Straßenzeitungsverkäufer und Hitlergruß

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  • Ich bin grad dezent geschockt. Auf dem Nachhauseweg waren wir mit einem Straßenzeitungsverkäufer in der S-Bahn. Er war mit einigen Leuten im Gespräch, verstanden sich offenbar gut, und nach dem Aussteigen blieb er vor dem Fenster stehen und machte den Hitlergruß und deutete mit der anderen Hand einen Hitlerbart an 8I  
    Die in der Bahn verbliebenen unterhielten sich dann noch darüber, wie stolz sie auf ihre Gesinnung seien, könne ja jeder wissen.
    Ich sagte dann: "Will aber nicht jeder wissen."
    Dann ließen sie sich über die "schlechte Erziehung" meiner Kinder aus. Zum Glück mussten sie dann raus.
    An die betreffende Straßenzeitungsredaktion hab ich schon ne Mail geschickt. Wenn ich Angst haben muss, Nazis zu unterstützen, werde ICH sicher keine Zeitung mehr davon kaufen.
    Kann ich den Typen anzeigen? Hitlergruß ist doch immernoch verboten, oder? Hab nur leider den Namen des Verkäufers nicht mitgekriegt.
    Wollte das bloß mal irgendwo lassen. Danke fürs Lesen, dann komm ich mir nicht so allein damit vor.

    "Warum haben Sie das getan?" frage ich.

    "Um die neue Welt schneller anfangen zu lassen, denn die alte muss geschubst werden, damit sie schneller umfällt..."

  • Oh je, was für ein unangenehmes Erlebnis! #kuss

    Ich finde, Du hast sehr schlagfertig und couragiert reagiert.

    Ob der Gruß verboten ist, weiß ich nicht. Ich bin gespannt, ob und wie die Redaktion der Straßenzeitung auf Deine Mail reagiert.

  • Gut, dass Du die Mail geschrieben hast. Der Hitlergruß ist verboten (§ 86a und § 130 Strafgesetzbuch) mit Strafe.

    Du könntest also auch zur Polizei gehen und Anzeige erstatten. Die Ermittlungen dürften nicht schwer sein.

  • Letztens in Kreuzberg,ein cabriolet,offen ,mit zwei türkischen Männern hielt(doppelparkend) vorm türkischen Supermarkt und diese unterhielten sich lautstark mit dem gemüseverkäufer, dann, beim Wegfahren, verabschiedeten sie sich gegenseitig laut mit “heil Hitler“l

    2 Mal editiert, zuletzt von key (15. Mai 2015 um 10:55)

  • Ich find es gut, dass du was gesagt hast.

    Happiness can be found even in the darkest of times, if one only remembers to turn on the light. -Albus Dumbledore-

  • Kann sein, dass er ein nazi ist. Bei Straßenzeitungsverkäufern in berlin (motz, strassenfeger etc) gehe ich aber erst mal davon aus, dass das ein schutzmechanismus ist, um von den in der sbahn mittfahrenden nazis nicht auf die fresse zu kriegen... In der regel haben die verkäufer feste routen zugewiesen, die müssen sich da irgendwie arrangieren. Ich will hier niemanden in schutz nehmen , war ja auch nicht dabei, aber so wie das klingt, hätte ich spontan eher daran gedacht, die in der sbahn sitzenden und frei rausschwadronierenden anzuzeigen, als den verkäufer...
    Mal sehen, was die redaktion antwortet.

    Weihnachtskind 2013

    Sternenkind 11/2017

    Sternenkind 08/2019

  • Ich durfte letzten in der Stadt feststellen, das es scheinbar *in* ist sich so zu verabschieden. Dabei war es egal, ob deutsch oder andersländisch. Alles Jugendliche.
    Großsohn meinte dann: Bleibt nicht aus, ich habe das in der Schule auch nicht richtig gelernt wie das mit Hitler und Co. war, unser Lehrer war ja ständig krank.Die wissen doch gar nicht was sie da tun.

  • Ich durfte letzten in der Stadt feststellen, das es scheinbar *in* ist sich so zu verabschieden. Dabei war es egal, ob deutsch oder andersländisch. Alles Jugendliche.
    Großsohn meinte dann: Bleibt nicht aus, ich habe das in der Schule auch nicht richtig gelernt wie das mit Hitler und Co. war, unser Lehrer war ja ständig krank.Die wissen doch gar nicht was sie da tun.

    Es muss ihnen aber doch irgendwer gezeigt haben, wer macht sonst einfach so den "deutschen Gruß"? Außer in Dokumentar- und entsprechenden Spielfilmen darf der doch ohne Strafe gar nicht gezeigt werden.

  • Beavi, ich glaube das kann man nicht nachverfolgen woher die sowas haben.
    Vor ein paar Jahren war es *in* andere Opfer und Lappen zu nennen. Heute ist es das. Und gerade weil es schockierend ist, ist es cool und wird mit Begeisterung verbreitet.

    Unter uns, ich denke mir immer solange es nur die Gestik ist und keine Gesinnung die dahinter steckt, ignoriere ich das. Großsohn hat diese Modeerscheinung ja nun auch mitbekommen und mir oft diverse Bilder und Videos auf Whatsapp gezeigt. Hiltler wird da mächtig verarscht und durch den Kakao gezogen.

    Srry Baby ist wach.

  • ich unterschreib bei Elli.

    Mein Mann hat als Burschi Hakenkreuze in den Tisch geritzt... nicht, weil er irgendwas mit Rechten zu tun hatte, sondern weil die Leute sich dann so schön aufgeregt hatten. ;) Provozieren halt.


  • Es muss ihnen aber doch irgendwer gezeigt haben, wer macht sonst einfach so den "deutschen Gruß"? Außer in Dokumentar- und entsprechenden Spielfilmen darf der doch ohne Strafe gar nicht gezeigt werden.

    Naja, er ist ja weltweit bekannt...
    Lange her, aber ich wurde Anfang '80 beim Schüleraustausch mit Frankreich am Bahnhof von sämtlichen Schülern dort mit dem Gruß empfangen.

    Auch anderswo in der Welt auf Reisen...

    Und ja, genau, Hakenkreuze ritzen damit die Leute sich aufregen, weit verbreitet in Schülerkreisen.

  • Hab bisher keine Antwort auf meine Mail erhalten, aber ist ja auch Wochenende.

    Mondkalb: Mir schien es so, als gefiele er sich sehr bei dem, was er tat. Dass die in der Bahn rechts sind, kam auch erst durch das sich an den Hitlergruß anschließende Gespräch zutage, also noch nicht, als er noch in der Bahn war.

    Scheint ja echt nicht so ungewöhnlich zu sein, dass das jemand macht, wenn ich eure Antworten so lese. Das erklärt vielleicht auch, warum ich bei niemandem der Umstehenden irgendeine Reaktion erkennen konnte #confused (also, zumindest hat glaub ich niemand so schockiert gekuckt wie ich ;) ) Aber vielleicht habens auch nicht alle gesehen.

    "Warum haben Sie das getan?" frage ich.

    "Um die neue Welt schneller anfangen zu lassen, denn die alte muss geschubst werden, damit sie schneller umfällt..."

  • Gestern auf einer Geburtstagsfeier haben sich zwei unserer Bekannten so begrüßt 8o ja, beide kennen sie die historischen Hintergründe, beide waren...ziemlich angeschickert und dennoch war ich entsetzt, wie sie sich damit brüsteten. Wobei die Feier generell nix für mich war, war bloss als Fahrer dabei, aber trotzdem...>_<

    Ausdauer ist das Fundament aller Tugenden. - Honoré de Balzac
    Hier gibts noch mehr über mich, Website, Blog...ach ihr wißt schon ^^