Bevorratung von Medikamenten wg. Lieferengpass aufgrund des Coronavirus

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org
  • Letzte Woche las ich in mehreren Zeitungs-Nachrichtenfeeds, dass es im Spätsommer und Herbst Lieferengpässe für Medikamente geben werde. Der Grund dafür ist, dass wegen des Coronavirusausbruchs und der Zwangsquarantäne für ganze Großstädte in China Fabriken stillstehen, in welchen Grundstoffe für diese Medikamente hergestellt werden. Bis zum Engpass dauert es so lange, weil die Chemikalien per Schiff zu den eigentlichen Pharmafabriken gebracht werden, dort verarbeitet, dann ausgeliefert, und erst, wenn die Vorräte verbraucht sein werden, wird der Mangel für die Patienten spürbar.


    Es gibt ja öfters Lieferschwierigkeiten für bestimmte Medikamente, aber wenn die Grundstoffe fehlen, können auch Generika nicht hergestellt werden, das wird also wesentlich mehr Menschen treffen als normalerweise.


    Mir fehlt aber die Information, welche Wirkstoffe es betrifft. Daher weiß ich nicht, womit wir uns bevorraten müssen und was völlig unkritisch bleibt. Hat eine von Euch die Möglichkeit, das heraus zu finden?


    Lieben Gruß - Silbermöwe

    Ich bin

    ich. Mensch, Mutter, Nordwest-Europäerin. Anwesend.

  • Ich habe schon versucht herauszufinden, wo mein SD-Medikament hergestellt wird. Das geht aus der Herstellerseite nicht wirklich hervor..

    Also ich würde das auch gerne wissen :P.

  • Ich denke ja, wenn jetzt alle anfangen, Medikamente zu horten, dann bringt das gar nichts. Das führt nur dazu, dass die Lager noch schneller geleert werden und der Engpass noch früher kommt.

  • Ja, ich auch. Es geht definitiv nicht ohne (keine Schilddrüse mehr) und es macht mir Angst. #angst


    Ich schubs uns hiermit mal hoch.

  • Spinosa, da bricht sich mein Selbsterhaltungstrieb Bahn. Ohne diese Tabletten kann ich gleich vom Dach springen und nächste Woche werde ich eine Packung bevorraten.

  • Mein Doc weigert sich mir ein bisschen früher ein weiteres SD Rezept auzustellen (ich rede von 3 Wochen). Ich werde also warten und mich ein bisschen ärgern...

    Ar scáth a chéile amhaireann na daoinne

  • Spinosa, da bricht sich mein Selbsterhaltungstrieb Bahn. Ohne diese Tabletten kann ich gleich vom Dach springen und nächste Woche werde ich eine Packung bevorraten.

    Das kannst du ja machen. Ich denke nur, dass es nichts nützen wird.

  • Also vielleicht kann ja auch einiges dadurch aufgefangen werden, dass die Leute ihre gebunkerten Medikamente herausrücken? Also die, die niemals verwendet wurden und werden?

  • Ich hole schon immer sehr rechtzeitig Nachschub für das Epilepsie-Medikament vom Zwerg. Hab also immer einen Monat Vorrat da.


    Bei der US-FDA gibt es eine DMF-Liste. Da kann man nach dem Wirkstoff suchen und bekommt einen Überblick, wie viele Hersteller es gibt. Meist ist der DMF Halter gleichzeitig der Hersteller. Dann kann man nachschauen, wo der sitzt.


    Die EDQM (für Europa) hat eine Liste aller CEPs. Das ist ähnlich.


    Die allermeisten Wirkstoff Hersteller sollten in diesen Listen auftauchen. Wenn man als Hersteller einen Wirkstoff produziert, dann vertreibt man in aller Regel weltweit.


    In der Pharmabranche wird aktuell sehr genau gegenseitig nachgefragt ob Hersteller, Lieferanten etc. betroffen sind. Zum einen um Lieferabrisse frühzeitig umschiffen zu können und zum anderen aus finanziellen Gründen. Wenn man nen Produktionsstopp hat, weil Ausgangsmaterial fehlt, dann kann man nix verkaufen und hat keine Einnahmen.


    Wirklich Sorgen mache ich mir noch nicht.

    Es ist wirklich nicht so, dass in China die komplette Produktion still stand. Nur in der am stärksten betroffenen Region waren Fabriken geschlossen. Dabei ist China wirklich riesig.

    Indien ist auch ganz vorne mit dabei, bei der Herstellung von Wirkstoffen.

  • Nun ja, wir brauchen ein Medikament, das auch so schon oft Lieferschwierigkeiten hat. Ich frage inzwischen immer zuerst die Apotheke, welche Packungsgröße denn dieses mal bestellbar ist, bevor ich das Rezept bei der Arztpraxis abhole. Sinkt dies Verfügbarkeit, dann haben wir ein Problem.


    Schlumpii danke für die Stichworte!

    Ich bin

    ich. Mensch, Mutter, Nordwest-Europäerin. Anwesend.

  • @Fräulein Wunderbar

    ich habe wegen der Engpässe im vergangenen Jahr ein Medikament gewechselt, weil mir das zu doof wurde.

    Und habe dem Arzt, bei dem ich in ambulanter Nachsorge bin, gesagt, dass ich noch eine originalversiegelte Packung des Medikaments zu Hause habe und ob sie dad haben möchten.

    Nö, und ich solle das bitte auch ansonsten nicht weitergeben, sondern wegwerfen. #blink

    Ich habe das Medikament in absoluter Maximaldosierung genommen... das hätte jemand Anderem, der die gängige Dosis nimmt nimmt, ein Vierteljahr gereicht!

    (ich habe mit vielen ehemaligen Mitpatienten eine Whatsappgruppe... da fand sich sehr schnell jemand, der sich sehr gefreit hat, seinen Pillenbunker auffüllen zu können.)


    Und was sollen die Leute denn machen, die auf ihre Medikamente angewiesen sind?

    Ich nehme eine hohe Dosis Schilddrüsenhormon und wieder die Maximaldosis eines Antidepressivums... und halte mich damit irgendwie körperlich und mental über Wasser.

    Ohne geht es nicht. Gar nicht. Logisch, dass sich das Problem nur zeitlich verschiebt, wenn ich und alle anderen, die das gleiche AD nehmen, jetzt bunkern.

    Aber wenn ICH es jetzt nicht mache, sitze ich ab Mai bis in den Spätherbst und Winter im ganz kurzen Hemd da und nicht erst ab Spätsommer.

    Und über Engpässe bei Medikamenten, die bei Herz-Kreislauferkrankungen wirklich überlebenswichtig sind und ähnliche Ausfälle mag ich gar nicht nachdenken!

    _._._._._._._._
    Prokrastinierer aller Länder: vereinigt Euch - morgen


    “Schatz, komm bitte ins Bett. Man braucht sieben Stunden Schlaf, um als Mensch zu funktionieren.“ “Ich bin Mutter, ich brauch vier.“


    Silence is golden... unless you have a toddler. Then silence is extremely suspicious.

  • es nützt nichts, wenn ihr wisst, wo das Nedikament hergestellt wird. Die Wirkstoffe werden mittlerweile fast ausnahmslos in China produziert.

    nicht links - nicht rechts - selber denken

  • vllt. weiß die.lumme mehr? Schliesslich ist sie Fachfrau

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

    --Ist Hotte S. noch im Amt und wenn ja, warum?--


    Wenn ich das Wort "Trottel" oder "Trotteln" schreibe, möge sich die geneigte Leserin dieses Wort in wienerisch denken.

  • InLa ja. Verrückte Welt. Ich habe so etwas selber schon oft erlebt und echt kein Verständnis dafür. Ich mache mich vermutlich sogar strafbar, wenn ich verschreibungspflichtige Medikamente weitergebe?

    Was über bleibt - aus vielerlei Gründen - das müssen TONNEN sein. Eigentlich wäre es sehr gut, es gäbe einen "Sekundärweg" für Medikamente. Aber da sind die Hersteller wohl nicht glücklich mit.

    Und jetzt kommt bitte bitte keine*r mit dem Argument, es wäre zu gefährlich.

  • Sicher.


    Allerdings kriegst du ja bei falscher Lagerung keine grünen Punkte, stirbst nicht. Das Medikament verliert seine Wirksamkeit. Manchmal.

  • Nee, ich weiß auch nix genaueres, leider.

    Außer, dass der Plan zur Entschärfung der schon bestehenden Lieferengpässe das Papier nicht wert ist, auf dem es geschrieben steht.


    Nachhaltig helfen würde sicher eine Abschaffung der Rabattverträge, so dass es für die Hersteller wieder lohnend wäre, in D zu produzieren. Das ist aber erstens illusorisch (denn es ist klar, dass die Politik nicht die Mittelständler fördern, sondern absägen und das Kuchenstückchen an die Großkonzerne geben will) und zweitens würde es einige Jahre dauern, bis die Produktion umgestellt wäre. Wird nicht. Weil siehe oben.


    Als Pingelpharmazeutin finde ich die Regel "alles, was die Apotheke einmal vefrlassen hat, darf nicht erneut in den Verkehr gebracht werden" sehr sinnvoll. Nicht, weil ich mehr verkaufen wöllte, sondern wegen der Qualität. Betrifft sicher keine von Euch, aber gerade, wenn es um wirklich wichtige Arzneimittel geht, will ich auch, dass es weder eine Fälschung, noch durch schlechte Lagerung in der Qualität gemindert ist.

    Deshalb bin ich auch strikt gegen den Versandhandel mit Arzneimitteln.

    Ich mein, wir müssen sogar den Transport im Botenfahrzeug temperaturüberwachen, während ein Versender das Päckchen eine Woche bei 30°C Außentemperatur in einer Packstation vergammeln lassen darf.


    Sorry, OT.


    Meine Fachpresse sagt, dass ein Großteil der Wirkstoffe auf Indien stammt.

    Wobei das sicher auch kein Spaß ist, wenn das Virus dort zuschlägt.


    Wir nehmen die Situation so wie sie kommt, und kaufen ein, was der Markt her gibt. So können wir unsere Kunden noch ziemlich gut versorgen im Gegensatz zu den Apotheken im Umkreis, die weniger Geschick im Einkauf haben.