(Triggerwarnung) Geburtsbericht einer Freundin - KH-Alleingeburt eines Frühchens

  • So, ich habe lange überlegt, ob ich da was dazu schreibe, aber die Geschichte ist meiner eigenen (schlecht ausgegangen) einfach so ähnlich, dass ich mich damit auseinandersetzen möchte. Bin ja eigentlich auch bekennende AGlerin.


    Es ist im geschriebenen schwer zu beurteilen, wie stark ihre Blutungen so waren, ich bin auch nicht sofort ins KH, wissend, dass kein Arzt der Welt etwas dagegen tun kann, und habe es auch mit Liegen versucht. Die Blutungen hörten auch immer wieder auf, bei mir warens nur 3 Tage vor der starken Blutung. Wie sie dann mit dieser starken B noch 12 Std zu Hause bleiben konnte, kann ich jetzt nicht wirklich nachvollziehen. Vllt hätte man bei ihr mit konsequentem Liegen das ganze noch rauszögern können, aber wer weiß das schon #weissnicht . Zu den Blutungen kann ich noch sagen, dass man sich erschreckend schnell daran gewöhnt, wenn alles gecheckt wurde, kein großer Blutungsherd sichtbar ist und das Kind sich weiter bewegt. Das gibt einem ein gewisses Gefühl der (falschen?) Sicherheit. Normalität stellt sich ein.
    Dass sie im KH einer Schwangeren mit hohem Frühgeburtsrisiko Abführmittel geben, halte ich für grob fahrlässig.


    Ob ich unter diesen Umständen eine AG riskiert hätte, kann ich nicht sagen. Mir ist die Meinung bekannt, dass bei Extremfrühchen ein Überleben oder nicht einer vaginalen Geburt schon eine Vorentscheidung sei, ob es auch die Folgezeit überleben wird, und dass dem mit einem KS aus dem Weg gegangen würde, was aber die Überlebenswahrscheinlichkeit eher nicht steigere. Das hat auch mich bei meinen Entscheidungen beeinflusst. Ich denke, ich hätte in ihrem Fall zur Geburt gern nen KiA in Reichweite gehabt, die ersten Sekunden/Minuten können so entscheidend sein. Auf "Geburtshelfer" hätte ich aber locker verzichten können. Das im KH getrennt voneinander zu bekommen, ist aber wahrscheinlich geradezu unmöglich. Unter starken Blutungen hätte ich das aber eher nicht riskiert, Plazentaablösungsgefahr zu groß, da denke ich, dass sie schon eine Menge Glück hatte, das hätte auch anders ausgehen können. Aber sie hat auf ihre Intuition gehört. dass es gut gehen würde, und damit hat sie für sich richtig gehandelt. Das würde ich aber nicht für verallgemeinerbar halten.


    Ihr Kind hatte immerhin schon über 700g und damit fast 300g mehr als meins. Fruchtwasser auch noch vorhanden. Das ist ein entscheidender Unterschied...