Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Hm. Egal?

    Also ja im Sinne von es macht keinen Unterschied. Es beeinflusst nicht mein denken oder verhalten.

    Aaaaaber, ich finds trotzdem interessant.

    Und ja, ich spekuliere da auch gerne, wüsste jetzt nicht warum das schlimm sein sollte#weissnicht

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  • Was hätte das denn für Auswirkungen, wenn du die Sachen wüsstest? Mich würde das alles tatsächlich nicht interessieren, weil ich eine Person nicht nach ihren Vorfahren be-oder verurteile und die körperlichen Gebrechen wären mir auch egal, warum sollte ich das wissen, ausser wenn ich der Person einen Nusskuchen backen will? Warum sollte ich die sexuelle Ausrichtung wissen wollen, wenn ich eh nicht mit der Person ins Bett will?

    ...

    Hier kann ich praktischerweise unterschreiben. Ich habe den Metzger, wo ich meine Wurst kaufe, noch nie gefragt, ob seine Großeltern Nazis waren. Außerdem könnte ja der Enkel auch nichts dafür, wenn es so wäre. Sippenhaft finde ich nicht gut. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand so etwas fragt.


    Schlimm ist das Spekulieren sicher nicht, wenn es nicht in Tratschen und Hetzerei ausartet. Aber ich habe gar nicht so viele geistige Kapazitäten frei, um über etwas nachzudenken, was mich nicht interessiert, nicht tangiert und was ich auch nicht beeinflussen kann. Deshalb finde ich es nun wiederum interessant, zu erfahren, was diejenigen davon haben.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • Hmm und umgekehrt, Manea ? Wenn du mitbekommst, dass deine Kollegen, Nachbarn oder der Typ im Supermarkt sich mit seinen Freunden ausgiebig über dich und deine sexuelle Orientierung unterhält? Das würde dich nicht stören? Dann Glückwunsch, das zeugt von einer inneren Stabilität, die ziemlich überdurchschnittlich sein dürfte. Nimm noch das jugendliche Alter der Betroffenen dazu, und dann sollte doch klar sein, warum das nicht ok ist, oder?

  • Nee, warum sollte mich das denn stören?

    Es geht nicht um sexpraktiken, fetische oder sonstwas in der Art. Nur um ein simples "steht sie auf Mann, Frau oder ist es ihr egal?"


    Für mich vergleichbar mit "hört sie rap, schlager, punk,...?".

    Oder ist sie wohl fleischesser, vegi, ...


    Der einzige Grund der mir einfällt, warum ich das schlimm finden könnte, wäre wenn es für mich voll schlimm wäre das mich wer für lesbisch halten könnte. Da ist aber doch nichts schlimm dran #weissnicht


    Und wenn ich nen fremden Typen im Supermarkt höre, dann grinse ich (je nach Situation freundlich oder abfällig) und kläre ihn mit nem knappen "pansexuell trifft es am ehesten!" auf. XD

    Würde dadrüber geredet werden ob ich wohl drauf stehe ordentlich den Arsch versohlt zu bekommen oder nur Blümchensex drin ist, dann würde ichs verstehen. Aber ob ich auf Frauen stehen könnte ist doch völlig egal und absolut harmlos.


    ...im Gegensatz zur vemutung ich könnte auf Schlagermusik stehen, das fänd ich schlimm :D

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    Einmal editiert, zuletzt von Manea ()


  • Oder ob die Großeltern Nazis waren?

    Wa würde ich denn mit so einem Wissen anfangen? Was soll mir das genau über einen Menschen sagen? Hat es überhaupt eine Aussagekraft?

    Meinem Zitat fehlt hier der Zusammenhang. Die Nazis waren hier nur der Kontrast.


    Ich meine, dass es üblicherweise einen mächtigen Unterschied macht für das Aufwachsen eines Kindes, ob die Großeltern dem Holocaust entkommene Juden waren oder ob die Großeltern zu den Tätern gehört haben und nichts dazu gelernt.


    Ich meine nicht, dass das eine oder das andere aus dem Enkelkind einen besseren oder schlechteren Menschen machen würde, aber es sind einfach andere Auseinandersetzungen, mit denen das Enkelkind dann konfrontiert war.

  • Aber ich habe gar nicht so viele geistige Kapazitäten frei, um über etwas nachzudenken, was mich nicht interessiert, nicht tangiert und was ich auch nicht beeinflussen kann.

    Also das verstehe ich durchaus.


    Aber es ist eine Aussage aus einer privillegierten Position heraus. Für einen homosexuellen Teenager sieht das anders aus. Der wird ein "ist doch alles egal und es interessiert mich nicht" vermutlich ein wenig ignorant finden.


    Auch in einer perfekt nicht-homophoben Gesellschaft ist es ein Unterschied, ob man so ist "wie alle". Wer homosexuell ist, wird schon in der Schule die Erfahrung machen, dass die interessanten Mitschüler/innen normalerweise die uninteressierten sind.


    Als Mitglied einer unsichtbaren Minderheit kann dir das eben nicht egal sein, dass du zu dieser Minderheit gehörst.

  • ...

    Der einzige Grund der mir einfällt, warum ich das schlimm finden könnte, wäre wenn es für mich voll schlimm wäre das mich wer für lesbisch halten könnte. Da ist aber doch nichts schlimm dran #weissnicht

    ...

    Hoffentlich finden das die Leute, von denen man abhängig ist, auch nicht schlimm. Ich denke da an zukünftige Arbeitgeber, Ämter, Kreditgeber, Lehrer, Wähler, Fans usw. Hier in meiner Gegend (tiefstes Bayern) ist es doch recht konservativ. Da spricht man in einem solchen Fall noch von Rufmord.

    Irgendwie stehe ich auf dem Schlauch. Welcher homosexueller Teenager? Also ich meine, in welchem Kontext treffe ich einen und wieso sollte ich mit ihm über seine sexuelle Orientierung sprechen wollen. Ich meine, das ist doch so in etwa das Letzte über was ich reden wollen würde, wenn ich ein Teenager wäre, und dann noch mit einer Fremden? Ich glaube, ich habe im Leben noch nie mit Jemanden über seine oder meine sexuelle Orientierung gesprochen. Das geht doch keinen was an.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • Nee, ich behandele da jeden gleich. Ich würde auch nicht mit einem heterosexuellen Teenager über dieses Thema sprechen wollen. Und ich kann nicht alle Probleme der Welt zu meinem Anliegen machen, zumal es mich nicht die Bohne interessiert. Kann doch jeder im Bett machen, was er will. Wenn ich ein Problem habe, muss ich ja auch damit leben oder nach einer Lösung suchen. Da kommen auch nicht zig Leute gesprungen, um mir mal eben beizustehen. Homophobie ist nicht mal ansatzweise mein Problem.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • Hoffentlich finden das die Leute, von denen man abhängig ist, auch nicht schlimm. Ich denke da an zukünftige Arbeitgeber, Ämter, Kreditgeber, Lehrer, Wähler, Fans usw. Hier in meiner Gegend (tiefstes Bayern) ist es doch recht konservativ. Da spricht man in einem solchen Fall noch von Rufmord.

    Ey, wenn bei dir die Vermutung jemand könne homosexuell sein quasi auf einer Stufe mit Pädobeschuldigungen oder ähnlichem steht ...(was für Konsequenzen das zB auf nem Amt haben könnte will mir so gar nicht in den Schädel)... sorry, da bin ich dann doch einfach nur dankbar in keiner bayrischen Hinterwäldlerprovinz zu leben. #weissnicht

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  • Ich verstehe jetzt nicht, warum das so ein Thema ist, wenn in Jungsserien wie Feuerwehrmann San nur wenig Frauen sind? In den Mädchenserien sind doch auch keine Jungs zu finden. Ausser als Schwarm. Ich kenn die nur am Rande, meine Jungs gucken das nicht, erinnere mich aber an so eine Serie mit Feen, an was mit Meerjungfrauen und so eine Ponyserie (Wendy?) Und da gab es keine Jungs. Und meine Jungs fanden Frozen nur im Kindergarten toll. Jetzt nicht mehr. Denn der Kristoffer ist ihnen zu nett und gar kein Held in dem Film.

    Ich glaube für die Jungs ist es ganz doof, dass es fast nur Erzieherinnen und Lehrerinnen gibt, denn auf das Singen und Basteln und Malen haben sie kein Bock und Fussball spielen die Lehrerinnen nicht. Es gibt viel zu wenig mit Autos und Technik in der Schule, viel mehr Mädchenkram mit Mandalas und süssen Tieren und Blumen und Sonnen malen.

    • Offizieller Beitrag

    Es ist nicht die Lösung des Homophobie-Problems, wenn die sexuelle Orientierung zur Privatsache zu erklären und nicht mehr darüber zu reden.

    Ich habe darüber nachgedacht, dass es evtl. auch etwas an der verschlossenen Deutschschweizer Art liegt, aber ich empfinde die Sexualität eines anderen Menschen grundsätzlich als dessen Privatsache.

    Schon gar nciht als etwas was man in Abwesenheit der betroffenen Person in einem grossen Kreis zu diskutieren hat. Egal ob es darum geht, ob meine Tochter noch Jungfräulich ist, auf Mädchen steht, asexuell ist, oder sonst was. Die haben das nicht in der Gruppe zu diskutieren. Nach hiesen Gepflogenheiten ist sowas unhöflich und grenzüberschreitend, da man hier im allgemeinen Sexualität als Privatsache versteht. Und ich habe das Gefühl, dass man hier das Gefühl hatte mit dieser "Übergriffigkeit" quasi im Recht zu sein, da meine Tochter quasi nicht die "Spielregeln" einhält, wie man sich als Mädchen verhalten muss, bzw. auszusehen hat. Dann "darf" man das ja. Dann darf man sich als Gruppe über eine Einzelperson auslassen.


    Nein, ich kann da wirklich nicht nettes, aufgeschlossenens darin sehen und ziehe mir auch den Schuh der Homophobie nicht an.

  • Was hat das denn mit Pädobeschuldigungen zu tun? Außerdem vermute ich keine Homosexualität bei jemanden, weil es mich schlicht nicht interessiert. Ich nehme einfach jeden als Mensch war.


    Nur ein Beispiel betreffs der Ämter:


    http://www.lesmamas.de/adoption.htm:


    "In den Fällen, in denen sich Lesben und Schwule in Deutschland bisher um die Adoption eines Kindes bewarben, gingen sie gegenüber den Adoptionsvermittlungsstellen offen mit ihrer sexuellen Identität um...In der Regel haben sie aber geringe Chancen, in Deutschland ein Kind vermittelt zu bekommen. Hier stehen für ein zur Adoption freigegebenes Kleinkind durchschnittlich zehn anerkannte Adoptionsbewerber/innen – überwiegend Ehepaare – zur Auswahl. Die Jugendämter und die abgebenden Eltern, die der Adoption zustimmen müssen, vermitteln die Kinder nach wie vor am liebsten in "traditionelle Familienformen"."

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • Du hast von Rufmord(!) und den extremen Konsequenzen solch eines gedankens geschrieben #weissnicht


    In deiner Welt muss man ja scheinbar Panik schieben, wenn das Kind verkündet homosexuell zu sein. Weil der bekommt weder Ausbildung noch kredit noch sonstwas. Homosexuell = zerstörte Zukunft.

    Neeee, in meiner Welt ist dem nicht so.

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    • Offizieller Beitrag

    Ich verstehe jetzt nicht, warum das so ein Thema ist, wenn in Jungsserien wie Feuerwehrmann San nur wenig Frauen sind?

    Wieso ist Feuerwehrmann Sam eine Jungsserie? Und was ist an Paw Patrol eine typische Jungsserie? Im ernst, gerade letztere spricht doch sich gerade Mädchen an.

  • Ja, Paw Patrol würde ich sagen ist auch für Mädchen. Es handelt ja auch von niedlichen Hunden. Unser Nachbarmädel liebt Paw Patrol auch. Feuerwehrmann Sam ist aber echt eher für Jungs. Und Mia and me geht für Jungs z.B. gar nicht wegen rosa und pink Alarm.

  • Ja, in Bayern und Baden-Württemberg fällt es bei den meisten Leuten unter Rufmord.


    http://www.spiegel.de/politik/…i-lesbisch-a-329350.html:


    "Die baden-württembergische Kultusministerin muss sich auf den seit einer Woche laufenden Regionalkonferenzen immer wieder nicht nur fragen lassen, warum sie unverheiratet und kinderlos sei, sondern auch, wie sie zu gleichgeschlechtlichen Beziehungen stehe. "Und zwar nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch", wie die 49-Jährige sagte. Es werde unterstellt, sie lebe gar nicht allein, Frauen, mit denen sie in der Nähe ihres Feriendomizils am Bodensee spazieren gehe, würden mit einschlägigen Fragen konfrontiert, bis hin zu ihrer eigenen Mutter.

    "Das ist schäbig, absurd, das ist Rufmord", rief Schavan unter starkem Beifall in Tuttlingen aus. Sie bezog sich auch auf Zeitungsberichte. Immer wieder würden entsprechende Gerüchte gestreut oder werde über entsprechende Gerüchte geschrieben. Auf der ersten Regionalkonferenz vor einer Woche in Schwäbisch Gmünd hatten CDU-Mitglieder aus der Region Stuttgart ein Flugblatt verteilt, in dem absichtsvolle Mutmaßungen über angebliche "gleichgeschlechtliche Beziehungen" Schavans verbreitet wurden."


    Und für die Konsequenzen kann ich nichts. Ist nicht meine Erfindung. Ich bin nur "Zuagroaste".


    Und man muss nicht gleich Panik schieben, dass das Leben verpfuscht ist. Das geschieht subtiler. Abteilungschef wird eben doch eher der Heterosexuelle als der Homosexuelle. Sei froh, dass es in deinem Bundesland nicht so konservativ gehandhabt wird.


    Wenn das Kind von sich aus verkündet, homosexuell zu sein, ist es doch etwas anderes, als wenn über ein Kind hinterrücks von Erwachsenen getratscht und fälschlicherweise Homosexualität unterstellt und unter die Leute getragen wird. Diese Erwachsenen sollten sich schämen.

    Das Wissen von heute ist der Irrtum von morgen.

  • Ich glaube für die Jungs ist es ganz doof, dass es fast nur Erzieherinnen und Lehrerinnen gibt, denn auf das Singen und Basteln und Malen haben sie kein Bock und Fussball spielen die Lehrerinnen nicht. Es gibt viel zu wenig mit Autos und Technik in der Schule, viel mehr Mädchenkram mit Mandalas und süssen Tieren und Blumen und Sonnen malen.

    Sorry, das ist Genderkacke!!!!!!

    Ja es ist nicht gut, dass in Kitas und Grundschulen der frauenanteil nicht in etwa 50% ist, so wie bei den schülerInnen


    Aber, dass jungen auf singen und malen kein Bock haben, ist GenDerkacke! Und dass Lehrerinnen kein Fußballspielen genauso!


    Aber die Eigentliche Genderkacke wird nicht benannt:


    An den Oberschulen ist der männeranteil höher.... Und in die andere Richtung unausgewogen.

    Die Folge ist, dass Mädels wenigEr VorbildEr haben, so wie Jungs in der Grundschule zu wenig gute Vorbilder haben

    Die Ursache ist mal wieder, dass alte Strukturen noch nicht überwunden sind, dass Frauen für Kleinkinderkram gern herangezogen wurden, Ihnen höhere Bildung jedoch nicht zugetraut wird!

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

  • Schon gar nciht als etwas was man in Abwesenheit der betroffenen Person in einem grossen Kreis zu diskutieren hat. Egal ob es darum geht, ob meine Tochter noch Jungfräulich ist, auf Mädchen steht, asexuell ist, oder sonst was. Die haben das nicht in der Gruppe zu diskutieren. Nach hiesen Gepflogenheiten ist sowas unhöflich und grenzüberschreitend, da man hier im allgemeinen Sexualität als Privatsache versteht.

    Als Deutsche geht es mir da aber ganz genauso. Ich fände es absolut schrecklich und und grenzüberschreitend wenn irgendwo über meine sexuelle Orientierung (oder sexuelle Vorlieben oder auch darüber ob ich wohl eine gute Beziehung zu meiner Mutter habe) spekuliert. Entschuldigung, das ist Privatsache und es geht einfach niemanden was an und das beinhaltet dann für mcih ganz klar, dass darüber auch nicht spekuliert wird.

    Der einzige Grund der mir einfällt, warum ich das schlimm finden könnte, wäre wenn es für mich voll schlimm wäre das mich wer für lesbisch halten könnte. Da ist aber doch nichts schlimm dran

    Mein Grund ist nicht, dass es schlimm wäre lesbisch zu sein, sondern dass ich gerne das Recht hätte, selbst zu bestimmen, welche Informationen ich wann mit wem teilen möchte. Das empfinde ich als ein ziemlich grundsätzliches Recht und je persönlicher die Information, um so mehr trifft das zu. Nicht umsonst ist es ja auch ein Unding wenn jemand gegen seinen Willen "geoutet" wird und insgesamt einfach ein wichtiges Thema wann man sich wie und wem gegenüber "outet". Ich würde also überhaupt nicht sagen, dass Spekulieren über die sexuelle Orientierung nicht schlimm ist.


    Das Spekulieren finde ich dann auch noch schlimm weil es zu 100% auf Stereotypen fusst, Da schließt man mal eben von Haarschnitt, Kleidung und Berufswahl auf die sexuelle Orientierung. Das mag noch irgendwo okay sein wenn ich für das Buffet für die Solawi-Genossenschaft eine höhere vegane Quote einplane als für eine andere Gruppe aber wenn eine Gruppe aufgrund von solchen Merkmalen über Einzelne spekuliert finde ich das echt daneben. Ganz besonders wenn es um eine Jugendliche geht, wo die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass sie noch nicht mit sich selbst im Reinen ist, was dieses Thema angeht.


    Ich verstehe jetzt nicht, warum das so ein Thema ist, wenn in Jungsserien wie Feuerwehrmann San nur wenig Frauen sind? In den Mädchenserien sind doch auch keine Jungs zu finden. Ausser als Schwarm. Ich kenn die nur am Rande, meine Jungs gucken das nicht, erinnere mich aber an so eine Serie mit Feen, an was mit Meerjungfrauen und so eine Ponyserie (Wendy?) Und da gab es keine Jungs.

    Ich finde es einfach schlimm, dass Jungsserien und Mädchenserien gibt und nicht Serien für Kinder. Es bedeutet nämlich, dass wir Kindern ganz klar vorgeben, dass Mädchen sich für Feen und Ponys zu interessieren haben und Jungs für Polizei , Feuerwehr und Baustellen und nimmt Kindern die Möglichkeit, sich selbst zu entscheiden und eigene Interessen überhaupt erstmal frei zu formen. Alles wird so klar als "für Mädchen" oder "für Jungs" produziert, dass selbst Zweijährige problemlos erkennen können welche Zahnbürste, Fernsehserie, Playmobilfigur, etc für sie ist und welche für das andere Geschlecht. Da sind sie noch in einem Alter in dem Interessen sich überhaupt erst formen und wie nehmen ihnen einfach mal die Hälfte aller potentiell interessanten Themen weg, indem wir sie dem anderen Geschlecht zuschreiben. Da braucht es dann schon sehr viel inneres Interesse vom Kind, um trotzdem auf Ponys oder Polizei zu bestehen, die meisten nehmen dann erstmal an, was ihnen zugeschrieben wird.