zu Hülf... wie zeichnet man Hände? Grundschule...

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  • Liebe Raben,


    meine Tochter (3. Klasse) hat mich gefragt, ob ich am Wochenende mit ihr üben kann, Hände zu malen, bzw. ob ich ihr das beibringen kann.


    In ihrer Klasse würden wohl alle Kinder die Hände so malen, dass sie wie Blumen aussehen... sie auch. Und sie will lernen "richtige" Hände zu malen.


    Ähm, ja... mache ich natürlich gerne mit ihr. Wenn ich nur wüsste: Wie lernt man das oder wie bringt man das bei? #gruebel
    Ich bin jetzt selbst auch nicht so der Mal- und Zeichencrack... ich würde halt mit ihr eine Hand malen, oder auch mehrere... nicht so hilfreich.


    Gibt es irgendwo im Web ein Tutorial für Kinder im Grundschulalter?

  • Wow, Hände malen ist ziemlich schwierig. Schau mal bei YouTube nach Zeichentutorials.


    Ich habe es so gelernt: Du legst Deine Hand auf eine feste Unterlage, dann eine Plexiglasplatte (etwas größer, als eine Hand) auf Deine Hand. Und dann malt man mit einem wasserlöslichen Stift die Hand auf der Plexiglasplatte ab. Das kann man dann mit verschiedenen Handpositionen üben.


    So bekommt man ein Gefühl für die Proportionen einer Hand.

  • Meine Tochter stellt auch solche Fragen bzw. versucht sich selbst an solchen Zeichnungen. Sie bekommt von uns zu Weihnachten das Buch "Mein erster Mal- und Zeichenkurs", darin gibt es auch ein Kapitel zum Händezeichnen, aber auch, wie man verschiedene Kopfstellungen und Gesichtsausdrücke zeichnen kann. Vielleicht ist das etwas für deine Tochter.

    Viele Grüße von

    Pia mit

    dem großen Löwenmädchen (August 2009) #herzen

    dem kleinen Löwenmädchen (August 2013) #herzen und

    dem kleinen Schützen (Dezember 2016) #love



    #kerze Schmetterlingskind 9/ 2015

  • Hallo,


    Ich denke, eine erste Hilfe wäre es, sich die Hand genau anzusehen. Da ist die Handfläche, 4 Finger und der Daumen. Die stehen nicht von einem imaginären Mittelpunkt her rundrum ab, wie Kinder es oft zeichnen (die typischen "Blumenhände"), sondern die Finger gehen alle nebeneinander in die gleiche Richtung und nur der Daumen steht etwas versetzt.


    Meistens gehen die Finger in die Richtung, in der auch der Unterarm zeigt, also hängt der Arm nach unten, zeigen auch die Finger runter, ist der Arm nach vorne gestreckt, sind auch die Finger meist nach vorne gestreckt. Der Daumen dann eben mit einem kleinen Winkel abstehend.


    Noch genauer wäre es, wenn man die Finger nicht kerzengerade sondern minimal geboten zeichnet (entspannte Haltung) bzw. überlegt, was die Hand gerade tut. (etwas anfassen, auf etwas zeigen..).


    Ob die Hand dann noch Details wie Fältchen, Nägel... braucht, hängt auch von der Größe des Bildes ab.

  • Vielen Dank für die Tipps #blume


    Meine Tochter hat sich meine Erklärungen aufmerksam angehört, dann hab ich versucht, selbst eine Hand zu zeichnen (die Proprotionen und den Daumenansatz), das hat sie sehr kritisch kommentiert :D , dann haben wir noch ein Tutorial im Internet gesucht, das hat sie sich auf dem Handy sehr interessiert durchgelesen und nach dieser Anleitung eine Hand gezeichnet. Hat dann noch bemängelt, dass ich MEINE Skizze gar nicht schraffiert habe :D


    Und damit ist sie jetzt (Zitat): "für den Anfang zufrieden... Leonardo da Vinci hat sicher auch sehr viel geübt, und das war ja der berühmteste Künstler unserer Zeit"
    (ich nur: "hmmm. jaaaa... also ist schon ein paar hundert Jahre her, aber Du hast recht, er ist sehr berühmt und er hat bestimmt sehr viel geübt")


    Ich mag das, manchmal finde ich Schule echt klasse... was die Kinder so von da mitbringen. #herzen


    Das Buch mit dem Mal und Zeichenkurs schau ich mir mal an, das ist eventuell echt was für sie.

  • Hände sind echt schwierig. Für den Anfang (vorallem wenn man ganze figuren zeichnet, wo die Hände dann ja auch noch sehr klein sind) würd ich empfehlen, erstmal Fäustlinge zu zeichnen. da bekommt man am ehesten ein Gefühl für die Handhaltung. Also nur Daumen plus Fingerpaket. Als Grundlage für die Handfläche kann man einen Kreis nehmen und dann Handgelenk, Daumen und Fingerpaket ranzeichnen.

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    Bonus #post

  • Sie kann sich auch mal Comics und Zeichentrickfilme anschauen, wie dort Hände gezeichnet werden. Aber nicht "die Simpsons" die haben nur drei Finger + Daumen, weil sich das viel leichter zeichnen lässt.

  • Ich würde als ersten Schritt mal die eigene Hand "umranden" und dann auf dieser die Fingernägel usw. einzeichnen.
    Da bekommt man schon mal ein Gefühl für die Proportionen.
    Generell ist beim Zeichnen immer wichtig, dass man sehr gut beobachtet und genau hinschaut.
    Es hilft auch verbal zu beschreiben was man beobachtet. Z.b. wie groß sind die Finger im Verhältnis zum Handteller. Welcher Finger ist der längste, welche der kürzeste, wie lang sind die Fingernägel im Verhältnis zum 1. Fingerglied. Wieviele Fingerglieder haben wir überhaupt...usw......


    D.h. ich würde nicht "nach Anleitung" vorgehen, sondern mit der eigenen Hand arbeiten und üben sehr genau zu schauen...
    lg, karlchen

  • Sie kann sich auch mal Comics und Zeichentrickfilme anschauen, wie dort Hände gezeichnet werden. Aber nicht "die Simpsons" die haben nur drei Finger + Daumen, weil sich das viel leichter zeichnen lässt.

    sehr viele comicfiguren haben nur vier finger.


    naturalistisches zeichnen ist eine grosse leistung. man bringt die dreidimensionalität auf eine zweidimensionale fläche. sieht man sich das kulturgeschichtlich an, merkt man, dass es sehr lange gebraucht hat, bis menschen so zeichnen und malen konnten, wie in der renaissance. also die flächigkeit der ägypter, mittelalterliche darstellungen.


    ich habe im alter deiner tochter versucht, füsse richtig zu malen. ich habe mir meine füsse angesehen und viel probiert. einen fuss habe ich mit vielen strichen versucht, in die richtige form zu bringen, mit vielen ausbesserungen. dadurch bekam ich eine idee der proportionen, erkannte, welche formen natürlicher wirkten, etc. also deine tochter hat recht, oft zeichnen, viel beobachten und wieder zeichnen.

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • Gerade hab ich eher den Eindruck, dass das Thema Hände zeichnen für sie momentan abgehakt ist. :)
    Plätzchen backen und Weihnachtsvorbereitungen waren übers Wochenende wichtiger.


    Das mit dem genau Anschauen und Beobachten... das sagt sich so leicht.
    Ich erinnere mich, wir sollten im Kunstunterricht mal unsere Nebensitzer malen.
    Das Ergebnis fand ich frustrierend. Ich kam gar nicht klar.


    Und als ich mit meinem Bild hilfe- und ratsuchend nach vorne zum Pult der Kunstlehrerin ging und meinte, dass ich damit nicht zufrieden sei, weil das überhaupt nicht aussehe wie meine Nebensitzerin, da meinte sie: "Dann schau dir deine Nebensitzerin halt an und mal sie so, wie sie aussieht".


    Den Rat fand ich damals ziemlich unbrauchbar, weil ich es halt einfach nicht besser hingekriegt habe. Und auch nicht wusste WIE


    (Gut, das war eher schon so 7. oder 8. Klasse, aber frustig war es trotzdem, weil es so wenig hilfreich war.
    Überhaupt war der Kunstunterricht zu meiner Schulzeit bestens dazu geeignet, einem sämtliche Lust am Malen, Zeichnen, Basteln und überhaupt jedwede Art von Kreativität gründlich zu verleiden #cool
    Ich hab seither eigentlich nie wieder freiwillig gemalt... bis ich halt die Kinder hatte, da MUSS man ja quasi wieder mit malen und basteln anfangen, wenn man Kinder hat ;)
    Wir haben mittlerweile sogar ein Mal- und Bastelzimmer zu Hause (also der Rest von meinem Arbeitszimmer... da können sie ihre begonnenen Werke auch mal ein paar Tage liegen lassen)
    Zum Glück stellen meine Kinder bisher keine großen künstlerischen Ansprüche an mich, daher geht das gerade noch so.
    Ich hoffe halt, dass ihre Lehrer ihr die Freude am Malen nicht genauso austreiben, wie man es mir und meinen Mitschülern damals ausgetrieben hat).

  • ach, also es gibt schon ein paar tolle Grundlagen (zB. über Kreise und Rechtecke usw), die da wesentlich mehr helfen können als der Tipp mit dem einfach abmalen.


    Echte Hände würd ich auch erstmal noch nicht zeichnen, lieber wirklich erstmal im Comicstil. Vielleicht mal in der Bibliothek nach Kindermallehrbüchern suchen. da gibt es tolle Anleitungen. (falls das Thema wieder spannend wird)

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    Bonus #post

  • Ich habe mir das Buch, das Pia empfohlen hatte - Mein erster Mal- und Zeichenkurs -, jetzt einmal angesehen (soweit übers Internet möglich) und es macht einen wirklich guten Eindruck, finde ich! Ich habe es mir jetzt bestellt. Es scheint für Eltern und Kinder gleichermaßen interessant zu sein. Und ich habe nichts dagegen, selbst auch noch hinzuzulernen (ich habe zwar nicht so schlechte Erfahrungen in der Schule gemacht wie Du, aber wenn man nicht besonders begabt ist, hört man ja doch irgendwann mal auf zu malen/zeichnen...)


    Ich hatte mir vor einiger Zeit mal ein Buch besorgt, das ich auch spannend finde: Zeichnen für verkannte Künstler.
    Bald sind meine Kinder alt genug, dann werde ich es einmal ausprobieren. Ich fand die - in einer Rezension erwähnte - Idee gut, die Seiten für jeden zu kopieren (eigentlich soll ins Buch gezeichnet werden). Mal schauen, ob das funktioniert...

  • Gerade hab ich eher den Eindruck, dass das Thema Hände zeichnen für sie momentan abgehakt ist.
    Plätzchen backen und Weihnachtsvorbereitungen waren übers Wochenende wichtiger.

    vielleicht war ihr versuch schon befriedigend genug für den moment :)

    Und als ich mit meinem Bild hilfe- und ratsuchend nach vorne zum Pult der Kunstlehrerin ging und meinte, dass ich damit nicht zufrieden sei, weil das überhaupt nicht aussehe wie meine Nebensitzerin, da meinte sie: "Dann schau dir deine Nebensitzerin halt an und mal sie so, wie sie aussieht".

    ich würde dann sagen: shcau dir die kinnpartie an, passt die grösse des mundes zum gesicht oder sollte der mund grösser sein, weiter oben. schmälere lippen. etc. also im prinzip hat die lehrerin recht, schau nochmal genau hin. man könnte die schüler aber natürlich etwas genauer anleiten, worauf sie nochmal genau schauen sollen.


    es gibt so grundsätzliches, wie ein gesicht aussieht. zb liegen bei babys die augen in der mitte des kopfes, bei erwachsenen sind sie weiter oben. für proportionen gibt es regeln, die kann man nachschlagen. dass dann die formen passen, muss man seinen blick und seine handwerklichen fähigkeiten schulen.

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • ch habe zwar nicht so schlechte Erfahrungen in der Schule gemacht wie Du, aber wenn man nicht besonders begabt ist, hört man ja doch irgendwann mal auf zu malen/zeichnen...)

    Ich finde, ich habe das noch ganz gut weggesteckt.


    Ich höre in diversen Krabbelgruppen, Mutter-Kind-Kuren, Kindergarten-Elternabenden, Fortbildungen etc. etc. (manchmal ist halt die Aufgabe, dass man irgendwas malt...) ganz, ganz oft von anderen anwesenden Erwachsenen: "Oh je, ich KANN aber überhaupt nicht malen"... und hab auch schon öfters erlebt, dass die Leute sich dann sichtlich unwohl damit fühlen oder sich rundheraus weigern, was zu malen (und das sind ja dann meist eher einfache Sachen, z.B. "ein Baum"... oder "Vater, Mutter, Kind, Haustier" oder irgendwas Symbolisches, und niemand würde das Ergebnis jemals bewerten...)


    Daher bin ich mir sicher, ich bin bei Weitem nicht die Einzige, der man im Kunstunterricht in der Schule den Spaß am Malen verleidet hat. Ich seh das alles wie gesagt nicht so ernst, aber bevor ich die Kinder hatte, wäre ich auch überhaupt nicht auf die Idee gekommen, freiwillig einen Malstift oder was Ähnliches in die Hand zu nehmen.


    Danke für die Buchtipps. Das klingt so, als ob man es mit den Kindern zusammen machen könnte, das werde ich mir auf jeden Fall anschauen.

  • Wir haben "Zeich mal!" https://www.amazon.de/Zeich-Mal-gro%C3%9Fe-Mal-Zeichenschule/dp/3772456804/ref=sr_1_1?s=books&ie=UTF8&qid=1480885832&sr=1-1&keywords=zeich+mal


    und ich finde es große klasse, weil es sehr zum experimentieren ermuntert und z.B.auch zeigt, dass wenn 5 leute ein schwein zeichnen, jedes schwein anders aussieht, es also keine "richtige" art gibt, zu zeichnen.

  • Daher bin ich mir sicher, ich bin bei Weitem nicht die Einzige, der man im Kunstunterricht in der Schule den Spaß am Malen verleidet hat

    ich denk, das hat noch nen anderen Aspekt, nämlich, dass alles perfekt sein muss. dass man sich immer irgendwie in der Bewertung sieht und überall Leistung bringen muss/will/soll...


    ist ja ähnlich mit singen, nen Gedicht vortragen/vorlesen, tanzen etc... So Dinge, die eigentlich einfach nur Spaß machen sollten. Aber man will eben nicht schlecht bewertet werden. Ich spüre den Druck selbst auch immer.

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