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  • Hier schreibt nochmal jemand etwas, was Sinn macht und was nicht

    Twitter

    „Es konnte bisher kein einzelner Giftstoff gefunden werden, der für das massive Fischsterben verantwortlich sein kann.“

    "Dagegen spricht der ungewöhnlich hohe Salzanteil, der in der Oder gefunden wurde."

    Ich glaube nicht, dass wirklich ein hoher Salzanteil vorliegt, denn dann haette man ziemlich leicht bei weiteren Analysen das 'Salz' ohne irgenwelche Fingerprints identifizieren koennen. Ich glaube, dass einzig von der hohen Leitfaehigkeit auf eine hoehe Salzkonzentration geschlossen wurde. Vielleicht liege ich aber total falsch, weil das Wasser ein paar 1000km weit weg von mir ist.

    Fuer Algen spricht eigentlich alles.

    Doch, man kann sogar mit einem FTIR viele unbekannte organische Substanzen identifizieren, Modifikationen feststellen, wenn man etwas Ahnung von Banden hat und wie sich diese verschieben koennen, je nachdem was noch so da ist. Ist wie ein Puzzle. Ohne 'Fingerprints' - mit einer Spektren- Datenbank kann das jeder trainierte Affe. Das waere allerdings nicht meine bevorzugte Methode hier, u.a. weil IR und Wasserproben mMn nicht sooo optimal zusammenpassen.

    UV-Vis funktioniert bei wassrigen Loesungen, aber wenn man nur bei 254nm misst (Orakle UV-254, der Name ist Programm)... auch bei einem breiterem Spektrum wird es wahrscheinlich schwierig, ganz eindeutig zu sagen, um was es sich handelt. Aber es sollte deutliche Hinweise geben.

    1. Schritt waere fuer mich, Wasserproben(!) an die Freunde aus der Biologie zu geben, damit die parallel gucken koennen. Ganz besonders bei den Onlineanalysen!!! In den Fischen was eindeutiges zu finden, ist viel schwerer, wenn nicht jemand gleich sieht, woran sie gestorben sind.

    2. Schritt: Probe trennen. Die Truebung laedt dazu ein. Dann Filtrat und Rueckstand getrennt untersuchen.

    3. Rueckstand und Filtrat sowohl bei 105 Grad in den Ofen und als auch Asche bestimmen. Die jeweiligen Rueckstaende weiter analysieren, je nachdem wieviel uebrig ist und wie der Rueckstand bei 105 Grad aussieht. Den kann man mal auf's FT-IR werfen.

    4. Filtrat in einen HPLC-MS/MS (oder einen GC-MS(/MS) mit Thermodesober) werfen. Die optimale Trennung ist dabei zunaechst absolut vernachlassigbar.

    Das waere mein spontaner Arbeitsplan fuer die ersten paar Stunden am 7/8 gewesen.

  • sophiek danke für die Twitterverlinkung. Finde ich sehr interessant. Mit Algen kenn ich mich ja leider gar nicht aus. Aber dass Algen in einem fließenden Gewässer so etwas verursachen können?? Der pH-Wert ist halt auch schon heftig.

    holly mit Tochter (07/03) und Sohn (06/06)

  • Algen oder bestimmte Bakterien, meine Wette.

    Aber woher so plötzlich?

    Wenn die Bedingungen ideal sind, ist die Vermehrung dieser Organismen hoch exponential.

    Vielleicht wurde durch das Nierdigwasser eine Sedimentschicht abgeschrabbt, vielleicht hat jemand gemass seiner Zulassung sein gesammelte Abwasser in die Oder gelassen. Die Abwasserklaeranlagen haben mit Sicherheit Probleme im Moment. Vielleicht hat ein Bauer sein Feld geduengt und dann bewaessert. Die Bedingungen sind z.Z. extrem, da kann jede kleine Veraenderung sehr starke Auswirkungen haben.

  • Ich habe null Ahnung und frage einfach ganz naiv, ob sich sicher irgend ein radioaktives Material ausschließen lässt?

    Also, wurde/wird darauf auch getestet?

    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe