Impfpflicht - habt ihr Lust auf Formulierungshilfe?

  • Man muss ja nicht gleich eine Impfpflicht für Erwachsene einführen. Aber wenn z.B. jemand alle 2 Jahre zum Gesundheitscheckup geht, könnte man das bei vorhandenem Impfausweis doch mit prüfen und zu einer Impfung raten falls keine oder nur eine Impfung da, und keine klare Aussage, ob Masern durchgemacht wurden? Oder wenn jemand eine andere Impfung macht genauso? Bei Frauen evtl. sogar im Rahmen der alljährlichem Krebsvorsorge beim Gyn möglich (wo Frauen unter 35 vermutlich regelmässiger auftauchen als beim Hausarzt).

    Im Moment habe ich aber den Eindruck, dass das einfach gar nicht thematisiert wird.

  • Während ich zu den anderen Themen nachgelesen habe, stand auch irgendwo, dass der Nachimpfung von Erwachsenen in Gynpraxen die grösste Rolle zukommt, scheint also schon gemacht zu werden, wäre aber sicher ausbaufähig.

    Ich wurde auch schon von Ärzten gebeten, meinen Impfpass mitzubringen.

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

  • "Vor Einführung der Impfung 1963 traten alle zwei bis drei Jahre größere Epidemien auf. Schätzungen zufolge gab es zuvor jährlich weltweit etwa 30 Millionen Menschen, die an Masern erkrankten; zwei Millionen starben daran. Es wird angenommen, dass ohne Impfung etwa 95 Prozent der Menschen bis zum 15. Lebensjahr mit dem Masernvirus infiziert wären"

    Pamela


    Link

    Demnach wäre die Wahrscheinlichkeit an Masern zu sterben 1:15?

    Sonst heißt es immer, die Wahrscheinlichkeit wäre zwischen 1:1000 und 1:10000.

  • Hallo,


    Aus dem Artikel:


    "Nach unseren Recherchen führt die Basis des Rötel-Impfstoffs auf humane fetale Zelllinien zurück, das heißt auf Zellen, die abgetriebenen Föten entnommen wurden.

    Dr. Rabe: Ja, na klar."


    Das wusste ich tatsächlich noch nicht... #blink

    Ist das allgemein bekannt? Also anderen Laien, Eltern, die "Nicht-Mediziner" sind...?


    Die Masernimpfung ohne Mumps und eben Röten ist ja nicht/kaum zu bekommen. Ich könnte mir vorstellen, daß es für viele keine Rolle spielt, aber für den ein oder anderen bei der Entscheidung doch auch eine ethische Frage ist... (Oder ist das "Nicht Allgemeinwissen werden lassen" diesbezüglich absichtlich? Ich hoffe mal nicht...)

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  • Gleich mal nachgelesen, was dahintersteckt:


    "Die Antigene für insgesamt 3 Impfstoffe, nämlich Röteln-, Varizellen (Windpocken)- und Hepatitis A (infektiöse Gelbsucht) - Impfstoffe, werden auf fötalen Zelllinien hergestellt. Allerdings braucht man hierfür nicht ständig neue Föten, sondern die Zellen für die betroffenen Zelllinien wurden einmalig in den 1960-er Jahren gewonnen und werden seither im Labor weitergezüchtet."


    https://www.basg.gv.at/arzneim…imittel/impfstoffe/#c7529


    trotzdem merkwürdig (finde nicht die richtigen Worte)

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    - Leonard Cohen

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von jascha ()

  • und der wissenschaftliche Dienst des Bundestages schätzt die Masernimpfpflicht als nicht verfassungsgemäß ein. Was sich mit meinem Gefühl deckt.

  • Hallo,


    Nichts anderes sagt er ja, auch später im Artikel. (bezieht sich auf Jascha)

    Und trotzdem könnte ich mir denken, daß es Menschen gibt, für die es durchaus relevant ist, daß da mit menschlichen Zellen gearbeitet wird. Nur davon hört man nichts...


    Genau so, wie es oft immer noch das Ziel der 2. Impfung eben n i c h t zur Impfaufklärung gehört....


    Und so lange das so ist, ist die Sache mit dem Vertrauen schwierig, finde ich.


    Irgendwer sagte, man könne sich ja auch beim Gyn impfen lassen. Das kann natürlich jede(r) für sich entscheiden. Ich möchte das allerdings nur von jemandem, der halbwegs aktuelle und umfassende Informationen hat und über Wirkung UND Risiken informiert ist und das in der Beratung (!) bereits einbringt. Das würde ich jetzt in einer Gyn-Praxis speziell in Bezug auf Masern nicht unbedingt erwarten, ich glaube, da haben andere Weiterbildungsthemen Vorrang ...

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von Trin ()

  • Meine Informationen sind schon ein paar Jahre her. Aber so viel ich weiß, hat Dr. Rabe eine Praxis in München und berät zu Impfungen kritisch aber umfassend.

    Er hat auch ein Buch geschrieben, aber ich finde den Titel nicht mehr.

    Liebe Grüße Genmaicha
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    Hat der Schüler schlechte Noten, hat der Lehrer versagt!

  • Demnach wäre die Wahrscheinlichkeit an Masern zu sterben 1:15?

    Sonst heißt es immer, die Wahrscheinlichkeit wäre zwischen 1:1000 und 1:10000.

    Ich werde jetzt nicht weiter nach genauen Zahlen suchen, weil ich eigentlich was arbeiten muss, aber die Zahlen mit dem 1:15 beziehen sich ja auf weltweite Masernerkrankungen. Da die meisten Erkrankungsfälle Menschen betreffen, die einen wesentlich schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand haben (Hunger, weitere Erkrankungen gleichzeitig) und auch eine schlechtere medizinische Versorgung, kann ich mir gut vorstellen, dass die Sterblichkeit im weltweiten Schnitt deutlich höher war/ist als im gut versorgten Deutschland, selbst wenn es keine ursächliche Therapie gibt. Dass der Unterschied so krass ist, wundert mich allerdings auch.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • So hatte ich das auch vermutet huehnchen69 , zumal es ja um Zahlen vor 1960 ging und da die gesundheitliche Versorgung auch nochmal anders war.

    There is a crack in everything. That's how the light gets in.
    - Leonard Cohen

  • dass der Nachimpfung von Erwachsenen in Gynpraxen die grösste Rolle zukommt, scheint also schon gemacht zu werden, wäre aber sicher ausbaufähig.

    ich wurde schon vor 20 jahren von meiner damaligen f-ärztin gefühlt ständig auf mmr angesprochen und obwohl ich als kleinkind geimpft war hatte ich gar keinen titer, sie hat mich mehrmals geimpft (würde ich so heute nicht mehr machen lassen) und es hat sich da nicht viel am wert geändert....am schluss wurde der impfstoff sogar durch die nasenschleimwand getröpfelt...

    schnecke 2004 und schneckchen 08/2008

  • Trin , ja mir war das bekannt und ich hatte mich nur in der Schwangerschaft mit den Impfungen beschäftigt und das Thema dann überfordert irgendwann ad akta gelegt, das habe ich bestimmt im Hirte Buch gelesen.

    Ich für mich kann damit leben, weil ich mir denke, dass viele Medizinprodukte aus menschlichem Gewebe produziert werden...ich würde auch Blutkonserven, Stammzellspenden u.ä. für mein Kind akzeptieren, ich habe auch Impfungen mit Hühnereiinhaltsstoffen geben lassen und selbst Medikamente mit allen möglichen Inhaltsstoffen eingenommen. Für mich zählt da das Resultat und ich gehe davon aus, dass für die ursprüngliche 'Spende' eine Einwilligung vorlag.


    Mir war auch immer der Sinn der 2. Impfdosis klar. Da der Zeitpunkt in den Impfkalendern von UK und Deutschland sehr voneinander abweicht (in UK wird die 2. erst mit 3 Jahren 4 Monaten gegeben), kam mein Kind also nur mit einer Impfung mit anderthalb Jahren nach Deutschland und Kinder- und Hausärztin haben ganz schön Druck gemacht, das fand ich absolut bizarr.

    Ich habe mich letztlich trotzdem zur 2. entschieden, weil er die 1. einwandfrei vertragen hatte, ich ihm keine Blutentnahme zumuten wollte und auch nicht einsah privat Titermessungen zu zahlen.


    Gut, dass wir sie haben, wenn dieser Mist von Herrn Spahn jetzt wirklich kommt.

    tt1c48ce.aspx
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