Beiträge von janos

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Rabeneltern.org-Team

    Kommt drauf an, in welchem Radius sich das Kind selbst bewegt.


    Hier steht an, dass der Schulweg alleine zurückgelegt werden soll. Es sind 15km mit der Eisenbahn, davor und danach noch jeweils eine Viertelstunde Fußweg, einmal Großstadt, einmal Heimatdorf. Kind ist fast acht. Alleine würde ich es nie lassen, mit gps (wobei Kind ein Handy zu diesem Zweck kriegt schon)


    Wenn die Kinder sonst lieber daheim bleiben sollen, weil du dich aus welchen Gründen auch immer unwohl fühlst bei dem Radius, der sonst ansteht finde ich das eine gute Sache. Auch wenn es sich nach ein paar Monaten sicher erledigt haben wird

    wir haben schon so was, aber eben nur für das, was ich verschreibe und da weiß ich das interaktionspotential eigentlich ganz gut.


    Was ich nicht verordne wird nur getestet, wenn ich außerhalb der Software schaue und das ist recht umständlich (zumal die Leute ihre Pillen meist eh nicht wissen)


    Darum: ein Hoch auf die Stammapotheke, zu der ich mittlerweile allen über 40 oder so rate und ein Arrgh für die online-Anbieter. Ich wundere mich eh, warum es dafür eine Freigabe gibt, dann könnte man ja auch die Rezepte bei edeka an der Kasse einlösen lassen

    das finde ich schon.... bedenklich.bei uns in der Apotheke ist das Bestandteil der Software und war es bisher auch in jeder in der ich gearbeitet habe....

    ich finde es auch sehr blöd und frage mich immer, warum das so ist. Seltsame Sache.


    Aber nachdem die patienten ohnehin ihre Medikamente meist nicht wissen ist es auch egal….


    Ich weise die PatientInnen immer darauf hin, dass es sehr sinnvoll und wünschenswert wäre, Rezepte immer bei der gleichen Apotheke einzulösen. Auf diesem Weg habe ich schon eine Menge über die Vormedikation rausfinden können, was echt hilfreich war

    Die Programme zeigen es leider nicht an, wenn man inkompatible Medikamente verschreibt. Das ist sehr ärgerlich und ich bezweifle, dass da jeder alles auf dem Schirm hat. Die häufigen kennt man natürlich, aber dann….


    Ich freue mich immer, wenn die Leute eine feste Apotheke haben, die das ggf. korrigiert oder zumindest rückfragt, wenn was auffällt

    Gestern lief im Fernsehen eine Experimente-Show, da war unter anderem ein Versteckte-Kamera-Experiment in einem Restaurant, wo eine Mutter mit zwei Kindern darüber diskutiert, warum die zwei sich ein Gericht teilen müssen. Die anderen Gäste haben fast alle reagiert und der Familie zusätzliche Hauptgerichte und Torte spendiert. Da war allerdings auch der gestellte Dialog der vermeintlich armen Familie offensichtlich. "Warum müssen wir teilen?" "Sorry, Schatz, mehr geht im Moment nicht." Da finde ich es okay, der Mutter anzubieten, eine Runde Dessert zu spendieren. Die Gäste haben es auch überwiegend so geregelt, dass es nicht beschämend war.

    ach, da hab ich mich aber auch schon geärgert, wenn ich den Kindern beim einkaufen erkläre, dass ich nicht bei jedem Einkauf für jedes Kind eine „Kleinigkeit“ für 4€ kaufen KANN (meine damit aber eher „nicht kaufen WILL), weil ich es unnütze Ausgabe empfinde und den Kindern beibringen möchte, dass man sich nicht mal eben was kauft nur weil es nett aussieht und man es gerade haben möchte.


    Ich will auch nicht bei Edeka mit den Kindern darüber diskutieren, ob wir uns das leisten können, das tu ich daheim in Ruhe. Das kann man dann von außen schon falsch interpretieren


    Auf jeden Fall haben dann wohlmeinende Passanten das mitbekommen und meine Kinder hinter der Kasse dann mit dem gewünschten überrascht. Fand ich blöd. Die Kinder cool

    Ich wäre da sehr vorsichtig mit der Interpretation der Ausgangssituation. Die Cents hat sich der Junge möglicherweise einfach zusammengespart und das sie jetzt ENDLICH ausgeben und die Schuhe waren die ersten, die da standen?


    Bei Unbekannten würde ich da gar nichts machen, vor allem aus dem Grund, den Bina nennt.


    Mir wurde schon öfter mal an der Supermarktkasse angeboten, mir meinen Einkauf zu zahlen, wenn ich mit mehreren meiner Kinder und ollen Klamotten dort stand. Keine Ahnung, was da der treibende Faktor war - Kinderzahl? Kleidung? Art des Einkaufs?

    Natürlich, aber dennoch prägt sich halt das ein, was man am häufigsten sieht. Auch bei den Kindern. Wenn POC vorwiegend im Kontext „durch die Wüste zu Fuß zur Schule gehen“ auftaucht und es in realen Leben keine PoC gibt dann setzt sich das natürlich fest.


    Auch dann, wenn Kind natürlich weiß, dass das nicht stimmt.


    Das ist halt so wie mit allen Vorurteilen - kognitiv ist man durchaus in der Lage, sich davon zu distanzieren, dennoch bleibt hängen, dass Finnen sich gerne betrinken und Äthiopier toll Marathon laufen können

    Wenn ein Kind nach Hause kommt und sagt " der und der ist doof, weil er aus Afrika kommt" wäre mein Impuls nicht, zu sagen " aber der kommt doch nicht aus Afrika ", sondern klarzumachen, dass niemand doof ist, selbst WENN er aus Afrika kommt. Es kann nämlich sogar sein, dass das der Fall ist. Meiner Tochter beste Freundin ist wie diese neun, spricht perfekt Deutsch und ist in Indien geboren worden. Was ihr auch wichtig ist.

    Klar, die Aussage "niemand ist doof, egal wo er/sie herkommt!" halte ich auch für wichtig. Aber ich würde eben auch erklären, dass Menschen auch "anders" (da gehts ja schon los) aussehen können und das nicht "weil sie von woanders herkommen". Mein nächster Impuls wäre nur keineswegs, solche Medien mit meinem Kind zu konsumieren, die den Fokus auf "So leben Kinder anderswo in der Welt" legen. Weil das in der Regel eben dazu führt, dass Kinder dann denken. Ach ja, das Kind ist schwarz, wohnt jetzt hier in Hagen, aber eigentlich wohnen Menschen wie dieses Kind in einer Dürreregion, laufen 20 Kilometer am Tag für nen Eimer Wasser und können deshalb nicht zur Schule gehen."

    Glücklicherweise war mein Kind schon in jungen Jahren schlau genug, um zu verstehen, dass nicht alle Kinder genau so leben.

    das hat wenig mit „schlau genug“ zu tun, zumal das ja offensichtlich ist


    Eher packt es halt ein POC-Kind in einen Kontext, mit dem es eigentlich überhaupt nichts zu tun hat. Außer dass die Farbe der Haut die gleiche ist wie die der Protagonisten.


    Wer im richtigen Leben wenig mit POC-Menschen zu tun hat wird eben dann wieder und wieder damit konfrontiert, dass POC „eigentlich“ so lebt.


    Ein bisschen wie „Mädchen spielen mit Puppen, aber wenn ein Mädchen mit Autos spielt ist das natürlich auch ok“ vor zehn Jahren (und heute auch noch viel zu oft) gesagt wurde

    Dein Kind ist sicher kein Rassist, wenn es sowas sagt.

    Und genau das meine ich mit Ball flach halten. Ein 5-jähriges ist nicht rassistisch, weil es mit solchen Aussagen spielt.

    Ich fand mein Posting aber eigentlich auch deutlich genug in Richtung "thematiseren".

    Man kann übrigens auch durchaus "unrassist" werden, wenn man mit nahezu 0 kontakt aufwächst.


    Wenn es keinen spontanen Kontakt gibt muss das Umfeld glaube ich halt umso aktiver gegenarbeiten. Weil es sich so eben nicht von selber regelt und die nicht-beeinflussbaren Äußerungen der peergroup und der Medien ihr Übriges tun

    Wir leben hier auch sehr PoC-arm, die Kinder haben keine PoC-Kontakte. Erst Nr 6 hat jetzt ein PoC-Kind in der Kita, der erste Kontakt in den 21 Kinderjahren, die ich hier erlebt habe


    Aus diesem Grund plädiere ich dafür, auf keinen Fall, den Ball flach zu halten, sondern thematisieren so gut es eben geht, solange alles theoretisch ist. Dein Kind ist sicher kein Rassist, wenn es sowas sagt. Aber solange das Thema PoC sich nicht in seinem Alltag normalisieren kann hat es kaum eine Chance, diese Meinung selbst zu revidieren

    Genau was Susan sagt.
    Es ist natürlich eine urgeigene Entscheidung, die für dieses Paar passen. Und ich kann auch MIT der gesellschaftlichen Prägung zu dem Ergebnis kommen es so zu leben, wie es gesellschaftlich "vorgegeben" ist. Aber es ist einfach sehr auffällig, dass der Grund, warum die Mutter zuhause bleibt/"bleiben muss" (sie verdient weniger), in Familien, wo die Frau mehr verdient überproportional häufig nicht dazu führt, dass der Mann zuhause bleibt.
    Das Gleiche erlebe ich bei der Annahme des Nachnamens. Viele meiner Generation haben sich keine Gedanken gemacht oder nennen als Grund "sein Name war schöner" oder "wir haben gewürfelt". Da dies aber bei 90(?)% der Paare so zu sein scheint, muss da etwas anderes, unbewusstes mitspielen.
    Wenn ich darauf aufmerksam mache, geht es mir lediglich darum aufzuzeigen, dass die Entscheidung nicht unbedingt so "selbstgetroffen" ist, wie man meint und man vielleicht nochmal mit einem zusätzlichen, gesellschaftlich-feministischen Blickwinkel überlegen könnte. Einfach auch um wirklich frei zu werden in seiner Entscheidung.

    Mit dem Namen hast du völlig recht, da hab ich noch nie drüber nachgedacht. Bzw bin immer etwas irritiert, wenn Männer ihre Namen ändern

    Auffällig ist es, aber genau das meinte ich ja oben: man kann durchaus schauen, ob man sich nicht von den gesellschaftlichen Erwartungen frei machen kann und eben nicht das macht, was eine „normale“ Mutter macht, wie claraluna es beschrieben hat.


    Ist es mir wichtiger, nachmittags für die Familie Zeit zu haben oder möchte ich weiter in meinem Job viel Zeit verbringen, weil er mir Spaß macht oder weil ich da irgendwas erreichen möchte?


    Und wenn ich mich für den Job entscheide, dann kratzen mich solche Umfrageergebnisse oder die Grundhaltung im meinem Umfeld vielleicht deutlich weniger, weil ich weiß, dass vov etwas mache, was für mich wichtig ist

    Die Argumente, die da gefunden werden scheinen dann aber von beiden getragen zu werden? Und die Rückkehr zur Arbeit nach einem Jahr auch? Dann verstehe ich das Problem nicht. Wenn beide zusammen entscheiden, dass die Mutter daheim bleibt ist es doch ok? Und wenn es ein Jahr, drei Monate oder fünf Jahre sind doch auch?


    Das mit den männlichen Nachnamen verstehe ich nicht

    enfj-a, man kann es wollen und man kann es müssen. Und man kann sich so sortieren, dass man es vielleicht nicht unbedingt muss (so wie du es schreibst, dass ihr euch dann eben einschränken könntet).


    VivaLaVida, wenn das eigene „früher“ die alten Länder waren finde ich diesen Gebrauch völlig legitim, weil viele halt aus ihrem eigenen erleben schreiben. Und da war es halt meistens so, auch wenn natürlich auch dort viele Mütter gearbeitet haben (sofern der Ehemann zugestimmt hat....). Auch wenn es jetzt ein Land ist waren es damals zwei - eine Realität war es nur für die, die da gelebt haben. Für alle anderen war es ein Land, das fremder war als all die Urlaubsländer, die die meisten Leute damals so besucht haben


    Allerdings sind einige gesellschaftliche Relikte des Landes durchaus beeindruckend und da werde ich nun nicht müde drauf zu verweisen....

    Aber diese Geldprobleme spielen doch bei den Leuten, bei denen es um Karriere geht nicht wirklich eine Rolle? Also wer bei Siemens ins höhere Management aufsteigen will macht das wahrscheinlich nicht, weil sie erst dann in der Lage ist, ihre Familie zu ernähren, sondern weil sie den Job machen möchte.

    Die schrauben einfach ihre Ansprüche hoch und *zack* reicht das Geld auch nicht mehr...

    aber das hat doch nicht mit den von claraluna angesprochenen Arbeitsverhältnissen zu tun, die die Leute dazu zwingen, Doppelverdiener zu werden, damit die ihre Familien ernähren können?

    claraluna ich glaube da vermischt sich eine menge




    Die Leute, deren Familie erst dann gut über die Runden kommt, wenn tatsächlich beide in relevanten Zeitumfang arbeiten ist die eine Gruppe. Da muss man überlegen wie es sein kann, dass so viele Sektoren offenbar Gehälter bieten, mit denen man trotz viel Arbeit kaum über die Runden kommt.


    Aber diese Geldprobleme spielen doch bei den Leuten, bei denen es um Karriere geht nicht wirklich eine Rolle? Also wer bei Siemens ins höhere Management aufsteigen will macht das wahrscheinlich nicht, weil sie erst dann in der Lage ist, ihre Familie zu ernähren, sondern weil sie den Job machen möchte.


    Es geht doch um ganz viele Probleme bei dem was du schreibst: schlechte Gehälter in bestimmten Bereichen, die nicht reichen eine Familie zu ernähren. Ist schlecht hat aber nichts damit zu tun, dass manche Menschen den Wunsch haben, vollzeitig ihren Job zu machen, weil sie das einfach so wollen, weil ihnen Arbeit mehr Freude bereitet als nachmittags für die Familie da zu sein.