Sankt Martins Fest

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  • Hallo in die Runde,


    mein Großer geht nun in den Kindergarten und bald steht Sankt Martin an. Etwas übereifrig hab ich mich gemeldet, das Fest zu organisieren und jetzt frag ich mich gerade, was da alles dazu gehört. Meine letzte Sankt Martin Erfahrung reicht nämlich in meine eigene Kindheit zurück - da gab's Laternenumzug und dann ein Sankt Martinsspiel in der Kirche.


    Nun handelt es sich bei dem Kindergarten nicht um einen kirlichen, sondern ein konfessionsloser Waldkindergarten. Üblich ist wohl auch, einen Reiter zu besorgen, so dass die Geschichte nachgespielt wird. Aber sonst #weissnicht


    Was macht ihr so? Wie läuft das bei euch ab?
    Gibt es Dinge, die ihr besonders schön findet?



    Viele Grüße

  • Hm, bei uns ist das nichts, was die Eltern organisieren könnten oder müssten. Bei uns beginnt die Prozedur mit einem Martinsgottesdienst, an dem die Kindergartenkinder, die örtliche Gitarrengruppe und manchmal ein paar Schulkinder mitwirken. Danach ist Laternenumzug durchs Dorf (angeführt durch die fackelntragende Jugendfeuerwehr und die Feuerwehrkapelle; früher ritt ein "St. Martin" vom örtlichen Reiterhof voran, aber schon lange nicht mehr; ich glaube, den Hof gibt es als solchen auch nicht mehr). Der Umzug endet in der Feuerwache, wo es heiße und kalte Getränke, Rostwürste und natürlich Martinsbrezeln (alles verkauft durch die Feuerwehr) gibt.

  • St. Martin finde ich eines der schönsten traditionellen Feste.
    Ein Feuer muss sein!
    Und Stutenkerle oder Brötchen oder sowas in der Art für jedes Kind. Hier backen das die Erzieherinnen mit den Kindern zusammen.
    Ich kann mir vorstellen, dass Du - je nachdem wo Ihr wohnt - schon recht spät dran bist, einen Reiter mit Pferd zu organisieren...
    Toll finde ich es auch, wenn der Laternenumzug durch Instrumente begleitet werden kann, dann klingt es einfach noch schöner. Wir hatten letztes Jahr ein Akkordeon.

  • bei uns gab es


    - laternenbasteln vorher (waldorf, daher mit echten kerzen und immer sehr schöne ökomäßig-alternative laternen)
    - einen umzug - mal mit pferd und mal ohne - durch den ort, dabei lieder singen und alles, die lieder waren auch in der zeit davor immer wieder mit den kindern im kindergarten gesungen worden
    - nach dem umzug ein großes feuer auf dem hof des kindergartens
    - dort gab es martinsbrezeln, die mit den kindern gebacken worden waren, relativ klein und an roten bändern
    - außerdem gab es dort heißen punsch, der auf einem 2-platten-elektro-kochfeld erhitzt wurde


    die martinsfeste gehören zu den schönsten erinnerungen an die kindergartenzeit...

  • @Fräulein Manfred: Was sind denn Stutenkerle?


    Brötchen ist ne gute Idee...Vielleicht Rosinenbrötchen. Denn eigentlich werden hier wohl immer Martinsgänse gebacken, aber das finde ich eindeutig zu aufwändig.


    Das mit Pferd sollte kein Problem sein - wir wohnen sehr dörflich mit unzähligen Reitställen um die Ecke ;)

  • stutenkerle werden im rheinland auch weckmänner genannt. sind aus hefeteig gebackene figuren in männchenform mit rosinen als augen und oft mit eingebackener gipspfeife. hier im ruhrgebiet sind die aber zu nikolaus üblich, es gibt wie gesagt martinsbrezeln.

  • Hier in meiner Gegend gehört zu einem Martinszug immer auch ein großes Feuer am Ende des Zugweges. Deshalb ist zwangsläufig immer die Feuerwehr mit von der Partie. Wenn ihr in kleinerem Rahmen feiert, würde vielleicht auch schon so eine Feuerschale, wie manche Leute sie im Garten haben, ein bisschen was her machen. Außerdem sind bei uns Weckmänner obligatorisch, das ist ein Gebäck aus süßem Hefeteig in Form eines Menschen, der eine kleine Tonpfeife im Arm hält (sollte ursprünglich mal den Bischof Martin darstellen). Es gibt dafür auch Backanleitungen bei Chefkoch oder so. Alternativ gehen aber auch Rosinenbrötchen. Dann wird hier auch noch heißer Kakao und für die Erwachsenen Glühwein angeboten.


    Es gibt auch sehr schöne Martinslieder, die man während des Umzugs oder hinterher am Lagerfeuer singen kann. Sinnvoll finde ich es, die Liedtexte auf Flyer zu drucken und an die Erwachsenen auszuteilen, weil die meisten ja doch nicht so textfest sind.

  • die brezeln bestehen ganz normal aus hefeteig. die, die man hier in der bäckerei kaufen kann, sind noch mit hagelzucker bestreut. im kindergarten gab es das nicht, die waren ohne zucker und mit etwas honig im teig gebacken.

  • Ach so, und der Reiter ist bei uns immer als römischer Soldat verkleidet. Also mit so einem Metallhelm mit Pinsel oben drauf, Brustpanzer, Schwert, und natürlich der lange rote Mantel. Einmal habe ich es bei einem kleineren Martinszug erlebt, dass der als St. Martin verkleidete Reiter vom Pferd herab die Weckmänner an die Kinder verteilt hat. Das kam sehr gut an.

  • auf jeden Fall einen Tag vorher mit den Kindern Stutenkerle/ Weckmänner oder wie die Dinger je nach Region heißen.


    bei uns gehörte ein Feuer dazu, was aber in einem Waldkiga vielleicht nicht möglich ist?? Gibt es eine Feuerstelle/Grillplatz? Achtung:muss eventuell angemeldet werden.


    Umzug organisieren, Reiter und Schauspiel. Lieder sollten vorbereitet sein, evtl Texte für die Eltern drucken, dass auch alle mitsingen. Kann vielleicht jmd ein Instrument spielen...


    Nach dem Umzug: gehen alle nach Hause oder gibts noch Programm? Die Eltern könnten z.B zusammen Punsch trinken, während die Kinder Kakao trinken und Weckmänner essen und dabei von den Erziehern die Martinsgeschichte vorgelesen bekommen...

  • Bei uns gabs immer leckere Weggelmänner aus Quark-Öl Teig.
    Aus dem Ruhrgebiet kenne ich auch nur Brezeln. Was gibts denn sonst bei euch diotima?

  • Hier treffen sich alle mit ihrern Laternen am Kindergarten (die Laternen bastelt/besorgt jeder selbst, sie werden nicht im Kiga gebastelt). Dann kommt ein kleiner Laternenumzug zur Kirche, angeführt von einem Reiter. In der Kirche spielen die Vorschulkinder die St. Martingsgeschichte nach, das wird voher im Vorschulunterricht geprobt. Davor und danach werden St. Martins- und Laternenlieder gesungen, begleitet vom Pfarrer auf der Gitarre. Es findet aber kein Gottesdienst statt, das einzige Gebet ist das Vater unser zum Schluss. Danach gibt es hinter dem Gemeindehaus ein Feuer und es werden Martinshörnchen verteilt/geteilt.

    Liebe Grüße, Lillian

    "Okay Hazel Grace?"

  • Ein Feuer sollte kein Problem sein, es gibt eine große Feuerstelle, die sowieso häufig genutzt wird (freitags wird da immer zusammen mit den Kindern gekocht).


    Lieder hab ich auch schon da ...muss ich nur noch was zusammen kopieren.


    Reiter und Schauspiel ist eh klar.


    Laternen werden gerade schon im KiGa gebastelt.


    Aber mit den Kindern zusammen Weckmänner herstellen? Ich hab das noch nie gemacht. Ist das nicht mega aufwändig und schwierig???

  • Hast du dich denn schon mit den Erzieherinnen und/oder anderen Eltern, die schon länger dabei sind, unterhalten, was bisher so üblich war und womöglich auch erwartet wird?


    Bei uns werden die Martinsweck übrigens ganz schlicht beim Bäcker gekauft.
    Dafür hat jedes Kind eine individuelle, selbstgebastelte Laterne.
    Umzug mit als Martin verkleideter Reiter voran, begleitet von einer veritablen kleinen Kapelle (damit der doch eher schwache Gesang der übrigen Beteiligten nicht so auffällt #angst ), zum Abschluss ein Feuer, Glühwein, Tee, Gewürzschnitten und heiße Würstchen (oder so ... war schon länger nicht mehr dabei ;) )

  • Bei uns gab's immer Martinsgänse aus Hefeteig, die von den Eltern gebacken, am Morgen im Kindergarten abgegeben und am Abend dann verteilt wurden. Dafür gab's ein Blatt mit Rezept für den Hefeteig und "Schnittmuster" für die Gänse.
    Dann wäre schon mal ein Teil komplett delegiert.

  • Aber mit den Kindern zusammen Weckmänner herstellen? I

    man kann sie ja auch kaufen oder 2-3 Eltern backen sie vorher allein. Sie schmecken eben besser selbsgebacken.
    Wieviele Kinder sind es denn. Bei uns wurde in einer Gruppe von ca 20/24 Kindern an 2 Tagen in 2 Schichten gebacken immer mit je 6 Kindern oder so. Wobei die Eltern geholfen haben. War aber auch ein Kiga wo die Eltern eh immer viel gemacht haben (Kochen, putzen etc). Für die Kinder war das toll.
    Wenn es dir zuviel ist würde ich sie vorher zu Hause backen (lassen) oder kaufen.


    Normalerweise hat doch aber jeder Kiga schon eine bestimmte Tradition, frag doch mal nach

  • Du willst das alles organisieren? Respekt! Für einen Umzug mit Pferd solltest du sich auch rechtlich absichern. Womöglich muss das genehmigt werden.

  • Hier heißt es Räbeliechtliumzug. Am Schluss gibt es ein Feuer, es wird gesungen und eine Geschichte erzählt.
    Jedes Kind erhält ein Brötchen, dass es mit jemandem teilen muss.

    Grosser Sohn: Nov. 02
    Mittlere Tochter: Juni 05
    Kleine Tochter: Juni 09

  • Wie hat der Kindergarten das denn bisher gestaltet? Es wundert mich etwas, das die Organisation den Eltern übertragen wird.


    Bei uns gibt es einen kleinen Laternenumzug durch den dunklen Wald, währenddessen werden Martinslieder gesungen. Anschließend spielen einige Kinder am Platz neben dem Martinsfeuer eine absolute Kurzversion der St.-Martins-Geschichte nach. Danach teilen sich alle Weckmänner und heißen Punsch.