4 Nachmittage Nachsitzen für 1x F4F

  • Nacharbeit für Fehlen steht sogar in der Bayer. Schulgesetz, das ist das Druckmittel, das sie haben, um Schwänzen zu verhindern.

    Das ist Machtdemonstration. Wo sie genau wissen, dass sie in Wirklichkeit eben keine Macht haben.


    Nachsitzen ohne Nacharbeiten von Stoff ist übrigens nicht erlaubt (Müllsammeln oder so), da hätte sich die Mutter auch gegen verwahrt.

    Es ist ausdrücklich nur Nacharbeiten unter Aufsicht einer Lehrkraft als pädagogische Maßnahme aufgeführt.


    In der bestreffenden Schule bekommen angeblich alle diese Strafe, die Auskunft bekommt die mutter aber nicht von der SL, sondern nur (nicht gesichert) vom EB.

    Andere Schulen weiß ich nicht, M ist groß.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • Hattw das Kind eine Entschuldigung?

    Dann ist es m.E. nicht okay es nachsitzen zu lassen. Dann müsste man quasi ja die Eltern bestrafen, die die Entschuldigung geschrieben haben und nicht das Kind.


    Nächste Instanz ist der MB, richtig #ja

  • Ja, die Mutter hatte entschuldigt.

    Im Brief steht, sie sei unentschuldigt weggeblieben.

    letzte Woche dann Verhör, wann und wo und wie usw. bei der SL, beide einzeln.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • Wenn die Mutter eine Entschuldigung geschrieben hat haben die meiner Meinung nach keine Handhabe das Nachsitzen durch zu führen. Würde ich mich entschieden dagegen wehren. Ich würde es mir auch verbieten mein Kind in der Schule zu verhören wo es an den Tagen war. Was soll der Scheiß, da geht es nur um bestrafen und nicht um Stoff nach holen.

  • Ich bin da echt bei Juana.

    Nachsitzen wegen unerlaubten Fernbleibens, was der Schüler eigenmächtig entschieden hat - Schwänzen....Da bin ich dabei. Macht Sinn.

    Wo ist aber der Fehler des Kindes, wenn die Eltern es entschuldigen?

  • Hier (auch M) musste der wegen F4F unentschuldigt fehlende Sohn an einem Mittwoch um 13:15 Uhr für eine Schulstunde im Schulgarten arbeiten. Angekündigt am Wochenende.

    Ich fand das OK, ich hätte auch mit Müll einsammeln kein Problem gehabt. Beides passt gut zu F4F, finde ich. Ich kann mir gut vorstellen, dass das aktive Suchen nach und Einsammeln von Müll das Bewusstsein dafür schärft, welche Spuren Menschen so in ihrer unmittelbaren Umgebung hinterlassen.

  • mag sein, ist aber nicht erlaubt, jedenfalls nicht in zusätzlicher Zeit.

    Nachsitzen nur als Nachholen von Lernstoff. wobei ich bei 1 Stunde um 13:15 auch nix sagen würde.

    Aber 4x und erst um 15 Uhr, das ist schon ne nummer und soll klar Bestrafung und Abschreckung sein.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • Die konsequente Reaktion wäre ja:

    Weiterstreiken. Jeden Freitag.

    Die Sache an die große Glocke hängen.

    Weitere Mitschüler animieren, auch mitzumachen.


    Irgendwann haben dann die Lehrer keine Lust mehr auf Nachsitzen...

  • ja, sie will am Freitag wieder und ist recht entspannt. Tolles Mädchen, eine ganz zarte, mit vielen gesundheitlichen Baustellen, ich bin voll Bewunderung.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • Also ganz ehrlich, ich fände es schon schräg, wegen 45 Minuten Müll aufsammeln ein Fass aufzumachen, weil „nicht erlaubt“, wenn andererseits auf die Schulpflicht gepfiffen wird.

    Im Falle meines Sohns war es unentschuldigtes Fehlen, die Schule hat eine Aufsichtspflicht; ich halte diese Maßnahme für sehr großzügig, zumal es an dieser Schule durchaus auch Vorsitzen als Konsequenz für mehrmaliges Zuspätkommen gibt.

  • Unsere Schule hat dazu klar Stellung genommen. Es gibt keine Konsequenz für die welche auf die F4F Demos gehen, aber sie möchten dass die Kinder Bescheid geben wo sie sind. Weil sie eine Aufsichtspflicht haben. Meist lief das wohl auch so, dass die Jugendlichen davor noch 1-? Stunden in der Schule waren und dann zur Demo gefahren sind.

    Viele Grüße
    Juana

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  • Mir erschließt es sich nicht, warum jemand, der sich politisch betätigt für eine wichtige Sache wie Fridays for Future, danach Müll aufsammeln soll. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?


    Politische Betätigung gilt offenbar nicht als Entschuldigung für fehlen, in der Konsequenz gibt es auf dem Zeugnis unentschuldigte Fehlstunden.


    Da es sich offensichtlich nicht um eine Schwänz-/Provokations-/Trotz-Aktion handelt, erschließt sich mir auch nicht, warum da disziplinarische Maßnahmen erfolgen müssen (deren Sinn sich mir ohnehin nur sehr eingeschränkt erschließt).


    Dass Unterrichtsstoff nachgearbeitet wird, ist selbstverständlich. Das kann zu Hause erfolgen. Tut der/die Schülerin das nicht, trägt er/sie dei Konsequenzen, in dem er/sie den Stoff nicht kann, was wiederum zu schlechteren Leistungen führen kann, was sich ggf. in Noten niederschlägt.


    Ich finde, die Beteiligung an den F4F-Aktionen sollten eher noch lobend im Zeugnis erwähnt werden.


    Mutwilliges Schwänzen mit F4F ist selbstverständlich in Bezug auf meine obenstehenden Ausführungen größtenteils ausgenommen.

    Fiawin mit d9be2134.gif
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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Wer Extremitäten hat, kann keine Kugel sein.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!

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  • Mir erschließt es sich nicht, warum jemand, der sich politisch betätigt für eine wichtige Sache wie Fridays for Future, danach Müll aufsammeln soll. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?.

    Ganz genau, das ist total absurd. Da würde ich dann mein Kind für dieses Müllsammeln entschuldigen; nicht, dass es nicht sinnvoll ist, in diesem Fall aber eben eine reine Machtdemonstration.


    Ist es nur in Bayern so, dass diese Art von Konsequenzen folgt? Ich finde als einzige Konsequenz unentschuldigtes Fehlen tragbar, wenn überhaupt. Echt, mir geht die Hutschnur hoch, da fehlen Kinder wegen Familienfeiern, gerne auch mal, um einen Tag früher in den Urlaub zu fahren (wobei das die Schulen hassen, ich weiß, und das zu Recht). Das wird irgendwie toleriert- Und die Teilnahme an einer wirklich sinnvollen politischen Aktion wird bestraft.


    Edit: Ich setze jetzt einfach mal voraus, dass tatsächlich an den Demos teilgenommen wird, aus politischem/gesellschaftlichem Interesse. Meine Töchter waren ein Mal da, als alle da waren, ansonsten interessiert es sie leider nicht so sehr, dass die unentschuldigtes Fehlen in Kauf nehmen würden. Mein Sohn aber ist aktiv dabei, ihm ist das ein echtes Anliegen. Und genau das darf auf keinen Fall bestraft werden!

    Wir sind das Gegenteil von traurig!


    Einling und Zwillinge #dance

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  • Bei uns gibt es im Anschluss an F4F Nachsitzen beim Schulleiter - der ist gleichzeitig Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer und diskutiert in der Zeit mit den SuS über Klimapolitik. Scheint eine nette Runde zu sein, in der sich die SuS recht ernst genommen fühlen. Ich weiß es aber nur vom Hörensagen, mein Sohn beteiligt sich nicht (und ich bin total hin- und hergerissen: Einerseits finde ich es doof, andererseits nötigt es mir einen gewissen Respekt ab, dass er da bei seiner Haltung bleibt, obwohl im die gesamte Umwelt: Eltern und Lehrer signalisieren, dass sie es total okay fänden, wenn er mitmachen würde. Auch eine Form von Protest...).

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

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    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969

  • Mir erschließt es sich nicht, warum jemand, der sich politisch betätigt für eine wichtige Sache wie Fridays for Future, danach Müll aufsammeln soll. Was hat das eine mit dem anderen zu tun?.

    Ganz genau, das ist total absurd. Da würde ich dann mein Kind für dieses Müllsammeln entschuldigen; nicht, dass es nicht sinnvoll ist, in diesem Fall aber eben eine reine Machtdemonstration.

    Das sehe ich auch so.


    Hier reichte eine Entschuldigung und die Fehlzeiten wurden großzügig abgenickt. Allerdings wurde hier in der Stadt auch nicht viel demonstriert, sondern nur zwei, drei mal.

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    "Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut." Carolin Emcke


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  • Bei uns gibt es im Anschluss an F4F Nachsitzen beim Schulleiter - der ist gleichzeitig Geschichts- und Gemeinschaftskundelehrer und diskutiert in der Zeit mit den SuS über Klimapolitik.

    Das finde ich ja mal eine Sinnvolle Lösung. Eigentlich eine Fortführung des Streiks im kleinen Kreis - weniger ein Nachsitzen und gefühlt schon gar keine Bestrafung!


    Zum Thema: Ich wäre da bei der Schulleitung auf den Barrikaden. 4x Nachsitzen für 1x streiken ist viel zu viel. Maximal die Gelegenheit zum nachholen des versäumten Unterrichtsstoffes in Länge des gestreikten Unterrichtsstunden würde ich akzeptieren.

    Oder die Lösung mit der Diskussion über Klimapolitik.

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)

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