Wir wollen wandern

  • Am Wochenende waren mein Mann und ich das erste Mal seit der Geburt unseres Sohnes zusammen ohne Kind verreist. Wir haben die Gelegenheit genutzt, eine kleine Wanderung zu machen (bin hochschwanger, war also keine lange Tour) und wir haben es so sehr genossen!


    Wir waren uns einig, dass wir absolut nicht nochmal 3 Jahre warten wollen, ehe wir wieder mal wandern gehen. Darum haben wir überlegt, wie wir zumindest kleinere (halb-)Tagestouren mit Kleinkind und bald Baby für uns realisieren können. Unsere Idee ist nun Baby ins Tragetuch/Tragehilfe und Kleinkind auf einen dieser Faltbuggies, so dass wir die Möglichkeit haben, auch mal unwegsamere Wege zu laufen, bei denen einer dann den Buggy auf den Rücken schnallt und der 3Jährige läuft.


    Hat das von Euch schon mal wer gemacht? Ist sowas realistisch? Am liebsten würden wir schon Anfang September ein kurzes Wanderwochenende planen. Baby wäre dann ca. 3 Monate.


    Außerdem wäre ich über Tips für schöne Tageswanderungen dankbar. Idealerweise in einer Gegend mit einem guten Wegenetz, so dass wir problemlos zwischen befestigten (buggytauglichen) Wegen und schönen Waldwegen abwechseln können. Vorzugsweise nicht allzuweit von Bremen entfernt, da wir für ein Wochenende keine Lust auf eine längere Anreise haben und eher mit den Öffentlichen unterwegs sind. Ach ja, wir mögen es bergig/hügelig und bewaldet ;)

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

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  • Such doch mal nach "Wandern mit dem Kinderwagen". Da gibt es für mehrere Regionen in Deutschland ganz brauchbare Bücher. Hier bei uns sind sogar Bänke zum stillen verzeichnet und die Geländegängigkeit wird nach Kinderwagentypen unterschieden.

  • Klar kann man mit 3 jährigen Kindern wandern. Je nach Kind und Übung laufen sie selbst 5-6km (plus minus je nach Form und Kind). Hat man dan noch eine Wanderkarte kommt man weiter. Pausen und Spielmöglichkeiten, Snacks, Lieder etc sind wichtig. Und die Bereitschaft das Ziel auch mal nicht zu erreichen.


    Man kann wandern auch üben und mit 4jahren sind unsere dann auch 15km gelaufen. Je mehr Höhenmeter desto weniger km natürlich. Aber auch da haben wir schon schöne Berge erklommen.


    Mit langen Geraden wegen, die buggytaiglich wären, kann man meine Kinder jagen. Da würdensich auch der 7jährige langweilen. Auf solchen wegen fahren wir dann lieber Rad.


    Am schwierigsten war die Zeit, in der sie selbst laufen wollten, aber noch nicht so recht könnten 10monate bis 2.5). Da kann man tolle erkundungspaziergänge machen, jeden Stein umdrehen, im Bach spielen. Da brauch man für 500m nen halben Tag.


    Aber wie gesagt üben ist wichtig, und dann kommt es schneller als man dachte.

    We know our children best, when we know ourselves best;

    they chose the most authentic version of who we are.

    ~a.joy~

  • Wir sind immer mit Baby im Tuch und für das größere Kind als Back-Up mit Ergo gewandert. Gerade diese Faltbuggys sind ja wirklich nur für sehr glatte Wege geeigntet,die langweilig zu gehen sind.


    Was toll ist, aber auch teuer: Wanderbuggy. Das hatten wir mal leihweise vom Entwickler und es hat super funktioniert.

    Nona mit großer (03) und und kleiner (05) Tochter und kleinem Sohn (2008 )

  • Hallo,


    Wir hatten die Kombination Kiepe + Tuch und später Ergo. Das war flexibler als Wagen. Allerdings waren unser Kinder dichter beisammen, nur 2 Jahre Abstand.


    Wie lange ein Kind wandert, kommt meiner Erfahrung nach eher auf den aktuellen Gemütszustand an als auf da Alter. Wir hatten Kinder, die maulten etwas wenn es los ging, "liefen sich dann ein" und hielten gut mit und waren aber auch nicht böse, wenn Schluss war. Aber auch ein Kind, daß man nur in die Spur stellen musste und dann lief es, bis wir Stopp riefen.


    Als sie klein waren, haben wir versucht, Strecken zu nehmen, wo man ggf. abkürzen oder umkehren kann. Eine Strecke, bei der man auf ein festes Ziel zum übernachten angewiesen ist, wäre mir fürs erste mal wohl etwas heikel. Es sei denn, die eigentliche Strecke dahin ist nur kuzt und man kann sie um einige schöne, aber nicht zwingend nötige Schlenker erweitern.

    Ich wäre für den ersten Wochenend-Versuch wohl eher für Stammquartier mit Wandermöglichkeiten.


    Bewährt hat sich bei uns ein gewisser Grundstock an kleinen Snacks, Getränken, Liedern, Geschichten (besonders beliebt spontan zur Gegend passend erfundene) und Mini-Spielsachen (Schleichtier, dem man die Gegend zeigen kann).


    Mein Mann hatte immer einen "Hosentaschenbär" (Spielzeugbär in hosentaschen-tauglicher Größe) einstecken, der rauskam, wenn die Stimmung kippelig war, mit den kindern schwerzte, sich etwas zeigen ließ, von sich und seinen Geschwistern erzählte... Unsere Kinder haben sich letztes Jahr beschwert, daß er nicht mit im Urlaub war. Vielleicht sollte ich dazuschreiben, daß die mitreisenden "Kinder" inzwischen zwischen 13 und 17 waren ;o) Aber es ist einfach ein lieb gewordenes Ritual.

  • Mit langen Geraden wegen, die buggytaiglich wären, kann man meine Kinder jagen.

    Meine auch. Mein eher lauffauler 3-jähriger hat auf seiner ersten Wanderung gleich 9-10 km geschafft - aber nur, weil wir langweilige gerade Wegstrecken auf Trampelpfaden links und rechts davon umgehen konnten, wo er den Weg wählen (wichtig! Abenteuer :)) und nach Troll-Verstecken und so suchen konnte. Forstwege gingen gar nicht.


    Für's erste Mal würde ich ein Gebiet mit dichtem Wegenetz wählen, wie du schon gesagt hast, damit man die Länge der Tour gut anpassen kann. Vielleicht wäre eine Kraxe noch eine Option, falls dein Sohn das mag, statt Buggy? Vermutlich würde er nur gerade so noch reinpassen, aber es kommt ja noch jemand nach, und ich und meine Kinder fanden Kraxe viel angenehmer als Ergo für längere Strecken.


    Ich bin neulich auf diese Seite gestoßen: http://www.reiseland-niedersachsen.de/wandern Vielleicht findest du da eine Tagestour in eurer Nähe, die ihr mal testen könnt, wenn auch ohne Berge? Da war z.B. eine Kuhbach-Tour (oder so ähnlich), die total idyllisch klang.

  • Hallo Jono, wir gehen auch gerne wandern. Ich würde mir so einen Faltbuggy nicht antun, der fährt ja schon auf feinem Schotter schlecht und auf einigermaßen spannenden Wegen tragt ihr den dann viel.

    Leider kenne ich hier in der Nähe, dass es sich für ein Wochenende lohnt, keine guten Ziele, sonst wären wir öfter unterwegs. Seit S gut 2,5 ist, fahren wir regelmäßig ins Elbsandsteingebirge, da ist es so abwechslungsreich, dass auch zu Anfang 10 km mal gingen, die Kraxe hatte ich umsonst mit.

  • Wir sind in der Kombi Kleinkind/Säugling häufiger gewandert als mit Vier- und Sechsjährigem, weil ich es einfacher fand.

    Ein Kind vor den Bauch, eins in die Karre, Rucksack auf den Rücken, noch ein paar Kleinigkeiten ins Gepäckfach, und los ging es.


    Wir waren in der Eifel, dem Pfälzer Wald, dem Kraichgau und dem Rennsteig unterwegs.

    Das, was es an Material für die Gegenden zu kaufen gibt, erschlägt dich - da wirst du auf jeden Fall fündig!

  • Wir wandern ganz viel, allerdings nie mit Buggy, weil wir in unwegsamem Gelände unterwegs sind. Bei uns hab immer ich das Baby gehabt, mein Mann war dann für das 3-jährige Kind verantwortlich. Das jeweilige Kind ist viel gelaufen und wenn es nicht mehr konnte, kam es im Ergo auf den Rücken oder, wenn wir viel Gepäck hatten, auf den Bauch, weil auf dem Rücken ja sowohl bei mir als auch bei ihm der Rucksack war. Und es ist erstaunlich, wie viel die Kleinen laufen können, wenn der Weg nicht langweilig gerade aus ist und wie schnell die eigenen Kräfte wachsen, um Rucksack und Kind zu tragen :)

    LG Heike


    Der richtige Mensch ist nicht der, mit dem immer alles toll ist, sondern der, ohne den alles blöd ist.

  • Bei langen geraden Wegen und kleinen Beinen war das Laufrad bei uns dann auch sehr wichtig fuer diese Zeit.


    HeikeNorge , wenn ich Rucksack und Kind trage, rede ich mir dann immer gut zu, dass das ExtraSport fuer mich ist, und stelle mir vor, wie stark ich bald bin :-)

    We know our children best, when we know ourselves best;

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    ~a.joy~

  • Vorzugsweise nicht allzuweit von Bremen entfernt, da wir für ein Wochenende keine Lust auf eine längere Anreise haben und eher mit den Öffentlichen unterwegs sind. Ach ja, wir mögen es bergig/hügelig und bewaldet

    Das wird natürlich schwierig hier im Norden. Auf Anhieb fallen mir da nur die Osenberge ein: https://www.nwzonline.de/wirts…uene_a_1,0,598543085.html Ich kenne allerdings nur den nördlichen Teil bei Sandkrug (der Ort hat sogar einen Bahnhof!): bei einem Parkplatz gab/gibt es eine Eisdiele und vom Parkplatz aus gleich in den Wald sind ganz tolle bewachsene Sandhügel. Perfekt für die Kids zum Toben. Buggytauglichkeit weiß ich leider nicht mehr.


    Wenn ihr sonst noch schöne Touren sucht, schau doch mal beim Geocaching. Manchmal gibt es Caches in wirklich schöner Lage, wo man gut wandern kann. Mit Glück auch als Rundweg.

  • Stimmt, Geocaching ist ein guter Tipp. Ich habe diesen Cache An der Geestkante mal gemacht, und war angenehm überrascht, dass es eine ganz schöne Tour war. Ca. 10 km von Langwedel bis Etelsen (beides mit Bahnhof).

  • Hallo,


    Stimmt, Cachen gehen. Als die Kids kleiner waren, war das für sie wie "Schatzsuche in echt".

    Beim Cachen wird, zumindest wenn man Premiummitglied ist, z.b. auch angezeigt, ob der Weg Kinderwagen-tauglich ist und man wird in der Regel zu wirklich netten Orten geführt, so daß das Wandern Spaß macht. Meist sind die Zielkoordinaten angegeben, da kann man dann ja selber entscheiden, wie weit vorher man starten will. Oder es stehen die Startkoorinaten und die Länge der Strecke. Hier gibt es viele, die man mal schnell am Nachmittag "abwandert".

  • Wow! danke für die vielen Tips!


    Es klingt ja ein bisschen an, dass wir uns einen buggy wirklich sparen könne, vielleicht unterschätzen wir da das Durchhaltevermögen des Kleinen Zwerges.


    Geocachen machen wir auch ganz gerne zwischendurch, das ist ein guter Tip (Auch wenn der Kleine Zwerg ein eher unbegabter Sucher ist, aber vielleicht ändert sich das ja auch bis dahin)


    Jetzt werde ich mal die Links und Buchtipps abklappern

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

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  • In Deiner Region kenne ich mich leider gar nicht aus, deshalb keine Routenempfehlungen. Aber ich möchte Euch auch Mut machen, mit dem 3-Jährigen eine Wanderung ohne Buggy auszuprobieren, weil buggyuntaugliche Wege deutlich spannender sind. Oder eben buggytaugliche Wege, aber mit Laufrad. Mein Sohn ist motivierter, wenn es Zwischenziele gibt, z. B. einen Bach und See, in den man Steine werfen und matschen kann oder natürlich auch ein Eis oder Kuchen irgendwo.

  • Hallo Jono


    hast du inzwischen weitere Touren gefunden? Meine Kids haben nämlich beschlossen, wir müssen jetzt öfter mal wandern gehen, am liebsten jedes Wochenende. Bis jetzt war ich mit ihnen außer in Dötlingen noch im Barneführer Holz und in den Osenbergen (Parken am Mehrenkampsweg in Sandkrug). Die Große Wiekau in Wildeshausen und Ahlhorner Fischteiche steht auch noch auf dem Plan.

    Wir hätten es gern aber noch etwas hügeliger/bergiger. Ist dir da was untergekommen?


    Edit: So'n Mist. Laut wikipedia sind die Osenberge mit 23m schon das Höchste, was hier in der Nähe zu finden ist. https://de.wikipedia.org/wiki/…hebungen_in_Niedersachsen #motz

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  • geplant ist übernächstes Wochenende ein Trip ins weserbergland, um einen teil des deutschen Märchenwegs zu wandern. Für alle Fälle nehmen wir die Kraxe von Freunden mit. Ich hoffe aber dass wir die nicht brauchen. Gedanken mache ich mir wegen des mittagschlafs, aber ich hoffe das er dann so platt ist, dass er einfach in der Mittagspause auf der PicknickDecke einschläft oder so. Baby kommt auf den Rücken.


    Worpswede hat ja einen Berg *g*

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

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