SLP: Spielzeug - sortieren oder nicht?

  • Beim aussortieren: wir haben es das letzte mal so gemacht, als sie Sachen aus dem Keller wollten, dass sie selber doppelt so viele Sachen aussortieren mussten und sich dafür was im Keller aussuchen konnten.

    Einiges davon haben wir einvernehmlich in einem Körbchen auf die Strasse gestellt, damit andere Kinder in Corona auch was zum spielen haben.

  • Hallo,


    Als die Kinder kleiner waren, habe ich versucht, das Chaos überschaubar zu halten, indem ich die Sachen in verschiedene Themenkisten gepackt habe. Dann stand die Briobahn unten und dafür die Kiste mit dem Duplo auf dem Schrank.


    Sie konnten jederzeit darum bitten die andren Sachen runter zu bekommen, um z.B. aus Duplo eine Brücke für die Briobahn zu bauen, aber in den meisten Fällen war es eher "Aus den Augen, aus dem Sinn". Und wenn dann mal gewechselt wurde, wurde das "Neue" intensiver bespielt.


    Das was unten war, durfte auch durcheinenderkommen, irgendwie war es logisch, daß die Tiere ein Haus aus Bausteinen brauchten und sich die kleinen Teile eines Steckspiels wunderbar als Futter eigneten ...


    Bestimmte Sachen kamen eh nur saisonweise herunter, das Puppenhaus und den Kaufmannsladen gab´s ganz klassisch jedes Jahr am Heilig Abend, die wurde nach der Bescherung aufgedeckt, oft mit einem kleinen neuen Zubehör. Sie blieben so lange, wie es gut bespielt wurde, dann wanderte es wieder auf den Boden (bzw. bei mir als Kind auf den elterlichen Schlafzimmerschrank), bis zum nächsten Weihnachten. Ich denke, wenn sie wirklich danach gefragt hätten, hätte ich ihn sicher auch zwischendurch geholt, aber irgendwie war es nie der Fall, das gehörte einfach fest zum Weinhachtsritual.


    Aufräumen - wollte ich, daß es ordentlich ist, lag es auch an mir, dafür zu sorgen. Das heißt nicht, daß ich es alleine gemacht habe, sondern ich habe natürlich vorgeschlagen, die Zimmer gemeinsam "schön zu machen". Mal wurde es angenommen, mal nicht. Wir haben viele verschiedene Aufräumspiele gemacht, das machte es unterhaltsamer und kurzweiliger. Generell klappte es besser, immer mal 5 Minuten aufzuräumen als einmal das Zimmer am Stück. Allerdings führter das auch dazu, daß es nie "ordentlich" im üblichen Sinne war. Aber damit konnten die Kinder recht gut leben, die störte das beim spielen nie.


    Als sie älter wurden, ist das nach und nach eingeschlafen und irgendwann waren die Zimmer ihre Sache. Ich hab angeboten zu helfen, mehr nicht.

    Was ich niemals gemacht habe - und was meine Kinder mir auch sicher nicht verziehen hätten - war, ohne ihr Wissen aufzuräumen und dann vielleicht gar noch Dinge wegzuwerfen.


    Das haben sie irgendwann von ganz alleine gemacht (Anfang der Pubertät). Da bekam ich dann plötzlich kistenweise Zeug hingestellt mit den Worten: "Schau mal, was du davon noch für den Hort gebrauchen kannst, der Rest kann weg!".

    Das war der Moment wo ICH dann schlucken musste, weil oft auch sehr geliebte Dinge dabei waren...


    In den gemeinsam genutzten Räumen haben wir es so gehalten, daß üblicherweise Freitags die Spiellandschaften aufgeräumt wurden (Freitags wurden die Tiere ausgemistet, die Stube aufgeräumt und dann gab es Film und Pizza...) . Aber oft genug fand ich selber die Sachen so grandios, daß wir uns drauf geeinigt haben, nur herumliegenden Kleinkram zu beräumen und den Rest stehen zu lassen.


    Also - ziemlich teilweise chaotisch zugegebenermaßen. Aber für uns war es OK so und hat uns am Ende weniger gestresst als ständiges Ordnung halten. Wem es anders geht, der wird andere Wege finden.


    Na ja, inzwischen sind sie groß und manchmal vermisse ich es sogar, über Kaplabauten und Playmowelten zu steigen... ;):D


    Das einzige, womit ich wirklich knipselig war, waren Bücher und Tischspiele. Mit Büchern gingen meine Kinder in der Regel sehr pfleglich um und Tischspiele lagerten bewusst nicht im Kinderzimmer, denn meine kreativen kinder hätten mit Sicherheit die Spielfiguren und auch die bunten Spielpläne für andere Dinge gebraucht. Kann ich verstehen, wollte ich aber nicht. Also langen diese Spiele im Stubenregel.


    Langer Rede kurzer Sinn: Im Alter von luxa-rosenburg s Kindern würde ich versuchen, ein "Rotationssystem" einzuführen und so die Menge etwas reduzieren.

  • Wir haben seit dem ersten Geburtstag das Ritual vor Weihnachten und vorm Geburtstag einmal Grund zu reinigen (jedes bisschen auszuwischen und begutachten) und auszusortieren dass Platz ist für neues.

    Das ist für den muk so Normalität dass er das schon selber einfordert.

    Aber: der mukpapa und ich sortieren auch selber immer großzügig aus, so 4-6 mal im Jahr gehen wir alles durch. Er sieht und erlebt regelmäßiges aussortieren als Gewohnheit.

    Er selber trennt sich dann auch leicht von Dingen und freut sich eben auf neues, für das neue Alter passendes.

    Solang wir uns begleiten...durch Sturm und Gezeiten...durch Ebbe und Flut...dann bleibt alles gut...#herz

  • Wie alt ist er denn?

    Ich schrieb doch nicht "trennen" vom Spielzeug im Sinne von wegwerfen.

    Sondern ich meine damit die Menge des gleichzeitig im Kinderzimmer für die Kinder erreichbaren Spielzeugs reduzieren.

    Eben durch thematische Kisten (wir haben ikea stuva und noch ein regal im keller).


    Und wenn mehrere Themen gleichzeitig gebraucht werden fürs Spielen, ist das ja ok. Aber es gibt eigentlich immer irgebdwas, was seit Tagen nicht abgeschaut wurde.. Das kommt dann runter.

    z. B. sind derzeit im Keller bzw auf dem Schrank :

    - Puzzle

    - Playmobil

    - Schaukelpferde

    - Spielkücheninhalt

    - play mais und Bügelperlen

    - *äh* da stehen noch mehr Sachen, die mir grad nicht einfallen.


    Im Kizi sind:

    - Brio

    - Duplosteine

    - Holzbausteine und Tiere

    - Constructo

    - Autos mit Strassenteppich

    - Brettspiele im Schrank weiter oben (sonst wären die vom Kleinkind gefleddert)

    - Puppenzeugs

    - sehr viel Verkleidung (wird seit Wochen wirklich JEDEN Tag genutzt)


    - Knete, Bastel- und Malsachen und Bücher sind immer da.


    Erst gestern wurde puppe mit Puppenwagen, Kleidung, Bügelbrett nach oben geholt. Und etwas Lego aus dem Schrank geholt (muss wegen Kleinteilen eh gesondert gelagert werden).

    Dafür die Autokiste nach unten.

    Liebe Grüße
    Martina


    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Kontextfrei Danke für Deine Schilderung! Mein Sohn ist 7, und für ihn fühlt es sich nach Trennung an, wenn ihm die Möglichkeit genommen wird, jeder Zeit seine Sachen nutzen zu können. Natürlich gibt es Dinge, die nur phasenweise bespielt werden, aber ich weiß vorher nicht, wann das sein wird und in welcher Kombination. Insofern kommt so eine Lösung wohl für uns nicht in Betracht, auch wenn sie aus meiner Sicht toll wäre.

  • Bei uns es ist so, dass Dinge, die aus den Augen sind, auch nicht mehr verlangt werden. Deshalb haben bei uns "rotierende Kisten" keinen Sinn gemacht.

    War mal etwas auf dem Dachboden, dann blieb es auch da.


    Ich will einfach Mut machen, genau hinzusehen, was passt wirklich zu uns und unserer Familie.


    Manchmal hört sich etwas bei anderen Familien so toll an. Manchmal lieben andere Kinder gewissen Spielsachen heiss und innig. Manchmal gefällt einem als Erwachsener manche Spielsachen total, oder man hat selber schöne Kindheitserinnerungen an diese Art von Spielsachen.


    Rückblickend denke ich, dass meine Kinder teilweise völlig überfordert waren, von der "Fülle" die ich ihnen bieten wollte. Und weil sie überfodert waren, war ich es schlussendlich auch.


    Sie sind, so denke ich heute, eher so die "Basic" Kinder. Wahrscheinlich hätte ihnen, ein eher leerer, strukturierte Raum mit wenigen Basic-Spielsachen besser getan als der ganze gutgemeinte Fitzelkram von Lego über Playmobil, Schleichtiere, Spielzeugautos, Puppenstube, Verkaufsladen, Kinderkochherd, Fillys, Barbies, usw.


    :)

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Hallo,


    Bei uns es ist so, dass Dinge, die aus den Augen sind, auch nicht mehr verlangt werden. Deshalb haben bei uns "rotierende Kisten" keinen Sinn gemacht.

    War mal etwas auf dem Dachboden, dann blieb es auch da.


    Das war bei uns ganz verschieden. Manches haben sie von alleine irgendwann angefragt (allerdings standen die Kisten auch nicht auf dem Dachboden sondern sichtbar im Kinderzimmer ganz oben auf dem Regal) , anderes habe ich nach einer Weile aktiv angeboten, wenn ich dachte, es könnte zum aktuellen Spielinteresse passen oder wenn ich das Gefühl hatte, das aktuelle Spielzeug ist nicht mehr so spannend.


    Und es klappte generell nur, so lange die Kinder klein waren, also so im Alter der Kinder von luxa-rosenburg. Später, so ab Ende Kindergartenalter wollten sie es nicht mehr so machen und das war dann genau so OK. Nur halt noch etwas chaotischer.



    Zitat

    Ich will einfach Mut machen, genau hinzusehen, was passt wirklich zu uns und unserer Familie.

    Manchmal hört sich etwas bei anderen Familien so toll an.


    Ja, das stimmt. Ich finde es bewundernswert, wenn andere Familien es schaffen, täglich komplett aufzuräumen. Oder wenn ich irgendwo sehe, daß Lego nach Farben und Größen sortiert ist. (Für meine war Lego immer nur "Zubehör" und nie "Selbstzweck" und "in der Kiste wühlen" gehörte als fester Bestandteil zum Spiel mit Kleindingen (Playmo, Schleich...) dazu).


    Ich finde auch klar strukturierte Zimmer mit wenigen, aber hochwertigen Dingen schön - aber ich hatte nie das Gefühl, daß meine Kinder sich am eigenen Chaos störten oder dadurch zu abgelenkt waren.um phantasievoll zu spielen. Eher im Gegenteil, als "Rollenspieler" wurden sie durch die Dinge, die sie zwischendurch entdeckten eher inspiriert und haben irgendwie alles miteinende "verwoben". So sind Kinder auch da ganz verschieden.


    Und bei 4 Kindern und einer großen und lieben Verwandschaft wäre "wenig" nur gegangen, indem ich großzügig Geschenke aussortiere und wegwerfe oder weiter verschenke - etwas, was meine Kinder ganz furchtbar gefunden hätten, es waren schließlich ihre Sachen.

  • Ok ich habe nur ein Kind. Bisher habe ich es so gemacht, dass wir in sehr regelmäßigen Abständen alles sortieren ich eine Grundordnung angelegt habe und diese weitestgehend gehalten wird. Ich versuche das nicht zu verkrampft durch zu setzen und es wird sehr dankbar angenommen.

  • Sortieren und die sich anschließenden 60 Minuten, in denen die Kinder selig sind, dass alles so schön übersichtlich ist und sie es gründlich umsortieren, nutzen, um gemütlich die Steuererklärung zu machen die Beine hochzulegen und einen Kaffee zu trinken.

    "Stay afraid, but do it anyway. What’s important is the action. You don’t have to wait to be confident. Just do it and eventually the confidence will follow." Carrie Fisher

    LG Matilda mit Tochter (08/2004) und Sohn (09/2015)