Attachement-Parenting-Kontroverse

  • Irgendwie..... komischer Artikel.. nicht nur der Kontroverse Abschnitt. Er kommt eigentlich ganz sachlich wissenschaftlich daher, suggeriert für mich aber irgendwie unterschwellig dass AP was komisches ist finde ich . Der Eindruck wird vielleicht unterstützt durch die Bilder.. die finde ich irgendwie seltsam

    Aufgrund meiner Einstellung zum Leben sehe ich keinen Grund, mich meines Alters entsprechend zu verhalten!

  • also viele der kritiken kann man auf jede art der kindererziehung umlegen. das zuviel und zusehr der ideologie hinterher sein, die identitätsfindung durch eine bestimmte art der erziehung, das höhere ziel über seine eigenen bedürfnisse stellen, durch die ideale erziehungsform besondere menschen modellieren.


    was mein persönlicher knackpunkt ist und was auch viele mütter wie väter meinen, mit denen ich rede und die nicht unbedingt attachment parenting betreiben, dass kinder aufziehen in unserer gesellschaft entweder auf kosten der mutter, des vaters oder des kindes geht. ich persönlich habe noch nicht herausgefunden, wie sich bedürfnisorientierte erziehung und emanzipation vereinen lassen. ich habe auch noch keine wirklich guten gedanken dazu gelesen oder gehört. knackpunkt hierbei ist für mich das stillen.


    meine kinder haben bedingt durch die anfängliche intensivere nähe mit mir eine intensivere bindung an mich erfahren und verlangen dadurch mehr mich. beim grossen kind war es extrem. da haben wir noch versucht, sowohl erwerbsarbeit als auch kinderbegleitung 50:50 aufzuteilen und sind kläglich an den bedürfnissen des kindes gescheiter. momentan leben wir ein klassisches mann bring geld heim, frau ist bei den kindern model und es fordert mich sehr heraus.


    was ich auch nicht mag, was ich aber aus sehr vielen unterschiedlichen kontexten kenne, ist die überhöhung der mutterschaft. als wenn vater sein im vergleich dazu nichts besonderes wäre. schwanger sein, gebären und stillen können nur frauen, und ja, diese leistungen will ich geschätzt wissen von meinen mitmenschen und von der gesellschaft, aber eltern sein geht alle eltern was an und da möchte ich nicht unterscheiden zwischen müttern und vätern.


    grundsätzlich halte ich viel von den ideen und ansätzen des attachment parenting, gehe aber nach dem klöterschen grundsatz vor: wer leidet mehr.

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • Bindungsstörungen sind so weit verbreitet, dass ich es eunfach nur git finde, wenn da etwas anderes sich entwickelt. Aber wie lange soll es so eng sei , wann darf und sollte auch Diszanz einziehen, sind schon Fragen, die ich als schwierig wahrgenommen habe. Die Symbiose sich lösen lassen und dennoch attacjed zu bleiben, ist nicht unbedingt leicht.

    Eine Illusion, die ich nicht mehr habe: ein Optimum kann man damit nicht erreichen, alle Bedürfnisse der Babys adäquat zu beantworten überfordert einen einzelnen.

    Liebe Grüße,


    Ich, mit Tochter (2/06) und tochter (12/07).

  • Ich würd mich ehrlich gesagt nie auf Wikipedia stützen, wenn es um bestimmte Themen geht. Da herrscht nunmal leider eine Gruppe an sehr aktiven, aber auch sehr dominanten Autoren, die ziemlich klare Meinungen haben und die Artikel entsprechend färben. Das ist ja schon sehr sehr lange keine offene Welt mehr, in der man fröhlich mitspielen kann wenn man möchte. Guck Dich mal bei Artikeln zu anderen Themen um, von Naturheilkunde bis zu psychischen Erkrankungen oder Nachhaltigkeit. Das ist das Gedanken-machen m.E. nicht wert.

    ~~ Luxa


    Sometimes something will change and that change

    Will change you


    Strong people stand up for themselves.
    Stronger people stand up for others.


  • Ich habe den Artikel gelesen und finde einige Aspekte sehr bedenkenswert.

    Ich muss allerdings vorweg dazu sagen, dass ich von mir selbst nicht sagen würde, dass ich strikt nach AP handle. Ich habe überhaupt kein striktes pädagogisches Konzept, sondern pflücke mir als überzeugte Anhängerin des Eklektizismus in allen Lebensbereichen das raus, was zu mir bzw uns passt und meinem Bauch- und Herzgefühl entspricht.

    So war und ist es für mich zum Beispiel keine Frage gewesen, dass ich auch mit Kind weiter arbeiten und studieren würde. Ich bin völlig für Wahlmöglichkeiten für alle Frauen, aber für mich persönlich wäre ein mehrjähriger Ausstieg aus dem Berufsleben keine Option und das nicht nur in finanzieller Hinsicht.

    Die feministische Kritik am Modell der Mutter, die sich nur noch auf das AP konzentriert, kann ich nachvollziehen, aber ich gewichte da doch für mich persönlich das Recht der einzelnen Frau, dies für sich selbst zu entscheiden, stärker. Ich gehe auch nicht wieder in die Schule, weil ich die feministische Sache stärken will - das ist ein netter Nebeneffekt -, sondern weil ich gerne mit Kindern und Jugendlichen arbeite und nebenbei gerne Geld verdienen und in meine Rente einzahlen möchte.

    Viele der übrigen Kritikpunkte finde ich schwer pauschal zu beurteilen - zumal sie sich nicht mit meiner Erfahrungswelt decken. Ich kenne selbst keine Mütter, die ihre Kinder bis an den Rand der Erschöpfung tragen und stillen. (Abgesehen von kurzen Phasen, die normal aber eben anstrengend sind.) Ich kenne Mütter, die (länger als 6 Monate) tragen und stillen, aber die sich selbst trotzdem nicht selbst aufgeben.


    Was sind denn für dich die spannenden Punkte und über was genau würdest du dich gerne austauschen?

  • Ich kenne Mütter, die (länger als 6 Monate) tragen und stillen, aber die sich selbst trotzdem nicht selbst aufgeben.

    ich finde, als eltern, die den job ernst nehmen, gibt man sich bis zu einem gewissen grad selbst auf. mein mann sieht das ähnlich. das hat aber meiner meinung nach nichts mit der art der erziehungsideologie zu tun, sondern damit, dass man verantwortung für mehr als nur für sich selber hat.

    #rose

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  • Ich würd mich ehrlich gesagt nie auf Wikipedia stützen, wenn es um bestimmte Themen geht. Da herrscht nunmal leider eine Gruppe an sehr aktiven, aber auch sehr dominanten Autoren, die ziemlich klare Meinungen haben und die Artikel entsprechend färben.

    gerade bei "kontroversen" finde ich dann diese "klare meinung", wie du es bezeichnest, als gegenpol sehr interessant.

    #rose

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  • Hallo,


    Ich liebe zu dem Thema das, was ich von Mayim Bialik (die Schauspielerin der Amy aus TBBT) gehört und gelesen habe. Die hat IRL einen Doktor in Neurowissenschaftlerin, berufstätige Mutter und ist bekennende Feministin (was ja im Artikel ein Stichpunkt ist) kommt) und weiß denke ich wovon sie redet. Ganz unaufgeregt und ruhig - aber sehr eindeutig dahin, daß die moderne Hirnforschung und AP ganz eindeutig auf einer Wellenlänge sind.


    Auf YT gibt es auch einiges zu dem Thema von ihr.

  • Trin gibt es von mayim bialik auch beiträge zu "mutterschaft und feminismus"? wenn ja, dann mach ich mich auf die suche.

    #rose

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  • licht Vielleicht ist das nur eine Definitionsfrage des Ausdrucks? Für mich ist Selbstaufgabe einfach negativ behaftet und mit "Hätte ich dich nicht bekommen, hätte ich das und das machen können" assoziiert.

    Aber natürlich ändert das Elternwerden absolut alles. Bei mir ist es ja noch ziemlich frisch und natürlich steht das Wohl meiner Tochter für mich und meinen Mann gerade über unseren Wünschen. Aber ich nenne das nicht Selbstaufgabe und empfinde es auch nicht als solche. Wie du sagst sind wir jetzt eben nicht mehr nur für uns selbst verantwortlich.

    Aber wie gesagt: Vielleicht empfinde nur ich den Begriff einfach als negativ.

    Selbstaufgabe wäre für mich, wenn ich über mein neues Leben als Mutter all meine Freunde, Interessen, Hobbys fallen lassen würde. Und das ist nicht der Fall - sie sind nur eben alle in der Prioritätenliste etwas weiter nach hinten gerutscht ;)

  • Hallo,


    EInen konkreten Beitrag habe ich da jetzt nicht im Kopf, ich glaube, man kann das auch nicht trennen. Ich weiß, daß sie AP-Befürworterin ist und ich weiß, daß sie Feministin ist. Wenn ich etwas von ihr zu dem einen Thema höre, dann habe ich immer das andere auch im Hinterkopf und höre es mit.


    Ich habe einige Interviews mit ihre angesehen und da kamen oft beide Themen vor (Wie geht das mit AP und arbeiten? z.B.), aber wie gesagt, einen konkreten Tipp zu genau dem Thema habe ich da leider nicht.


    Ich habe AP nie als Selbstaufgabe empfunden, allerdings haben sich einige Prioritäten tatsächlich zeitweise oder komplett verschoben. Aber das finde ich für mich überhaupt nicht schlimm, im Gegenteil, es fühlt im Ganzen sich sogar lebens-sinniger und gesünder an.


    Ich denke, wenn man kein AP befürwortet sondern eher klassisch erzieht, muss man, sofern man nicht die "ganz harte Tour" fährt, genau so viel verändern. Wenn ich der Meinung bin, mein Kind muss täglich 19 Uhr im Bett sein (unabhängig davon, was das Kind selber signalisiert), dann schränke ich mich ebenfalls ein, vielleicht sogar mehr als wenn ich mich nach dem Kind richte und den gemeinsamen Abend genieße. Wenn ich der Meinung bin, in den Schlaf tragen verwöhnt mein Baby, muss ich es entweder anders in den Schlaf begleiten - oder aushalten, daß es schreit oder ggf. ständig ans Bett laufen. usw.

  • Selbstaufgabe wäre für mich, wenn ich über mein neues Leben als Mutter all meine Freunde, Interessen, Hobbys fallen lassen würde. Und das ist nicht der Fall - sie sind nur eben alle in der Prioritätenliste etwas weiter nach hinten gerutscht

    naja, die kinderlosen freunde werden weniger, die hobbies passen sich der familie an, die aktivitäten koordiniere ich mit meinem mann rund um die kinder herum, urlaub wird kindkompatibel geplant. wir würden das ganz anders machen bzw. haben wir das früher ganz anders gemacht. zu einem grossen teil habe ich meine bedürfnisse und meine vorlieben hintangestellt und suche mir meine kleinen freiräume zwischendrinnen. ja, es wird besser, aber es dauert.

    #rose

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  • danke Trin . ich werd mir mal ein paar sachen von ihr auf youtube ansehen. ich glaube, du hattest mal einen beitrag von ihr, warum sie veganerin ist, verlinkt.

    #rose

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  • Hallo,


    Wäre das anders, wenn du mit deinen Kindern nicht bedürfnisorientiert umgehen würdest? Ich weiß nicht, was ihr üblicherweise für Urlaube gemacht habt, welche Hobbys sich verändert haben... aber würdest du sie anders machen, wenn die Sachen wie Bindung, Bedürfnsiserfüllung weniger wären? Wäre der Urlaub nach deinen Wünschen mit Baby im Wagen leichter zu erfüllen gewesen als mit Baby im Tuch (und ggf. Wagen?


    Also zusammengefasst, liegen die Veränderungen tatsächlich am AP oder generell am "Kinder haben"?


    Ich hatte immer das Gefühl, daß mir bestimmte Sachen leichter machen, mein Leben zu leben. als die Babys noch ganz klein waren, waren sie mit Stillen und Tuch zufrieden und ich konnte auf Feiern gehen, während eine Bekannte, der feste Schlafzeiten wichtig waren (tatsächlich ihr und nicht dem Kind), nicht kommen konnte oder sehr zeitig gehen musste. (Daß es auch "Rhythmus-Kinder gibt, ist mir wohl bewusst, aber das ist unabhängig vom AP) mit Kind im Tuch fand ich mich viel flexibler und konnte viel besser wandern gehen usw.


    Sicher kommt es wirklich darauf an, was man vorher geliebt hat. Aber ich denke trotzdem daß in den meisten Fällen "Kind an sich" die Veränderung bewirkt und weniger das AP.

  • Also zusammengefasst, liegen die Veränderungen tatsächlich am AP oder generell am "Kinder haben"?

    ich hab ja weiter oben geschrieben, dass es meiner meinung nach nicht am attachement parenting liegt, sondern am kinderhaben und den elternjob ernst nehmen.

    ich finde, als eltern, die den job ernst nehmen, gibt man sich bis zu einem gewissen grad selbst auf. mein mann sieht das ähnlich. das hat aber meiner meinung nach nichts mit der art der erziehungsideologie zu tun, sondern damit, dass man verantwortung für mehr als nur für sich selber hat.


    so grundsätzlich finde ich das meiste bei ap praktischer und besser in mein leben integrierbar als konventionelle kinderaufziehmethoden. so hab ich auch meist kritisches nachfragen im keime erstickt, dass ich zb. gemeint habe, ich steh doch nicht mitten in der nacht auf und wandere ins kinderzimmer, wenn das kind weint. oder dass ich froh bin, immer noch zu stillen, da muss ich mri keine gedanken um jause mitnehmen machen (wobei ich nur bis 2,5 bzw bis 3 gestillt habe).

    #rose

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  • Ich versteh ehrlich gesagt das Problem mit dem Artikel nicht. AP wird in dem beschreibenden Teil in meinen Augen nicht abgewertet oder so, und die Kritik, z.B. auch an der wissenschaftlichen Absicherung, wird sachlich vorgetragen. Nachvollziehbar finde ich sie (insbesondere aus Sicht als Pädagogin) auch.

    Und was Herr Sears da über berufstätige Mütter schreibt, finde ich als langzeitstillende, tragetuchbegeisterte, im Familienbett schlafende und seit dem dritten Lebensmonat des Kindes wieder berufstätige Mutter, ehrlich gesagt absolut abscheulich.


    Das heißt ja nicht, dass die Grundsätze nicht gut und richtig sind, es fehlt halt der wissenschaftliche Beleg und die Frage der psychologischen Auswirkungen dieses sehr hohen Anspruches gerade an die Mütter müsste halt auxch mal angegangen werden. #weissnicht

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    You say you want a revolution. Well, you know, we all want to change the world.

    But when you talk about destruction, don't you know that you can count me out? Don't you know it's gonna be all right?

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  • Hallo,


    Also zusammengefasst, liegen die Veränderungen tatsächlich am AP oder generell am "Kinder haben"?

    ich hab ja weiter oben geschrieben, dass es meiner meinung nach nicht am attachement parenting liegt, sondern am kinderhaben und den elternjob ernst nehmen.


    Ich hatte es auch nicht als Entgegnung, sondern als Ergänzung gemeint. :)


    Ansonsten habe ich aktuell keine Lust auf Diskussionen und bin erst mal weg (was nicht an dir oder dem Thema liegt), vielleicht später mal wider.

  • als konventionelle kinderaufziehmethoden.

    Ich lese das grad und frage mich, was sind das denn?

    Irgendwie lebe ich in einer Blase, glaube ich, da ich mir anderes, als Bedürfnisorientiertes gar nicht vorstellbar ist.

    Allerdings hier sehr streng gelebt: Bedürfnisse ALLER, nicht nur des Kindes. Ich kenne auch niemanden, der anders lebt, als eben so.

    (UNd DInge wie stillen oder tragen sind für mich nicht unbedingt DER Pfeiler des AP, wobei ich auch keine Menschen kenne, die nicht wenigstens AUCH tragen. So bescheuert wie mein Mann und ich und nur tragen können ja nicht alle sein. ;) (Das ist nämlich durchaus nicht immer witzig.)


    knackpunkt hierbei ist für mich das stillen.

    meine kinder haben bedingt durch die anfängliche intensivere nähe mit mir eine intensivere bindung an mich erfahren und verlangen dadurch mehr mich. beim grossen kind war es extrem. da haben wir noch versucht, sowohl erwerbsarbeit als auch kinderbegleitung 50:50 aufzuteilen und sind kläglich an den bedürfnissen des kindes gescheiter. momentan leben wir ein klassisches mann bring geld heim, frau ist bei den kindern model und es fordert mich sehr heraus.

    Ich habs ja von der andern Seite erlebt und glaube, dass da was dran ist im gewissen Rahmen und diese intensivere Bindung tatsächlich da ist. Klar kann der Vater alles andere auch, aber der, der füttert, die Nähe, die Milch, das Saugen, das Kuscheln gibt, der ist erstmal Nummer eins. Bei uns war es ja andersrum und mein Mann war derjenige welche und da war die Bindung auch von Beginn an andersrum, als "meistens".

    Erst jetzt nach dem "abfläscheln" dreht es sich grad.

    Da wir aber das 50:50 unbedingt für unser Seelenheil brauchten, haben wir es durchgesetzt. Dem Muk wäre es in den ersten 2 Jahren sicher anders lieber gewesne, aber dann wäre einer von uns kaputt gegangen.

  • Da wir aber das 50:50 unbedingt für unser Seelenheil brauchten, haben wir es durchgesetzt. Dem Muk wäre es in den ersten 2 Jahren sicher anders lieber gewesne, aber dann wäre einer von uns kaputt gegangen.

    hier hat das 50:50 beim ersten kind alle kaputt gemacht. kind hat gelitten, mann hat gelitten und ich fühlte mich schuldig, weil die anderen beiden gelitten haben. die situation hat sich erst entspannt, als ich mich hauptsächlich dem kind widmete und mann sogut als möglich verscuht hat, mich zu unterstützen und mir auszeiten zu verschaffen. und jedes mal, wenn ich was für mich getan hab, was länger als 3 stunden war, dann ist kind krank geworden. zum glück hat sich das verwachsen und papa ist inzwischen beliebt, aber dadurch, dass ich einige jahre weg von der arbeitswelt war, ist es in meinem alter und meiner branche nicht mehr so easy, was halbwegs bezahltes in teilzeit zu finden.

    #rose

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