24-Stunden-Kitas

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  • Das war bei uns gestern auch Thema am Abendbrottisch.
    Ich bin echt kein Kitagegner aber Über-Nacht-Betreuung? 8I Wahrscheinlich bin ich altmodisch, aber nachts gehören so kleine Würmer nach Hause. :S


    Was ist der nächste Schritt? Kinder direkt nach der Geburt in dementsprechende Einrichtungen geben, die Eltern können ja dann vom Fenster winken ab und zu, stehen dem Arbeitsmarkt voll zur Verfügung und das Kind hat einen geregelten Tagesablauf. #trommel


    Und das Kind wird Rund um die Uhr optimal gefördert. Weil Eltern das ja sowieso nicht können.

    LG Unzufrieda Sonderwunsch
    "Staub enthält im Prinzip wenig Fett. Das heißt man kann davon so viel essen wie man möchte." #zaehne

  • Zitat

    Dresche, wie soll denn eine allein erziehende Krankenschwester derzeit eine Vollzeitbeschäftigung organisieren? Ach, stimmt, die Berufswahl war ja ihre Entscheidung, soll sie halt von ALG Ieben ...


    Da Du ja doch recht aggressiv hier argumentierst, stelle ich einfach mal die Frage: Muss es dann künftig auch 24 Stunden Schulen mit Nacht-Hort geben? Denn die Zeit in der 24 Stunden Kita ist ja endlich.


    Ich weiß nicht, wo das dann alles enden soll.

    Sternenkind 11/2004 #kerze
    Junge 10/2010 #herz
    Junge 8/2013 #herz
    Sternenkind 9/2015 #kerze

  • Zitat

    Und das Kind wird Rund um die Uhr optimal gefördert. Weil Eltern das ja sowieso nicht können.


    Manuela Schwesig sind Sie es? :) Durch diese spezielle Förderung wird Deutschland einen nie geahnten Aufschwung erleben. In 20, 25 Jahren wird Dank Frau Schwesig Deutschland auf dem Gipfel angekommen sein. :sly:


    Nur für das Protokoll: Mein Job in Kombination mit dem meines Mannes sind nicht dazu geeignet, eine Familie zu haben. Als wir uns für unsere Kinder entschieden haben, war klar, dass ich nicht mehr in diesen zurückkehren werde können, außer wir geben die Kinder zur Adoption frei. Wir könnten selbst mit 24 Stunden Kita das nicht wuppen. Bedeutet auch, dass ich mich werde neu orientieren müssen, wenn ich nicht mehr die Kinder betreue. Das wäre auch so, wenn ich alleinerziehend wäre. Hat mir bei meiner Jobwahl auch niemand gesagt, ist halt einfach so.

    Sternenkind 11/2004 #kerze
    Junge 10/2010 #herz
    Junge 8/2013 #herz
    Sternenkind 9/2015 #kerze

    Einmal editiert, zuletzt von Maedchen ()

  • aber letztlich ist das ja wiederum nur in Städten umsetzbar, dort wo ein evlt. erhöhter Bedarf danach besteht und dann auch sicher nicht alle Kitas sondern wenige. Und dann müssten alle Kinder von Eltern die das brauchen dort auf einmal untergebracht sein und nicht auf xy viele Kitas in der ganzen Stadt. Oder wie stellt man sich das vor?


    Hier auf dem Dorf wäre eine 24h Betreuung völlig unnütz. Das Geld dafür könnte man in deutlich sinnvollere Dinge für die Kinder umsetzen.

  • Ich kenne von früher nicht nur 24h, sondern auch Wochenkrippen/kigas, zusätzlich zu den damals normalen Öffnungszeiten von ca 6 bis 19 Uhr. Mußte nie hin, obwohl meine Eltern beide Schichten geschoben haben (zeitversetzt zueinander), wir hatten die Oma im Haus und meine Eltern haben sich sehr bemüht, ihre Schichten so zu legen, daß immer einer zuhause war.
    Die Wochenkrippen liefen schon damals unter "wenn mal gar keine andere Wahl hat". Wenn man irgendwie anders konnte, wurde es auch anders gelöst, es gab nicht wenige Kinder, die unter der Woche bei Oma gelebt haben.
    So gesehen find ich´s einerseits schon nicht schlecht, wenn man den Eltern die Möglichkeit gibt, das Kind betreut zu wissen, es gibt nun mal Berufe, da geht nichts ohne Schichten.
    Andererseits haben wir jetzt schon chronischen Personalmangel und die Erzieherinnen sind zu schlecht bezahlt, wie man das Ganze umsetzen möchte, ist mir ein Rätsel. Und was passiert, wenn ein Kind mit solchen Betreuungszeiten dann in die Schule kommt und plötzlich nur noch Hortbetreuung bis 15 Uhr und 12 Wochen Ferien pro Jahr hat, darüber redet auch keiner - ah ja, die sind ja dann alt genug und können sicher auch alleine zuhause bleiben *ironie off*.

    LG H. mit J. (17,5) und S. (bald 12)

  • Wie soll das denn umgesetzt werden? Ich finde es eine ganz gruselige Vorstellung, mein Kind schon vor 5 Uhr zu wecken, um es dann um halb 6 in der Kita abzugeben, damit ich pünktlich um 6 Uhr auf der Arbeit sein kann. Und wenn ich Nachtdienst habe, soll das Kind dann ab mittags zu hause sein und abends in die Kita gehen bis zum nächsten Mittag, dann abholen und abends wieder bringen? Oder besser ein paar Tage in der Kita bleiben und die Mutter gar nicht sehen? Und beim Spätdienst, bringe ich es dann mittags bis abends halb zehn oder bleibt es besser dann von morgens an 12-14 Stunden in der Kita?

  • Wenn es solche Angebote der Kita gibt, müssen sie - damit sich das dann auch rechnet - natürlich auch entsprechend gebucht sein. Also "zur Not mal nutzen" abgeben, dann wird das vermutlich nicht tragbar sein. Wenn eine Kita diesen Service anbietet, muss sie sicherlich auch Planungssicherheit haben und es kann nicht nur ein Notausgang sein, wenn es gerade mal nicht anders geht.

    Sternenkind 11/2004 #kerze
    Junge 10/2010 #herz
    Junge 8/2013 #herz
    Sternenkind 9/2015 #kerze

  • Ist denn mit der Ausweitung der Betreuungszeiten gemeint, dass die Kinder länger betreut werden?


    Mein AG hat eine Kita mit Schichtdienst (Früh-/Spätdienste in der Klinik)- Angebot, aber die wöchentliche Betreuungszeit ist m.W. gedeckelt. Es gibt also nicht die Möglichkeit, das Kind morgens um 5.30 Uhr zu bringen und abends um 21.30 Uhr wieder abzuholen. Am Wochenende wird keine Betreuung angeboten, da dürfen Eltern jüngerer Kinder aber m.W. auch nicht ungefragt eingeplant werden.
    In der Kita meiner Kinder ist die Betreuungszeit 8-16 Uhr (man darf natürlich später bringen oder früher holen), aber wer nachweisen kann, dass er damit nicht hinkommt, kann einen Frühdienst ab 7 Uhr oder einen Spätdienst bis 17 Uhr in Anspruch nehmen. Ich finde 10 Stunden Kita auch ziemlich lang (bzw. ich finde die restliche Familienzeit sehr kurz), aber die wenigsten Eltern brauchen das ja 5 Tage/Woche.


    Arbeitgeber werden hoffentlich erstmal gezwungen, sich bei den Arbeitszeiten an ihre eigenen Verträge zu halten. Wo 38,5 Stunden draufsteht, sollten auch 38,5 Stunden drin sein- und eben nicht 42 und dann noch ein schlechtes Gewissen machen.

    Das B in Pegida steht für Bildung.

  • Ist denn mit der Ausweitung der Betreuungszeiten gemeint, dass die Kinder länger betreut werden?


    Nein ...

    "Und hast du die Ausrufezeichen bemerkt? Es sind fünf. Ein sicheres Zeichen dafür, daß jemand die Unterhose auf dem Kopf trägt."

  • Bei uns in der Krippe/ Kita mit randzeitenbetreuung hiess es immer: 10 h maximale betreuungszeit. Das sei gesetzlich so festgelegt.

    Trinity mit DerGroßen (9 jahre) DemGroßen (7) und DerKleinen (3 Jahre) & Mini ( 5/14)

  • 24-Stundenkita heißt doch nicht, dass die Kinder 24 Stunden am Tag wegorganisiert sind. Die haben irgendwas zwischen 30 - 50 Stunden gebucht, wie normalerweise eben auch. Nur dass diese 30 - 50 Stunden eben auch in der Nacht liegen können.


    Das hat einen entscheidenden Vorteil: Schichtarbeiter haben tatsächlich Zeit wenn sie frei haben, auch tatsächlich mit ihren Kindern etwas zu unternehmen und zu tun. Tagsüber. Wo sonst eben der normale Kindergarten wären und ihr Kind im Kindergarten. 24 - Stunden - Kita heißt nur, 24 Stunden zeitlich flexibel. Nicht andauernd 24 Studen am Stück. Und es sind ja auch nicht andauernde Übernachtungen. Ich habe mittlerweile einige Radioberichte und Fernsehberichte gehört und gesehen. Die Eltern dort haben ganz andere Möglichkeiten, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, die durchaus auch viele Vorteile hat für die Kinder. Die bekommen so mehr Mama oder Papa mit als viele andere Kinder. Ich würde das Konzept nich gleich abwatschen. Es hat unbestreitbare Vorteile, auch für die Kinder.


    Der Nachteil ist, dass die Freunde nicht immer da sind, ja. Aber ich stelle es mir für ein KInd einfacher vor, dann im 24 Stundenkiga zu übernachten als mit Übernachtungen bei Freunden und diversen Babysittern zu jonglieren.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Naja, das Argument dass jetzt die Kitas schon Personal Mangel haben oder die Betreuung nur bis zur Einschulung abgedeckt ist iSt ja irgendwie nicht zielführend. Es geht nicht darum, ob das 24h-Modell alle Probleme der Welt löst, sondern ob dadurch für einige die Betreuungsfrage eine Zeitlang erleichtert wird.


    Hier ist die 24h-Kita eine elternini, deren nächtliche kinderzahl recht gering ist, mehr als zehn sind's nie. Es ist schon so, dass die meisten ihre Bedürfnisse anders regeln, aber manchmal geht das eben nicht.


    Und vom acht bis vier Job sind wir nun mal alle weit weg. Es sei denn man arbeitet in einem Team in dem die mit den Grossen Kindern oder ohne Kinder den kleinkindeltern den rücken frei halten. Das klappt je nach Relation der Zahlen zueinander besser oder schlechter. Wenn die Mehrzahl der Schwestern einer Station Kinder hat - wer steckt dann nachts zuruck? Und was macht eure klassleiterin wenn's auf Klassen fährt geht und sie ein Kleinkind hat? Oder o.g. feuetwehrmann, Verkäufer alle möglichen Dienstleister, Menschen in irgendwelchen Fabriken die rund um die Uhr produzieren? Es gibt sehr viele Jobs bei denen man nicht um vier daheim ist. Und den Menschen die die Jobs haben nicht die Wahl zu lassen den Job auch mit Kind zu machen oder eben nicht berufstätig zu sein finde ich vermessen.


    Klar, wer azsserhausige Betreuung zu Rand Zeiten blöd findet kann immer noch den Job wechseln oder mit Kind daheim bleiben. Aber er oder sie sollten wenigstens die Wahl haben.



    Und das jetzt polemisch mit Sinn oder Unsinn früher oder vielstündiger fremdbetreuung zu vermengen macht die diskussion nicht einfacher.

  • Zitat von »Georg«
    Ist denn mit der Ausweitung der Betreuungszeiten gemeint, dass die Kinder länger betreut werden?




    Nein ...


    Das heißt, mein Kind wird dann betreut, wenn ich arbeite? Hat also auch schon "Schichtdienst"?

  • Zitat

    24-Stundenkita heißt doch nicht, dass die Kinder 24 Stunden am Tag wegorganisiert sind. Die haben irgendwas zwischen 30 - 50 Stunden gebucht, wie normalerweise eben auch. Nur dass diese 30 - 50 Stunden eben auch in der Nacht liegen können.


    Das hat einen entscheidenden Vorteil: Schichtarbeiter haben tatsächlich Zeit wenn sie frei haben, auch tatsächlich mit ihren Kindern etwas zu unternehmen und zu tun. Tagsüber. Wo sonst eben der normale Kindergarten wären und ihr Kind im Kindergarten. 24 - Stunden - Kita heißt nur, 24 Stunden zeitlich flexibel. Nicht andauernd 24 Studen am Stück. Und es sind ja auch nicht andauernde Übernachtungen. Ich habe mittlerweile einige Radioberichte und Fernsehberichte gehört und gesehen. Die Eltern dort haben ganz andere Möglichkeiten, Zeit mit ihren Kindern zu verbringen, die durchaus auch viele Vorteile hat für die Kinder. Die bekommen so mehr Mama oder Papa mit als viele andere Kinder. Ich würde das Konzept nich gleich abwatschen. Es hat unbestreitbare Vorteile, auch für die Kinder.


    Der Nachteil ist, dass die Freunde nicht immer da sind, ja. Aber ich stelle es mir für ein KInd einfacher vor, dann im 24 Stundenkiga zu übernachten als mit Übernachtungen bei Freunden und diversen Babysittern zu jonglieren.


    Aber wann schlafen denn dann die Nachtschichtler? Die holen um 6 oder 7 Uhr das Kind in der Kita ab, haben einen Arbeitstag in den Knochen. Das Kind ist nun aber bereit für den Tag. Da fehlen doch dann im Grunde wieder 6 bis 8 Stunden Betreuung tagsüber oder schlafen die Eltern nicht mehr? Ich sehe da nicht unbedingt mehr Zeit gemeinsam für Eltern und Kind.

    Sternenkind 11/2004 #kerze
    Junge 10/2010 #herz
    Junge 8/2013 #herz
    Sternenkind 9/2015 #kerze