Mit 42 neu im Kindergarten o.ä. durchstarten?

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  • Hallo liebe Rabeneltern,


    ich bin durch die Kinder seit inzwischen 15 Jahren zu Hause...doch ich merke immer öfter, dass mir etwas fehlt. Und ich nicht "nur" von meinem Mann abhängig sein möchte....

    Nach dem Abi hab ich ein Studium begonnen und abgebrochen (BWL) dann eine Ausbildung zur Groß- & Außenhandelskauffrau absolviert. Wurde auch übernommen. Da dort Mobbing beliebt war, habe ich alsbald gekündigt. Dann kam Kind Nr.1 (fast 15 jetzt) und dann Kind Nr. 2 (11 Jahre).

    Nachdem mein großer geboren war (und bevor mein zweites Herzenskind kam) habe ich eine Qualifizierung zur Tagesmutter gemacht und darin auch für 2 Jahre selbstständig gearbeitet. Auf Grund von Kind Nr.2 habe ich dann pausiert und mich dann für ein Studium der Sozialen Arbeit entschieden, als Kind Nr. 2 zwei Jahre alt war. Mein Ziel/Traum war (wahrscheinlich sehr idealistisch) ein eigener Kindergarten... Ich hatte gute Noten.... doch das Studium habe ich nicht beendet. Es umfasste u.a. Wochenendseminare und hat mich zu viel Kraft gekostet. Das ging zu Lasten meiner Familie...das wollte ich nicht.


    Dennoch wollte ich irgendwas machen. Am Besten etwas von zu Hause aus mit dem ich die Familie vereinbaren kann....also hab ich ein Kinderbuch geschrieben und eine Firma gegründet (Onlinehandel, inzwischen still gelegt). Das ist aber eigentlich nicht wichtig. Denn das was mir am Besten gefiel war das Betreuen der Kinder.... Das umsorgen und hegen, trösten, begleiten, spielen usw #herz


    Ich möchte aber nicht mehr als Tagesmutter bei mir zu Hause arbeiten. Das war mir zu "nah".


    Nun spiele ich mit dem Gedanken irgendwie wieder was zu machen. Wisst ihr, ob ich als Tagesmutter im Kindergarten arbeiten kann? Oder eine Umschulung...? Aber ob ich das schaffe...mein Kopf ist manchmal nur leer und müde #schäm

    Habt ihr ggf. noch andere Ideen in welchen Bereich (rund ums Kind) ich gehen könnte? Ich weiß gar nicht so recht, wie ich anfange und wo ich einen Ansprechpartner finde. Und ob ich mich wirklich traue den Schritt zu gehen :wacko:

  • Ich würde bedenken, dass Du mit 42 noch nicht alt bist, aber es sind nur noch wenige Jahre, so sechs oder so, und dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du nicht mehr so belastbar bist. Deswegen würde ich mir gut überlegen, ob ich mich in dieser Lebensphase noch dem Trubel in einem Kindergarten aussetzen möchte.


    Hast Du mal geschaut, was es noch so an Umschulungen gibt? Es gibt ein Portal bei der Agentur für Arbeit.


    Ansonsten, klar, warum sollte man mit 42 nicht noch etwas Neues beginnen. Viel Erfolg und viel Freude! #blume

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Whatever you want, it isn't me.

    Other people's ambitions are not my specialty.

    Sometimes I can see from here clear to the ocean.

    Sometimes I'm blind.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • was ist, wenn dudich mit einer anderen Tagesmutter zusammenschliesst und ihr betreut die Kinder extern in angemieteten Räumen?


    Schulbegleitung, pädagogische Unterrichtshilfe ‐ da kenne ich die Vorraussetzungen nicht oder im Hortbereich ‐ sofern es bei euch sowas gibt.

    Ggf. Mal die Förderschulen abgrasen das muss man aber wollen.

    Hier würde derzeit alles mit Kusshand genommen.

  • Magst Du in Deiner Umgebung mal schauen, welche Kiga-Konzepte spannend klingen und dort einfach mal fragen, ob Du eine Woche hospitieren kannst? Und dann kannst Du gezielt mit den Trägern ins Gespräch kommen, welche Optionen sie für Dich sehen.


    Kannst Du in Soziale Arbeit doch noch den BA machen? Hier würde ich mich erkundigen, was Dir anerkannt wird, was Du noch brauchst.

    Zusammen mit einer Kaufmännischen Ausbildung wären das sicher gute Voraussetzungen, um die Leitung eines Kigas zu übernehmen - wobei "mein eigener Kiga" eben auch bedeuten würde, dass Du viel Papierkram hättest. Auf der anderen Seite wäre vielleicht so ein halb Büro / halb Kinderbetreuung-Job auch nicht so schlecht auf Dauer gesehen.

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  • Hast Du mal geschaut, was es noch so an Umschulungen gibt? Es gibt ein Portal bei der Agentur für Arbeit.

    nein das wusste ich nicht. danke :)

    Ich würde erstmal sortieren, was Du schon hast und inwieweit Du das ausbauen kannst, ehe Du eine Umschulung zur schlecht bezahlten Hilfskraft machst.

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  • Die Umschulungen bei der BA sind beileibe nicht alles Umschulungen zur schlecht bezahlten HIlfskraft. Ansonsten stimme ich zu, dass es sich lohnen kann, nach Berufen zu schauen, die auf das Aufbauen, was schon da ist.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


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    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Ich habe auch relativ spät im Kindergarten angefangen und würde auch zu bedenken geben, dass der Trubel dort schon eine Belastung darstellt.

    Und vielleicht kannst du deine Scheine aus dem letzten Studium noch nutzen und doch noch einen Abschluss machen? Dann hättest du mehr Möglichkeiten, wärst auf jeden Fall als Kiga-Fachkraft qualifiziert aber könntest vielleicht noch "aufsteigen" oder etwas anderes grob in dem Bereich machen, wenn Kiga doch zu anstrengend wird?

    "Eigentlich weiß man nur, wenn man wenig weiß. Mit dem Wissen wächst der Zweifel." (Goethe)

  • Es gibt viele, die in diesem Alter in die Arbeit in der Kinderbetreuung einsteigen.


    Wo kommst Du her?

    In NRW könntest Du quasi sofort als Alltagshelferin anfangen und Dich währenddessen über die Ausbildubgsmöglichkeiten informieren. Im Zweifel wird die Zeit wohl als Praktikum angerechnet.


    Oder Du fragst direkt bei der Berufsfachschule um die Ecke an oder einem größeren Träger, was er so anbietet an dualer Ausbildung und ob die Zeit als Tagesmutter irgendwie zur Ausbilungsverkürzung angerechnet werden kann.

  • über den Gedanken kam ich zu der Idee "Erzieherin" - da könnte ich doch meine Tagesmutterqualifikation einbringen...


    wisst ihr, wo ich mich da evt über Aufbaumöglichkeiten meiner bisherigen Aktivitäten informieren kann?

  • Ich wohne in Kiel, S-H

  • Wo hast du denn Soziale Arbeit studiert? Kannst du dir ein online-Studium vorstellen? Es gibt auch Präsenzwochenenden aber in sehr überschaubarem Rahmen (10 pro Jahr) und mit Sicherheit wûrden dir alte Studienleistungen anerkannt werden.

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Wo hast du denn Soziale Arbeit studiert? Kannst du dir ein online-Studium vorstellen? Es gibt auch Präsenzwochenenden aber in sehr überschaubarem Rahmen (10 pro Jahr) und mit Sicherheit wûrden dir alte Studienleistungen anerkannt werden.

    das hab ich auch in Kiel studiert, an der FH

  • Frag da doch noch mal nach, ich studiere auch gerade so einen BASA-online-Studiengang und finde das eigentlich sehr familienkompatibel. Ich glaube eine Ausbildung zur Erzieherin ist vermutlich ähnlich aufwändig, vielleicht sogar noch aufwändiger? Wieviele Semester hast du denn bereits absolviert?

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Ich bin 41 und mache gerade die Ausbildung zur Erzieherin. Und ich fühle mich weder zu alt noch zu wenig belastbar. Im Gegenteil, oft kommen mir die (deutlich) jüngeren Kolleginnen viel gestresster und belasteter vor :D

    Ich bin im ersten Jahr, das mit dem Sozialassistenten/ der Sozialassistentin abschließt. Um im Kindergarten zu arbeiten reicht es aus und viel weniger verdient man auch nicht. Hier (Nds.) kann man die Ausbildung als Quereinsteiger in einem Jahr absolvieren. Das Schulpensum ist hoch, wir machen ja das in einem Jahr wofür sonst zwei Jahre vorgesehen sind, aber machbar.

    Danach folgen zwei Jahre Vollzeit Schule. Das wird etwas entspannter. Ich bin dann mit 44 fertig. #freu

    Aber dann kann ich wenigstens den Rest meiner Arbeitszeit das machen, was mir Freude macht.

    Und in meiner Klasse bin ich vom Alter her im Mittelfeld. Die älteste ist 52. In der Erzieherklasse ist die älteste 61...also, why not?


    Lg Erised

  • Ich bin mit 44 in die Kita Arbeit eingestiegen und mag Dich ermutigen, es zu versuchen. Ich habe zunächst als Krankheitsvertretung begonnen (nach sehr langer Zeit zu Hause) um erstmal zu sehen wie es ist. Inzwischen bin ich in einer anderen Kita und dort als Fachkraft Inklusion tätig, mache auch gerade eine Weiterbildung dazu. Also ja, trau Dich 😊

  • Meine Kollegin ist mit Ende 40 fertig geworden als Erzieherin.


    Frau kann auch bewusst nach kleinen Einrichtungen, Elterninitiativen suchen. Da sind die Gruppengrößen kleiner und oft der Personalschlüssel besser. Wenn man mit der Elternarbeit kann.


    Ich weiß nicht wie das bei euch geregelt ist aber ja auch die Möglichkeit als Tagesmutter außerhalb der eigenen vier Wände zu arbeiten wäre eine Idee. Bzgl Tagesmutter kann Preschoolmum evtl was sagen.

    “Stelle Dich an den Abgrund der Hölle
    Und tanze zur Musik der Sterne!”
    (Walter Moers)


    Du darfst sein, wer du bist, du darfst dich äußern und wir nehmen das ernst. Da ist immer beides: Wurzeln und Flügel, Bindung und Freiheit.

    (Herbert Renz-Polster)


    #NazisRaus #BOohneRechts

  • Hier gibt es auch das Konzept der Großtagespflege. Das sind meist zwei Tagesmütter, die gemeinsam bis zu zehn Kinder betreuen von 9 Monaten bis zum Eintritt in den Kindergarten. Das wird hier sehr gut angenommen und die Plätze sind heiß begehrt.


    Ansonsten gibt es von der Agentur für Arbeit auch immer wieder Umschulungen zur Erzieherin. Meine Schwester hat das in Teilzeit über insgesamt drei Jahre gemacht. Die Ausbildung war anstrengend, aber sie ist jetzt sehr zufrieden als Erzieher.

  • ich wollte auch großtagespflege als Stichwort vorschlagen. Mehrere tagesmütterin gemieteten Räumen.


    In Bayern gibt es auch für quereinsteiger eine einjährige Ausbildung zur Erzieherin. Man muss eigene Kinder haben, ein gewisses Alter, schon mit Kindern gearbeitet haben, und bestimmt noch mehr was mir gerade nicht einfällt.

    Vielleicht gibt es sowas bei euch auch?

  • In Berlin gibt es die Möglichkeit "Nichtschülerprüfungen" zu machen, um den Abschluss Erzieher zu bekommen. Diese Prüfungen sind gedacht für die, die sich die Themen ohne Unterricht selbst aneignen können. Ich könnte mir vorstellen, dass es dir mit deinen Vorerfahrungen und Vorwissen leicht fallen würde, dir den Prüfungsstoff anzueignen. Evtl. gibt es das in SH auch.