Schwimmunterricht - ist er bei euch obligat?

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  • Ich habe noch was für Baselstadt gefunden, nicht ganz neu, aber schön das Problem aufgegriffen

    https://tageswoche.ch/allgemei…uer-10-minuten-schwimmen/

    das ist immer noch so. Aber sie gehen jedes Jahr, entweder das ganze Jahr alle 2 Wochen oder ein Halbjahr jede Woche. Meine haben zum Glück nicht so weit, das eine Schulhaus hat ein Schwimmbad, das andere ist in Laufweite von knapp 10 Minuten zum Schwimmbad.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • dacarrot, wow, das klingt wirklich intensiv. Und wenn Schwimmkurse wirklich hauptsächlich der Lebensrettung dienen sollen, dann sollten sie sich wirklich vom Seepferdchen und Bronzeabzeichen wegbewegen. Die DLRG Prüfungen sind irgendwie so ein Mischding aus "wir wollen retten, selbst retten und schwimmen lernen". Aber nichts wirklich vernünftiges fuer Sportschwimmen und zur Lebensrettung taugen sie auch nicht so wirklich was, wenn man es denn ernst nimmt.


    Astarte - ok, aber warum dann nicht gleich mit Kleidung schwimmen, oder ins Becken fallen anstelle reinzuspringen? Es macht einfach so nicht so viel Sinn.

    #eek Ehrlich - ich finde Deine DLRG-Kritik völlig unangemessen und eine ziemliche Frechheit!


    Das Seepferdchen ist eher ein Einstieg ins Schwimmen und soll die Kinder ermutigen weiterzumachen.


    Rettungsschwimmen ist was ganz anderes. Kinder, die das Schwimmabzeichen in Gold haben, können Juniorrettungsschwimmen machen - und da wird dann auch fast jede Stunde in Kleidung trainiert. Ab 18 kann man dann auch die "richtigen" Schwimmabzeichen machen.


    Die Idee der DLRG ist, zum einen Kindern das Schwimmen beizubringen (damit sie sich im Wasser nicht selber gefährden), zum anderen aber auch Rettungsschwimmer auszubilden.


    Die DLRG ist kein Sportschwimmverein, sondern ein Lebensrettungsverein mit zwei Säulen: Schwimmunterricht und Lebensrettung.

    Die DLRG ist eine Verein, der fast ausschließlich ehrenamtlich betrieben wird. Viele Badestrände in Deutschland (wo in anderen Ländern bezahlte Rettungsschwimmer sitzen), werden von Ehrenamtler der DLRG in deren Freizeit überwacht. Schwimmfeste hier vor Ort werden von der DLRG betreut. Ein Ehrenamtler der DLRG im Ruhestand unterstützt die örtlichen Grundschulen beim Schwimmunterricht, weil die nicht genügend Lehrkräfte für den Nichtschwimmerunterricht haben.


    Der Schwimmunterricht bei der DLRG ist deutlich preiswerter (Vereinsbeitrag), als was ich hier im Forum immer an Summen für irgendwelche Crashkurse lese und damit (weil er eben von Ehrenamtlichen geleistet wird) auch für viele Familien erschwinglich, die sich das sonst nicht leisten könnten.

  • Astarte - ok, aber warum dann nicht gleich mit Kleidung schwimmen, oder ins Becken fallen anstelle reinzuspringen? Es macht einfach so nicht so viel Sinn.

    Mit Kleidung schwimmen kommt später. Bei Seepferdchen geht es erstmal um Grundkompetenzen! Das macht auf jeden Fall Sinn!

  • Mir geht es darum, dass beim DLRG das Brustschwimmen das wichtigste ist, dabei ist das doch schon lange überholt.

    Was ist denn bitte an Brustschwimmen überholt?


    Im Freizeitbereich ist das in der Regel die sinnvollste Schwimmart, weil Du bei Brust am ehesten die anderen und die Strecke im Blick hast.


    ...ich habe selber früher Leistungsschwimmen gemacht und als ich vor 36 Jahren schwimmen gelernt habe, kam Brustschwimmen erst sehr viel später dran. Aber Rückenschwimmen, Kraul, Schmetterling usw. sind für volle Schwimmbäder eher weniger geeignete Schwimmtechniken.

  • Danke für deinen Post Astarte, vor allem auch noch mal den Hinweis auf das Ehrenamt. Was ich bei meinem Sohn auch erlebe, die haben ziemlich gute Strukturen, in denen den jungen Ehrenamtlichen Mitbestimmung und Selbstverantwortung ermöglicht wird.

    Bei dem Sohn einer Freundin, hat das jahrelange Engagement beim DLRG nun zur Sani-Ausbildung geführt.

    Und die Pressemitteilungen in denen angemahnt wird, dass es nicht angehen kann, dass Kommunen durch Schwimmbadschließungen Geld einsparen wollen, und dadurch die Schwimmfähigkeit der Kinder sinkt, werden auch oft vom DLRG verfasst.

    Aus dem tieferen Sinn des Labenz:


    Eisenzicken, die (Pl.)

    Die hartgekochten, widerwärtigen Stücke, die man vom Geschirr kratzen muss, nachdem man es aus der Spülmaschine gezogen hat.

  • Der DLRG hat historisch gesehen sehr viel geleistet, tut das wohl auch noch mit Vereinsarbeit, aber deswegen heisst doch nicht, dass man ihn nicht kritisieren darf, oder dass manche Dinge einfach überholt sind, oder auch nur verbessert werden könnten und sollten.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Da gebe ich dir auf jeden Fall recht, also dass Kritik möglich sein muss und man bei berechtigter Kritik überlegen sollte ob nicht etwas verbessert werden kann. Von Schwiegermama (die seit 10 Jahren in Frankreich lebt) habe ich mal erzählt bekommen, wie dort ein Schwimmlehrer erst mit dem Kraulen begonnen hat, und wie er es beigebracht hat. Das fand ich durchaus interessant.


    Aber mal Butter bei die Fische, meinst du es macht jetzt so den grundlegenden Unterschied mit welcher Schwimmtechnik man beginnt? Zuallererst kommt ja eh die Wassergewöhnung, das Tauchen und das Gleiten.

    Also, ganz konkret, was sollte deiner Meinung nach verbessert und geändert werden, das -und es tut mir echt leid, wenn ich da nerve- habe ich nämlich immer noch nicht verstanden.


    Was wegen mir unbedingt geändert werden sollte, ist, dass im Schwimmbad die Kurse auf so und soviel Stunden festgelegt werden, und dann bekommen die Kinder am Ende ihr Abzeichnen, auch wenn die Technik zum Weglaufen ist, der Ring, nur halb freiwillig und mit reichlich Druck hochgeholt wurde, Kinder beim Sprung geschubst wurden oder die Zeit beim Bronzeschwimmen mit 20 Min eingetragen wird, und in echt hat es dann doch länger gedauert, weil das Kind noch gar keine gute Technik hat, die es vom Fleck bringt.

    Das passiert nicht immer bei den Kursen im Schwimmbad, bewahre. Es hängt stark vom jeweiligen Schwimmmeister ab. Aber erlebt habe ich es schon. Was ist ein Seepferdchen wert, wenn das Kind nur ein einziges Mal für die Prüfung sich vom Startblock getraut hat oder den Ring hochholt und sich dabei die Nase zuhält?


    Kind 1 und 2 hatten erst so einen Schwimmbadkurs, und haben dann erst später beim DLRG begonnen. Kind 1 hat dort erst tauchen gelernt und Kind 2 erst einen effektiven Beinschlag.


    Kind 3 konnte dann gleich beim DLRG beginnen, und der große Unterscheid war, es wurde sich Zeit genommen.

    Das Seepferdchen bei meinem Jüngsten hat bei wöchentlichem Training zwar ein halbes Jahr gedauert, aber danach war es zum Bronzeabzeichen nur noch ein Minischritt. Schülerinnen haben da in Kleinstgruppen (ehrenamtlich) mit den Kleinen geübt. Ich habe heute noch das Bild vor Augen, wie die Trainerin, einer Entenmama ähnlich, mit ihren drei kleinen Küken durch das große Becken geschwommen ist.


    Die für die Prüfung verbotenen Hilfsmittel sind für das Lernen sinnvoll und werden dabei ja durchaus eingesetzt, z.B. Kurzflossen. Kurzflossen verbindet man vielleicht eher mit dem Beinschlag vom Kraulen aber auch bei der Brustschwimmtechnik kann man sie gut zum Üben benutzen, denn so merken die Kinder oftmals erst, dass sie die Bewegung nicht effektiv ausführen. Worauf ich hinaus will, die Prüfungsbestimmungen sagen ja nicht unbedingt etwas darüber aus, wir der Unterricht vorher durchgeführt wird.



    Und noch zwei Fragen: Was müsste deiner Meinung nach denn bei einem Motivationsabzeichen wie dem Seepferdchen abverlangt werden, und was bei einem Abzeichen, dass dazu legitimiert alleine ins Schwimmbad zu gehen oder z.B. bei einer Kanutour mitzumachen?

    Aus dem tieferen Sinn des Labenz:


    Eisenzicken, die (Pl.)

    Die hartgekochten, widerwärtigen Stücke, die man vom Geschirr kratzen muss, nachdem man es aus der Spülmaschine gezogen hat.

  • DLRG leistet auch noch einiges mehr. Hier kann man sich an den Ortsverband wenden wenn das Schwimmen lernen nicht so klappt und die Kinder schon älter sind, dann bekommt man auch mal Einzelstunden und sie haben Flüchtlingsfrauen/kindern gesonderte Wassergewöhnungs- und Schwimmkurse ermöglicht. Ehrenamtlich. Des weiteren würde unser Freibad vermutlich mittlerweile geschlossen sein, wenn die DLRG Leute nicht mithelfen würden.

  • Ich habe noch was für Baselstadt gefunden, nicht ganz neu, aber schön das Problem aufgegriffen

    https://tageswoche.ch/allgemei…uer-10-minuten-schwimmen/

    das ist immer noch so. Aber sie gehen jedes Jahr, entweder das ganze Jahr alle 2 Wochen oder ein Halbjahr jede Woche. Meine haben zum Glück nicht so weit, das eine Schulhaus hat ein Schwimmbad, das andere ist in Laufweite von knapp 10 Minuten zum Schwimmbad.

    Ja, wo Schwimmbad vorhanden, gibt es auch Schwimmunterricht. Unsere müssen das Schulhaus wechseln, ist aber in angenehmer Laufweite.


    Der Grosse hat tatsächlich im schulischen Unterricht ausreichend schwimmen gelernt.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ja, wo Schwimmbad vorhanden, gibt es auch Schwimmunterricht. Unsere müssen das Schulhaus wechseln, ist aber in angenehmer Laufweite.


    Bis zur 6. KLasse haben sie bei uns ja nicht mal eine Turnhalle :D 1x wird im Freien Sport gemacht und einmal fährt der Bus die Kinder ins Dorf runter. Da noch ein Schwimmunterricht reinzuwürgen wäre anspruchsvoll. Dafür gehen Sie dann schon mal Skifahren, wenn es Schnee hat (unser Dorf-Skiclub besitzt ein Pistenfahrzeug)


    So fahren sie halt wirklich nur im Sommer mit den Fahrrädern hin und wieder ins Freibad. Das sind dann 6km.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Re schwimmbrille: mit finde ich nicht nachvollziehbar. Das seepferdchen ist eine Mindestanforderung - letztlich sollen die Kinder zeigen, dass sie nicht in Panik geraten, wenn sie ins Wasser fallen und untergehen. Dazu ein Stück schwimmen und sich orientieren und an Land kommen. Meine hätten in der Situation wohl nicht zufällig eine schwimmbrille auf.


    Zum schwimmstil: der schwimmlehrer hat sich leicht über das lernresistente Kind beömmelt, das keinen richtigen schwimmzug hinbekam. Aber auch mit 25m hundepaddeln hat es sein seepferdchen bekommen.

  • Nochmal vorweg - der DLRG hat viel tolles geleistet, leistet immer noch viel tolles. Aber er ist halt auch ein Riesenverein mit Regelungen, die zT Jahrzehnte alt sind - das Seepferdchen gibt es seit den 60ern. Und weil er gross ist, ist er auch einfach dominant. Und obwohl wahrscheinlich die meisten lokalen Gruppen super sind, gibt es eben natürlicherweise auch Ausnahmen.


    Warum ich Kraulen als ersten Schwimmstil geeigneter finde:


    1. Es ist einfacher zu erlernen weil es sich aus dem natürlichen Paddelstil entwickelt, den viele Kleinstkinder schon drauf haben

    2. Es laesst sich parallel zum Rückenschwimmen lernen (man kann sich erholen, indem man den Schwimmstil wechselt)

    3. weniger anstrengend, effektiver und schneller

    4. die meisten Brustschwimmer bleiben es ein leben lang und viele haben keine gute Technik und schwimmen damit ineffektiv, kräftezehrend .

    5. Nackenschmerzen/Verspannungen durch das "immer den Kopf aus dem Wasser" haben

    6. Beim Brust mit Kopf auf dem Wasser lernt man nicht unbedingt die richtige Schwimmatmung


    Warum ich das Seepferdchen als Wassertest ungenügend finde

    1. Es wiegelt falsche Sicherheit vor

    2. Die Kinder können weder einen richtigen Schwimmstil, noch koennen sie sich selbst retten

    3. auch das Bronzeabzeichen ist nicht dafuer geeignet sich im Notfall

    4. Es koennte wirklich einfach ueberarbeitet werden (Beispiele wurden hier zu genüge gepostet: Fall mit Kleidung ins Wasser, toten Mann ueben, Wasser treten fuer 1-5min, Schwimmen mit Schwimmwesten, Schwimmen mit Kleidung fuer 25-100m, ohne Schwimmbrille -sowas in der Art eben). Darauf aufbauend kann man ja gut auch das Bronzeabzeichen verbessern.

    5. Weil das Kind zwar (zu 98% im Bruststil) 25min weit schwimmt, die Technik aber eher mau ist und die meisten keinen weiteren Kurs besuchen werden


    Warum ich persönlich etwas abgenervt bin vom DLRG - weil ein lokaler DLRG Verband in meiner Heimat, eine kleine unabhaengige Schwimmschule gemobbt hat.



    Arlo Deutschland ist das einzige Land (das ich kenne), dass so massiv aufs Brustschwimmen fokussiert ist. Das geht wohl noch auf Bismarck zurueck. Und der relativ starke Fokus aufs Tauchen ist mir auch unklar - mit jedem Abzeichen muss man weiter und tiefer tauchen. Ich kenne es so, dass Kinder aus dem Paddeln das Kraueln und Rückenschwimmen erlernen, parallel dazu das gleiten und die Atmung, Tauchen und dann auch Brustschwimmen. Das erfolgt mehr oder weniger alles parallel nebeneinander.

    Was wegen mir unbedingt geändert werden sollte, ist, dass im Schwimmbad die Kurse auf so und soviel Stunden festgelegt werden, und dann bekommen die Kinder am Ende ihr Abzeichnen, auch wenn die Technik zum Weglaufen ist, der Ring, nur halb freiwillig und mit reichlich Druck hochgeholt wurde, Kinder beim Sprung geschubst wurden oder die Zeit beim Bronzeschwimmen mit 20 Min eingetragen wird, und in echt hat es dann doch länger gedauert, weil das Kind noch gar keine gute Technik hat, die es vom Fleck bringt.


    Das stimmt schon - Kinder brauchen auch unterschiedlich lange. Ich kenne es auch so, dass man halt in unterschiedlichen Schritten weiterrückt in den Trainingsgruppen.



    Zitat: " Und noch zwei Fragen: Was müsste deiner Meinung nach denn bei einem Motivationsabzeichen wie dem Seepferdchen abverlangt werden, und was bei einem Abzeichen, dass dazu legitimiert alleine ins Schwimmbad zu gehen oder z.B. bei einer Kanutour mitzumachen?"


    Also, wenn es nur ein Motivationsabzeichen ist, dann ist doch alles gut. Dann ist es doch wirklich Wurscht, was man testet. Wenn man aber einen Test will zur Wassersicherheit, dann sollte es ueberarbeitet werden (wie zB weiter oben genannt). Und dazu sind viele Kinder halt auch erst mit 9-12 in der Lage. Wenn es ein Test zum Sportschwimmen sein soll, dann koennte man ihn auch gut dahingehend ueberarbeiten und dann zB auch Schwimmbrillen als Hilfsmittel erlauben und dafuer mehr auf Technik achten und weniger aufs Tauchen und Gegestaende aus dem Wasser holen.

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  • Das Seepferdchen gilt aber garnicht als richtiges Abzeichen.


    Da geht es ganz klar darum sich von a nach b zu bewegen. Wie ist völlig egal.


    Ich wäre nie zu einem Kurs gegangen, bei dem die Kinder mit Kleidung ins Wasser sollen oder ähnliches.

    Ich persönlich halte garnicht von diesen Kursen.


    Meiner Meinung nach verleiten sie sowhl die Kinder, als auch die Eltetn dazu unvorsichtig zu sein.


    Als meine Kinder das Seepferdchen hatten, haben sie sich wie wild gefreut.

    Ich bin davon ausgegangen, dass sie sich irgendwie über Wasser halten können.


    Keine Sekunde hätte ich sie da aus den Augen gelassen.


    Ich finde es viel wichtiger, dass die Kinder einen guten Schwimmstil erlernen, als dass sie Abzeichen machen.


    Eins meiner Kinder kann ziemlich gut schwimmen, ganz ohne Abzeichen (keine Lust).

    Das andere konnte garnicht so gut schwimmen, hat aber Abzeichen gemacht.

    Jetzt ist es deutlich besser geworden.


    Die Jugendschwimmabzeichen sind halt auch was anderes, als die Schwimmabzeichen selber.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Wir drehen uns im Kreise. Wozu macht man dann das Seepferdchen, wenn es doch eh nichts richtiges ist?


    Hier wird nicht regelmaessig mit Kleidung geschwommen, aber es wurde mal gemacht und geuebt und ich empfand es als wichtig zu sehen, wie sich das anfühlt. Es sollte einfach Teil eines Schwimmsicherheitstests sein. Nicht mehr aber auch nicht weniger.


    Ja, ein guter Schwimmstil ist viel Wert.


    Schoen, dass du so schlau bist und weisst, dass das Seepferdchen nichts wert ist, und nur fuer die Moral der Kinder taugt. Da geht es wohl vielen anderen anders. Viele Schulen nehmen es ja auch als Zeichen des Schwimmenkoennens.




    Meine Kinder schwimmen alle ganz ohne Abzeichen. Eines hat Sicherheitsprüfungen bestanden, um kayaken und segeln zu duerfen. Es gibt in Deutschland nun mal diese DLRG Abzeichen, die messen irgendwas, aber nicht die Wassersicherheit und sie werden staendig zitiert um zu zeigen wie gut ein Kind schwimmen kann oder auch nicht.

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    Einmal editiert, zuletzt von Nachtkerze ()

  • Nachtkerze: deine Vorschläge unter 4. finde ich ganz schön schwer für ein Mindest(!)abzeichen.

    Meine kann keinen toten Mann, geht nicht. Bei mir übrigens auch nicht, wenn ich wieder 3kg abnehme, trotz richtiger atemtechnik. Langsam schwimmen ist viel leichter als auf der Stelle treten ...


    Für mich ist das seepferdchen ein Indiz für eine gewisse Fähigkeit, im Wasser mit dem Mund oben zu bleiben. Nehme ich fremde Kinder ohne mit, die mir versichern, ach so toll schwimmen zu können, bin ich sehr sehr vorsichtig. Haben sie es, bin ich nur noch sehr vorsichtig.

    Aber Alleine ins Schwimmbad ist doch nicht nur eine Frage des Könnens, sondern vor allem eine Frage von Vernunft und Alter.


    Aber zur eigentlichen Frage: in unserer Schule gibt es gegen Ende gs verpflichtenden schwimmunterricht.

  • Ist das echt so?

    Ich finde die richtige Armbewegung beim Kraulen sehr komplex. Bei uns im Verein üben die Kinder lange, bis sie das sauber hinbekommen (und viele hören dann auch frustriert auf, weil es eben lange dauert, bis es so richtig fluppt). Und dann muss der Kopf mit ins Wasser, das ist für viele Kinder auch eine große Hürde.

  • Nachtkerze ich finde es ganz grundsätzlich nicht blöd, wenn Kinder irgendwelche Abzeichen zur Motivation bekommen.

    Egal, ob Sport, Deutsch, Mathe, Englisch usw.


    Ich empfinde mich jetzt nicht als viel schlauer, als andere.


    Hier zählt auch an keiner Schule das Seepferdchen als Beweis schwimmen zu können.


    Das mag in anderen Schulen anders sein, dann sollten sich die Schwimmlehrer da besser informieren.

    Ich schreibe meine persönlichen Erfahrungen und über mein persönliches Umfeld. Manchmal schreibe ich auch davon, was mir Familie oder Freunde so berichten, das steht dann aber dabei.
    Ich schreibe nicht über ein anderes Umfeld oder andere Erahrungen und tatsächlich nicht über ein ganzes Land oder die ganze Welt.
    Dafür bin ich viel zu klein und unwissend, als dass ich der Meinung sein könnte, dass ich weiß, wie es überall so funktioniert. #herzen

  • Nachtkerze, danke für deine Ausführliche Antwort. Das nds. kerncurricular Sport wurde gerade überarbeitet, zufälligerweise kenne ich einen aus dem Ausschuß, ist im Vorstand unseres Sportvereins, wenn es sich anbietet, (man trifft sich hier ja immer mal in unsrer kleinen Stadt), werde ich das mal ansprechen, und auch mit meinem Sohn werde ich das mal andiskutieren.

    Das aktuelle KC für den Schuldport ist so offen, dass dein vorgeschlagener Ansatz da problemlos umgesetzt werden könnte. Entscheident sind natürlich dazu die Fortbildungen für die Lehrkräfte und verbindlich ist da tatsächlich nur alle drei Jahre das Rettungsschwimmabzeichen Bronze.

    Brustschwimmen ist für mich übrigens nur richtiges Brustschwimmen, wenn in der Gleitphase der Kopf unter Wasser ist. Das Streckentauche und der Startsprung helfen da übrigens ein Gefühl für die Gleitphase zu bekommen.

    Wenn Brustschwimmen nicht richtig beigebracht wird, ist es genauso Murks wie nicht richtig beigebrachtes Kraulen. Ich bin jahrelang zum Frühschwimmen gegangen und habe dort diverse „Schwimmstile“ gesehen.

    Aus dem tieferen Sinn des Labenz:


    Eisenzicken, die (Pl.)

    Die hartgekochten, widerwärtigen Stücke, die man vom Geschirr kratzen muss, nachdem man es aus der Spülmaschine gezogen hat.

  • Arlo, das klingt interessant - ich war ja von dacarrot Beschreibungen auch beeindruckt, simpler ist das Schweizer Model, das hier auch erwähnt wurde :-)


    Brustschwimmen ist für mich übrigens nur richtiges Brustschwimmen, wenn in der Gleitphase der Kopf unter Wasser ist. Das Streckentauche und der Startsprung helfen da übrigens ein Gefühl für die Gleitphase zu bekommen.

    Ja :-) Nur schwimmen in Deutschland die meisten eben mit Kopf ueberm Wasser.

    Wenn Brustschwimmen nicht richtig beigebracht wird, ist es genauso Murks wie nicht richtig beigebrachtes Kraulen. Ich bin jahrelang zum Frühschwimmen gegangen und habe dort diverse „Schwimmstile“ gesehen.

    Das auf jeden Fall. Und das ist fuer mich eben ein weiterer Aspekt des Schwimmenlernens - der eine ist der im Notfall lebensrettende Aspekt, und der andere dass Schwimmen eine Sportart ist.

    Nothing is permanent.

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