• Reeza, danke dir.


    Die Vehemenz verstehe ich ebenfalls nicht.


    Als Info: Die Aktion ist nicht mit Rocketinternet verbunden, aber der Hauptinitiator von Einhorn (Waldemar Zeiler) war dort einmal Mitarbeiter (Funktion / Rolle mir allerdings nicht bekannt), ist dies aber seit 2015 nicht mehr.


    Klar, kann sein, dass hier “professionell Empörung genutzt wird”. Ich sehe das nicht.


    Ich finde die Idee wirklich gut, und möglicherweise ändere ich diese Meinung, wenn es gelaufen ist. Vielleicht ist das alles völlig daneben.


    Vielleicht ist es aber auch eine richtig gute Chance. Zunächst bleibe ich mal bei diesem Gedanken.


    Stichwort Insolvenz: Erst wenn das Crowdfunding erfolgreich war, werden überhaupt Verpflichtungen eingegangen. Natürlich kann eine Insolvenz entstehen. Dann wird im Zweifel Geld verloren. In diesem Fall 29,95. Das Risiko muss jede*r selbst entscheiden. Ist immerhin weniger, als wenn man bei Thomas Cook gebucht hätte :-)

  • Ich finde die Diskussion sehr spannend.


    Ich kannte die Einhorn Firma bisher daher, dass sie damit werben Wirtschaft neu zu denken und sich der "New Work Szene" zugehörig fühlen.

    Also Hierarchiearmut (ich sage bewusst nicht Hierarchiefreiheit), mitentscheiden was Arbeistzeiten, Gehalt und Urlaub angeht. Viel Teambuilding, etc.


    Den Gedanken,dass zwar das Geld zusammenkommt und ausbezahlt wird, aber danach dann die Stadt das Event nicht genehmigt, finde ich interessant. Was würde dann passieren?


    Das mit der Rocket Internet Vergangenheit war mir auch nicht bekannt. Da kommt mir direkt der fiese Gedanke "na dann hat er ja Erfahrung mit Scheitern und mit riesigen Investitionen ins leere".


    Ich wollte eigentlich nich mehr schreiben, muss ich aber auf später verschieben.

    Lg

    Annanita



    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • bei crowsfunding ist es doch prinzipiell so, dass man das Geld zurück bezahlt, wenn es nicht zustande kommt, oder?

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Ich habe ja schon weiter vorne im Thread hier geschrieben, dass ich mit dem Event ebenfalls gewisse Probleme habe.


    Aber wir sind eben nicht in einer Situation, mit der wir mit business-as-usual weiterkommen. Wir rasen seit 40 Jahren sehenden Auges in unseren Untergang. Und im Unterschied zu den letzten 39 Jahren ist jetzt WIRKLICH keine Zeit mehr für eine gemütliche Bremsung.


    Wenn in dieser Situation jemand kommt und sagt „ich will das ändern“, dann finde ich es erst mal völlig glaubwürdig, wenn dabei was ausprobiert wird, was bisher noch nicht ausprobiert wurde. Weil: Was wir bisher schon ausprobiert haben, funktioniert ja nicht.


    Das muss jetzt noch lange nicht heißen, dass diese Veranstaltung so funktionieren wird und Erfolg hat. Aber man sollte zumindest mal zur Kenntnis nehmen, dass jeder Mensch unter 50 (und jeder Mensch über 50 der aus anderen Gründen ein Interesse am Fortbestand der Menschheit hat) motiviert sein könnte, so eine Veranstaltung aufzuziehen OHNE dass es ihm um Geld oder persönlichen Ruhm geht.

    Ich weiß nicht, ob das hier so ist. Aber es wäre vernünftig und es ist nicht völlig unwahrscheinlich.


    Es gibt viele Menschen, die wo arbeiten oder gearbeitet haben, wo gut bezahlt wird, dabei möglicherweise auch Schweinkram selber gemacht haben, und trotzdem nicht verderbt bis ins Mark sind.

  • bei crowsfunding ist es doch prinzipiell so, dass man das Geld zurück bezahlt, wenn es nicht zustande kommt, oder?

    Es gibt verschiedene Formen des Crowdfundings.

    Die hier am weitesten verbreitete ist das mit einem Fundingziel, und einer Frist. Und wenn das Fundingziel zu der Frist nicht erreicht ist, wird kein Geld ausbezahlt und die Crowd behält ihr Geld.


    Grubdsätzlich gibt es aber auch andere Formen die man unter Crowdfunding zusammenfasseen kann, z.B. Formen bei denen das Geld auch ausgezahlt wird, wenn das Fundingziel nicht erreicht wird, oder Formen wo das Geld der Crowd nur eine Leihgabe ist, und irgendwann zurück erstattet wird.

    Diese haben sich nur auf dem deutschen Markt nicht so durchgesetzt, dürften meines Wissens nach aber auch als Crowdfunding bezeichnet werden.

    Müsste aber immer dabei stehen.



    Aber was ich meinte ist: wenn das Fundingziel erreicht würde, dann wird das Geld ja ausbezahlt. Und dann ist startnext ja raus als Vermittler ab dem Zeitpunkt.

    Wenn dann ein paar Monate/Wochen später feststeht, dass das Event nicht stattfinden kann, weil es nicht genehmigt wird, was passiert dann?

    Dann ist ja ein ganzer Teil des Geldes schon für Organisation und Werbung, etc. Weg.


    Wäre ja auch bei anderen Crowdfundingthemen interessant: wenn jemand Schuhe herstellen will und das über Crowdfunding finanziert, das klappt, sie das Material anschaffen von dem Geld und dann das Patentamt kommt und sagt, sie dürfen die Schuhe nicht produzieren, weil sie zu große Ähnlichkeit mit einem Patent haben. Was passiert dann?

    Lg

    Annanita



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    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Wäre ja auch bei anderen Crowdfundingthemen interessant: wenn jemand Schuhe herstellen will und das über Crowdfunding finanziert, das klappt, sie das Material anschaffen von dem Geld und dann das Patentamt kommt und sagt, sie dürfen die Schuhe nicht produzieren, weil sie zu große Ähnlichkeit mit einem Patent haben. Was passiert dann?

    Da passiert nichts.


    Crowdfunding ist immer eine Risikoinvestition und du hast nie einen Anspruch auf Gegenleistung.


    Aber üblicherweise sind die Alternativen: es kommt zustande und du kriegst dein „Dankeschön“ oder es kommt eben nicht zustande. Betrugsfälle oder Fälle, wo was schief geht sind selten.

  • Ich habe an sich mit Crowdfunding kein Problem. Und auch lasse ich mich gern positiv von den einhörnern überraschen. Ich würde es mir sogar sehr wünschen. weil alles andere macht mir große Angst - wenn jemand in der Lage ist, mit dem richtigen Wording und ausreichend Geld im Hintergrund soviel Masse an Menschen und Aufmerksamkeit zu erreichen... Ich hoffe immer Revolution geht vom Volke aus, so habe ich das mal gerlernt :-) Das hat sich schon in der Historie mehrmals als Trugschluß erwiesen.


    Wie gesagt, das ist mein Metier und das Vorhaben kommt so blauäugig daher, dass ich meine Zweifel im Hinterkopf nicht ausschalten kann.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • Aber muss eine Risikoinvestiton nicht als solche gekennzeichnet werden? Ich werde weder bei den Kampagnen selbst noch in den Nutzungabedingungen darauf hingewiesen.

    Lg

    Annanita



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    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*



  • Ich seh das immer noch nicht ...


    wozu das crowdfunding starten, wenn man es dann gegen die Wand fahren lassen will ?

    Hilf mir mal beim denken ...


    bei den Petitionen werde ich definitiv dabei sein, einmal um meine Erfahrung von unserer E Petition von diesem Jahr einzubringen, und natürlich um meine eigenen Ideen vorzuschlagen, ich hab da eine ganz konkrete Petition bereits im Kopf .

    Zu den Treffen kann jeder kommen, es werden einige Scientisten dabei sein, die für die fachliche Beratung enorm wichtig sind, und natürlich auch FFF, der Bund und einige andere NGOs, die bei den bisherigen Treffen auch schon dabei waren .

    sollte es tatsächlich noch klappen, dann geb ich dir gerne Bescheid , wann das nächste Orga Treffen stattfindet, dann gehen wir zusammen hin und du kannst mit deinen Erfahrungen auf die möglichen Fallstricke in der Vorbereitung der Veranstaltung hinweisen.

    Für solche kompetenten Hinweise sind sie bestimmt dankbar.


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

  • dann sag doch mal: warum ist es nicht möglich jetzt schon an den Petitionen zu arbeiten? Für was brauchts da eine Veranstaltung?


    Wenn konkreteres steht, kann man immer noch tickets verkaufen.


    Wie schauts aus mit internationaler Vernetzung? Ob das auch irgendjemand nur interessiert, wenn da ein paar Leutchen im Olympiastadion sind?

    Das ist ein weltweites Problem. Die Chinesen und Amis beeindruckt das sicher nicht.


    Ich meine sowas kann man organisieren, ohne dass man da vorher Millionen einsammelt. vor allem da ja da angeblich so viele ehrenamtlich arbeiten.

    Für was brauchts also die Kohle?


    Das stinkt nicht nur aus einer Ecke

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Für was brauchts also die Kohle?

    Zitat aus der Startnext-Beschreibung:

    Eine Großveranstaltung inkl. Stadionmiete, Security, Bühne, Technik, Gema etc. kostet eine Menge und deswegen müssen wir mind. 60.000 Tickets verkaufen.

  • claraluna , zum Thema Petitionen hatte ich das schon mal erklärt , das ist wirklich ein wahrer Kraftakt, das hab ich in der PM auch nochmal so beschrieben :


    https://www.openpr.de/news/107…20-im-Olympiastadion.html


    Der EKD hat drei Monate Vorlauf für die Tempolimit Petition gebraucht und mehrere Menschen in Vollzeit dafür beschäftigt.

    Das läuft nicht einfach von allein.

    Wir haben bei der Vorbereitung geschlafen und brauchten dann mehrere hundert Menschen , um es dann noch zu schaffen.


    klar geht alles auch ohne Petitionen.

    Ich hab es jetzt in Berlin geschafft, über den Landeselternausschuss einen Beschluss in den Senat einzubringen, dass jede Schule einen Klimaschutzbeauftragten und einen Klimaausschuss bekommt, um die immensen Energiekosten zu senken und somit CO2 einzusparen, da liegt wahnsinnig viel Potential , man muss es nur tun.

    Aber das ist nur hier in meiner Berliner Blase, sowas muss flächendeckend passieren.


    klar, Klimaschutz ist ein weltweites Problem, aber ich muss schauen, wo meine Möglichkeiten liegen, etwas dafür zu tun.
    die sind zur Zeit für mich hier in Berlin, in meiner Schule, meiner Kita, meinem Bezirk, meiner Stadt, darüberhinaus wird es schon schwierig.

    Um da wirken zu können , braucht es Petitionen .

    Um weltweit wirken zu können, muss man Vorbild sein, und daran versuche ich zu arbeiten.


    schaut euch die Niederlande an!

    Heute beschlossen , 2020 werden sie 25% von ihrem CO2 runterfahren !

    Das ist Wahnsinn !

    Und nur weil alle zusammen das wollen , beschließen und durchsetzen !

    SO muss es laufen!!


    die Kohle braucht es für das Olympiastadion, so ein Event bekommt man nicht für lau.

    30€ für ein Konzertticket ist auch schon untere Kategorie.


    ich selbst und viele ehrenamtliche in meinem Umfeld zahlen viel für ihre eigene Arbeit aus ihrer eigenen Tasche . Die Mobilisation, Demos, Veranstaltungen etc... das zahlt sich nicht von allein, das muss man selbst tragen.

    Ende Januar gibt es eine 2 tägige Großveranstaltung von Klimaschutzorganisationen in Berlin von einem Parent organisiert , er muss 50€ für die Teilnahme nehmen, weil er sonst drauf zahlt.

    https://parentsforfutureberlin…sions-for-climate-summit/


    ich finde es schlimm, wie sehr der Klimaschutz immer wieder in Frage gestellt wird, sobald Geld ins Spiel kommt. Herr Rossmann hat 500.000€ in Bücher für den Klimaschutz gesteckt und einen Shitstorm dafür ertragen müssen.

    Einfach schrecklich, dass Menschen mit viel Geld wirklich nix gutes tun können, ohne dass ihnen das vor den Latz geknallt wird.

    Einfach schade und bremst so ungemein viel aus.


    Für die einen ist das Glas halbleer,
    für die anderen ist es halbvoll,
    und ich freu mich schon, wenn überhaupt etwas drin ist !!
    :D

  • claraluna , zum Thema Petitionen hatte ich das schon mal erklärt , das ist wirklich ein wahrer Kraftakt, das hab ich in der PM auch nochmal so beschrieben :

    also ist das Geld jetzt für die Petitionen oder für die Veranstaltung?


    Was man mit dem Geld alles machen könnte,.... konkrete Maßnahmen gleich umsetzen

    anstatt ein... wir sind so toll und engagiert Event zu organisieren...


    Wäre da zumindest irgendeine vertrauenswürdige, bekannte Person mit am Start....


    na ja... muss weg... für die, die ihr "im Kleinen" so engagiert seid... finde ich tausend Mal besser... Danke dafür

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Nele

    Bitte versteh mich nicht falsch, ich finde die Bewegung rund um fff wunderbar. Wirklich, alle Beteiligten haben meine Hochachtung.


    Aber, ich habe nun zufällig genau mit der Umsetzung von grossveranstsltungen 3x zu tun gehabt. So undurchsichtig und zeitlich begrenzt, ist das nicht möglich. So arbeiten schon die Behörden nicht hier. Zudem geht das Wort in der Branche nicht rum. Allein die Vergabe von Aufträgen in der Größenordnung müsste europaweit erfolgen. Auch wenn das durch die location derzeit erfolgt, mich wundert dass ich davon aus meinem "muttiforum" erfahre.


    Also recherchier ich etwas und stoße auf merkwürdige Verbindungen in Strukturen, die mir nicht gefallen. Menschen, die sehr intransparent digitale Medien zur Bereicherung und "imperien"bildung nutzen.


    Dann schau ich mir die Puzzleteile an :


    Fakt ist viele Menschen werden dazu gebracht Geld für eine Sache zu geben, die nicht umsetzbar ist.

    Diese marktforschung kostet die initiatoren nur ihren eigenen Aufwand.


    Man wird aus dem Scheitern der Kampagne viel ableiten können.


    Mich gruselt es.

    Life is a mountain - ride it like a wave

  • was wird man aus dem Scheitern denn ablesen können konkret?ich verstehe einfach nicht, worauf du hinaus willst.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Allein die Vergabe von Aufträgen in der Größenordnung müsste europaweit erfolgen.

    Sagt wer?Müsste wozu?


    Das sind keine Steuergelder, die hier verwendet werden, und hier hat auch niemand Gemeinnützigkeit behauptet.

  • Dass das "nicht umsetzbar" wäre, sehen die Eigentümer / Betreiber des Olympiastadions offensichtlich anders. Die sollten ja durchaus belastbare Erfahrungen mit Großveranstaltungen haben.


    Das Stadion wurde reserviert!


    Dass in den Raum stellen von unbewiesenen Behauptungen als Fakten fängt an mich zu ärgern.


    Aber - wahrscheinlich stecken die Betreiber des Stadions in der Marktforschungsverschwörung mit drin.

  • Ich kann das schon verstehen, dass man angefressen reagiert, wenn jemand daherkommt und meint, etwas einfach so etwas zu selber regeln zu können, was man ansonsten für teuer Geld als Dienstleistung an Kunden verkauft. An Kunden, denen man bisher versichern konnte, dass sowas NOCH NIE jemand ohne Profis geregelt hat.


    Allerdings würde ich behaupten, dass es keine existenzielle Bedrohung für die Branche der Eventmanager (oder wie auch immer da die korrekte Bezeichnung lautet) darstellt, wenn das mal jemand selber macht. So wie es auch nach wie vor Reisebüros, Wäschereien und Konditorinnen gibt.