Mundmotorik Baby (ab wann klappt „kauen“ besser?)

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  • Hallo zusammen,


    Ich hatte irgendwo mal gelesen, ab welchem Monat/Entwicklungsschritt sich ungefähr die Mundmotorik bei Babies nochmal verändert, wodurch sie besser (halb-zahnlos) kauen können. Weiß das jemand?


    Wir sind hier so Verschlucke-Angsthasen. Am liebsten hätte ich einfach Brei gemacht, den mag das 2. Kindlein aber nicht. Trotzdem verschluckt er sich teils so fies (ich weiß, zum Teil normal), dass übers Knie legen und dann noch aus dem Rachen angeln nötig war. Insofern bin ich bei glitschig-schlubsigen Sachen, auch weich gekocht, nach wie vor zurückhaltend. Meist betrifft das Gemüse.


    Das Baby ist nun aber 8 1/2 Monate alt und will definitiv mehr. Das Kauen bessert sich auch ein wenig, daher suche ich nochmal nach dem Hinweis, was die nötigen motorischen Voraussetzungen waren, um besser kauen zu können. Vielleicht beruhigt das unsere elterlichen Nerven #angst und wir können entspannter die Vielfalt steigern.

  • Hmm, verschluckt das Kind sich denn wirklich oder würgt es nur, weil Essen auf der Zunge zu weit nach hinten gekommen ist? Der Würgerreflex liegt bei Babies noch weiter vorne, das verschiebt sich dann je älter sie werden und ist eigentlich ein sehr kluger Schutzmechanismus, sieht aber oft erschreckend aus. Wir hatten bevor unser Großer geboren wurde einen Baby-Erste-Hilfekurs gemacht und da wurden die Unterschiede zwischen Würgen und Verschlucken sehr anschaulich gemacht. Vielleicht würde euch das ja auch helfen?


    Wenn Babies selber Essen und kauen lernen ist das eigentlich sicherer, als wenn sie erst Brei bekommen, den man ohne Kauen wegschlürfen kann.


    War bei uns so mit Kind 1 (Brei, der stopft und schlingt auch heute noch und würgt dann öfters mal) und Kind 2 (nur Fingerfood, kann mich an Verschlucken nicht wirklich erinnern, ist so Typ Mäusehapse).

  • Nein, schon so, dass er dann keine Luft mehr bekam und es auch unheimlich still wurde. Brot geklumpt zum Beispiel (was er inzwischen gut beherrscht, aber das war für uns schon bedrohlich, mag natürlich auch an uns liegen).


    Bei uns hatte der große Brei bekommen, aß nie gern große Portionen und isst heute noch pro Mahlzeit wie ein Spatz, aber dafür dann gern 3 x mal bis halb in die Nacht 😫. der Kleine scheint gern mehr auf einmal zu essen, mag aber keinen Brei 🤷🏻‍♀️, genau umgekehrt. Da scheint es keine Regel zu geben.

  • Ah ok, ja still werden ist auf jeden Fall Alarmstufe Rot, wenn das häufiger vorkommt wäre ich auch besorgt. Isst er denn sehr schnell wenn er sich verschluckt oder liegt es eher daran, dass er nicht kaut?


    Brot geklumpt ist übrigens auch das was meinen 5jährigen oft zum Würgen bringt, wenn er mal wieder so schnell isst….da ist Vollkorn oder wenigstens Mischbrot auf jeden Fall besser als Toast oder Ähnliches.

  • Falls du bei Instagram bist, kann ich dir den Account „Solid foods“ empfehlen.

    Ich bin da auch so schissig und hab da viel mitnehmen können.

  • Die Entwicklung der Mundmotorik ist wie bei allem beim Kind - motorisch oder nicht - extrem individuell.


    Die Zeichen für Beikostreife fand ich persönlich nur begrenzt hilfreich. Der Zwerg hat sehr lange bei selbst mini-kleinen Stücken häufig gewürgt und das eine oder andere Mal verschluckt (und wie schon geschrieben wurde, den Unterschied sieht man).

    Auf die Essensauswahl achten ist eine gute Idee, Dinge die klumpen können in kleinen Portionen geben (z.B. Brot oder ähnliches) - geklumptes ist wohl häufig das Problem wenn es dann richtig ernst wird, weil sich das dann am Gaumen fest hängt und das Kind ggf. noch nicht die notwendige Motorik hat, dass selbst wieder zu lösen und irgendwann löst es sich dann als Klumpen als ganzes.

    Dann gibt es beim Schlucken noch eine physiologische Komponente. Und es gibt Kinder, da passiert diese Entwicklung recht spät und das kann ein Grund für häufiges Würgen und Verschlucken sein. Das läßt sich aber nicht so einfach selbst feststellen.

  • Hallo ihr Lieben, danke noch für Eure Antworten!


    Hier sieht es 3 Wochen später mit dem Kauen schon viel besser aus. Gedünstetes geht inzwischen prima. Seine Leibspeise neben Erdbeeren ist Bauernbrot mit Butter und der Hühnchenpaste, die eigentlich als Breizugabe gedacht ist.

    Leider schmäht er die liebevoll hergestellten gesunden Babypfannkuchen und -muffins. Kartoffel lieber nur ausgekocht aus der salzigen Suppe. Waaah, also salzig und nährstoffleer gekocht … Ein wenig schwer, ihm momentan wechselnde Kohlehydrate anzubieten. Naja, alles eine Phase und er stillt ja fleißig. Mal schauen, wie es weiter geht. 🙂