Zucchinivergiftung....

  • Hallo,


    Es war ja heute schwer drum rum zu kommen, aber für alle die es noch nicht gelesen haben:
    http://www.sueddeutsche.de/pan…garten-zucchini-1.2615508


    Ich bin ein wenig schockiert und frage mich, wie sehr die Sache aufgebauscht wird.
    Ja, dieser Mann ist gestorben und es ist wichtig zu warnen, aber so ein bisschen Panikmache ist auch dabei, oder?
    Gerade im Hinblick auf selbstgezüchtetes Gemüse....


    Was meint ihr dazu?
    Liebe Grüße
    vom NSG

    "Ich dachte mir damals, dass die Venus von Milo am Ende nur deshalb ihre Reputation als schönste der Frauen durch die Jahrhunderte hat bewahren können, weil sie schweigt. Würde sie den Mund auftun, wäre vielleicht der ganze Charme zum Teufel." (Rosa Luxemburg)

  • Er hat sie gegessen, obwohl sie extrem bitter war. Sorry, aber da sehe ich die Person in der Eigenverantwortung. Man isst ja auch nichts, was extrem schimmelt... #weissnicht


    Ansonsten ist das für die Medien ne schöne Abwechslung, gab ja lange keinen Skandal zu Lebensmitteln mehr... #augen

  • Och, z.T. ist halt Sommerloch, z.T. finde ich es nicht schlecht, immer mal wieder auf sowas aufmerksam gemacht zu werden.


    Leider ist es den meisten Menschen irgendwie nicht mehr gegeben zu sagen: Das schmeckt bitte oder kribbelt an den Lippen, das ess ich lieber nicht. Sondern wir denken, das ess ich sonst auch immer, das KANN man essen.


    Ich find es ok und würd es nicht überbewerten.

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.


  • Ich kenne das ein wenig von unseren früheren Nachbarn, die hatten eine Schrebergarten und da wurden die Erdbeeren auch runtergewürgt, egal wie widerlich sauer sie waren. Wir waren da mal eingeladen. *grusel* Grund war: hat Arbeit gemacht und wegschmeißen gibts nicht. Nachkriegsgenerationenlogik halt. #weissnicht

  • Ich glaube, ich bin da ein bisschen zu skeptisch und vielleicht klingt es auch nach Verschwörungstheorie, aber dieser Nachsatz, dass gerade selbst gezüchtetes Gemüse diese Problematik aufweist schon einen argen Seitenhieb.

    "Ich dachte mir damals, dass die Venus von Milo am Ende nur deshalb ihre Reputation als schönste der Frauen durch die Jahrhunderte hat bewahren können, weil sie schweigt. Würde sie den Mund auftun, wäre vielleicht der ganze Charme zum Teufel." (Rosa Luxemburg)

  • Ich hab's auch gelesen und dachte erst "oha" - allerdings stand ja auch dabei, dass er eine große Portion gegessen hat, obwohl es quasi ungenießbar geschmeckt hat (während seine Frau es ja dann gelassen hat und noch lebt).


    Ich finde es gut, dafür sensibilisiert zu sein, gerade wenn man z.B. Gemüse aus eigenen Samen zieht, und Nachtschattengewächse (da gehören Zucchinis doch zu, oder?) haben doch eh irgendwelche Eigenarten, bei denen man lieber einmal zu viel hinguckt, oder? (gefährliches Halbwissen ;)).


    Ich fand es eher beruhigend, dass die Zucchini nicht "einfach so und unerkannt" giftig war, sondern dass man es eben sehr wohl schmecken kann und sogar gar nicht anders kann, als es zu schmecken, wenn da was nicht ok ist.


    Nachtschattengewächs (damit meine ich jetzt die TE): Naja, klar kann man jetzt sagen, die wollen industriell wieder nachhelfen, aber ich glaube nicht, dass deshalb jetzt keiner mehr seine Samen selbst zieht - außerdem wäre das ja nur in Kombination mit nicht vorhandenem Geschmackssinn überhaupt potenziell gefährlich. #weissnicht

    Liebe Grüße,
    Junora

    Einmal editiert, zuletzt von Junora ()

  • Ach, das meinst Du?


    Nein, das ist meines Wissen tatsächlich so. Ich sehe da keine Verschwörung und keinen Multinationalen im Hintergrund.


    Edit: Ich bezog mich auf NSGs Beitrag vor dem von Junora.

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    Einmal editiert, zuletzt von Fiawin ()

  • Hätten meine Eltern sein können. Bei denen schmecken die Zucchini auch bitter, sie sind aber zu geizig um was wegzuschmeißen.

  • Ich seh da jetzt auch keine Verschwörung, manche Gurken und Zucchini bilden diese Stoffe ja auch wegen der extremen Trockenheit zB aus.


    Und es gibt da jedes Jahr einige Vergiftungen, je nach Empfindlichkeit sind auch grüne Kartoffeln oder Tomaten giftig, oder denk an die vielen Bärlauchvergiftungen jedes Jahr... :S


    Ich find es ok, darauf hinzuweisen , mein Papa wär auch so einer, der es halt runterwürgt, egal wie es schmeckt #angst , und der gestorbene Mann tut mir sehr leid, das war bestimmt ein schrecklicher Tod!

  • Ja, aber es hat doch einen guten Grund, warum bitter in dieser Form für den Menschen nicht angenehm ist. Gekaufte Zucchini, die länger liegt, und deshalb bitter schmeckt, ist eben nicht mehr frisch. Wenn etwas nicht schmeckt, sollte man es nicht runterwürgen. Die Natur (und wir als Teil derselben) ist nicht doof.

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  • ach letztens ging es einem mann aus meiner stadt so... der hat es aber überlebt.


    klar.. das könnten monsato und co für sich nutzen, aber die berichterstattung is auch selten dämlich...


    da fehlt nämlich die hälfte.


    gefährlich wird es vorallem bei F1-Hybriden und Zierkürbissen in der Nähe, die befruchten sich dann gegenseitig und die Hybride sind halt nicht samenfest.


    Mit samenfesten Arten am besten aus Bio-Anbau und, wenn keine Zierkürbisse in der Nähe sind, passiert dann sowas auch nicht so schnell.


    also nix mit Pflanze und Stress und man muss ja immer die guten Samen aus der Gärtnerei von den Großkonzernen kaufen...

  • Ist Zucchini dafür bekannt, dass sie besonders gesund ist, wenn sie bitter schmeckt? Bitter ist ein Hinweis für den Menschen, dass man nochmal genauer hinschauen sollte. So wie andere unangenehme Reize. Auffällige Geschmacke sowieso. Wenige giftige Sachen sind so wirklich richtig richtig lecker für uns.

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  • Das hatte ich neulich bei einer Gurke. Also die hat wirklich SO bitter geschmeckt das man sie praktisch ausspucken MUSSTE. Die wurde dann weg geworfen. Unvorstellbar das jemand eine größere Menge davon isst. Allerdings war der Mann ja schon recht alt. Vielleicht konnte er es nicht mehr richtig schmecken #weissnicht

  • Tragisch ist sowas allemal. :(

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  • Ja tragisch ist es und ich sehe da auch keine Verschwörung ansich.
    Es ist eher so, wie milbenfuß es ausgedrückt hat: diese Berichterstattung können große Saatgutfirmen für sich nutzen.


    Ich versteh das Argument nämlich nicht: Der Bitterstoff wurde über die Zeit rausgezüchtet.
    Soweit ich weiß gab es Zucchini in Italien schon zum Ende des 17. Jhd.
    Haben sich die Leute da reihenweise vergiftet?


    Ich habe auch schon mal eine bittere Zucchini gegessen und kann nur sagen, dass ich nie ein ganzes Gericht aufgegessen hätte.
    Aber ja, der arme Mann hat vermutlich keine so ausgeprägten Geschmacksnerven mehr gehabt.

    "Ich dachte mir damals, dass die Venus von Milo am Ende nur deshalb ihre Reputation als schönste der Frauen durch die Jahrhunderte hat bewahren können, weil sie schweigt. Würde sie den Mund auftun, wäre vielleicht der ganze Charme zum Teufel." (Rosa Luxemburg)


  • Ich versteh das Argument nämlich nicht: Der Bitterstoff wurde über die Zeit rausgezüchtet.
    Soweit ich weiß gab es Zucchini in Italien schon zum Ende des 17. Jhd.
    Haben sich die Leute da reihenweise vergiftet?


    Das denke ich nicht.
    Vielmehr liegt doch das Problem im heutigen heimischen Garten daran, dass sich Zucchini und Zierkuerbis bei gemeinsamen Anbau verkreuzen können und somit die in manchen Zierkuerbissen vorhandenen bitteren giftigen Cucurbitacine in die Zucchini kommen.
    Zierkuerbis sind aber erst in den letzten Jahren gross in Mode gekommen.
    Wenn keine Zierkuerbisse in der Nähe sind, besteht keine Gefahr für das eigene Saatgut.
    Das allerdings wird aktuell in der Presse nicht herausgestellt, da gebe ich euch Recht.


    Der aktuelle Fall ist sehr tragisch - einem Artikel hatte ich entnommen, der Zucchini wäre ein Geschenk vom Nachbarn gewesen. :S