Beiträge von barney rubble

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    nachdem ich den thread jetzt die ganze zeit mitlese kommt mir ein gedanke, der aber vielleicht wohnraumbedingt schwierig umzusetzen sein könnte.


    was ich rauszulesen meine ist, dass dein kind etwas rausbringen möchte, irgendeine form der verausgabung, sei es nun frust oder angst oder aggression... ich vermute, dass sie in sich aufstaut und das abendliche weinen dann das einreißen des dammes ist


    was es hier also vielleicht bräuchte wäre eine kultivierung dieses rauslassens, etwas wo man dem einen kanal und eine form gibt und es gemeinsamer unternehmen kann.


    für bambam haben wir schon vor langem ein kinderschlagzeug besorgt, das er gerne nutzt insbesondere wenn er aggresionen loswerden möchte. (allerdings gibt es die nachbarschonende regel, dass nur bis sonnenuntergang getrommelt werden darf)


    mein gedanke nun wäre, dass du vielleicht eine vor-dem-schlafengehen-beschäftigung dieser art anbietest, vielleicht mit gemeinsam trommeln oder lärmen oder rumrennen (abendspaziergang) oder vielleicht auch wildes malen - jedenfalls etwas, wo man intensiv auspowern oder sich ausdrücken kann.

    Also, ich ärgere mich richtig über runtergeworfenes Essen. Wir mußten in der DDR zwar nicht hungern, aber so tolle Sachen wie Melonen gab es selten, und sowas wirft man nicht runter. Meine Schwiegermutter hat die BRD-Wirtschaftswunderzeit richtig miterlebt, und daher wird in der Familie meines Mannes immer lieber zu viel als zu wenig Essen gekauft, auch wenn am Ende was abgelaufen ist und weggeworfen wird. Bei uns zu Hause laufen auch immer mal wieder Sachen ab und müssen weggeworfen werden, das kriegt der Kleine natürlich mit. Mir ist schon klar, daß es so schwer ist, ihm einen respektvollen Umgang mit Lebensmitteln beizubringen, aber Lebensmittel wegzuwerfen, tut mir einfach weh. Ich kann da auch nicht einfach so tun, als wäre es ein runtergeworfenes Spielzeug. Allerdings diskutiere ich in so einer Situation auch nicht lange herum, sondern nehme dem Kleinen die Lebensmittel weg (und esse das ins Gras geworfene Stück selber).


    ok, nachvollziehbar.
    wobei ich tippen würde, dass man bei einem kind mehr erreichen kann, indem man mitteilt, dass einem sowas (innen, in den gefühlen) wehtut. bei mir ist das genau das womit ich erreiche, dass ich weniger angeschimpft werde (dieses immer weiter schimpfen, obwohl es gar keinen grund mehr gibt).

    ich hatte schon vor der geburt für eine schneeschaufel plädiert aber betty schaut mich dann immer dermaßen skeptisch an...


    also unterschiedlich: in der kita kann er das mit dem aufräumen bevor das nächte bespielt wird und mit seinen spielen die einzelne kartons haben klappt das auch hier gelegentlich. ich habe irgendwann mal versucht aufräumen spielerisch zu vermitteln... bambam mag es immernoch mit den spielzeugbaggern die murmeln in kisten zu sammeln und die leisten vom holzkonstruktionsspielzeug mit dem kranwagen hin-und herzusortieren. mal geht auch lego gemeinsam in die kiste schmeißen aber sonst ists eher fußgefährdend.

    hier auch peltor kid - ausprobiert als bambam 1 +2monate war: wurde nur seeeehr sporadisch akzeptiert, mein eindruck war, dass der zu fest zusammendrückte. heute mit über 3 wird das ding gerne als spielzeug getragen, dem anschein nach um kopfhörer zu imitieren #love :huh:

    Danke barney rubble! darf ich fragen, wie lange du dann da rumgelaufen bist? Ich trag den Kleinen ja sehr viel, allerdings in der Trage. So auf dem Arm wirdcer mir doch etwas schwer auch wenn er für sein Alter recht leicht ist...


    wirklich unterschiedlich mit einer varianz von 10 bis 30 minuten (in schlimmen zeiten)
    ich kann mir aber vorstellen, dass man die position mit einem kurzen tuch über die schultern unterstützen kann. ne menge gewicht geht dabei auf den bauch-zu-bauch-kontakt



    in seltenen fällen trage ich auch heute noch unseren 18-kg-brocken so, aber ich hab auch die entsprechenden arme... (leider nicht mehr ganz so den rücken)

    Naja, ein bißchen schimpfen muß ich schon, damit der Kleine am Tonfall merkt, daß ich wirklich sauer bin ;-)


    fühlst du das so? ich fühle da eine winzige portion scham (kulturell bedingt), bedauern (schade um essen) und fürchte eine eventuelle aggression. sauer finde ich da nicht, wohl aber das stimmchen im hintergrund, dass sauersein jetzt meine rollenverbundene pflicht sei...

    es gibt sehr viele sehr schlechte kinderzahnbürsten - erst letztes jahr wurden von stiftung warentest glaube ich massenhaft unrunde borsten beanstandet.
    ich wünschte ich hätte früher die bürste von M0M entdeckt, die ist mittlerweile leider zu klein (und gibts auch eher in apotheken oder im netz) wurde aber sichtlich als superangenehm empfunden als ich sie mal ausprobiert habe.


    inzwischen ist er 3 und das putzen geht meistens entspannt.
    ich habe irgendwann ein paar verspieltheiten entwickelt, die das ganze entspannen. das wichtigste ist der wirbel kurz vor schluss: da nehme ich die bürste seitlich und klopfe ganz sachte aber schnell abwechselnd die oberen und unteren zähne ab. danach noch zwei wischer und fertig. putztechnisch völlig irrelevant aber seitdem scheint er auf diesen abschlusswirbel zu warten und ist ziemlich geduldig.


    ein anderes ding war mal grinsen vormachen und ganz vorsichtig nur auf den gezeigten zähnen zu putzen oder sachte mit den borsten klopfen.


    ich hatte anfangs den fehler gemacht "ganz weit auf" zu empfehlen. ist aber falsch sagen die zahnärzte, weil die gespannte haut der innenwangen und lippen so sehr stark gereizt und auch verletzt wird.

    ich erinnere mich, dass ich einen entfernten cousin auf familienfeiern beobachtet habe, der war fröhlich, glücklich, aufgeweckt und hat viel mit seiner mutter geknuddelt. meine mutter hat diesen ganzen mist mit verwöhnt, machtkampf, auf dem kopf rumtanzen und so weiter runtergeleiert. meine mutter war nicht so dolle mit erziehen sag ich mal, da musste ich lange selbst nachreparieren...


    insgesamt stimme ich dem obigen chor zu


    ich möchte aber noch ein zwei schritte weiter andeuten...


    ich habe mir seitdem (bin schon krass oll) gedanken gemacht, was man STATTDESSEN machen sollte, habe gefragt, beobachtet und gelernt:


    beispiel melone: eigentlich ne ideale situation um sinnvolles verhalten und werte zu vermitteln... ich hätte nichtmal geschimpft (bewirkt das gegenteil) sondern mit dem kind ruhig und freundlich geredet.
    1. aussagen: melone / müll auf den boden werfen ist nicht nett. ist auch schade um die melone weil man die ja noch essen könnte.
    2. aussage/handlungsaufforderung zur kooperation: "komm, lass uns mal schauen wo der mülleimer ist" und ja: gemeinsam und spielerisch geht das auch mit zwei schon. die phase wo das kind dann bei spielplätzen ALLEN müll in die mülleimer wirft ist auch nicht seeehr lang. wenn der kleine mal nicht wollte, habe ich das freundlichst übernommen aber mittlerweile (3 einviertel) ist ihm der kram geläufig


    und solche dinge muss man den leuten auch vormachen finde ich: das muss sich fortpflanzen, um die alten raster zu ersetzen.


    es gab schon auf spielplätzen leute, die meinten, sie müssten mein kind anhalten. ich reagiere darauf sehr ruhig mit "sie lassen mein kind los. sie gehen zur seite." (ok, den zweiten satz denke ich mir nur, das erste wirkt schon so...)


    interessanterweise hat es noch nie jemand auch nur gewagt das infragezustellen wenn oder wie oft ich mein kind in den arm nehme. ich bin dezidiert der meinung, dass jemand der sein kind nicht in den arm nimmt wenn es in den arm genommen werden möchte, am kind was kaputtmacht. wer das systematisch macht macht systematisch kaputt. ich finde solche positionen darf man immerhin denken und eigentlich auch sagen. oder eben im eigenen handeln zum ausdruck bringen. bisschen mut! bisschen unterschwellige aggression auch gegenüber den dumpfen traditionalistikern! nur zu...

    ich zitiere mal mich selbst aus dem archivforum (auszugsweise):
    [quote]einsummen mit 'wiegenliedern'
    dazu nehme ich baby in den arm, dass der kopf in der einen armbeuge liegt und sein magen etwa an meinem ist und laufe eher pendelnd langsam durch die gegend und summe leise und tief. ich habe da so 4 melodien, die nicht aus dem bekannten wiegenlieder-repertoire stammen sondern vielmehr mir selbst sehr tief vertraut sind, womit ich auch selbst ein gutes ruhiges gefühl habe. so laufe ich denn und nach und nach verlangsame ich das tempo der wiegenlieder und auch meines pendelns, bis ein langsamer atemzug vielleicht noch maximal zwei töne sind, manchmal lasse ich das dann auch "verhallen", summe nur alle 10 oder 20 sekunden ein oder zwei töne
    wichtig vielleicht auch: ich lasse mich von geschwindigkeit, leidensausdruck, lautstärke nicht vom baby beeinflussen. ich gebe vor, biete eine art weg an, den das baby mitkommen darf wenn es mag. heißt ich fange deutlich leiser an als das baby gerade schimpft oder weint, habe mein tempo, dass unter der schreifrequenz und dem atemtempo des babys liegt, behalte es bei, werde eher noch langsamer und ich bestimme auch meinen weg. so verharre ich auch mal an verschiedenen stellen, mach auch pausen wenn mir danach ist, pendele an derselben stelle... ich bestimme den weg, nehme dem baby entscheidungen ab und irgendwie ist da auch ein ding, dass ich einfach an das funktionieren glaube, vielleicht eine art unbekümmertheit
    ach und: lächeln und entspannen beim summen, das beeinflusst den klang und ich tippe das ist tief in so nem ding wie ner 'urkommunikation' verankert

    mir war als kind häufig beim autofahren schlecht (wobei meine eltern auch locker ne schachtel auf 100 km geraucht haben) und mir hat nur geholfen, draußen die dinge zu beobachten (da die wiese, da ein anderes auto, eine kuh, baum, wolken...) nur NIENIENIE den blick schweifen lassen *hüälp* - ich hab bis heute probleme damit in autos oder manchen zügen zu lesen.


    hat deine tochter denn nen guten blick nach draußen von ihrem sitz aus? ich vermute mal, dass sie rückwärts immerhin den himmel durchs rückfenster beobachten konnte. vielleicht lässt sich ja an der position was machen. erhöhen wird mal vermutlich nicht drin sein?

    mein post ist vermutlich nicht für hypochonder geeignet


    versuche mal gelegentlich unterm wasserhahn in schnellem wechsel heiß und kalt einwirken zu lassen (10 sekunden takt) - bei allen mechanischen angelegenheiten sorgt das für entspannen und zusammenziehen aller kleinteile und oftmals für ordnung zwischen diesen. sollte dies das problem verschärfen, würde ich zum arzt gehen. gibt es in der nähe hellere stellen in der haut etwa in fingernagelnähe?

    ich muss mich wieder in kognitionswissenschaften einlesen, ich bin argumentativ eingerostet ^^
    ich bin ja versucht, einen riesenstapel an überlegungen und theorien vom stapel zu lassen...


    nee
    lieber kurz provokativ: es gibt nachdenken das ohne wörter, bilder, themen und absichten funktioniert
    und anderseits:
    es gibt nachdenken das (vielleicht scheinbar) eher dann funktioniert wenn man schreibt oder graphisch darstellt


    ich definiere hierbei "nachdenken" als "denken mit einer absicht, einem ziel oder einem ergebnis" - damit mündet der eine pol meiner behauptungen in die vielleicht etwas nach buddhistischen rätseln klingende behauptung, dass das 'nachdenken über bestimmte dinge, themen oder fragen' erstaunlich gute ergebnisse bringen KANN, wenn man gerade NICHT über eben jene dinge, themen oder fragen nachdenkt. (und es ist dennoch ein 'darüber nachdenken')

    ich finde das kommt drauf an...


    es gibt einfach klettergerüste, die nicht konsequent durchdacht oder nicht mehr komplett sind. bei solchen gilt auch die grundregel "er darf was er hinbekommt" aber! ich klettere mit und erkläre ihm die kritischen stellen. wenn ich mitbekomme, dass er an den entsprechenden stellen mit vorsicht rangeht, ziehe ich mich zurück.


    allerdings erlebe ich teilweise auch, dass bei manchen (überfüllten) spielplätzen kindereinander anrempeln - da bleibe ich dichter dran, aber ich traue mir halt auch zu einen sturz aus 2 meter höhe sinnvoll abfangen zu können (nicht auffangen sondern so lenken, dass der sturz glimpflich abgeht)

    das lässt aber die nachdenkprodukte aus, die entstehen obwohl man gar nicht im kopf dinge oder bilder formuliert. so bz die sachen die kommen wenn man im wald rumstolpert und keine zettel dabeihat oder auf stillen örtchen (mieserable papierqualität) oder kurz vorm wachwerden (tolles papier, klasse stift, leider auch dies nur geträumt). und ich finde auch das ist nachdenken, weil es irgendwie ergebnisse aus vorher gewonnenen eindrücken, fragen und kenntnissen sind.


    Er:"Dann hat ein Elefant an vier Füßen mit je vier unterschiedlich großen Mäusen, dann hat er insgesamt also 16 unterschiedliche Mäuse."
    Ich: #confused "Mäuse??"


    ich hätte da die zehen assoziiert - falls der kleine sich dafür interessiert: afrikanische elefanten haben vorne jeweils 4 zehen und hinten meist 3, der asiatische elefant hat vorne je 5 und hinten je 4.