sollte man das Haus nicht mehr verlassen. Oder am besten in ein Krankenhaus der Maximalversorgung ziehen.

    Leider kenne ich die klagehanseln viel zu gut, moose und sehe auch, dass es mehr sind, als man sich vorstellen kann.


    Selbst hier im Forum bei eher reflektierten und in vielerlei Hinsicht entspannten Menschen kommt die denke ja oft genug raus.


    Ich bedauere es einfach, dass es so ist. Das durchzieht so viele Bereiche des Alltags und macht das Leben unterm Strich glaube ich eher schwerer als leichter.


    Im Zeitalter der Rechtschutzversicherung klagt man halt auch einfach , weil man es kann. Kostet ja nichts

    Aber das ist ja genau das zentrale Problem - was genau bringt denn diese Versicherung? Macht es etwas ungeschehen? Oder lässt es den Menschen schneller genesen?


    Oder geht es vielmehr darum, dass am Schluss dann bitte jemand für das Erlittene gerade steht und Liese 2000€ Schmerzensgeld bekommt, weil sie sich auf dem heimweg wegen des Schwindels den Fuß verknickt hat?


    schöner wäre es, wenn sowas wie "menschliches Ermessen" und "Lebenserfahrung" einen Wert hätten und man sich eben auch als Nicht-Arzt zutrauen darf, Situationen einzuschätzen


    Diese denke erinnert an den Ratschlag, bei wasauchimmer den Arzt zu fragen, ob wa corona sein könnte. Der eine sagt ja, schickt zwei Wochen in Quarantäne, der andere sagt "alles super, kann weiter zur schule".


    Ist halt eine Frage der persönlichen Einschätzung. Und daraus wird viel gestrickt zum Thema Schuld, Einschätzung der eigenen Gesundheit, des Körpergefühls. Warum muss bei einem 17jährigen Papi anreisen, um ihn abzuholen, wenn Menschen 18 ist darf er dann alles selber? Weil es dann ungefährlicher ist? Weil er trotz der kümmerigen Eltern plötzlich gelernt hat, selbst auf sich zu achten?

    Wenn man es genau nimmt sollte man seine Kinder dann auch nicht alleine in die Schule gehen lassen - wer davon ausgeht, dass ein noch ganz ok wirkendes Kind mit bisschen Halsweh plötzlich in der Straßenbahn bewusstlos zusammenbrechen kann, der sollte auch auf dem weg hin auf Nummer sicher gehen. Was, wenn Kind unterwegs symptomatisch wird und dann niemand ist, der es unterstützt?


    Ist jetzt bisschen albern, aber welche schweren Erkrankungen raffen einen sonst gesunden 14jährigen menschen denn so schnell derartig heftig dahin, dass es den Heimweg nicht mehr schafft?

    Es ist schon komisch, dass Ärzten eine bessere Fähigkeit angedichtet wird, den weiteren Verlauf einer unklaren Erkrankung einzuschätzen. Die können weder in die Zukunft gucken noch die ... sagen wir mal ... psychosomatische Relevanz einer akut in der Schule aufgetretenen Erkrankung einschätzen.


    Oder andersrum: wenn eine ÄrztIn merkt, dass was schlecht läuft werden das die meisten Laien auch merken. Aber ob ein Kind nach einem Zusammenstoß eine Hirnblutung erleiden wird kann doch keiner voraussehen.


    Sonst gäbe es ja auch keine Klagen über Ärztefehler. Der Verweis auf fehlende medizinische Kenntnisse ist da doch echt nur ein Ausdruck von "ich will die Verantwortung nicht übernehmen".

    Würdest du selbst es dir denn überhaupt angucken wollen? Ich glaube der Gruselfaktor bzw Ethikproblematik ist für Erwachsene dabei sogar eher höher.

    Aber das spricht ja eher dafür, bei Kindern da Zurückhaltung zu zeigen. Wenn man davon ausgeht, dass sich einige ethische Werte erst noch entwickeln müssen

    Einer der grössten Unterschiede: Menschen haben bei (nicht-historischen) Exponaten ihre Einverständnis gegeben, bei vollem Bewusstsein des eigenen Bewusstseins. Tiere nicht.


    Liebe Grüsse


    Talpa

    Naja, wenn man anfängt, die Rechte der Tiere zu Lebzeiten aufzuwerten, dann darf man gerne auch überlegen, ob es ok ist, tote Tiere auszustellen. Bis dahin ... vermuten wir mal, dass es dem Tier egal ist? Oder vielleicht hätte es doch lieber eine friedhofsbestattung?


    Zur Motivation der Körperspender gibt es ja auch eine Reihe von Untersuchungen, wobei die meisten sich um Spenden fürs Studium drehen. Viele wollen "nützlich" sein noch mach dem Tod. Aber genau das würde ich bei den körperwelten eben so nicht sehen.

    Stellt ihr auch Leichen aus? Bzw habt ihr Ausstellungen, bei denen ausschließlich Leichen inszeniert werden?


    Ich denke, es macht einen gewaltigen Unterschied, ob es meinethalben um die alten Ägypter geht und unter verschiedenen Aspekten Schmuck, Werkzeuge, Möbel, Geschirr und dann eben auch bestattungsriten gezeigt werden.


    Oder ob jemand etwas konzipiert, wo nur Leichen in unterschiedlicher Aufbereitung ausgestellt werden.


    Ich könnte mir zB so was naturwissenschaftliches vorstellen, wo es eine Ausstellung zum Blutkreislauf geht: da gibt es verschiedene Zellen, Modelle des gasaustausches oder was auch immer. Und dann steht da irgendwo auch noch ein anatomisches Präparat, an dem Arterien rot und Venen blau sind. Dahinter steht ein komplett anderes Konzept, in dem diese eine Leiche anders "gewürdigt" wird.


    Auch da fände ich ein plastikmodell ausreichend, aber hätte nicht gleich das Gefühl der Wir-gehen-leiche-gucken-motivation.

    Würde man die Besucher fragen, würde natürlich jeder sagen, dass es nur darum geht, dass man "in echt" zu sehen, weil es interessiert, wie was funktioniert


    Ich denke jedoch, dass es nicht diese Motivation ist, die 50 Millionen Menschen in Ausstellungen treibt....


    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass da überhaupt Interesse an anatomischen Zusammenhängen und Körperfunktionen überhaupt bei so vielen Menschen besteht.

    Dann setzen wir auch einen echten krebskranken in eine Ausstellung? Oder lassen Menschen Gefängnisse besichtigen, um echte kriminelle betrachten zu können?


    Objekte und meinetwegen auch Tiere kann man gerne von allen Seiten betrachten. Aber doch nicht Menschen?


    Ich fürchte vor allem, dass bei vielen Besuchern der "Thrill" das leitende Motiv ist und nicht ein wie auch immer geartete wissenschaftliches interesse: "Boah, guck mal, eine echte Leiche!" Unterscheidet sich für mich nur gering von der Motivation der Gaffer am Unfallort.


    Den leichen im Anatomiekurs wird da mit sehr viel mehr Ehrfurcht begegnet, obwohl da ja alle nur dran rumschnippeln damit sie was lernen.

    Ich verstehe den Sinn hinter solchen Ausstellungen nicht. All das lässt sich auch anhand von Modellen erfahren und sehen. Oder in guten Atlanten, wie Schokojunkie schrieb.


    Ich verstehe auch nicht, warum es gesellschaftlicher Konsens ist, dass lebendige Menschen nicht als Ausstellungsobjekte fungieren dürfen, es bei Leichen aber ok sein soll.

    Ich finde es nicht eklig, sondern einen unwürdigen, bloßstellenden Umgang mit Toten. Es hat für mich etwas voyeristisches, sich Leichen anschauen zu wollen.


    Wenn man anatomisch interessiert ist, kann man wie gesagt erstmal tote Tiere aufschneiden, die präparieren und die Strukturen betrachten.

    ich finde die körperwelten mit einer inszenierten Darstellung von Leichen völlig daneben und voyeristisch. Ich würde meinen Kindern einen solchen Umgang mit Menschen nicht nahebringen.


    Es gibt andere Möglichkeiten, anatomische Zusammenhänge zu lernen. Ich denke nicht, dass das echte Körper sein müssen. Man kann ja mal eine Maus sezieren, die man tot im Garten findet. Das ist sicher lehrreicher.