Suche: Bindungsverhalten Väter / Oxytocin

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  • Ihr müsst mir mal helfen.
    Ich gebe morgen Kurs (Geburtsvorbereitung) und da steht Oxytocin und was so alles dazu gehört auf dem Plan.
    Geburt, Intimspshäre, Bonding & Stillen ist soweit klar :D , aber wo bleiben die Väter?


    Hat jemand da mal irgendwie interessante Links, PDFs, irgendwelche netten Quellen?


    Denkt ihr, dass man schlussfolgern kann, dass bei Vätern, denen früher Hautkontakt mit dem Kind ermöglicht wird, ein "besseres" Bindungsverhalten zeigen?
    (Wie genau zeigt sich das?)
    Das ist nämlich das einzige was ich finde, dass Oxytocin bei Hautkontakt ausgeschüttet wird.
    Hm. Sehr allgemein, hm.
    Ansonsten finde ich bei Männern und Stichwort Oxytocin immer nur die kontrahierenden Samenleiter beim Orgasmus. Ganz toll.


    Wäre ganz froh über eure Gedanken dazu.


    LG, Millefolium

  • Ich habe leider keine wissenschaftlichen Quellen... :(


    In unserem Krankenhaus haben die Leute großen Wert darauf gelegt, dass mein Mann den Kleinen gleich auf die nackte Brust bekam (als Ersatz für mich quasi :D ). Auch das Füttern aus der Flasche (als ich nicht in die andere Klinik konnte wegen der OP) sollte er so oft wie möglich selbst übernehmen.


    Ich bin fest davon überzeugt, dass sich dies äußerst positiv auf die Vater-Sohn-Bindung ausgewirkt hat! Mein Mann wurde recht streng erzogen und trotzdem ist er selbst jetzt ein sehr "weicher", verständnisvoller und liebevoller Vater.

  • In diesem Buch steht (mit Nachweis), dass man die Oxytocin-Menge im Blut von Vätern deutlich erhöht gefunden hat, die bei der Geburt ihres Kindes anwesend waren und auch bei solchen, die auf einer Fläche mit ihren Babies schlafen - wenn auch nicht direkt daneben (d.h. nicht mit einem Baby im selben Zimmer, aber anderen Bett - sondern es muss schon das selbe Bett sein).


    Die Auswirkung des Oxytocins ist übrigens bei Vätern gekoppelt an die Verminderung des Testosteronspiegels, was wohl in Kombination für erhöhte Bindungsbereitschaft, Kümmern, liebevolle Zuwendung usw. sorgt.


    Letzteres hab ich neulich in einem englischen Artikel gelesen. Solltest du da eine Quelle brauchen, müsst ich kramen.

  • Ich habe irgendwo gelesen, dass bei frischen Vätern der Testosteron Spiegel niedriger ist. Das kann ja ähnliche Folgen haben ;-) . Kannste ja mal googlen wenn du nichts zum oxytocin findest.

  • Hallo


    Ich weiß nicht, ob dir das hilft:


    Nach der Geburt meines Sohnes war ich sehr erschöpft (hoher Blutverlust etc) und wollte nur noch schlafen.
    Ich hatte meinen Sohn ca. 2 Stunden lang auf dem Arm, habe gestillt und dann bin ich einfach sagenhaft weggeknackt #schäm
    Unser Kind war dann erstmal wach. Und während ich 8 h geschlafen habe (mit Stillen zwischendurch, klar) hat mein Mann den Kleinen die ganze Zeit auf dem Arm herumgetragen und mit ihm erzählt (#love).


    Tja dann war mein Kind an den Papa gebondet :D
    Wenn er geweint hat, war Papa zumindest für die ersten 4-6 Wochen Anlaufstelle Nr 1.
    Das fand ich ganz rührend.
    Also bei uns hat das Papabonding toll geklappt :)

    Viele Grüße von Iffebim


    (auch beim Stillen und unterwegs mit Shift-Taste ausgestattet #nägel )

  • Stimmt Iffebim!
    Jetzt fällt es mir auch wieder ein: Die ersten drei Monate konnte mein Mann ihn wesentlich leichter und schneller beruhigen als ich.

  • Liebe Millefolium,


    ich hatte jetzt keine Zeit genauer zu recherchieren, aber in meinst du zum Beispiel das:
    http://www.news-medical.net/ne…interaction-Research.aspx


    Da wird auf eine Studie zu Oxytocinlevels bei Vätern verwiesen die ähnlich denen der Mütter sind und die Wichtigkeit zeigt, dass Väter die Gelegenheit haben müssen mit ihren Babys zu interagieren. Der Taxt ist leider auf Englisch. Und ich krieg das link einfügen noch nicht richtig hin.
    Ich hoffe der link funktioniert und hilft dir weiter.

    Hagebutte,
    zwei Töchter 02/07, 07/09 und ein Sohn 3/13


    Das A klemmt, daher geht es hin und wieder verloren....