Beiträge von Aomame

    Die Zuckerschote reflektiert über Geschlechterverhältnisse:
    "Alle sind Frauen." (Pause) "Nur nicht die Männer." (längere Pause) "Aber die können ja auch Frauen sein."

    Die Zuckerschote ist mitten in der Rollenspielphase angelangt. Meistens spielt sie Menschen aus ihrer Umgebung.


    "Mama, ich bin das kleine Tanjababy!"
    Kenne ich nicht, nur eine deutlich ältere Tanja. "Wer ist denn das Tanjababy??"
    "Das ist aus Baby gemacht. Das ist manchmal so, weißt du."

    Mein Mann hat seine eigenen thematischen Foren, in denen er unterwegs ist. Manchmal nehmen wir Forumskulturvergleiche vor und amüsieren uns beide. Aber ich erzähle auch dann und wann was, oder er schlägt vor, ich soll mal im Forum nachfragen. Ich glaube, ich wäre nicht hier, wenn es ausschließlich um Schwangerschaft--Geburt--Erziehung ginge, sondern ich mag die vielen Themen, das Persönliche und vor allem den Umgang und die Leute. Ihm geht es viel stärker um Themen, er fände das drumherum wahrscheinlich eher störend.

    Mal wieder Thema Schlafen:


    Die Zuckerschote fordert bei der Einschlafbegleitung "Der Mond ist aufgegangen" in Dauerschleife an, macht aber (im Gegensatz zu mir #schnarch ) nicht die geringsten Anstalten einzuschlafen. Nachdem ich bei der letzten Runde schon nur noch halbartikulierte Laute produziert habe und nicht sofort auf die Aufforderung nach einem Da Capo reagiere, fordert sie: "Mamaaa, Mond ist aufegangen!! Das schaffst du schon!"

    Zum Thema nicht müde sein:


    Das Zuckerschötchen liegt im Bett und kämpft mit der elendigen Müdigkeit, für die sie wirklich keine Verwendung hat. Der letzte Satz, den sie noch herausbringt, bevor ihr endgültig die Augen zufallen:


    "Mama, (was) kann man noch alles im Bett machen?"

    Die Erbse spielt Friseur und unterzieht mich einem umfassenden virtuellen Wellnessprgramm -- Haareschneiden, frisieren, schminken... steht dann vor mir und überlegt sebstkritisch, was sie noch optimieren könnte. Lippenstift passt nicht dazu. Rouge findet sie blöd. Hmm. Plötzlich eine Erkenntnis:
    "Ein Lächeln würde gut dazu passen, Mama! Die Falten da ziehen das alles so runter."


    (sagte ich nicht, ich werde alt #trommel )

    "Mama, ist dein Tshirt so dünn wie deine Strumpfhose?"
    "Nein, das ist ganz normaler Tshirtstoff, so wie deine Tshirts auch."
    "Hm. So dünn wie ein Rülpser also."


    Äh, ja. Ungefähr so vielleicht. #confused

    - es war eine verfaulte Orange

    :D Erinnert mich an ein Gespräch mit der Zuckerschote gestern. Sie hatte den Obstkorb ausgeräumt und eine sehr ordentliche Obstschlange über den Küchenboden ausgelegt ( #yoga ). Plötzlich hält sie mir stumm und anklagend etwas entgegen. Ich frage über die Schulter, was los ist, sie, ganz beherrscht, aber mit angeekeltem Gesicht: "ich glaube, Hange (=Orange) ist ein kleines bisschen matschig." Es war eine durch die Schimmelschicht noch notdürftigst zusammengehaltene Mandarine, deren Saft am Kind und am Boden entlang rann. Ich musste das beherrschte Understatement doch ziemlich bewundern.

    Seinerzeit hat mein von mir sehr bewunderter Klassenlehrer (6. Klasse) die Lobhudelei am Elternsprechtag mit der ultimativen Ehrung abgeschlossen: "She'll make a good wife to someone one day."


    Ich fand es etwas komisch, hab mich aber drüber gefreut, weil ich ihn total toll fand, und habe versucht, meine Fähigkeiten mal in diese Richtung umzuinterpretieren (meine Mutter hat sich glücklicherweise sehr aufgeregt, sodass mir eine Alternativinterpretation zur Verfügung stand, auch wenn ich es doof fand, dass sie ihn angegangen ist). Ich hoffe sehr, dass meine Kinder nicht an so jemanden geraten.

    Dem Zuckerschötchen ist der Becher umgekippt und sie matscht mit wissenschaftlichem Interesse in der Pfütze rum. Ich mosere über die Sauerei und dreh mich zur Spüle, um den Lappen zu holen. Das Zuckerschötchen, drohend: "Lass meine Sauerei Ruhe!"

    Ich hab schon wieder was (und hoffe, ich spamme den Faden nicht voll... #angst )


    1.) Mir ist das Deckenlicht zu grell und ich mache es aus. Die Schote erkundigt sich interessiert, warum ich es ausgemacht habe.
    Ich: "Das Licht hat mich geblendet"
    Schote, ernsthaft: "Geblendet? Ich glaube das war ich!"
    ((Dann läuft sie los, um die Marienkäfertaschenlampe zu holen und mir in die Augen zu leuchten...))



    2.) Das Schötchen verkündet: "Ich liebe Mama!" ( #love ) Die Erbse denkt intensiv nach, und teilt dann mit: "Ich liebe Paprikageschmack."

    Die Erbse wird gerade von ihrem Papa aktiv zum FC-Nürnberg-Fan sozialisiert. Heute hört er mit ihr zusammen die Radioübertragung: Nürnberg gegen Hannover, läuft aber immer wieder aus dem Raum, weil er nebenher rumräumt. Der Erbse fällt also die Aufgabe zu, ganz genau aufzupassen, damit sie nichts verpassen.


    Irgendwann fällt der Name des Nürnberger Torwarts -- Kirschbaum -- was sie beide amüsiert. Die Erbse will dann wissen, wie der Hannoveraner Torwart heißt, ihr Papa weiß es aber nicht und trägt ihr auf, genau auf den Kommentar zu hören. Plötzlich ruft die Erbse: "Papa, ich weiß es, der Torwart heißt Kasten!" -- ??? -- "Doch, ganz sicher! Der Mann hat gesagt, die Nürnberger haben haarscharf am Kasten vorbeigeschossen!!"

    "Papa trinkst du dein Benzin?"

    :D riecht vielleicht nicht so appetitlich...?



    Die Zuckerschote isst konzentriert Weintrauben. Als der erste Zweig säuberlich leergepflückt ist, reicht sie ihn mir herüber und kommentiert: "Tannenbaum brauch nich".

    Das Zuckerschötchen darf auf dem Spielplatz auch mal auf die Seilbahn und ist stolz wie ein Honigkuchenpferd. Die Erbse lobt enthusiastisch: "Ooooh! Das ist ja fast genauso toll wie wenn im großen Klo Pipi rauskommt!!!"

    Die Kinder haben es sich zur Aufgabe gemacht, das Kinderzimmer zu putzen, und bewaffnen sich mit einem Arsenal Waschlappen #augen
    Die Zuckerschote stellt bald fest, dass sie ihren Wirkungskreis im Rest der Wohnung deutlich erweitern kann, und sucht sich andere Orte. Die Erbse hatte aber auf Teamarbeit gesetzt und ruft, zunehmend verärgert, dass die Zuckerschote nicht wiederkommt: "Komm sofort her! Ich brauche deine Schrubbigkeit!!!"

    Die Zuckerschote klettert zum Essen auf ihren Stuhl, lässt sich schwer drauf fallen und seufzt dramatisch "Meine Güte!"
    Ich muss grinsen, weil ich mich ertappt fühle, und bestätige: "Ich weiß genau, was du meinst. Meine Güte."
    Die Zuckerschote, streng: "Nein Mama. Meine Güte!"