Guter Artikel für werdende Väter

  • Ich bin nur bis zur Hälfte gekommen, dann wurde ich von einem sieben Wochen alten Bündel unterbrochen...

    Wieso ist der Artikel für Väter??? ICH hätte den auch gebraucht! (Sowas zu wissen ist mir ja nicht in die Gene geschrieben wurden... naja egal, ich ärger mich über sowas einfach nicht mehr).


    Richtig traurig aber eigentlich der erste Satz.. Deutschland scheint mir von der Idee eines Vaterschaftsurlaubs noch recht weit entfernt. Mein Mann war die ersten vier Wochen daheim, auf Überstunden/Urlaub, das war GOLD wert, keine Ahnung wie ich das überstanden hätte (war nach der Geburt aufgrund des Blutverlustes auch wirklich nicht gut in Form!), mal abgesehen davon, dass dieses Ankommen mit dem Baby und Papa-Werden für den Elternteil, der nicht die Schwangerschaft hatte und den Großteil der hormonellen Hilfe nicht hat, echt wichtig ist.


    Jetzt sind die auf der Arbeit natürlich auch der Meinung, bei ihm ginge alles weiter wie zuvor... es muss sich noch SO viel ändern in unserer Gesellschaft!

  • Richtig traurig aber eigentlich der erste Satz.. Deutschland scheint mir von der Idee eines Vaterschaftsurlaubs noch recht weit entfernt.

    Aber das sind doch sehr unterschiedliche Voraussetzungen von denen wir hier reden.

    Hättest Du Dein Kind hier in der Schweiz bekommen, würde nach 14 Wochen Deine Elternzeit ablaufen - und Dein Mann hätte immerhin einen ganzen freien Tag für die Geburt bekommen.

    Wir sind sehr glücklich, dass zukünftige Väter jetzt 2 Wochen bekommen - aber vom deutschen Konzept Elternzeit sind wir hier noch Meilen und wahrscheinlich einige Abstimmungen weit entfernt. #crying


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Deutschland scheint mir von der Idee eines Vaterschaftsurlaubs noch recht weit entfernt. Mein Mann war die ersten vier Wochen daheim, auf Überstunden/Urlaub, das war GOLD wert, keine Ahnung wie ich das überstanden hätte (war nach der Geburt aufgrund des Blutverlustes auch wirklich nicht gut in Form!), mal abgesehen davon, dass dieses Ankommen mit dem Baby und Papa-Werden für den Elternteil, der nicht die Schwangerschaft hatte und den Großteil der hormonellen Hilfe nicht hat, echt wichtig ist.


    Jetzt sind die auf der Arbeit natürlich auch der Meinung, bei ihm ginge alles weiter wie zuvor... es muss sich noch SO viel ändern in unserer Gesellschaft!

    Der Vaterschaftsurlaub in der Schweiz sind ja nur zwei Wochen.


    Dein Mann hat in Deutschland Anspruch auf 3 Jahre Elternzeit und 12 Monate Elterngeld von 300 bis zu 1800 € im Monat, auf Wunsch kombiniert mit Teilzeit.


    Also da ist die deutsche Regelung doch deutlich großzügiger als die schweizerische.


    Danke für den Link, habe ihn gleich einem werdenden Vater weitergeleitet und mich auch selbst amüsiert.

  • enfj-a ich sehe schon, dass vergleichsweise doch einige Männer Elternzeir nehmen. Allerdings kaum in den ersten Wochen nach der Geburt. Dass Gerade die ersten Wochen sehr wichtig sind, auch für den Vater um Bindungen aufzubauen, die Mutter zu unterstützen, diese Idee stößt iA bei sehr vielen auf Unverständnis

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  • Ich bin nur bis zur Hälfte gekommen, dann wurde ich von einem sieben Wochen alten Bündel unterbrochen...

    enfj-a, du hast heimlich still und leise dein Baby bekommen???? Herzlichen Glückwunsch!!! #laola

    (oder gibt es irgendwo einen Thread oder ein Posting zum Nachlesen?)


    Du schreibst etwas von Blutverlust - ich hoffe, es geht euch trotzdem gut.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05

  • enfj-a, du hast heimlich still und leise dein Baby bekommen???? Herzlichen Glückwunsch!!!

    Ohne Hühnchen's Einwand haette ich das gar nicht mitbekommen - da sieht man mal wie unaufmerksam ich hier nach Mitternacht lese.


    Alles, alles Gute weiterhin. Diese zarten ersten Wochen und wie wunder-wunderbar, dass dein Mann dabei sein konnte! Das gibt dem ganzen einen besonderen Zauber. Auch wenn es unheimlich stressig ist!

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  • Danke für die Erklärung zur Lage in der Schweiz, das wusste ich nicht. Dann ist das ja wohl mal höchste Eisenbahn, dass da was passiert! (Die Schweiz ist wohl in meiner Vorurteilsschublade ein sehr tolles Land)


    huehnchen69 und Nachtkerze Danke :D Irgendwo im Schwangerschaftsthread muss ich das gepostet haben, erinner mich aber selbst nicht #augen Ein Geburtsbericht dieser fast-ambulanten Nichthausgeburt mit ganz positiver Klinikerfahrung und einem tollen Geburtsbegleiter a.k.a. Papa soll folgen - wenn ich die Hände wieder lange genug frei habe. Aber es geht uns gut, und eigentlich läuft alles super- ich hatte das nur krass unterschätzt und hätte mir mehr solcher Berichte gewünscht (ob ichs dann geglaubt hätte?!) - aber wie Liv schreibt, scheint man das zu vergessen (auch wenn ich mir das gerade kaum vorstellen kann).

  • enfj-a Vergessen nicht, es ist nur nicht mehr so präsent, jedenfalls bei mir, denn das Leben ändert sich doch noch ganz gewaltig, wenn die Neugeborenen- und Babyzeit überstanden ist. Aber bei mir war diese Babyzeit so heftig krass, dass ich für mich entschieden habe, dass ich das nicht nochmal mache - ein Kind ist für mich persönlich die richtige Zahl. Andere sehen das anders, genießen dieses Neugeborenending und blühen da richtig auf und möchten das gerne ganz oft erleben... so unterschiedlich ist das!

    Darum bin ich auch immer sehr still, wenn jemand erzählt, dass er sein 1. Kind erwartet. Ich will niemanden mit meinen Erfahrungen verschrecken, denn es könnte ja sein, dass sie oder er es ganz, ganz anders erleben wird als ich.


    (Spoiler, enfj-a: Es wird echt noch alles viel leichter, versprochen!)

  • Ich gehöre bestimmt einfach auch zu denen, die mit Babys nicht so viel anfangen konnten - so habe ich kich zumindest immer beobachtet. War da nie scharf drauf, andererleuts Baby zu halten, ich finde Babyklamotten nicht süß (nein, immernoch nicht!) und diese Vorstellung eines so abhängigen Wesens fand ich immer gruselig (real geht es tatsächlich besser als ich dachte).

    Bei einigen (vielen?) Frauen scheint sas ja anders zu sein. Ist das irgendwie hormonell, genetisch oder doch nur sozial konstruiert?! Ich hab mich das immer gefragt und nie verstanden. Jedenfalls geht es Männern, werdenden Vätern im Ausgangspunkt sicher häufiger so wie mir, da trifft einen diese Realität vielleicht nochmal heftiger, weil man früher einfach nie den Kontakt damit gesucht hat. Männern hält man ja höchst selten frische Babys hin mit der rhetorisch gemeinten Frage "Willst du es nicht auch mal nehmen?!"



    Weil es gerade auch im Krabbelgruppenthread aufkam und hier gut passt: Hat die Rabencommunity mal sowas wie eine "ehrliche Erstausstattungsliste" zusammengetragen? Ich zumindest bin jetzt um ein paar Erkenntnisse schlauer und verstehe z. B. nicht, wie man durch die ersten 3 Monate kommen soll ohne einen Pezziball zu besitzen. Dass man mit dem Partner ein "Beziehungsthemen-Moratorium" einrichten sollte, weil man übermüdet und nervlich am Boden echt nicht diese All-time-favourite Konflikte klären sollte, die die Beziehung so hat, genau diese aber jetzt wie im Brennglas zu Tage treten. Dass man viel viel VIEL vorkochen sollte (so für zwei Monate), und dass eben der Papa wirklich so lange wie möglich frei nehmen sollte. Wirklich lange. Weil er das braucht, weil man ihn braucht, weil die zu-dritt-kuscheln-Momente echt wichtig sind um durchzuhalten.

  • enfj-a , ich glaube nicht, dass es eine allgemeingültige Liste gibt mit Sachen zum vorher kaufen. Aber wir können ja eine Liste zusammentragen, was man sich in der ersten Zeit kaufen *könnte* bei Bedarf. Mein Beitrag dazu: Pamir oder Ohropax. Tragetuch. Wärmekissen für in die Mikrowelle.

  • enfj-a Ich denke du bekämst da lauter andere Listen, je nachdem, was für Babys es waren. Bei uns waren der totale Fehlkauf das Beistellbettchen, der Kinderwagen und die Babybadewanne. Aber ich hörte gerüchteweise von Babys, die sich ablegen lassen und gern ohne Körperkontakt schlafen, und es soll auch solche geben, die nicht das Haus zusammenschreien, wenn sie in Berührung mit Wasser kommen. Ich sah sogar mal Mütter, die ihr Neugeborenes in einem Kinderwagen schoben, und es war ganz still darin. Ich staune heute noch... #pfeif

  • enfj-a, du hast heimlich still und leise dein Baby bekommen???? Herzlichen Glückwunsch!!!

    Ohne Hühnchen's Einwand haette ich das gar nicht mitbekommen - da sieht man mal wie unaufmerksam ich hier nach Mitternacht lese.


    Alles, alles Gute weiterhin. Diese zarten ersten Wochen und wie wunder-wunderbar, dass dein Mann dabei sein konnte! Das gibt dem ganzen einen besonderen Zauber. Auch wenn es unheimlich stressig ist!

    Oh, dem schließe ich mich komplett an.


    Herzlichen Glückwunsch! Das freut mich total für dich, auch dass es so gut gelaufen ist. :-)

    Hat die Rabencommunity mal sowas wie eine "ehrliche Erstausstattungsliste" zusammengetragen? Ich zumindest bin jetzt um ein paar Erkenntnisse schlauer und verstehe z. B. nicht, wie man durch die ersten 3 Monate kommen soll ohne einen Pezziball zu besitzen. Dass man mit dem Partner ein "Beziehungsthemen-Moratorium" einrichten sollte, weil man übermüdet und nervlich am Boden echt nicht diese All-time-favourite Konflikte klären sollte, die die Beziehung so hat, genau diese aber jetzt wie im Brennglas zu Tage treten. Dass man viel viel VIEL vorkochen sollte (so für zwei Monate), und dass eben der Papa wirklich so lange wie möglich frei nehmen sollte. Wirklich lange. Weil er das braucht, weil man ihn braucht, weil die zu-dritt-kuscheln-Momente echt wichtig sind um durchzuhalten.


    enfj-a , ich glaube nicht, dass es eine allgemeingültige Liste gibt mit Sachen zum vorher kaufen. Aber wir können ja eine Liste zusammentragen, was man sich in der ersten Zeit kaufen *könnte* bei Bedarf. Mein Beitrag dazu: Pamir oder Ohropax. Tragetuch. Wärmekissen für in die Mikrowelle.

    Es gibt hier zwei Listen, die man aber bestimmt nochmal erweitern könnte:


    https://rabeneltern.org/index.…schaft-erfahrungsberichte


    Es gibt ja jetzt auch neue Produkte.


    Rabeneltern.org - was meint ihr?

  • Ich werde mal drüber nachdenken. Mich hat dad schon sehr beschäftigt, dass ich vom Wochenbett so überrollt wurde und gleichzeitig mein gesamtes Umfeld scheinbar keine Vorstellung davon hatte, wie es uns so geht und was wir da zu bewältigen haben. Mein Chef hat an Tag 4 bei mir angerufen!! Aber auch aus dem privaten Umfeld, also vielleicht bin ich auch nur mit Hackklötzchen bekannt und verwandt, aber das hat es mir zusätzlich schwer gemacht weil ich dachte, es ist wohl nicht normal wie ich mich fühle. Es gibt irgendwie keine "Kultur des Wochenbetts" mehr in unserer Gesellschaft?!?


    Mein Chef übrigens hat nach drei erfolglosen Anrufen eine SMS geschrieben um zu gratulieren mit der Formulierung "leider konnte ich Sie telefonisch nicht erreichen". Ich habe dann volle 14 Tage nicht reagiert und dann eine Antwort-SMS geschrieben à la "Vielen Dank, als Wöchnerin habe ich natürlich das Handy meinem Mann anvertraut,..." so als Wink mit dem Zaunpfahl.

  • Mich hat dad schon sehr beschäftigt, dass ich vom Wochenbett so überrollt wurde und gleichzeitig mein gesamtes Umfeld scheinbar keine Vorstellung davon hatte, wie es uns so geht und was wir da zu bewältigen haben.

    Mich damals auch. Erst als ich anfing ehrlich zu berichten, erzählten auch andere. Mir wurde gesagt, dass man Erstlingsmütter nicht erschrecken moechte. Was mir vorher auch nicht klar war, dass ganz ganz ganz viele eine Mutter oder Schwiegermutter im Hintergrund hatten, die in den ersten Monaten und Jahren sehr aktiv und dauerhaft involviert waren. Allerdings war das in den USA, wo mir damals kein Mutterschutz zu stand und wir also unseren Jahresurlaub von 10 Tagen an die Geburt hängten. Mein Chef gewährte mir dann noch 10 Tage halbtags und dann einige Monate mit mehr Homeoffice.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich gehöre bestimmt einfach auch zu denen, die mit Babys nicht so viel anfangen konnten - so habe ich kich zumindest immer beobachtet. War da nie scharf drauf, andererleuts Baby zu halten, ich finde Babyklamotten nicht süß (nein, immernoch nicht!) und diese Vorstellung eines so abhängigen Wesens fand ich immer gruselig (real geht es tatsächlich besser als ich dachte).

    Bei einigen (vielen?) Frauen scheint sas ja anders zu sein. Ist das irgendwie hormonell, genetisch oder doch nur sozial konstruiert?

    Falls dich das beruhigt: Bei mir war das vor T auch so. Allerdings muss ich zugeben, dass sich das bei mir sofort mit dem Schlüpfen geändert hat. Da haben die Hormone ganze Arbeit geleistet. Und bei meinem Freund witzigerweise auch :)


    Bedarf an so einer Liste, wie du sie dir wünschst, hatte ich überhaupt nicht, im Gegenteil. Obwohl ich dachte, dass wir eigentlich recht entspannt unterwegs waren und nicht jedem Hype hinterhergerannt waren, war ich doch fasziniert, was für einen Haufen von für uns überflüssigen angeblichen Must-Haves wir angesammelt hatten, allen voran die sperrige Baby-Badewanne (die später sogar noch ergänzt wurde durch einen geschenkten und ebenso überflüssigen Tummy-Tub).


    Überraschend gut fand ich die Heizlampe überm Wickeltisch. Das machte bei meinen Spätherbstkindern das Wickeln wirklich schön entspannt.

    Bei Q musste mein Freund nach der Geburt noch zu einer Turboaktion ausrücken, um Mini-Strampler zu besorgen, weil T schon mit Größe 62 gestartet war, und Q dann überraschend zu früh kam und Größe 44-50 brauchte #blink - zum Glück war kein Wochenende.

    Den Pezziball hatten wir allerdings schon zu Studienzeiten, den hätte ich sonst auch auf die Liste gesetzt, stimmt :P

    Und natürlich das Tragetuch bzw. den Ergo.


    Für uns war die Neugeborenenzeit eine ruhige, entspannte (und mit T fast schon langweilige) Phase, aber ich muss zugeben, dass wir auch echt zwei "Anfängerbabys" hatten - bei denen hätte jede*r den Support hinbekommen, ohne ins Schwitzen zu geraten. Was an Ausrüstung/Unterstützung/Absprachen usw. nötig sein könnte, wenn das nicht der Fall ist, kenne ich nur aus zweiter Hand.

    Liebe Grüße

    Sabine mit T. 10/02 und Q. 11/05