Kinder fragen - Raben antworten - Sammelthread

  • Gute Frage, immerhin hat die Anordnung dem ganzen ja den Namen gegeben, weil im Griechischen die Reihenfolge anfängt mit alpha beta gamma delta..

    Ich werde recherchieren, bin aber sicher, das weiß eine Rabin so..

    Ar scáth a chéile amhaireann na daoinne

  • Das ist tatsächlich eine interessante Frage... Ich habe leider keine Ahnung, warte aber gespannt auf Antwort.

    Und spannend, dass die Buchstaben nicht in der Reihenfolge des Alphabets gelernt werden in der Schule.

  • OT: Gerade sage ich zu meinem 16-jährigen, dass ich gerne wüsste warum die Reihenfolge der Buchstaben so ist wie sie ist - seine Antwort: Frag doch bei den Raben #lol

    Ar scáth a chéile amhaireann na daoinne

  • wieso die Buchstaben des Alphabets genau so und nicht anders angeordnet sind.

    Ich finde das ist eine typische Frage für „1000 Antworten“. Aber ich habe gerade nachgeschaut, es scheint da noch kein Thema gewesen zu sein.


    Meiner 9 jährigen würde ich da sagen, dass das halt jemand mal so festgelegt hat. Wer und wann wüsste ich nicht, ist aber schon mehr als 2000 Jahre her, was ich hieraus schließen würde.

  • "Warum bekommt eine Hure Geld dafür, daß sie Sex macht? Der Mann macht ja auch Sex mit ihr und kriegt kein Geld. Wieso muß er zahlen und sie nicht? Was ist denn da der Unterschied?"


    Kann das bitte jemand für ein 11jähriges Kind verständlich, feministisch und sexpositiv erklären?

  • Sie hat keinen "Sex", sondern stellt ihren Körper zur Verfügung, damit die andere Person Sex haben kann.

    Historisch hat die Sache in der Zeit ihren Ursprung, als Frauen sich nicht selbst gehörten - und wer ihren Körper brauchen wollte, musste dem Besitzer Entschädigung zahlen (er konnte sie danach ja nicht mehr so teuer verkaufen etc...). Zumindest ist das ein Strang dieser sehr komplizierten Geschichte, wie heute Prostitution funktioniert und wahrgenommen wird.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Die andere Frage ist, wieso es eigentlich immer so ist, dass Männer Sex wollen und dafür Geld bezahlen. Es gibt zwar auch männliche Prostituierte, aber die Kunden sind quasi immer männlich.


    Das bleibt so ein bisschen unverständlich.

    Es sind auch nicht viele Männer, die sich diese Art von Zuwendung kaufen würden. Es sind hauptsächlich Männer, die sozial ein bisschen ungeschickt sind.

  • Nö. Ich habe nahe genug an der Szene leben dürfen, um Dir ganz klar bestätigen zu können: das sind Hinz und Kunz und du siehst es keinem Kunden an.


    Dass hauptsächlich Männer als Kunden auftreten ist historisch-kulturell gewachsen. Man(n) ist der Meinung, mann brauche das und es sei etwas, was es für Geld zu kaufen gibt.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • was für eine interessante frage!


    vielleicht sowas wie eine reiseführerin? die reist ja auch selber mit, sieht alle tollen sehenswürdigkeiten und bekommt dafür erst noch einen lohn. allerdings trägt sie die verantwortung, hat eine art gastgeberinnenrolle, soll auf die wünsche der kund*innen eingehen, steht als erste auf und geht oft als letzte schlafen. die gäste hingegen können sich bequem und sorgenlos führen lassen.


    das erklärt die asymmetrie, sagt aber bewusst wenig dazu, wie der sex für die frau ist. vielleicht passt das für euch, vielleicht auch nicht.

    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)

  • Es sind hauptsächlich Männer, die sozial ein bisschen ungeschickt sind.

    Hattest Du gesagt. Und das deckt sich so gar nicht mit meiner Erfahrung.

    Das sind völlig "normale" Männer, vom erfolgreichen Geschäftsmann über den Normalo mit Kindersitz im Auto bis zum schüchternen Sozialnerd.


    Ich lebe in einer Stadt mit einer sehr offenen und sichtbaren Prostitution, ja, je nach Wohnort kriegt man doch einiges mit.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ich finde es sehr beeindruckend, wie tief du beim oberflächlichen Kontakt in Menschen reingucken kannst.


    Wenn man hier in die Runde der getrennten Väter blickt, hätte man fast auf die Idee kommen können, dass auch der eine oder andere Typ, der einen Kindersitz im Auto hat, sozial nicht der geschickteste ist.


    Mein Eindruck war bisher auch nicht, dass „erfolgreicher Geschäftsmann“ ein anderer Ausdruck ist für „Mann mit geglückter Sozialisiaton“. Da wäre mein Anfangsverdacht eher in der anderen Richtung gewesen.


    Was du mitkriegst sind nur die, denen es nicht peinlich ist, wenn du es mitkriegst. Das ist eine Auswahl.

  • ...dann vielleicht doch einen anderen Strang?

    Ich bin

    ich. Mensch, Mutter, Nordwest-Europäerin. Anwesend.

  • Ok, wenn Deine Definition von "sozial nicht so geschickt" auch Trennungen/Scheidungen beinhaltet, dann magst Du Recht haben. Dann geht es nämlich auch langsam auf, dass es eben keine Ausnahmen sind, sondern sehr viele Männer (und ein paar Frauen), die Kunden von Prostitution sind.

    Da haben wir etwas andere Definitionen.


    Och, und peinlich war es ihnen gelegentlich schon, wenn sie mich nach dem Preis gefragt haben, weil sie sich an der Tür geirrt hatten und bei meinen Freundinnen der Studentinnen-WG statt einen Stock höher. ;)


    Liebe Grüsse


    Talpa