Schlaftablette - wie oft ist "nach Bedarf"?

  • Hallo,


    Ich habe vorgestern die erste Schlaftablette meines Lebens genommen.
    Verschrieben, weil ich aufgrund von Muskelschmerzen nur sehr schlecht und oberflächlich schlafe und dadurch tags nur noch müde bin.


    Jetzt muss ich sagen, das Ding war fantastisch!
    Ich habe bis morgens um 6 durchgeschlafen, das war schon ewig nicht mehr.


    Jetzt steht da aber was von ziemlichen Nebenwirkungen, Gewöhnung, Abhängigkeit... Überhaupt hab ich nur 10 Stk verschrieben gekriegt fürs erste.


    Aber nun ja, heute Nacht hab ich ja wieder nicht geschlafen. Also wäre der Bedarf bei mir relativ hoch, wenn ich einigermaßen fit sein will am Tag.


    Sind diese Teile wirklich so gefährlich oder wird da etwas übertrieben?


    Ich muss ehrlich sagen, ich wäre über diese Lösung sehr glücklich. Aber ist das eine Lösung?

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

  • Wird denn gleichzeitig etwas gegen die Muskelschmerzen getan? Dann sollte die Schlaflosigkeit ja schnell weg sein. Allerdings, wenn die Dinger so abhängig machen, würde ich wohl eher ein Schmerzmittel nehmen.

  • Was hast du denn bekommen?

    Weiß ich momentan nicht, schreib ich heute abend hier rein, wenn ich darf.


    Die Schmerzen kommen von Hüfte/ Gelenk / Muskel, keine Ahnung.
    Ich habe die seit mittlerweile 4 Jahren, bin ständig in Therapie und der letzte Ausweg wird ein neues Gelenk sein.
    Aber da scheiden sich die Geister, ob das jetzt schon klug ist.
    Und mein jetziger Arzt meint, wir kriegen das hin.
    Aber da bin ich jetzt auch schon einen Monat ohne merklichen Erfolg...



    Edit: Das Schmerzmittel hilft nicht lange und hat auch so blöde (bei mir spürbare) Nebenwirkungen... Damit hab ich wieder aufgehört.
    Da hatte ich auch schon zwei verschiedene.

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




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    Erich Fried

    2 Mal editiert, zuletzt von Alexy ()

  • War das denn ein Muskelrexanz oder tatsächlich eine Schlaftablette? Also bei letzterem fände ich das einen sehr merkwürdigen Therapieansatz...

  • Es ist tatsächlich eine Schlaftablette, die aber auch die Muskeln entspannen lässt.


    Ich war einfach verzweifelt, weil ich gerne mal wieder durchschlafen würde.
    Da meinte der Arzt, wir versuchen es mal mit einer Schlaftablette.

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    "Für die Welt bist du irgendjemand, aber für irgendjemand bist du die Welt."
    Erich Fried

  • Ohne das Mittel zu kennen, ist es unmöglich, da was zu sagen! Es gibt Schlaftabletten, die schon nach einigen Tagen süchtig machen und wirklich nur ganz kurz genommen werden sollten.


    Es gibt Muskelentspanner, die als Nebeneffekt müde machen, die haben kein so hohes Suchtpotential.


    Und es gibt schlaffördernde Antidepressiva, die soll man sogar länger einnehmen (meine Mutter bekam die zB im Rahmen ihrer Krebstherapie, weil sie auch vor Schmerzen nicht schlafen konnte.)

  • Es gibt Muskelentspanner, die als Nebeneffekt müde machen, die haben kein so hohes Suchtpotential

    Leider stimmt das nur bedingt. Aber ihr habt recht, ohne konkreten Namen ist es unmöglich und mit als Ferndiagnose unverantwortlich, da einen Rat zu geben #weissnicht


    sory @Alexy, ich fürchte die einfache Lösung ist nicht znbedingt eine gute. Schmerzen sind scheixxe!

    Ar scáth a chéile amhaireann na daoinne

  • Ich stimme meinen Vorschreibern zu.
    Für mich wäre bei Schlafmitteln "nach Bedarf" echt nur, wenn ich völlig auf dem Zahnfleisch gehe und eine Gefahr für mich und andere darstelle aufgrund der Übermüdung (aber selbst da muss man aufpassen, denn bei Suchtpotential ist diese Wahrnehmung auch evtl. ne Trug-Wahrnehmung.)
    Und die Suchtgefahr halt ich in solchen Fällen extrem hoch allein schon von dem erlösenden Gefühl her, endlcih wieder schlafen zu können.
    Von daher MUSS die Ursache schnellstens behandelt werden. Die SChlaftabletten befreien DIch für ein paar Stunden vor den SChmerzen. Daher sind sie "Wunderdrogen" und das macht sie zu was, was sie nicht sein sollen.


    Bei den oben erwähnten Antidepressiva ist es ja ne andere Sache: Da ist der Schlafmangel nicht aufgrund körperlicher Probleme sondern aufgrund der kreisenden Gedanken, Unruhe o.ä. Und da ist ein ganz andere Wirkungsansatz: Denn wenn die Depressionen gelindert werden, werden automatisch auch die Schlafprobleme gelindert. Die müde machende Wirkung am ANfang ist sozusagen nur "Erste HIlfe" bevor die Hauptwirkung eintritt.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Hallo,nur ganz schnell,


    Zoldem 10mg wurden mir verschrieben.


    Ich kenn mich da gar nicht aus...

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    Erich Fried

  • Unglaublich...


    Und das hast du wegen muskelschmerzen verschrieben bekommen? Was genau ist denn deine Diagnose?


    Das ist ein ganz übles Zeug, und ich persönlich würde erst alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Schmerzen zu behandeln.

  • Was für Schmerzen das jetzt genau sind, kann ich gar nicht mehr sagen.
    Diagnostiziert sind bis jetzt beidseitig Arthrose mittelgradig in den Hüften.
    Drei Ärzte meinten bis jetzt, es nützt nur noch ein neues Gelenk.
    Die letzte Therapeutin meinte, mittelgradige Arthrose macht nicht solche Schmerzen, schon gar nicht nachts.
    Sie tippte auf verklebte Faszien und DAS waren Schmerzen! Hat aber auch nichts gebracht.


    Der jetzige Arzt - von dem halte ich sehr viel - stellt mich jetzt nochmal auf den Kopf, lässt Wirbelsäule und Blut checken.
    Da krieg ich aber erst Befunde.


    Beim letzten Termin hab ich gesagt, es wäre so eine Erleichterung, wenn ich einfach wieder mal durchschlafen könnte.
    Ich wache nachts oft schon nach Mitternacht wieder auf, mit Glück erst um4Uhr. Dann isses vorbei mit dem Tiefschlaf.


    Ja und da meinte er, wir probieren es mal damit, damit ich mich einfach wieder erholen kann.


    Die Suchtgefahr ist klar, ich weiß, dass ich damit schlafen kann und soll das reglementieren...

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    Erich Fried

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  • Ich hatte die auch mal eine zeitlang (4 Wochen?) genommen ( zopiclon)
    Würde es wirklich nur noch im absoluten Notfall nehmen.
    Schlafen klappte prima, aber mein Umfeld konnte mich nimmer ertragen, da mich das Mittel irgendwie extrem aggressiv machte.



    Wg muskelschmerzen (?, nicht ganz klar )hab ich einige Wochen lyrica (Schmerzmittel)genommen, hat drei Woche gedauert bis eine minimale Besserung spürbar war.


    Ich kenn den Wunsch, einfach mal schlafen ohne schmerzen, vor allem zermürbt es total, und bekam auch aus diesem Grund die zopiclon verschrieben,


    Mama5

  • Also, diese Tabletten machen wirklich sehr schnell sehr süchtig, das heißt, Du wirst Dich körperlich schlecht fühlen, wenn Du sie nicht nimmst und musst auch die Dosis mit der Zeit erhöhen. Ein Entzug von solchen Mitteln ist dann langwierig und in einigen Fällen sogar gar nicht mehr möglich. Auf keinen Fall täglich nehmen. Das ist auf jeden Fall ernst zu nehmen, was im Beipackzettel steht.



    Vielleicht kannst Du zweimal pro Woche eine Tablette nehmen, immer mit 2-3 Tagen Abstand dazwischen. Dann hast Du wenigstens 2 gute Nächte pro Woche. Da hat Du eigentlich keine Suchtgefahr, wenn Du es schaffst, Dich daran zu halten.
    Ich finde es gut, dass Dein Arzt Dir so eine kleine Menge verschrieben hat.
    Alles Gute und dass Du bald eine Lösung für die Schmerzen findest!

  • Oh, danke!


    Bin ich froh, daß ich hier nachgefragt hab!

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




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    Erich Fried

  • Schmerzambulanz ist die richtige Adresse.
    Man weiß inzwischen, dass die Z-Substanzen (Zolpidem und Zopiclon) genauso schnell und gründlich abhängig machen wie Benzodiazepine (Leitsubstanz Diazepam=Valium). Sie greifen auch am selben Rezeptor an.
    Die Warnungen hier sind also wirklich begründet.


    Zu einer vernünftigen Schmerztherapie bei Arthrose gehören Physiotherapie, physikalische Maßnahmen, ein entzündungshemmendes Arzneimittel wie Ibu, Diclo oder auch Cortison, dazu evtl. ein Opioid als stärkeres Schmerzmittel (retardiert und regelmäßig, nicht nach Bedarf!).
    Um die Wirkung zu optimieren wird oft ein Antidepressivum wie Amitriptylin gegeben (in niedriger Dosierung bremst es die Schmerzweiterleitung ohne antidepressiv zu wirken) oder bei Nervenschmerzen Pregabalin (Lyrica).
    Um mal die wichtigsten Bausteine zu nennen.

  • Oh wow!


    Soviel kompakte Information hab ich ja noch gar nie erhalten.
    Tausend Dank dafür!


    Ich speichere das jetzt mal im Hinterkopf ab und sehe dann am Mittwoch, wie es weitergeht.


    Da sollte dann das Röntgenbild von der WS auch da sein.

    Mit vielen lieben Grüßen von Alexy und dem Rest von hier! 8)




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    Erich Fried

  • Alexy, du liest dich immer so locker und beschwingt, ich hätte nicht erwartet, dass du mit so nem Mist zu kämpfen hast.
    Ganz schnelle Linderung!!!