Gender-Kacke in Schule und Alltag

  • Ich wünschte wir wären in einer Gesellschaft in der das Versorgen von Kindern, alten und kranken Menschen nicht mehr als originäre Aufgabe der Frauen betrachtet würde, ich wahr zu behaupten, dass das auch Auswirkung auf die Bezahlung des Selben hätte.

    Davon bin ich überzeugt.

  • Ich wünschte wir wären in einer Gesellschaft in der das Versorgen von Kindern, alten und kranken Menschen nicht mehr als originäre Aufgabe der Frauen betrachtet würde, ich wahr zu behaupten, dass das auch Auswirkung auf die Bezahlung des Selben hätte.

    man könnte das aber auch anders sehen....

    Die Frau wählt das zu Hause bleiben wegen der Kinder, die werden groß also ist die Kapazität da um beide Elternpaare zu versorgen.

    Frau könnte ja auch nein sagen.

    Oder jemanden bezahlen. Sprich mehr Nachfrage, d.h. höhere Löhne.

    Nun ja, dann holen wir uns die Leute eben aus dem Ausland. Passiert doch gerade. Wir haben massiven Pfleger/innenmangel und, was passiert: Lasst uns die (häufig Frauen) billig aus Bulgarien, Polen, usw. oder aktuell wie Herr Spahn möchte, das Personal aus dem Mexico (oder wo war das?) holen.
    Wir haben zu wenige Erzieher_innen? Kein Problem, lasst uns Schlecker-Frauen in wenigen Monaten umschulen (hat ja keinen Grund, dass die Erzieher_innen-Ausbildung 4 bis 5 Jahre(!) dauert!

    Niemals, nie, nicht kommt man bei sozialen Berufen auf die Idee die Löhne zu erhöhen, die Arbeitsbedingungen angemessen zu gestalten (siehe Hebammen), damit die überwiegend Frauen sich vielleicht doch entscheiden können weiter in ihrem erlernten Beruf zu bleiben. Immer wird mit Angebot und Nachfrage argumentiert, aber bei Frauenberufen gilt das noch weniger, als sonst schon im Kapitalismus #motz#motz#motz

    Aber wehe das Automobilherstellungslaufband steht still. Ist ja viel wichtiger, als ein verschmutzter Hintern #sauer

    Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!


    Aber es hilft ungemein, wenn man ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten Wasser gibt, ab und an etwas Dünger und gute Erde zur Verfügung stellt und ihm Schatten spendet wo die Sonne zu stark scheint


  • Mann und Frau müssen sich halt auch mal ehrlich eingestehen, dass nicht alles drin ist im Leben was man gerne hätte.

    Ich meine aber auch, das sind alles Dinge, die weiß man vorher.

    Und wenn ich es gerne hätte, meine Kinder die wenigen Jahre, in denen sie Kinder sind (ehrlich, das sind hier gerade mal zwei Jahrzehnte meines Lebens), um mich zu haben? Dann kann ich mir das ehrlich eingestehen und ... ja, was? Die Einverdienerehe anstreben, oder?


    Ehrlich, ich glaub, ich steh heute auf dem Schlauch. Auf der einen Seite ist es ganz falsch, wenn frau abhängig ist, auf der anderen Seite soll sie sich ehrlich eingestehen, dass nicht alles drin ist im Leben. Ergo können dann doch wirklich nur dumme, naive Frauen Kinder bekommen.

    Oder das Leben schon bei der Berufswahl so planen, dass auch bei reduzierter Arbeitszeit genug Geld da sein wird, sich einen passenden Arbeitgeber suchen, bei dem das auch alles möglich ist, einen verlässlichen Partner, der den gleichen Plan hat ... Wann fängt man damit an? Mit 16? Und muss man dann eben einfach flexibel sein, wenn so ein Arbeitgeber leider nicht da zu finden ist, wo es auch bezahlbaren Wohnraum gibt?


    Ich finde es nach wie vor unfair, Frauen vorzuwerfen, dass sie in Strukturen stecken, die sie nicht überblicken konnten, als sie wichtige Entscheidungen trafen.

    Und wenn ich nicht alles im Leben haben kann, will ich echt gern Kinder. Und mit ihnen zusammensein. Tja, dafür verzichte ich dann auf eine ausreichende Rente. Begebe mich in Abhängigkeit von einem Ehemann. Katapultiere mich selbst ins Aus. Aber hey, ist halt nicht alles drin im Leben. Weiß man ja vorher.


    Fürs Protokoll: Ich bin berufstätig und arbeite das Gleiche wie mein Mann, in gleicher Menge.


    Gruß,

    F

    Mal geht es dir schlecht. Dann geht's dir wieder gut. Ich jedenfalls trag jetzt immer einen Hut.

  • Und wenn ich es gerne hätte, meine Kinder die wenigen Jahre, in denen sie Kinder sind (ehrlich, das sind hier gerade mal zwei Jahrzehnte meines Lebens), um mich zu haben? Dann kann ich mir das ehrlich eingestehen und ... ja, was? Die Einverdienerehe anstreben, oder?

    lies mich doch bitte richtig. Ich hab geschrieben MANN und Frau müssen sich eingestehen, dass im Leben nicht alles drin ist. Warum reduzierst Du mein geschriebenes jetzt wieder nur auf die Frauen? Runa hat sehr ausdrücklich dargestellt wie es einem Mann geht, wenn er sich aus den entsprechenden Strukturen begibt.


    Und warum ist das schon wieder unfair den Frauen das vorzuwerfen?

    Männer sind offensichtlich durchaus in der Lage sich darüber Gedanken zu machen. DAS kann Frau genauso.

    Ganz ehrlich wenn es an die Berufswahl gibt, gibt es so viele Kriterien und selbst wenn... man kann in jeder Lebensphase auch noch umsteuern, das muss gar nicht Anfang 20 passieren. Und auch das betrifft im übrigen wieder beide.

    By the way Du musst weder auf Rente verzichten, noch Dich in Abhängigkeit vom Ehemann begeben. Das kann man durchaus alles vertraglich regeln.


    Und ja das weiß frau alles vorher. Frauen sind doch nicht blöd.


    Ich finds total ok sich bewusst zu entscheiden... kann aber das Gejammere über irgendwelche Strukturen echt nicht mehr hören.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • Anaba , ich könnte über den globalen Kapitalismus brechen ohne Ende. Frag mal die vielen Amerikaner deren Job nach Inden verlagert wurde.....

    und ja Frauenberufe triffts wohl noch mehr.

    Auf den Boden stampf. Und wir machen mit. Zitat von etlichen älteren Erwachsenen hier in meiner Umgebung... dann holen wir uns halt die Polin....


    ich könnte so brechen, das darfst Du mir ruhig glauben.


    edit: wählen ja aber genügend die entsprechenden Parteien

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von claraluna ()

  • Und wenn ich es gerne hätte, meine Kinder die wenigen Jahre, in denen sie Kinder sind (ehrlich, das sind hier gerade mal zwei Jahrzehnte meines Lebens), um mich zu haben? Dann kann ich mir das ehrlich eingestehen und ... ja, was? Die Einverdienerehe anstreben, oder?


    Und ja das weiß frau alles vorher. Frauen sind doch nicht blöd.

    Offensichtlich doch, oder? Sonst gäbe es ja nicht so viele, sogar hier bei den reflektierten Raben, die eben nicht jede Wendung des Lebens passend geplant haben.

    Für mich ist das fast wie Victim Blaming. Hast du ja vorher gewusst, du bist ja nicht blöd.

    Im Umkehrschuss: Ach, du hast es nicht gewusst? Dann bist du offenbar blöd.


    Mensch, wir reden hier von Jahrhunderten von struktureller Frauenbenachteiligung in den Ländern, in denen wir leben. Muss man wirklich blöd sein, wenn man das nicht einfach mal eben abschüttelt oder es sich erst langsam bewusst macht? Und dann ist man nicht nur blöd, man jammert auch noch.


    Gruß,

    F

    Mal geht es dir schlecht. Dann geht's dir wieder gut. Ich jedenfalls trag jetzt immer einen Hut.

  • Gehen wir mal davon aus, die jungen Frauen sind nun alle ganz schlau und wählen einen Beruf in einem Bereich, in dem gerade gut bezahlt wird. Ich gebe dann maximal 5 Jahre drauf, dass die Löhne dort sinken werden, WEGEN der Frauen (weils zum Frauenberuf wird und was Frauen können, kann ja nichts wert sein) und den dann mittelalten Frauen gesagt wird, was ward Ihr blöd, solch einen schlecht bezahlten Beruf zu wählen.


    Velvet Ghetto halt.


    Man kann also als junge Frau nur hoffen, dass man die einzige schlaue ist, die sich diesen gut bezahlten Beruf aussucht und dort dann weiterhin gut verdient zwischen den Männern und gemeinsam mit ihnen über die dummen Frauen und ihren Frauenberufen ablästern kann.

  • Zitat von etlichen älteren Erwachsenen hier in meiner Umgebung... dann holen wir uns halt die Polin....

    Die Alternative zur Polin ist doch nicht, dass es viele, gut bezahlte Pflegekräfte gibt.


    Die Alternative ist entweder, dass die Alten ins Pflegeheim gehen müssen oder dass die Tochter/Schwiegertochter ihren Beruf aufgibt und die Alten pflegt.

  • Hier versagt aber doch auch das Schulsystem völlig. Geschlechterrollen, Lebensplanung, etc ist doch gar kein Thema. Es werden zwar unter dem Stichwort "Berufswahl" alle möglichen "Waspasstzumeinenfähigkeiten"-Ankreuztest ausgefüllt, aber es wird NIE darüber Klartext geredet, dass es auch nur irgendwelche Schwierigkeiten geben könnte Kinderaufzucht und Finanzierung des Lebens (auch im Alter) unter einen Hut zu bekommen. Dieser Bereich wird komplett ausgeblendet. Und die 15jährigen Mädels holen sich ihre fehlenden Infos dort ab, wo sie ihnen vorgelebt werden: in den klischeebeladenen Vorstellungen ihrer Peergroup und ihren Elternhäusern - und reproduziere brav das, was sie so mitbekommen.


    lg roma

    Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat - Kurt Tucholsky

  • Ich musste letzte Woche zwei Kollegen bei einem Gespräch darüber zuhören, warum die Kinder heute angeblich immer schwieriger werden. (Wir arbeiten tatsächlich in einem Brennpunkt von der Art, über die gerne Dokus bei den Öffentlich-Rechtlichen laufen; ich kann verstehen, dass man da nach ein paar Jahren einen eher negativen Blick bekommt, auch wenn der weder hilfreich noch komplett zutreffend ist).

    Auf jeden Fall war der eine Kollege der Ansicht, das Hauptproblem wären die vielen arbeitenden Mütter, die sich nicht mehr ausreichend um ihre Kinder kümmern. Er ist ja damals noch zum Mittagessen heim zu Mami gegangen und das war doch viel besser.

    Letztlich hat er auch den Kapitalismus dafür verantwortlich gemacht - aber seine "Lösung" wäre halt trotzdem, dass der Mann die Familie allein ernährt und die Frau sich um die Kinder kümmert. Der Typ ist jünger als ich... Ach je, ach je.

    (Und nein, ich hab es nicht diskutiert. War an dem Gespräch nicht beteiligt und opfere meine kostbare Pause nicht für sowas. Wer sowas in Gegenwart von mehreren arbeitenden Müttern von sich gibt, lässt sich sicher nicht in zwei Minuten überzeugen.)

  • Auf jeden Fall war der eine Kollege der Ansicht, das Hauptproblem wären die vielen arbeitenden Mütter, die sich nicht mehr ausreichend um ihre Kinder kümmern. Er ist ja damals noch zum Mittagessen heim zu Mami gegangen und das war doch viel besser.

    Letztlich hat er auch den Kapitalismus dafür verantwortlich gemacht - aber seine "Lösung" wäre halt trotzdem, dass der Mann die Familie allein ernährt und die Frau sich um die Kinder kümmert. Der Typ ist jünger als ich... Ach je, ach je.

    (Und nein, ich hab es nicht diskutiert. War an dem Gespräch nicht beteiligt und opfere meine kostbare Pause nicht für sowas. Wer sowas in Gegenwart von mehreren arbeitenden Müttern von sich gibt, lässt sich sicher nicht in zwei Minuten überzeugen.)

    Grusel. ...


    Deswegen war die Bildung in der DDR auch deutlisch schlechter als in der BRD, oder? Ich behaupte ja genau das Gegenteil: eine Schule, die sich daran orientiert, dass SIE dafür verantwortlich ist, dass die Kinder zu 95% die Erwartungen erfüllen, würde deutlich bessere Bikdungsergebnisse liefern. Meiner Meinung nach ist gerade die Grundschuldidaktik heute grottenschlecht verglichen mit DDR Zeiten. Aber auch ansonsten war das DDR System - abgesehen vom ideologischen Müll - meiner Meinung nach ziemlich gut und hat nach meinem Eindruck deutlich weniger Verlierer zurückgelassen. Zugegebnerweise gab es z.B. fast keine Ausländer - aber ich behaupte, selbst die hätten bei der Didaktik eher weniger Probleme gehabt als heute....

  • Bei dem Punkt mit den Ausländern widerspreche ich dir.

    Ich kann dazu das Buch "ich wollte Leben wie die Götter" empfehlen, das ist eine sehr spannende Autobiografie.

    Die DDR hatte nämlich einige Menschen aus anderen Ländern als Arbeiter_innen ins Land geholt, um in Fabriken zu schuften, mit sehr wenig Rechten, sie wurden in eigenen Wohngebieten untergebracht mit überbelegten Zimmern, und von dem Lohn welcher in die Korrupten Herkunftsländer überwiesen wurde anstatt ihn vollständig auszuzahlen, haben viele nie etwas gesehen.

    Es wurde versucht sie von den DDR Bürgern abzuschotten und was passiert ist, wenn wenn ein_e DDR Bürger_in mit einem von den ausländischen Arbeitskräften ein Kind bekommen haben, das ist ein ganz dunkles Kapitel der DDR Geschichte.


    Habe gerade auf die Schnelle nur den Wikipediaartikel gefunden: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Vertragsarbeiter?wprov=sfla1


    Aber wie gesagt. Das Buch ist sehr lesenswert.

    Lg

    Annanita


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    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Wie war denn die Grundschuldidaktik in der DDR?

    Und weniger Verlierer? Wollen wir uns mal die Zahlen der Kinder in Heimen anschauen? In "erziehungsanstalten" ect.? Soweit ich mich erinnere sind die nicht "deutlich geringer" als in der alten BRD.


    Diese glorifzierung der DDR Didaktik, die auf Frontalunterricht ausgelegt war und keineswegs irgendwie Bedürfnisorientiert sondern auf Staatsbürgerorientierung wert legte, magst du wirklich mit den heutigen Ansätzen vergleichen?


    Also eigt. mag ich das gar nicht vergleichen, aber das System der DDR ist keinesfalls das, was ich als "keine / weniger Verlierer" bezeichnen würde. Halt andere Verlierer.

  • Echt?

    Eingeschult bin mit 27 Mitschülern. Nach Klasse 1 kam ein Kind auf die „Hilfsschule“ -Sonderschule für Lernschwache.
    Nach Klasse 8 sind zwei abgegangen und haben eine Lehre gemacht. Trotz massiver Unterstützung ging es da nicht weiter. Lernpatenschaften etc.
    Mehr Verluste gab es nicht. Die 8.klässler haben ihre Lehre beendet und gut.
    Heimkinder hatten wir in der Klasse. Die hatten es sicher nicht leicht. Bei ihren Eltern wär’s schlimmer gewesen.
    Jugendwerkhof - kenne ich aus meiner Schule genau eine die dort war.
    Frontalunterricht-stimmt. Nur den gab‘s. Kannte ich nicht anders und bin heute manchmal noch der Meinung, einigen täte er sehr gut. Meinen Kindern zum Beispiel.
    Die Lehrer kannten die Kinder, sie waren größtenteils Lehrer mit Leib und Seele, ganztags, immer.
    Ach ich höre mal auf. Es bringt hier nichts.

  • Die Verlierer waren aber politische, nicht methodisch-didaktische wie heute... Das ist doch ein ganz anderes Thema #confused


    Und die Methodik-Didaktik des Lesens und Schreiben lehrens hat auch absolut nichts mit Staatsnähe zu tun. Ich habe ja selbst gesagt, dass der ideologische Teil nicht gut war - aber die Didaktik für die Basics (und auch z.B. für Naturwissenschaften) - die hat mich deutlich mehr überzeugt als alles was ich aus meinem Umfeld und z.B. hier aus dem Forum auch aus anderen Bundesländern mitbekomme.


    Und ja, ich finde für die Grundlagen einen einheitlicheren und systematischeren Weg als den heutigen absolut erstrebenswert. Mit Ausnahmen vor allem für die (sehr) Guten, aber die breite Masse braucht einfache Strukturen und klare Vorgaben für DIE GRUNDLAGEN. Und das fehlt heute total. Ich sehe da in der Grundschule eine strukturelle Überforderung von vielen Kindern, die meiner Meinung nach auch mit eine Ursache für die vielen LRS-Fälle und andere Probleme ist. Gut gemeint ist nicht immer gut gelungen...


    Annanita Du hast meinen Bezug auf die Ausländer völlig falsch verstanden. Ich weiß welche Rolle Ausländer in dern DDR (nicht) hatten. Was ich meinte, ist, dass Ausländerkinder (so es sie denn gegeben hätte) vermutlich mit den klaren Strukturen und dem sehr systematisch aufgebauten Anfangsunterricht besser zurecht gekommen wären als in dem, was ich hier heute erlebe. Zumindest hier in Bayern wundert es mich überhaupt nicht, dass Kinder mit Migrationshintergrund schon ab dem 1. Schultag systematisch abgehängt werden.

  • Jette oh stimmt. Das hatte ich anders verstanden. Sorry

    Lg

    Annanita


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    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Diese glorifzierung der DDR Didaktik, die auf Frontalunterricht ausgelegt war und keineswegs irgendwie Bedürfnisorientiert sondern auf Staatsbürgerorientierung wert legte, magst du wirklich mit den heutigen Ansätzen vergleichen?

    Noch mal zu dem Begriff Bedürfnisorientiert im Zusammenhang mit Schule. Das, was ich hier in der Grundschule erlebe, hat mit bedürfnisorientiert rein gar nichts zu tun. Und meiner Meinung nach gibt es eine Menge echter kindlicher Bedürfnisse (nicht kurzfristiger Gelüste), die in der DDR-Grundschule deutlich besser befriedigt wurden. Z.B. Lehrerinnen, die tatsächlich eine echte Beziehung zu den Kindern hatten. Eine Führung durch Erwachsene, nicht nur ein reines Begleiten. Dinge wirklich vormachen, vorleben und systematisch einüben mit den Kindern. Ein durchdachtes System, bei dem man die Grundlagen ab Klasse 1 gelernt hat (z.B. wie man ein HA-Heft sinnvoll führt mit einer Technik, die fürs ganze Leben funktioniert und nicht ab Klasse 5 komplett umgelernt werden muss.) Etc. pp...


    Und - um mal wieder zu dem eigentlichen Thread-Thema zurückzukommen - auch die Gleichstellung von Jungen und Mädchen im System Schule war eine ganz andere als zum gleichen Zeitpunkt in Westdeutschland. Ich habe echt Bauklötzer gestaunt, als ich Mitte der 90er in SH mitbekommen haben, was meine Komilitoninnen aus SH an der Schule in Mathe und Physik von ihren durchweg männlichen Lehrern so mit- und abbekommen hatten. Ich hatte bis dahin nie in Frage gestellt bekommen, dass ich das als Mädchen genausogut kann wie meine männlichen Kollegen.

  • naja, also in der Schweiz in den 80ern war der Grossteil des Unterrichts auch grundsätzlich Frontalunterricht. Die Paar "Werkstätten" und Botanisierausflüge machten es auch nicht fett.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7