Beiträge von Malaga1

    Wir haben ein Wohnmobil und ich habe mich auch mal informiert, ob man Isofox nachrüsten lassen kann. Geht bei uns nicht bzw. es würde wohl schon gehen, wäre aber nicht getestet und darum macht es keiner. Wenn schon, müsste man es selber machen. Google mal, da findest du Infos.


    Wir reisen mit unseren normalen Römer Kindersitzen im WoMo - fixiert halt nur mit dem Dreipunktgurt.

    Ich ziehe mich aus dieser Diskussion zurück. Es geht doch darum, dass es verschiedene Familien gibt, in denen verschiedene Methoden funktionieren und verschiedene Regeln herrschen - sei es beim Essen, bei den Hausaufgaben, beim Instrument üben, beim Einkaufen what ever. Wenn ich hier eine Frage stelle, kann ich mir aus den verschiedenen Antworten das heraus suchen, was für uns passt. So ist mein Sohn ein sehr forderndes Kind, das hin und wieder die Grenzen spüren muss, sonst tanzt er der ganzen Familie auf der Nase herum. Dazu sind und zu "Brachialmethoden" oder extreme Konsequenz nötig. Danach kann man die Zügel wieder lockerer lassen. Ich möchte nämlich nicht in die Situation kommen, dass ich für Konsequenz keine Kraft mehr habe. Und ich hätte nie gedacht, dass man zwei Kinder hat, die komplett verschieden sind und einen komplett verschiedenen Umgang benötigen. Das ist das, was mich in der Erziehung am allermeisten fordert.



    Ganz einfach: Du kochst, die Kinder entscheiden, was und wieviel sie davon essen. Wem es nicht passt, der kann bei der nächsten Mahlzeit wieder essen. Zieh das mal eine Weile knallhart durch und verbitte dir jegliche Diskussionen und Kommentare. Wer sich nicht daran hält, wartet im Zimmer, bis das Essen vorbei ist. Es ist erstaunlich, wie schnell sich das Problem gibt. Und nein: Gesunde Kinder verhungern nicht am gedeckten Tisch. Und selbstverständlich kochst du auch nicht Kutteln und Kalbskopf...

    Wie gelingt es Dir dann, selbst zu essen? Mein Sohn würde weder von Rumschreien noch Ekelbekundungen absehen, wenn ich ihn darum bitte, noch in ein anderes Zimmer gehen. Er brüllt, weint, bewirft mich mit Sachen, tritt mich usw. Dabei bin ich nicht in der Lage zu essen.

    Reinländerin: Schwierig zu erklären. Als erstes muss ich überzeugt sein, dass es so nicht weitergeht. Dann braucht es eine ganz klares Gespräch mit meinem Sohn und dann - siehe oben - darf ich mich nicht "reinziehen" lassen. So benommen wie du schreibst, hat sich mein Sohn ein paar Mal als er noch kleiner war. Dann verfrachtete ich ihn durchaus eigenhändig im Zimmer, sass auch mal eine Stunde davor und schickte ihn alle zwei Minuten zurück. Mittlerweile weiss er, wenn es mir wirklich ernst ist. Meine Tochter ist übrigens ein ganz anderes Kind. Bei ihr braucht es nie so Brachialmethoden.

    Ich möchte meine mittlerweile viel zitierte Aussage ins richtige Licht rücken. Sie bezog sich auf reinländerins Frage bzgl. brüllen, weinen, treten etc. und nicht auf das Thema Essen an sich. In unserer Familie wird das aufs Zimmer schicken zur allgemeinen Beruhigung der Gemüter praktiziert. Hat man sich beruhigt, kann man wieder am Familienleben teilnehmen. Auch ich verlasse hin und wieder den "Kriegsschauplatz" um mich zu beruhigen. Da mein Sohn und ich ähnlich aufbrausend veranlagt sind, geraten wir häufig aneinander, funktioniert das bei uns sehr gut. Und ja: Ich lasse mich nicht treten und mit Sachen bewerfen.

    VivaLaVida: Das ist bei uns seit jeher eine Regel. In der Küche herrscht keine Selbstbedieungen bzw. es wird vorher gefragt. Das funktioniert - bis jetzt - gut. Für 12 und 15jährige ist das sicher nicht mehr altersgerecht, für 7 und 8jährige aus meiner Sicht aber schon. Ich will nicht, dass sich die Kinder ans "Snacken" durch den Tag gewöhnen. Gegessen wird in erster Linie zu den Hauptmahlzeiten mit einem kleinen "Znüni" für die Schule und einem kleinen "Zvieri" nach der Schule.


    Und noch zum Schulessen: Selbstverständlich gibt es bei uns Extra-Essen/-Vereinbarungen für Kinder mit Allergien und Unverträglichkeiten, aber nicht für "Schnäderfrässigkeit", was ich durchaus verstehen kann. Wie sollen auch Mengen kalkuliert werden, wenn plötzlich 20% mit ihrem eigenen Essen antanzen? Ich weiss übrigens gar nicht, was es zu essen gibt, da ich gar nie im Hort bin, wo der Menuplan angeschlagen ist.

    Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch. Wir sprechen hier von zwei 6- und 10-jährigen Kindern, die an jedem Essen herummeckern, obwohl sich die Themeneröffnerin Mühe gibt, das zu kochen, was die Kinder auch wirklich mögen. Ich finde erstens, dass Kinder in diesem Alter verstehen können, dass man nicht nur seine Leibspeise essen kann, dass niemand Zeit und Lust hat, für jedes Familienmitglied ein eigenes Menü zu kochen und dass nicht nur die eigenen Bedürfnisse zählen, sondern auch die des Umfeldes. Ich hatte wie geschrieben vor einem Jahr eine ähnliche Situation mit meinem Sohn und habe zu den beschriebenen, sehr konsequenten Massnahmen gegriffen. Nach einer Woche war die Sache im wahrsten Sinn des Wortes gegessen und heute handhaben wir die Sache wieder pragmatischer. Ich habe auch nie geschrieben, dass ich irgend jemand gezwungen habe, irgend etwas zu essen. Auch habe ich keinem Vegi Fleisch vorgesetzt. Ich habe das gekocht, war er normalerweise mag und er konnte essen oder nicht. Gab es Spaghetti, Tomatensauche und Salat konnte er auch nur Salat und Tomatensauce essen. Das war mir völlig egal. Wie läuft es denn bei euch in der Schule? Hier gibt es am Mittagstisch das was es gibt - Essen selber mitnehmen bzw. Extrawürste sind nicht möglich. Meine Tochter mag oft das Fleisch nicht, Dann ist sie halt Reis, Gemüse und Salat - ohne Kommentare wie "wäh, gruusig". Weder sie noch sonst jemand hat damit ein Problem. Jedes halbwegs vernünftige Kind versteht doch, dass es nichts gibt, dass 30 bis 40 Personen gleichermassen schmeckt.


    Bedürfnisorientiert ist gut und recht - aber die Grenzen zwischen bedürfnisorientiert und sich auf der Nase herum tanzen lassen sind aus meiner Sicht fliessend.

    Es wird nie eine Lösung geben für alle und ich glaube auch, dass es Kinder gibt, die viele Lebensmittel nicht mögen. Mein Sohn war aber immer ein ganz passabler Esser. Mochte er etwas nicht, hatte es sicher eine Alternative im Kühlschrank. Er ist aber auch ein Kind, das immer wieder extrem Grenzen testet und dann braucht es eine glasklare Haltung. Heute ist die Sache im wahrsten Sinn des Wortes gegessen und wir halten die Sache wieder pragmatischer. Ich muss mich in diesen "Streng-Phasen" immer an der Nase nehmen, dass es mich nicht "reinzieht". Also wirklich nicht diskutieren/kommentieren, sondern ruhig nach den von mir aufgestellten Regeln vorgehen. Und klar: Mit fast erwachsenen Kindern ist es nochmals anders, das leuchtet mir auch ein.


    Reinländerin: Schwierig zu erklären. Als erstes muss ich überzeugt sein, dass es so nicht weitergeht. Dann braucht es eine ganz klares Gespräch mit meinem Sohn und dann - siehe oben - darf ich mich nicht "reinziehen" lassen. So benommen wie du schreibst, hat sich mein Sohn ein paar Mal als er noch kleiner war. Dann verfrachtete ich ihn durchaus eigenhändig im Zimmer, sass auch mal eine Stunde davor und schickte ihn alle zwei Minuten zurück. Mittlerweile weiss er, wenn es mir wirklich ernst ist. Meine Tochter ist übrigens ein ganz anderes Kind. Bei ihr braucht es nie so Brachialmethoden.

    Trin: Nein, ich meine das nicht ironisch. Mein Sohn hatte vor kurzem so eine Phase. Nichts war recht. Was heute gegessen wurde, wurde am nächsten Tag mit "wäh, grusig" kommentiert. So lasse ich nicht mit mir umgehen. Es ging sowieso mehr um Grenzen testen wie effektiv nicht gerne haben. Und ja: Es gibt halt nicht immer das Lieblingsessen und auch nicht für jeden eine Extrawurst. Das habe ich ihm so erklärt und ihn ganz klar auf die Regeln aufmerksam gemacht. Aufs Zimmer ging er genau zwei Mal und nach einer Woche hat sich die Esserei wieder normalisiert. Selbstbedienung in der Küche gibt es bei uns nicht und wenn er sein Taschengeld für Esswaren ausgeben will, soll er das tun. Es gab übrigens immer etwas, das er gern hatte. Mir war auch egal, wenn er nur Nudeln ohne nichts ass. Wie gesagt: Wir bestimm(t)en, was auf den Tisch kam, er was er davon isst und zwar kommentarlos (vor n beiden Seiten). Im übrigen finde ich, dass mein Sohn genug alt ist um zu verstehen, dass es nicht immer nur sein Lieblingsessen gibt, wir vier Personen sind in der Familie und auch ich Bedürfnisse habe - nämlich nicht jeden Tag stundenlang in der Küche zu stehen und jedem eine Extrawurst vorzubereiten.

    Ganz einfach: Du kochst, die Kinder entscheiden, was und wieviel sie davon essen. Wem es nicht passt, der kann bei der nächsten Mahlzeit wieder essen. Zieh das mal eine Weile knallhart durch und verbitte dir jegliche Diskussionen und Kommentare. Wer sich nicht daran hält, wartet im Zimmer, bis das Essen vorbei ist. Es ist erstaunlich, wie schnell sich das Problem gibt. Und nein: Gesunde Kinder verhungern nicht am gedeckten Tisch. Und selbstverständlich kochst du auch nicht Kutteln und Kalbskopf...

    Ribanna: In der Schweiz wird sämtliches MateriaL gestellt, eigentlich braucht es nicht mal ein Etui, die Kinder bekommen in der Schule eine Arbeitsschachtel, die dort bleibt. Einzig Turnsachen ineinem Turnsack braucht es. Dieser bleibt bei uns auch in der Schule.

    Selbst wenn ich wollte, könnte ich mit meinen Kindern nicht Hochdeutsch sprechen. Es ist nicht meine Muttersprache. Diese ist eindeutig Dialekt. Ich habe auch sehr Mühe, mit meinem Mann Hochdeutsch zu sprechen, wenn unsere deutschen Verwandten hier sind. Und klar sprechen wir Schweizer nicht so Hochdeutsch wie der Durchschnittsdeutsche. Man hört uns unsere Abstammung an, aber man hört auch bei den Österreichern, woher sie kommen. Ich finde das nicht schlimm.


    Und ich denke, in der Schweiz sind verschiedene Sprachen miteinander viel geläufiger. Bei Meetings in unserer Firma sprechen die Romands Französisch, die Deutschschweizer Hochdeutsch und die Tessiner entweder Französisch oder Hochdeutsch. Korrespondiere ich mit der Welschschweiz, schreibe ich Deutsch, sie Französisch.

    Hier würden alle Kopf stehen, wenn jemand verlangen würde, in der KiTa sei hochdeutsch mit den Kindern zu sprechen. Vor einigen Jahren wurde im Kanton Zürich sogar eine Volksinitiative lanciert, die verbietet, im Kindergarten (in der Schweiz die obligatorische zweijährige Vorschule) Hochdeutsch mit den Kindern zu sprechen und sie wurde sehr deutlich angenommen - ok, das finde ich nun auch etwas übertrieben. Ab der 1. Klasse wird konsequent nur noch Hochdeutsch mit den Kindern gesprochen, ansonsten ist die Alltagssprache in der Schweiz Dialekt (auch im Radio und Fernsehen) und jeder Immigrant muss da durch. Zu meiner Zeit wurde in der Schule noch wesentlich weniger Hochdeutsch gesprochen, aber zumindest schriftlich mache ich all meinen deutschen Arbeitskollegen etwas vor. ;) Und ja: Hier lernen die Kinder die erste Fremdsprache vom ersten Schultag an. Die ist eindeutig Hochdeutsch. Auch ich würde Hochdeutsch nicht als meine Muttersprache definieren, diese ist eindeutig Dialekt und hat ganz stark etwas mit Identität zu tun. Die allermeisten deutschen Kinder, die ich kenne, sprechen übrigens akzentfrei Dialekt und mit den Eltern astreines Hochdeutsch. Ich wäre also nicht zu sehr beunruhigt.


    Ludowica : Bei Wallisern und Berner Oberländern muss ich als waschechte Schweizerin auch gaaaaanz grosse Ohren machen, damit ich sie verstehe.

    Hier gibt es in der Kletterhalle Kinderboulderkurse, die meine Kinder zwei Mal besucht haben. Richtige Kletterkurse mit gegenseitigem Sichern sind erst ab 8. Wir haben dann einen Eltern-Kind-Kletterkurs gemacht, bei dem wir Eltern v.a. das Sichern lernten. Mir war dann auch klar, warum die Kinder fürs richtige Klettern etwas älter sein müssen. Man muss beim Sichern wirklich den Kopf bei der Sache haben! So ungefähr ab 10 Jahren bietet der SAC (Schweiz. Alpenclub) dann Kletterlager in den Bergen an. Da werden meine sicher mal hingehen, aber sie haben auch am Bouldern grossen Spass.


    Edit: Bei uns in der Halle kann man Gurt, Finken und Karabiner mieten. Wir haben uns dann Klettergurte gekauft, die Finken mieten wir weiterhin. Die Kinder wachsen dafür zu schnell.

    Ich habe vor 15 Jahren einem Fahrradfahrer erste Hilfe geleistet. Er war in einer verkehrsarmen Gegend an einem Sonntagmorgen nach einem Sturz ohne Fremdeinwirkung mit dem Kopf auf den Randstein geknallt. Der Helm war gespalten. Ich möchte mir nicht vorstellen, was mit dem Kopf passiert wäre, hätte er keinen Helm getragen. Seither bin ich selber nie mehr einen Meter ohne Helm gefahren.


    Was mir immer wieder auffällt ist, dass ich hier in der Schweiz praktisch nie Familien sehe, bei denen die Kinder Helm tragen, die Eltern aber nicht. In Deutschland sehe ich das oft. Ich finde, wenn wir Erwachsene nicht Vorbilder sind, müssen wir uns nicht wundern, wenn die Jugendlichen keineN Helm mehr tragen.