Beiträge von janos

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    Ich finde es schwierig rauszufinden, wie gut alles angekommen ist, wenn abgelehnt wird.


    Vielleicht nicht bei prophylaktischen Maßnahmen, aber bei Ablehnung von Medikamenten oder Diagnostik. Ach ich weiß auch nicht, mich frustriert dieser blöde Ärger mit der Versicherung ganz massiv und mich irritiert auch, was ich immer wieder zu hören bekomme („das hat mir so niemand gesagt!“ bei Abläufen, bei denen ich mit tausendprozentig sicher bin, dass es auf jeden Fall schon angesprochen worden ist)

    Ne, ich beziehe das jetzt auch gar nicht auf mich, ich habe für mich mittlerweile den Weg gewählt, mich im Wesentlichen nicht auf Wünsche einzulassen, die dem allgemein empfohlenen Vorgehen widersprechen.


    Ich frage mich aber, wie man das gut gestalten kann, wenn ein wirklich ergebnisoffenes Gespräch nicht möglich ist, weil es entweder von Seiten der Haftpflicht schwierig ist oder wenn man eben auch, wenn es keine Versicherungsprobleme gibt man einfach da auch schnell moralisch drinhängt. Wie kann man zugleich empathisch sein (und wider eigene Einschätzung der Situation handeln) und dann aber, wenn die befürchtete Konsequenz eintritt davon distanziert sein?


    Also was würde jemand im Nachhinein erwarten, der sich gegen vorgeschlagene Maßnahmen entscheidet und dann den worst case erlebt, weil eine sonst sehr simpel zu verhindernde Komplikation nicht erkannt wurde und dann zB zu einer sehr schwersten Behinderung führt?


    Ein stärkeres Insistieren darauf, den üblichen Weg zu gehen? Oder ist es dann auch im Nachhinein ok, wenn der gewünschte Ablauf gemacht wird?

    Ich hatte noch was vergessen zu dem, was du, MaidenMotherCrone geschrieben hattest - das eine ist es, rechtlich gut rauszukommen. Da hilft die gute Dokumentation mittlerweile leider nur noch begrenzt, das erwartete Ausmaß der Dokumentation liegt im Ernstfall in unerreichbaren Höhen. Ich habe alles sehr eng dokumentiert, das reicht trotzdem im Moment erstmal nicht


    Der andere Punkt, wenn es tatsächlich zum Schadensfall kommt ist dann aber doch auch, dass man sich fragt, ob man den Patienten nicht doch hätte überzeugen können durch noch mehr Information und insistieren auf dem, was man eben aufgrund seines Erfahrungsschatzes für richtig hält. Es geht ja oft eben nicht um Banalitäten wie ne krumme Narbe, sondern im schwerste Behinderungen die hätten vermieden werden können.


    Und sowas wie der Beitrag von conundrum ist in einem normalen Aufklärungsgespräch denke ich nicht wirklich zu leisten. Schon gar nicht, wenn von vornherein die Situation so ist, dass die Patientin eher ablehnend, der Arzt eher anratend ist. Ein ergebnisoffenes Gespräch ist da oft einfach nicht möglich.


    Ich habe hier so oft das Gefühl, dass davon ausgegangen wird, man würde die Leute wie Akten abarbeiten und auf den großen Geldberg schielen, den sie einem einbringen…. Vielleicht wäre das auch besser so, dann würde man mit einer anderen Empathie da rangehen und könnte sich selbst auch besser von solchen Verläufen abgrenzen.

    Danke für eure Infos janos und Parasol

    Ich schau mir das nochmal an und vielleicht sprech ich nochmal mit denen. Ich hab nur ständig kämpfe, manchmal lass ich es dann auch einfach weil mir die Kraft fehlt. Aber gut zu wissen jedenfalls

    (Also gemacht hab ich den Test, wurde nur nicht übernommen. Aber mir war das schon wichtig, auch weil ich eine Bluttransfusion hatte)

    Ach Mensch, du hast echt viel Ärger mit denen.... Und wenn es dann nur 20euro sind mag man auch nicht ewig diskutieren, aber irgendwie veräppelt fühlt man sich da schon.

    Ich bin privat versichert, vielleicht dürfen die das ausschließen? Die schicken immer den standardsatz, dass es ja nur um das medizinische Personal geht

    Meine PKV hat das immer bezahlt.


    Und es ist doch wichtig fürs Kind, ob du HIV hast oder nicht? Man würde den doch zB deine Infektion behandeln, damit das Risiko einer Übertragung aufs Kind reduziert wird.

    Ich habe auch schon die Behandlung von PatientInnen beendet und sie gebeten, sich einen andern Arzt zu suchen, weil mir das Vorgehen, das sie von mir erwartet haben tu riskant war. Waren natürlich keine Schwangeren….


    Während für die Schwangere die Schwangerschaft einer von vielen Dingen im Leben ist und dazu auch noch ein schöner, bei dem man erfreulicherweise auch sehr positiv rangehen kann ist es für die ÄrztInnen, die es begleiten ein Zustand, der mehr oder weniger Risiken mit sich bringt.


    Wenn man zu mir kommt und etwas in meinen Augen potentiell riskantes begleitet haben möchte dann möchte ich auch vorgeben können, wie das läuft. Der Haftpflicht ist es am Schluss ziemlich egal, wer was wie wollte.


    Hängt sicher von der Coolness des einzelnen ab, aber wenn das nicht passt ist es wahrscheinlich ohnehin besser, wenn sich da jemand anderes findet

    Anja, wenn du oft genug echt gefrustet deine Probleme mit dem Umgang mit deinen Kindern geschildert hast und zurückgemeldet bekommst, dass du da einfach mal das Gespräch mit deinem Kind suchen musst, dann ärgerst du dich. Als hätte ich das nicht schon tausende Male probiert!


    Und wenn du das rückmeldest und als Antwort kommt dann ein doch durchaus herablassendes „also bei mir würde es sowas nicht geben!“ dann ärgerst du dich noch mehr. Und fragst dich erneut, was denn falsch läuft in deiner Familie, weil offenbar bist ja du schuld, wenn Kind mit 13 plötzlich paar Tage verschwindet - passiert sonst ja niemandem


    Wenn du dann aber drei Jahre später von eben diesen Userinnen liest, dass es daheim doch massive Probleme gibt mit fehlender Kooperation, Lügen, Diebstahl oder fehlender Kommunikationsbereitschaft des Kindes … dann denkst du dir nur noch, dass es schön ist, dass die Herablassung von damals offenbar aus Unwissenheit resultierte.


    Es freut mich sicher nicht, dass es denen dann auch schlecht geht mit ihren Kindern, aber es verschafft mir tatsächlich eine gewisse Genugtuung, dass diese Arroganz von damals einen Dämpfer bekommt

    Bei den sozialen Kontakten ist es genauso wie mit dem Punkt , ob man Schuhgrößen weiß - muss das sein? Muss ich Oma ne Karte schicken - dann kann ich ja überlegen, ob ich tatsächlich MUSS. Oder ist es MIR wichtig - dann sollte ich das aber dann ach selbst tun.


    Warum kümmert ihr euch um Weihnachtspost der entfernten Verwandtschaft, wenn euch an den Leuten nichts liegt? Oder liegt euch an den Leuten was: dann sollte euch doch eigentlich auch daran liegen, ihnen selber zu schreiben?

    Ich bin der Meinung, wenn ich klar mache, dass etwas geschehen muss und wichtig ist, müssen die Kinder das.


    Und wenn ich jemand im Verein anmelde, dann geht der auch hin. Da diskutiere ich nicht drüber. Die Entscheidung ist gefallen.

    Bis meine so 10 oder 11 waren gab es da bei uns auch wenig Probleme, da hatte ich es glaube ich etwas einfacher als VivaLaVida - hingeschickt, mitgemacht, heimgekommen. Auch bei Wettkämpfen, Unlust - alles kein Ding.


    Aber dann - nein, nur weil mir etwas wichtig ist macht das Kind es doch nicht? Warum sollte es das auch? Wenn ich Musikunterricht toll finde dann muss das doch nicht dem Kind gefallen? Auch wenn es vor drei Wochen noch unbedingt Gitarre lernen wollte? Mein eines Kind hat irgendwann sehr freundlich, aber bestimmt gesagt, dass es jetzt keine Lust mehr hat. Da war es vielleicht 12 oder 13. Es ist einfach nur noch sporadisch hin, hat oft geschwänzt, hat nicht mehr geübt (es war ein Instrument), hat sich dort freundlich unterhalten mit der Lehrerin und ist dann wieder nach Hause gegangen. Das hätte Kind auch noch drei Jahre weiter gemacht, aber das ist nun ja auch ein teurer Unsinn, irgendwann habe ich dem Kind die Kündigung eingerahmt zum Geburtstag geschenkt, fand Kind super. Es gab auch nie Streit deswegen, weil dieses Kind ein ganz leises ist, das kaum

    widerspricht und nie laut wird. Aber es wollte halt nicht mehr


    Und wo ich mir unabhängig von der Kooperationsbereitschaft des jeweiligen Kindes nicht klar bin: Wie lange soll kind denn das erfüllen, was ich als Elter gut und wichtig finde? Ab welchem Alter ist es ok, wenn das Kind sagt „am liebsten sitze ich drinnen und zocke“?


    Das habe ich mich im Verlauf des Threads mehrfach gefragt: es sind ja tolle Dinge, die vorgeschlagen werden, aber wie funktioniert das Konzept „Schule“, wenn der lernenden Mensch das nicht will. Geht Kind in die Schule und es funktioniert nicht, dann gibt es den Ärger, mit dem VivaLaVida sich jahrelang rumschlagen musste. Aber wie etabliert man daheim die Pflicht zu Bildung, wenn Kind nicht will?


    Mich amüsieren auch immer mal die Beiträge im pubertätsstrang, wenn es darum geht, dass Kinder dann plötzlich doch nicht mehr funktionieren, die vorher „mit ein bisschen Konsequenz und viel zugewandtheit“ zu so ziemlich allem zu kriegen waren - „wie eigentlich jedes Kind bereit ist, das zu tun, was die Eltern möchten, wenn man sich nur die Zeit nimmt, auf sie einzugehen“


    Ich bin übrigens immer sehr brav zum Instrumentenunterricht gegangen, viele Jahre lang. Und habe geübt. Ganz brav. Und habe es gehasst gehasst gehasst, aber es gab keine Chance, da raus zu kommen: ich war ja angemeldet und es war bezahlt und Spaß macht es ja auch erst, wenn man es besser kann usw … all das, was hier geschrieben wird könnte 1:1 von meinen Eltern kommen. Und was ich jetzt von diesem jahrelangen Mist gehabt haben soll weiß ich bis heute nicht.

    Aber merkt sich das halt nicht unbedingt, ändert sich, ähnlich große Kinder, was weiß ich - letzte Woche wollte ich bei Größe 25 gucken, aber am Schluss war 29 nötig….


    Zumindest habe ich immer wieder blöde Kommentare bekommen dafür, dass meine Kinder zu kleine Schuhe trugen, in dreckigen Sachen in die kita kamen, wir schon wieder den Elternabend nicht wahrgenommen hätten. Sowas halt - ich denke schon, dass „man“ denkt, dass sowas „guten“ Eltern bekannt und wichtig sein müsste.


    Aber habe zugleich auch den Eindruck, dass immer mehr toleriert wird. Oder es ist mir einfach zunehmend egal.

    Leider ist es halt tatsächlich so, dass richtige Schuhgröße / adäquate Bekleidung / guter Kontakt zur Schule mit Elternabenden etc. gerne gleichgesetzt wird mit „kümmern sich gut ums Kind“.


    Mittlerweile kann ich da gut drüberstehen, aber ich weiß noch, dass mich diese Bewertungen massiv belastet haben in den ersten Jahren meines Mutterseins.


    Wie gesagt, das ist alles nur insofern gendermist, als die Mütter eher dafür in der Verantwortung gesehen werden. Aber funktioniert vielleicht auch eher in einer Familie mit traditioneller Rollenverteilung, weil dann einfach ein Elternteil mehr Zeit für sowas hat?

    Ne, soll nicht aggressiv rüberkommen. Ich weiß nicht, wie man es beschreibt - die Empörung über Erfüllung des erwarteten Rollenbilds?


    Der Vergleich mit den Instamüttern ist tatsächlich das, was mir dazu einfällt, dass Familie (und Interesse an den Mitgliedern) bedeutet, dass man abends gemeinsam am Tisch sitzt und sich über den Tag unterhält, von den Freunden, den Hobbys und LuL erzählt.


    Ich glaube es gibt unzählige völlig glückliche Familien, in denen es nicht so läuft; aber genauso wie die Jahreszeitendeko gerne als das normale und auch irgendwie notwendige dargestellt wird für eine behütete Kindheit und Familie kommt auch der Abendplausch an als althergebrachte Tradition, deren Missachtung schnell nach Desinteresse klingt.


    Wie gesagt, weder finde ich deko blöd noch Gespräche, aber die Wertung völlig überzogen

    naja, dafür war mir der Tenor der Reaktionen auf den link schon zu eindeutig - so etwas nicht zu wissen ist schon ein deutliches Zeichen dafür, kein wirkliches Interesse am Kind zu haben


    Im link war das ja ein bisschen Comedyhaft aufgezogen, aber ich habe hier den Eindruck, dass es durchaus so betrachtet wird. Als Zeichen dafür, dass kein wirkliches Interesse für die Kinder vorhanden ist.


    Und deswegen elly, denke ich schon, dass man ein paar Dinge auf die Goldwaage legen sollte, weil es ja in deinen Augen durchaus relevant zu sein scheint, wenn du sagst: „Aber bei Grundschulkindern sollte man Klassenleitung und/oder Lieblingsfach schon kennen“.



    und dann zurückruderst und auch anderes gelten lassen willst:

    Wenn du die LuL nicht kennst, dann weißt du aber hoffentlich das Lieblingsbuch, die Lieblingsmusik oder das Hobby


    …muss ich leider auch da passen. Nein, weiß ich nicht. Auch wenn du das schlimm zu finden scheinst, sonst hättest du ja nicht geschrieben, dass ich das hoffentlich weiß.


    Also Hobby weiß ich natürlich genauso wie mein Mann, weil die Kinder da angemeldet werden, man die Beiträge zahlt und sie manchmal auch transportieren muss. Was genau sie dort machen ist dann jedoch wieder schwierig


    Worauf ich hinaus will: diese Grundeinstellung, dass „beim gemeinsamen Abendessen“ (da gab es ja schon einige Threads zu, dass das längst nicht in allen Familien stattfindet) man sich „aus Interesse am Leben des Kindes“ über dies und das unterhält sind schon sehr daran orientiert, wie „Familie“ so läuft. Und was man als Elter so macht.


    Mit Genderquatsch hat das eigentlich jetzt aber gar nicht mehr primär zu tun, sondern eher mit Rollen, die „man“ so ausfüllt.


    Dass dann die Rolle des Elternteils, dessen Interesse am Kind sich über Kenntnisse seiner LuL, Freunde, Schuhgrößen ausdrückt gerne der Mutter zugeordnet wird, der Teil ist dann Genderquatsch.

    stimmt, darüber amüsiere ich mich bei meinem 2.-klassekind auch immer. Es erzählt begeistert aus dem Hort, dass es jetzt seit ein paar Tagen immer mit der großen Schwester von Julia spielt. „Und wie heißt die?“ „keine Ahnung, aber sie geht in die 3b, spielt Klavier und macht Judo“.


    Wenn Kind selbst seine Freunde nicht beim Namen nennen kann muss ich das glaube ich auch nicht können

    warum sollst du eine HelikopterMutti sein? Du redest offenbar mit deinen Kindern über schulsachen und bringst ihnen immer mal Klamotten mit, das ist doch gut? Ich finde daran nichts schlechtes, definitiv nicht! Ich finde auch die Jahreszeitendeko super und beneide durchaus Familien, in deren Wohräumen sowas existiert…. Also manchmal zumindest, je nach Deko.


    Aber die Häme über die schlimmen Väter, die die Schuhgröße ihrer Kinder nicht wissen ist jedoch durchaus darauf gerichtet, dass es offenbar als notwendig betrachtet wird, so etwas zu wissen. Und eben dies verstehe ich nicht. Für mich sagt es nichts darüber aus, ob sich jemand für sein Kind interessiert wenn er die Schuhgröße weiß oder nicht. Auch nicht über den mental load, den dieser Erwachsene zu tragen hat.

    elly, die LuL in der GS und das Lieblingsfach sollte man benennen können, damit man … was ist? Interessiert? Ein gutes Elter?


    Und wenn man es nicht kann, dann … findet man seine Kinder langweilig? Hätte besser keine Kinder kriegen sollen?


    Und wenn keins der beiden Eltern es weiß … hat das Kind ein Problem?



    Meine Kinder reden einfach kaum von der Schule und ich merke mir Namen und Gesichter extrem schlecht,. Wir reden ueber anderes.

    das könnte zB der Grund sein, dass man all die abgefragten Dinge nicht weiß


    Mich erinnert die Häme darüber, dass die Väter die Sachen nicht wussten an die Selbstverständlichkeit, mit der Instamütter die jahreszeitenpassende Deko bei der wohnraumgestaltung darstellen.