welches risiko hat ein arbeitgeber bei einer potentiellen schwangerschaft einer mitarbeiterin?

  • tannemarie danke! ist aus deiner persönlichen sicht für euren betrieb das wirtschaftliche risiko einer schwangerschaft höher als der ausfall eines mitarbeiters/mitarbeiterin wegen zb. chronischer krankheit oder einfach wegen jobwechsels?

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.


    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • den jobwechsel versuchen wir durch gute Bezahlung und ein nettes Klima zu verhindern. Eine chronische erkrankung, mit der man dauerhaft nicht mejr arbeitsfähig ist, ist zum glück deutlich seltener, als dass eine Frau zwischen 20 und 40 schwanger wird.

  • licht : aber ist ist ja ein zusätzliches Risiko. Alle anderen Risiken hat ja eine gebärfähige Frau auch.

    Das ist so nicht richtig, Männer haben ein deutlich höheres Risiko für Unfälle. Diese Bericht über AArbeitsunfälle zeigt dass zb sehr deutlich (zb auf Seiten 17 und 18)


    Wenn man sich das so ansieht, würde ich wohl eher keine Männer einstellen #zwinker



    Kann natürlich argumentiert werden, dass Männer statistisch auch häufiger in gefährlichen Bereichen arbeiten. Sind dennoch sehr deutliche Zahlen

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

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  • tannemarie danke! ist aus deiner persönlichen sicht für euren betrieb das wirtschaftliche risiko einer schwangerschaft höher als der ausfall eines mitarbeiters/mitarbeiterin wegen zb. chronischer krankheit oder einfach wegen jobwechsels?

    Hm, wie weiter vorne schon geschrieben (war es [user='5157']möwe/user] ?), birgt die potenziell schwanger werdende ja nun zusätzlich das Risiko chronischer Erkrankungen oder Jobwechsel.

    Das kommt ja noch on top zur möglichen Schwangerschaft. Also, ja, das wirtschaftliche Risiko ist für uns höher.


    Aber, wie gesagt, wir gehen das Risiko trotzdem ein.

    Liebe Grüße


    tannemarie

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 Mal editiert, zuletzt von tannemarie ()

  • Hmmm, mein Arbeitgeber meinte, er müsse einen Teil des Mutterschaftsgelds zahlen. Gibt es da verschiedene Modelle oder ist das einheitlich geregelt.

    Oder meinte er die, absehbare, Krankschreibung vor der Geburt. Ich glaube, mein Arbeitgeber zahlt immer die ersten Wochen selber und die Versicherung springt erst nach einer Weile ein. Kann das sein?

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Das geht sogar ziemlich sicher auf die Branche zurück. Einfach nur das männerlastige Baugewerbe mit Erziehungsberufen vergleichen (S. 25). Also ja, ich würde bevorzugt keine Bauarbeiter anstellen, sondern eher Vrrsicherungsfachangestellte ;-)

  • tannemarie danke! ist aus deiner persönlichen sicht für euren betrieb das wirtschaftliche risiko einer schwangerschaft höher als der ausfall eines mitarbeiters/mitarbeiterin wegen zb. chronischer krankheit oder einfach wegen jobwechsels?

    Hm, wie weiter vorne schon geschrieben (war es [user='5157']möwe/user] ?), birgt die potenziell schwanger werdende ja nun zusätzlich das Risiko chronischer Erkrankungen oder Jobwechsel.

    Das kommt ja noch on top zur möglichen Schwangerschaft. Also, ja, das wirtschaftliche Risiko ist für uns höher.


    Aber, wie gesagt, wir gehen das Risiko trotzdem ein.

    joa.


    Und ehrlich, das ist manchmal doch ziemlich großes finanzielles risiko.... ne?

  • Jep, Nollaun: wenn der Arbeitgeber eine günstigere Versicherungsvariante wählt, zahlt er die ersten Tage (Wochen, wenn er das Risiko liebt) selbst - bei ALLEN Krankschreibungen. Und wie gesagt, Menschen tendieren dazu krank zu werden...


    Hermine: in der Schweiz ist BV wirklich selten - ich kenne persönlich keine Frau, die das hatte und auch Krankschreibungen jetzt auch nicht sooooo extrem viele (also die Schwangeren, die mit mir gearbeitet haben, hatten insgesamt nicht mehr Kranktage als der Durchschnittsangestellte).

    Wenn man dann noch rechnet, dass junge unschwangere Frauen wohl die statistisch gesündesten Arbeitnehmerinnen sind, verstehe ich die Panik - im mittelgrossen Betrieb, der nicht gerade lösungsmittelverseucht ist - nicht wirklich. Meiner Meinung nach gleicht sich das aus über die Jahre.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Habe nachgeschaut: sind potentiell gefährliche Arbeiten Teil der Arbeit, ist der Arbeitgeber verpflichtet, eine Ersatzarbeit zu finden - kann er das nicht, darf die Schwangere bei 80% Lohn zuhause bleiben - zu Lasten des Arbeitgebers.

    Was erklären könnte, warum meine Arbeitgeber da sehr erfindungsreich waren ;) Wobei ich mich ja geweigert habe, Bürodienst zu schieben, das war mir viel anstrengender als "leichtes Ausgraben an frischer Luft".


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • zum Anderen ist es wirklich teuer, jemand neues zu suchen.

    magst du das ein bischen aufschlüsseln, was in deinem betrieb an kosten anfallen, wenn ihr jemand neues suchen müsst?



    die kosten sind hardcore.


    a) das recruitingprocedere je nach stellenprofil. das mit dem "fachkräftemangel" ist zwar eigentlich ein porschemangel (ich suche einen 2 jahre alten für 5.000 euro, der maximal 50 km gefahren ist, und finde einfach keinen...), aber es gibt eben stellen, da musst du aus wechselkräften besetzen, weil das, was am markt verfügbar ist, auf keinen fall deinen ansprüchen genügen wird. heißt, die kriegst du nicht über kostenlose kanäle. yourfirm z.b. kostet pro stellenanzeige für 60 tage schon mal 800 eier aufwärts. bei StepStone und co. bist du zwingend vierstellig los. die recruiterin verdient ja auch geld bzw. du brauchst überhaupt eine, wenn du höhere fluktuation hast. du hast ggf. überstunden bei personalkräften, die du bezahlen musst. oder du suchst über personaldienstleistungsunternehmen, das kostet natürlich für jeden vermittelten menschen entsprechend provision.


    b) die reibungsverluste bei der einarbeitung: du verlierst eine eingearbeitete MA und gewinnst jemanden, der meistens von tuten und blasen keine ahnung hat. also beschäftigst du (idealerweise, so kein BV oder keine krankschreibung) zwei leute gleichzeitig, damit die dame ihre vertretung einarbeiten kann. oder du ziehst andere MA zu dem zweck ab. das verursacht immer kosten.


    c) arbeitsmittel und raumangebot: es kommt selten hin, dass die vertretung und die schwangere MA sich die klinke in die hand geben. im idealfall tun sie das nicht (s.o. wg. einarbeitung). im grunde brauchst du vieles zweimal. fängt bei kleidung an, geht weiter über rechner/technikausstattung bis hin zu umbautem raum für einen arbeitsplatz. struktureller scheiß kommt hinzu. jemand muss, um mal kleinkram zu nennen, der auch reinspielt, die kontaktdaten auf der website ändern. ggf. die visitenkarten. kunden anschreiben.


    d) stellenkontingente. befristete arbeitverträge sind dreck. ich würde über meine leiche sowas nicht machen. und so denken zunehmend leute. wie soll man denn als toter mann da jeden tag lebend hingehen und schon wissen, dass man geaxtet wird und nur die undankbare zweitbesetzung ist, selbst wenn alle einen mögen und man gute arbeit macht? und wie ist es für die schwangere MA, wiederzukommen aus der EZ und quasi die vertretung wegzutreten? ich habe den fall erlebt, dass eine MA aus der elternzeit wiederkam ins großraumbüro, wo neben ihr die kollegin immer wieder geweint hat, weil sie sich mit der vertretung angefreundet hatte. bis zuletzt hatten die beiden gehofft, dass die vertretung noch bleiben darf, und dann ist sie doch geaxtet worden. obwohl die schwangere MA dafür ja nichts konnte, hat die kollegin sie hinterher gehasst. die MA ist dann auch schnell wieder schwanger geworden und war dann ganz weg. nützte der vertretung nun nichts. wenn ich einen betrieb hätte, würde ich befristete einstellungen vermeiden, wie es nur irgend gehen könnte. die lösung muss sein, dann die zusätzliche MA einzustellen. wenn hinterher die schwangere wiederkommt und teilzeit macht, hat man immerhin kein volles pluskontingent. aber de facto einige stunden mehr plus arbeitsmittel extra.


    e) so meta-sozialzeug. im vertrieb und ähnlichen bereichen kommt es sehr aufs netzwerk an. wenn da eine frau drin ist und auf einmal wieder weg, sind die kunden halt oft auch mit weg. als ich beim ex-arbeitgeber weg war, sind gleich aufgrunddessen die drei fettesten kunden abgesprungen. und da hätten sich die kollegen auf den kopp stellen und mit dem arsch fliegen fangen können, die kunden hätten das ohne mich nicht weiter gemacht. dabei habe ich die nicht mal mitgenommen, weil ich ja in eine ganz andere branche gegangen bin.



    in meiner abteilung habe ich es bei den 2 schwangeren so gemacht, dass ich die eine stelle nicht in vertretung besetzt habe und vier leuten extra arbeit aufgebürdet habe plus mir selbst auch. das hat für einige unruhe gesorgt. und wir hatten dann aus einer situation von leise unausgelastet auf einmal krass auf kante overload. aber ich wollte halt auf keinen fall wen axten UND für die einarbeitung hätten die anderen ziemlich genau so lange overload gehabt, bis dann die alte MA wiedergekommen wäre... bei der zweiten schwangerschaft hatte ich die luxuriöse situation, dass es eine verwaltungskraft war bzw. meine assistentin. ich hatte eine bürokauffrau ausgebildet und zurück in die zentrale geschickt, die ich dann wiederbekommen konnte. alle haben sich sehr gefreut, und die frau war in der anderen abteilung auch nicht voll ausgelastet, so dass ihre arbeit dort sinnvoll untergebracht werden konnte. bis die strukturen aber neu aufgesetzt waren (inklusive infrastruktur aka visitenkarten, telefonanschluss, büros blablabla), ist auch zeit vergangen.



    da gibt es noch mehr.




    und jede, die mich kennt, weiß, ich singe ganz sicher nicht das loblied der arbeitgeberschaft. ich bin linksaußen veranlagt und sage das ganz offen.


    trotzdem tut sich niemand einen gefallen damit, die kosten und mühen, die schwangerschaften für dritte verursachen, herunterzuspielen. im gegenteil. das kommt von hinten durch die brust ins auge wieder. die aussage muss nicht sein "ist doch alles kaum ein problem", sondern "IST ein problem, aber alternativlos, und daher müssen wir strukturen schaffen, die mit diesem problem arbeiten". auch über zwang. ohne läuft nichts.



    was ich z.b. sinnvoll finde, ist, dass stellenkontingente nicht auf knopf genäht werden, sondern immer etwas negative auslastung da ist. besonders, wenn es ums kreative geht. oder wenn präsenz unabdingbar ist (weil z.b. ein laden nicht geöffnet oder gar keine leistung angeboten werden kann).


    dann finde ich personaldienstleister im prinzip gut. also, NICHT so, wie sie bis dato existieren. sondern so eher ferchau-mode. dass dort leute beschäftigt sind und bei realen SPITZENlasten oder in so fällen wie schwangerschaft und BV verliehen werden. sie sind NICHT wirtschaftlich verantwortlich für ihre auslastung. sie beziehen immer, auch wenn sie nicht beschäftigt werden, gehalt. das gehalt liegt im oberen drittel dessen, was für ihr stellenprofil in der betreffenden region bezahlt wird und NICHT unter dem, was die leute in den entleih-unternehmen verdienen. es gibt regelmäßige kontaktzeiten zu den anderen spring-kräften, so dass eine soziale bindung im verleihunternehmen hergestellt wird und die verliehenen in den unternehmen troubleshooter sind und nicht lückenbüßer.



    und so weiter. schmälert natürlich margen, wie man es dreht und wendet.



    lg patrick

  • den jobwechsel versuchen wir durch gute Bezahlung und ein nettes Klima zu verhindern. Eine chronische erkrankung, mit der man dauerhaft nicht mejr arbeitsfähig ist, ist zum glück deutlich seltener, als dass eine Frau zwischen 20 und 40 schwanger wird.

    es gibt auch krankheiten, die nicht chronisch sein müssen und die lange behandlungen nach sich ziehen. ich kenne ein paar motorradfahrer, die ewig lange behandlungen nach unfällen hinter sich haben. krebs gibts immer öfter und immer öfter auch bei menschen mittleren alters, bandscheibenvorfälle betreffen immer mehr junge menschen, etc. das sind alles krankheiten, die nicht auf dauer einschränken, aber auf längere zeit.



    so gesamtgesellschaftlich betrachtet ist es ein drama. kinder kriegen ist wirtschaftlicher wahnsinn, für alle beteiligten, aber wir jammern, weil die gesellschaft überaltert ist und wir zuwenig arbeitskräfte haben, die ins sozialsystem einzahlen.

    #rose

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    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • licht , auf den Euro kann ich es Dir nicht aufschlüsseln, aber die letzte Stellensuche ging kostenmäßig in den fünfstelligen Bereich. Und das beinhaltet lediglich Annoncen schalten aber versteht sich zuzüglich der Zeit, die dabei drauf geht, Bewerbungsgespräche zu führen (mein Stundenlohn), zuzüglich Schulungen, die neue Mitarbeiter durchlaufen müssen. Das summiert sich ganz schön und ist für uns ein ordentlicher Batzen Geld.

    richtig, die schulungen, die hatte ich ganz vergessen. SAP bis zum erbrechen z.b.

  • den jobwechsel versuchen wir durch gute Bezahlung und ein nettes Klima zu verhindern. Eine chronische erkrankung, mit der man dauerhaft nicht mejr arbeitsfähig ist, ist zum glück deutlich seltener, als dass eine Frau zwischen 20 und 40 schwanger wird.

    es gibt auch krankheiten, die nicht chronisch sein müssen und die lange behandlungen nach sich ziehen. ich kenne ein paar motorradfahrer, die ewig lange behandlungen nach unfällen hinter sich haben. krebs gibts immer öfter und immer öfter auch bei menschen mittleren alters, bandscheibenvorfälle betreffen immer mehr junge menschen, etc. das sind alles krankheiten, die nicht auf dauer einschränken, aber auf längere zeit.



    so gesamtgesellschaftlich betrachtet ist es ein drama. kinder kriegen ist wirtschaftlicher wahnsinn, für alle beteiligten, aber wir jammern, weil die gesellschaft überaltert ist und wir zuwenig arbeitskräfte haben, die ins sozialsystem einzahlen.




    richtig, aber wie ich oben schrieb:


    es nützt nichts, die risiken der schwangerschaft für den arbeitgeber wegzureden oder andere dagegenzustellen und quasi whataboutism zu betreiben.

    die risiken und kosten sind da. sie sind auch erheblich.


    und _trotzdem_ müssen frauen arbeiten und auch karrierechancen offenstehen haben.

    das sollte gar nicht mehr diskutiert werden müssen.



    lg patrick

  • tannemarie danke! ist aus deiner persönlichen sicht für euren betrieb das wirtschaftliche risiko einer schwangerschaft höher als der ausfall eines mitarbeiters/mitarbeiterin wegen zb. chronischer krankheit oder einfach wegen jobwechsels?

    Hm, wie weiter vorne schon geschrieben (war es [user='5157']möwe/user] ?), birgt die potenziell schwanger werdende ja nun zusätzlich das Risiko chronischer Erkrankungen oder Jobwechsel.

    Das kommt ja noch on top zur möglichen Schwangerschaft. Also, ja, das wirtschaftliche Risiko ist für uns höher.


    Aber, wie gesagt, wir gehen das Risiko trotzdem ein.

    Mit Blick auf die wirtschaftlichen Risiken sehe ich aber auch Aspekte, die für potentiell schwangere bzw. schwangere Mitarbeiterinnen sprechen: Frauen in der Kinderwunschphase pflegen oft einen gesunden Lebensstil. Während der Schwangerschaft ist nicht mit einem Jobwechsel zu rechnen. (Jobwechsel-Kandidaten sind hingegen die Partner Schwangerer, die oft sehr aktiv nach Möglichkeiten schauen, um das Familieneinkommen zu steigern.)

  • patrick*star schätzt du das risiko einer schwangerschaft höher ein als sonstige vorfälle, bei denen arbeitgeber ersetzt werden müssen?

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.


    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • Es sind ja noch andere "Risikogruppen", die unbeliebt sind bei Arbeitgebern: chronisch Kranke, Behinderte, psychisch Kranke...

    Denen würden dieselben Punkte nützen - vernünftige Personaldecke, flexible Arbeitsmodelle ... - aber deren Lobby ist genauso bescheiden wie die junger Frauen. Gibt ja genug williges Kanonenfutter.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • ich lese hier raus, dass es in deutschland ein erheblich grösseres finanzielles risiko für den arbeitgeber darstellt als in der schweiz. österreich scheint so in der mitte zu sein. hier in ö muss der arbeitgeber nix zahlen ab mutteschutz, auch bei verfrühtem mutterschutz nicht. beschäftigungsverbote werden hier zwar teilweise gegeben, aber viele ärzte sind sehr zurückhaltend. es gibt auch branchen, die grundsätzlich einen früheren mutterschutz vorsehen. es liegt also schon auch an der gesetzeslage, wieviel arbeitgebern eine schwangerschaft einer mitarbeiterin kostet.

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.


    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • patrick*star schätzt du das risiko einer schwangerschaft höher ein als sonstige vorfälle, bei denen arbeitgeber ersetzt werden müssen?


    bei jungen frauen auf jeden fall.


    und sonstige vorfälle, da gibts für alles kandidaten, wie talpa richtig auflistet. aber über einen ziemlichen zeitraum ist leistungs-abrufbereitschaft eher der standard. fehlende abrufbereitschaft ist die abweichung.

    und das ist bei schwangeren umgekehrt.



    nur finde ich, dass man eben nicht nur die leistung "kaufen können" sollte, wenn man leute beschäftigt.

  • licht : So wie ich partickstar und tannemarie verstanden habe, entstehen die wirklichen Kosten nicht durch die Lohnfortzahlung, etc. Sondern eben die erneute Stellenausschreibung, Einarbeitung, etc. Und die Kosten werden in Ö und der CH genauso beim Arbeitgeber bleiben.

    Hermine und drei Jungs (04, 07 und 09)

    ---

    demokratische Ordnung braucht außerordentliche Geduld im Zuhören und außerordentliche Anstrengung, sich gegenseitig zu verstehen

    Willy Brandt, 1969