Was kann das nur sein? Schwellung unterm Ohr

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  • Hallo ihr lieben RabInnen,

    ich weiß langsam nimmer weiter ... komm einfach nur schwer wieder auf die Füße.

    Vor ca. 4 Wochen hatte ich die Grippe. Nach zwei Wochen hat sich dann eine Schwellung unter meinem Ohr gebildet. Da ich schon früher immer wieder Ohrspeicheldrüsen Entzündungen hatte mit dicker Backe und wusste, dass Ibu hilft, hab ich die genommen. Es wurde aber nicht besser. Also ab zur Ärztin; die meinte nur: ja, das ist ein geschwollener Lyphknoten (sie hatte sich das kaum angeschaut) - das geht wieder weg. Es ging aber nicht weg und tat höllisch weh und wurde auch dicker. Gestern war ich wegen Eisenmangel auf ihr Geheiß hin bei der Hämatholgie, wurde gründlichst untersucht:

    Blutwerte sind viel besser seit der 1. Infusion mit Eisen

    Unltraschall: Organe UND Lymphkreislauf sind tippitoppi. Also KEIN geschwollener Lymphknoten. DerArzt war ratlos, vermutete irgendweine Ohrengeschichte, also Überweisung zum HNO.

    Da war ich heute: keine HNO Geschichte, keine Speicheldrüsen Entzündung. Ohr ist absolut unauffällig.

    So, er sei ja nicht vom Fach, aber er vermute eine Zyste am Kieferknochen ... er verschrieb mir also eine antibiotische Salbe, die soll ich 3x tägl. aufschmieren (obwohl nur 1x tägl. im Zettel steht)

    Ich weiß nicht recht, ob es das ist. Googel (ich weiß - soll man ja eigentlich nicht) spuckt ganz andere Bilder und Beschreibungen dazu aus. Ich glaub nicht so recht dran.

    Der HNO wusste auch nicht, zu welchem Arzt er mich noch schicken könnte.

    Ich dachte, ich frag jetzt mal hier, vielleicht hatte das jemand von euch ja auch schon mal? Oder kennt jemanden? Der jemand kennt?? ich hofffe, ihr könnt mir helfen. Es sind ja auch ein paar Ärzt*innen hier unterwegs.

    Es fühlt sich an wie ein Knoten und ist gefühlt so groß wie ne Walnuss. Von außen kaum zu sehen, sichtlich nix entzündet oder rot. Aber von innen tuts sehr weh. Backe ist nicht dick; der Knubbel hat sich schön quasi hinter/knapp unter das Ohrläppchen platziert in diese Kuhle wo dann der Kiefer auch anfängt

    "Das Leben ist nicht das Warten auf das Ende des Sturms...

    Es geht um das Tanzen im Regen."

    Vivian Green

  • Oh weh, du Arme!

    Das erinnert mich an meine Nichte: Infekt gehabt, kurz darauf dicke Beule hinterm/unterm Ohr plus große Schmerzen.

    In der Klinik wurde dann ein Lymphknotenabszess festgestellt und nach erfolgloser, intravenöser Antibiose operiert.

    Ich will dir ja keine Angst machen, aber es hört sich für mich ähnlich an.

    Ich würde in eine HNO-Ambulanz ins Krankenhaus fahren.

    Gute Besserung!

  • Zahnarzt wäre meine erste Anlaufstelle, wenn es eher im Mundraum ist.

    hmmm, ja also wirklich im Mundraum ist dieses "Ei" eben nicht. Eher so am Kieferrand außen. Im Mund tut auch nix weh oder so

    Haben sie die Schwellung auch geschallt?

    Ja, bei der hämathologischen Untersuchug wurde alles geschallt und eben nix gefunden. Alles völlig unauffällig im Lymphsystem

    In der Klinik wurde dann ein Lymphknotenabszess festgestellt

    Waaah, das hört sich echt fies an. Aber das hätten sie doch beim US sehen müssen, oder nicht?

    Ich würde in eine HNO-Ambulanz ins Krankenhaus fahren

    Ja, an sowas hab ich auch schon gedacht. Wobei der HNO heute ja eigentlich auch diese Fachrichtung war. Aber im KHS haben sie vielleicht noch mehr Möglichkeiten und können mich gegebenenfalls dann auch weiter in die nächste Fachabteilung schicken ...

    Kann ich da einfach so am WE aufschlagen oder brauch ich nen Termin? Dann wird das vmtl. länger dauern bis ich hin kann.

    Und in 2 Wochen hab ich auch noch OP Termin für Endometrium Ablation. Da muss ich doch fit sein. Ach Mensch #haare

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    Vivian Green

  • Aus Erfahrung mit der hiesigen Augenambulanz im KH: ob die am Wochenende da ist, weiß ich nicht. Aber unter der Woche kann man als Notfall (bist du!) auch einfach so hin. Und die diagnostizieren auch Dinge, wo die "normale" Augenärztin ratlos ist und "ist nix am Auge" sagt (zum Glück hatte sie noch eine "Eingebung" ;) )

  • Also das Kiefergelenk ist dort, aber das schmerzt nicht beim Bewegen, oder?

    Oder eben die Ohrspeicheldrüse. Wenn Du die Stelle vorsichtig massierst und gleichzeitig auf die Wangeninnenseite schaust, tritt dort kein Eiter (beim Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse) aus, oder?

    Oder ein Lymphknoten ...

    Der Fazialisnerv tritt dort aus dem Schädel aus. Er ist unter anderem für Bewegungen im Gesicht verantwortlich.

    Unmittelbar hinter dem Ohr ist das Masteoid, ein Teil des Schädelknochens. Es kann entzündet sein. Es wäre dann druckdolent. Aber der Ausgangspunkt einer Masteoiditis ist eigentlich eine Mittelohrentzündung, die Du ja auch bemerken würdest.

    Ein entzündeter Muskel (M. digastricus??)?

    Was im Kieferknochen, was nichts mit den Zähnen zu tun hat? Also bei einer Zyste im Kieferknochen würde eine äusserliche antibiotische Salbe nichts helfen ...

    Sonst fällt mir auch nicht mehr viel ein ... Blutwerte sind ja gut? Bildgebung (Ultraschall wurde schon gemacht), MRI oder CT? Biopsie?

    :) Liebe Grüsse Bidi #rose

    "Das Gras wird gebeten, über die Sache zu wachsen!" ... ... ... "Das Gras bitte!"

    "You can get it if you really want - daran glaube ich nicht." (Richard Häckel, Jazzmusiker)

  • Eine ähnliche Geschichte kenne ich von einer Freundin. Bei ihr war es der Eppstein barr Virus, sie hatte eine Virenlast außerhalb der Messskala.

    Das hat man nur einmal oder? Den hatte ich wohl schon (ohne dass ich es wusste)

    Also das Kiefergelenk ist dort, aber das schmerzt nicht beim Bewegen, oder?

    Nee, kauen und so geht schmerzfrei. Sogar Zähneputzen. Also ich krieg den Mund maximal auf.

    Oder eben die Ohrspeicheldrüse. Wenn Du die Stelle vorsichtig massierst und gleichzeitig auf die Wangeninnenseite schaust, tritt dort kein Eiter (beim Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse) aus, oder?

    Das hatte der HNO heute ausgeschlossen. Er meinte, die wäre ja vor dem Ohr (??). Das hatte ich ja schon paar Mal und damals (vor ca. 3/4 Jahr im MRT war alles gut und beim Schallen auch. Also keine Steine. Sie waren auch ratlos, warum ich das immer wieder bekomme. Ne Zyste hätte man doch da auch schon sehen müssen oder?

    Und diesmal fühlt es sich auch anders an. Bei Ohrspeicheldrüsenentzündung hatte ich immer ne dicke Backe - das ist diesmal nicht der Fall (also zumindest von Vorne, wenn ich in den Spielge schaue). Wenn ich seitlich im Spiegel gucke, dann seh ich schon ne kleine Beule hinterm Ohr unten, beim Ohrläppchen. Eiter tritt nicht aus auf Druck. Ist halt sehr unangenehm beim Berühren.

    Oder ein Lymphknoten ...

    Das wurde von beiden Fachärzten ausgeschlossen. Der Hämathologe meinte, der LK wäre nicht vergrößert, rund mit "farbiger Flüssigkeit" im Ultraschall.

    Unmittelbar hinter dem Ohr ist das Masteoid, ein Teil des Schädelknochens. Es kann entzündet sein. Es wäre dann druckdolent. Aber der Ausgangspunkt einer Masteoiditis ist eigentlich eine Mittelohrentzündung, die Du ja auch bemerken würdest.

    Da hat der HNO heute auch ins Ohr geguckt und alles fein.

    Was im Kieferknochen, was nichts mit den Zähnen zu tun hat? Also bei einer Zyste im Kieferknochen würde eine äusserliche antibiotische Salbe nichts helfen ...

    Müsste ich dann AB einnehmen?

    Blutwerte sind ja gut? Bildgebung (Ultraschall wurde schon gemacht), MRI oder CT? Biopsie?

    Ja, Blut ist gut. War ja ursächlich wegen Anämie dort und die Werte passen soweit bzw. steigen. PCR war normal. Leukos normal. Fieber hab ich auch nicht. Nur bissl schlapp.

    Du bist vom Fach oder? Wo würdest du mich hinschicken, in welche Ambulanz?

    Hab mal geschaut: die Klinik im Nachbarort hat eine HNO Ambulanz. Da werd ich am Montag gleich anrufen. Als "Notfall" komm ich mir da iwie komisch vor am WE hinzugehen. Da gibt es ernstere Notfälle. die dringender Hilfe brauchen als ich glaub ich.

    Die haben da auch eine Speicheldrüsen-Ambulanz.

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    Vivian Green

  • Ja, also ich war mal Zahnärztin ...

    Eine Muskelverhärtung kann es nicht sein?

    Eine Raumforderung im Kieferknochen müsste man je nachdem rausoperieren ... aber die ist eigentlich nicht so weit hinten (also quasi hinten am Kieferknochen) und schwillt eher nicht nach aussen hin an und ist eher nicht druckdolent und weich, sondern wäre eher hart.
    Und die hätte man höchstwahrscheinlich im MRT vor einem 3/4 Jahr schon gesehen.

    Ich glaube, die Ohrspeicheldrüse kann schon auch mal bis da unter das Ohrläppchen gehen, glaube ich, aber ihre Ausdehnung hat man im MRT auch gesehen, nehme ich an.
    Aber da kenne ich mich nicht so gut aus.

    (Wieso Du immer wieder Ohrspeicheldrüsenentzündungen hast, weiss ich auch nicht. Ich kann mir höchstens irgend eine strukturelle Veränderung vorstellen, ein eingeengter Ausführungsgang zum Beispiel. Aber Speichelsteine hat Du ja zum Beispiel anscheinend nicht.
    Aber da sind die HNO die Spezialisten, und da bist Du ja schon in Abklärung.)

    Wohin ich nächste Woche gehen würde an Deiner Stelle, weiss ich auch nicht.
    Wahrscheinlich irgendwo hin, wo mehrere Disziplinen der Medizin zusammen kommen und wo auch interdisziplinär gearbeitet wird und Zeit vorhanden ist, um zu überlegen und zu diskutieren.
    (Ich persönlich kenne hier in der Schweiz einige Mediziner, die ich fragen würde, an wen oder wohin ich mich wenden soll. Aber in Deutschland kenne ich mich nicht aus.)

    :) Liebe Grüsse Bidi #rose

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  • Haben sie die Schwellung auch geschallt?

    Ja, bei der hämathologischen Untersuchug wurde alles geschallt und eben nix gefunden. Alles völlig unauffällig im Lymphsystem

    Waaah, das hört sich echt fies an. Aber das hätten sie doch beim US sehen müssen, oder nicht?

    Sprich, sie haben die Schwellung geschallt und nichts gesehen? Müsste man am Ultraschall nicht erkennen, ob es sich um eine Flüssigkeitsansammlung, Gewebe oder sonst was handelt?

  • Haben sie die Schwellung auch geschallt?

    Ja, bei der hämathologischen Untersuchug wurde alles geschallt und eben nix gefunden. Alles völlig unauffällig im Lymphsystem

    Waaah, das hört sich echt fies an. Aber das hätten sie doch beim US sehen müssen, oder nicht?

    Sprich, sie haben die Schwellung geschallt und nichts gesehen? Müsste man am Ultraschall nicht erkennen, ob es sich um eine Flüssigkeitsansammlung, Gewebe oder sonst was handelt?

    hmmm, er meinte nur, dass es der Lymphkoten definitv nicht sei. Was genau er gesehen hat hat er gar nicht genau gesagt. Und ob er was gesehen hat.

    Eine Muskelverhärtung kann es nicht sein?

    Tut die denn so weh und wird beulig? Zwei Wochen lang?

    Meinst du ein Kieferchirurg wäre eine mögliche Anlaufstelle? Oder macht er nur im Zusammenhang mit Zähnen?

    Im MRT war ich, als ich symptomfrei war. Sie wollten zwecks Speichelsteinen klären, aber da war ja nix. Vielleicht ist das mit der immerwiederkehrenden OSDr.-Entzündung auch was genetisches (?) ... meine Mutter hat das auch und war auch deswegen im mRT; evtl. ein zu enger Gang oder so.

    Hier gibt es eine HNO Notfall Ambualnz in einem großen Klinikum in der Nähe. Ich überlege da heute hinzugehen. Kann das echt schlecht einschätzen, ob das ein Notfall ist oder nicht. Aber da hätten sie dann auch noch andere Fachrichtungen, wenn der HNO nicht weiter weiß.

    Danke euch jedenfalls für s mit drüber nach Denken. Mir hilft grad mental jeder Tipp und jeder Strohhalm :))

    "Das Leben ist nicht das Warten auf das Ende des Sturms...

    Es geht um das Tanzen im Regen."

    Vivian Green

  • Eine ähnliche Geschichte kenne ich von einer Freundin. Bei ihr war es der Eppstein barr Virus, sie hatte eine Virenlast außerhalb der Messskala.

    Das hat man nur einmal oder? Den hatte ich wohl schon (ohne dass ich es wusste)

    Es gibt die Möglichkeit eine Reaktivierung.

    (Hatte mein Bruder vor ca 20 Jahren. Er hatte unklar geschwollene Lymphknoten im Kiefer/Halsbereich. Lange. Sie wollten dann schon aufschneiden. Ich fragte ihn, ob Eppstein Bahr ausgeschlossen sei, es war dann tatsächlich eine Reaktivierung davon.)

    Gerade im Zusammenhang mit Corona kommt dies wohl etwas häufiger vor.

    Liebe Grüße
    Martina

    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • es war dann tatsächlich eine Reaktivierung davon.)

    Was wurde dann gemacht? Oder hat sich das dann irgendwann von alleine zurückgebildet? Im Ultraschall war der Lymphknoten dann geschwollen?

    "Das Leben ist nicht das Warten auf das Ende des Sturms...

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    Vivian Green

  • Es wurde dann per Bluttest festgestellt. Ich meine, es gibt Werte, die sagen ob Infektion gerade aktiv ist, oder zurück liegt - und dies ist dann beides erfüllt.

    Ultraschall wurde schon vorher gemacht, da das Ergebnis aber unklar/uneindeutig war und nicht weg ging, sollte "aufgeschnitten" (vermutlich Biopsie) werden.

    Liebe Grüße
    Martina

    Tochter 05/2004
    Sohn 04/2015

    Tochter 01/2019

  • Also die AB Salbe hat bisher genau gar nix bewirkt, was eine Verminderung oder Abschwellung betrifft. Allerdings tut es nicht mehr weh. Heißt das jetzt sie wirkt? Bin mir nicht sicher, ob ich sie noch weiterhin nehmen soll.

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    Vivian Green

  • Meiner Meinung nach gibt es drei Möglichkeiten:

    • Die AB-Salbe wirkt.
    • Das Massieren der Stelle bewirkt was.
    • Die Heilung setzt jetzt ein unabhängig vom Massieren oder der AB-Salbe.

    Ich würde auf dein Bauchgefühl hören in der Frage, ob Du die AB-Salbe noch weiter anwenden willst oder nicht. Höchstwahrscheinlich schadet das AB so lokal angewendet zumindest nicht.

    :) Liebe Grüsse Bidi #rose

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