Beikost-Akzeptanz rückläufig?

  • Hallo liebe Raben,

    Ich bin verwirrt und brauche Hilfe beim Gedanken ordnen bzw frage mich, was die Ursache ist und ob jemand sowas schon mal hatte...


    Die Maus ist 6 Monate alt und findet essen eigentlich ganz toll. Sie hat ganz früh schon mal dies und das probiert, und im 5. Monat gab's dann immer mal ein bisschen Gemüsebrei und Gemüse/Obst/Brot auf die Hand.

    Irgendwann im 6. Monat hab ich mal versuchsweise abendbrei gegeben (in der Hoffnung eine ruhigere Nacht zu haben, das war aber nix) den brei liebt sie (Hafer, kuhmilch, Apfel oder Birne).

    Sie hat nie so große Mengen gegessen (ca 90g mittags + abends wenn es gut lief. Mittags aber meist in 2 Sitzungen) aber sie trinkt auch beim stillen nie viel (unter 5min).


    Und jetzt ist seit einer Weile der Wurm drin. Sie isst wenige Löffel und mag dann nicht mehr. Macht den Mund nicht mehr auf, dreht sich weg, meckert, streckt sich durch)

    Ich frag mich, ob es am Inhalt liegt. Kartoffeln fand sie erst blöd, dann ging es aber eigentlich, und zuletzt kam Hähnchen dazu, den Knochen davon fand sie aber mega mega lecker und die erste Portion mit Hähnchen war auch ok... Oder es ist der Blumenkohl? Oder die Kombi von 3 Dingen, die sie nicht so toll findet?

    Dagegen spricht, dass sie heute auch eine 'alte' und damals gern gegessene Sorte nur ungern gegessen hat, und selbst der geliebte Abendbrei nur schlecht angenommen wurde.


    Oder braucht sie derzeit einfach noch mal mehr Muttermilch, weil sie in einer komischen Phase ist? Sie schläft aktuell mehr als sonst, ist dazwischen aber super gut drauf.

    Dafür würde sprechen, dass sie derzeit halt lieber Brust als brei nimmt, das hatten wir auch schon anders herum bzw sonst war es immer so, dass sie auch keine Milch wollte wenn sie mal keinen brei mochte. Also, ich biete 'normal' nach brei keine Brust an, wenn der brei nicht leer geworden ist, aber hin und wieder teste ich halt was nun gerade sache ist.

    Heute hat sie teilweise sogar fingerfood (Brot, maissticks) abgelehnt bzw nach kurzer Zeit weg geworfen. Die werden normal bis aufs letzte aufgelutscht...


    Mit Ablenkung bzw zu zweit füttern geht es besser, aber auch nicht gut.


    Hab halt irgendwie auch sorgen, dass sie nicht auf ihre Kalorien kommt, zumal sie schon seit einer Weile nachts alle 2h oder öfter kommt... #confused


    Sorry für den langen Text. :wacko:

  • Vielleicht kommt der erste Zahn und stört beim Essen?

    Meine Große mochte meine selbstgemachte Beikost mit Fleisch nie, ich denke weil ich es nicht geschafft habe, das für ihren Geschmack fein genug zu pürieren. Stücke zum selber Lutschen und fertige Gläschen ohne Stücke gingen dagegen.

    "Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen." - Niels Bohr

  • Ich finde, das liest sich ganz normal für einen Beikoststart ;). Manche Kinder finden mit sechs Monaten Essen super spannend und probieren alles, andere werden in dem Alter noch voll gestillt/mit Milch ernährt, weil Beikost sie null interessiert.


    Wir sind diesmal auch im 5. Monat, also sehr früh mit Beikost gestartet, weil der Kleine sich so sehr dafür interessiert hat.

    Einen linearen Verlauf hatten wir hier auch nicht und auch aktuell mit fast 14 Monaten gibt es Tage und Phasen, in denen (bisher toll gefundenes) Essen plötzlich total blöd gefunden wird und nur Muttermilch angesagt ist. Zähne, Entwicklungssprung, Infekt, irgendwas ist ja immer...

    Alle zwei Stunden zu stillen regt ja auch die Milchbildung an, vielleicht spürt dein Baby, dass es das in den nächsten Tagen braucht.


    Solange dein Baby sich altersgerecht entwickelt und zu nimmt, würde ich mir da keinen Kopf machen. (Hach, das sagt sich so leicht von außen.) Hör auf dein Kind, es scheint dir ja zu zeigen, was es gerade mag und möchte.

    "Food before one ist just for fun" hab ich hier im Forum aufgeschnappt und für uns für wahr befunden.#ja


    Die länge des Stillens sagt übrigens nichts über die Menge aus. Mein erstes Kind hat ewig an der Brust gehangen, mein zweites ist in kürzester Zeit fertig und scheint mehr ein Effizienztrinker zu sein.

    #post-2-3-4-5-6-7-8-9-10-11-12-13-14-15-#post-17-18-19-20-21-22-23-24

  • aber sie trinkt auch beim stillen nie viel (unter 5min).

    das heißt erstmal nur, dass sie schnell trinkt. Nicht, dass es wenig ist.


    Hier hat keines der Kinder gleichmäßig immer mehr Beikost gegessen. Das waren immer Wellenverläufe. Mal wurde mehr, mal weniger gegessen. Manchmal auch wieder (fast) gar nichts. Das ging meist bis über den ersten Geburtstag hinaus. Danach hat sich das dann stabilisiert.

    Meisterschülerin mit dem großen Meister(02/11), dem Möppi (09/13), dem Kleinchen (07/15) und


    hebamme4u-Ticker


    hebamme4u-Ticker

  • So kurze Stillzeiten kenne ich von unserem kleinen auch, der hatte damit 300g Zunahme pro Woche#freu.


    Wir haben hier auch einen eigentlich guten Esser, aber wenn ein Infekt ansteht oder die Zähne schieben dann ist er auch mal wieder ein paar Tage lang ein Vollstillkind#weissnicht


    Am zuverlässigsten futtert er wenn sein Papa mit ihm ohne mich unterwegs ist.

  • Das ist in Phasen auch immer wieder mein Thema. Der Zwerg ist ja schon 13 Monate und trinkt nach wie vor viel Pre (stillen hat bei uns nicht geklappt). Aber er war und ist ein Esser wie Dein Baby. Ich biete ihm immer nochmal Milch danach an. Selbst an Tagen wo ich denke, wow, der hat viel und begeistert gegessen, trinkt er nochmal ne ordentliche Menge Milch. So Kinder gibt es halt.


    Eine Zeit lang war Grießbrei der totale Hit, jetzt gar nicht mehr. Er hat dann irgendwann Fleisch geht fast immer (Hackfleisch oder Gulasch). Grünes Gemüse in der Regel auch. Vieles andere ist ganz variabel. Oft macht er auch seine Version Trennkost. Häufig aber nicht viel.


    Irgendwann hat er angefangen einmal in Gemüsesticks (oder Brezen, etc) zu beißen (die er immer mit Begeisterung vertilgt hat) und sie dann direkt runter geworfen hat. Erst dachte ich, er mag das nicht und wirft es deswegen weg. Irgendwann kam die Erkenntnis, dass ihm das einfach zu große Stücke waren und er einfach mundgerechte Stücke will #rolleyes


    Gerade beim Zahnen oder Infekt geht er immer auf Milch zurück. Wir hatten gerade einen ordentlichen Infekt bei dem er insgesamt weniger zu sich genommen hat. Jetzt holt er auf. Isst viel und trinkt noch viel mehr Milch.


    Wie Knolle schon schreibt, wenn sie sich gut entwickelt und zu nimmt, ist das alles gut. Kalorisch gibt es nicht so viel Beikost die an Muttermilch heran reicht.


    Mir hilft der Gonzales immer wieder sehr, wen ich mal zweifle. Und natürlich die Erfahrung der Raben. Das gibt es einfach, dass Kinder lange wenig Interesse an Beikost haben oder es in Phasen geht.

  • Dein Baby ist doch erst sechs Monate alt, es ist doch überhaupt nicht schlimm, wenn es noch nichts oder nur wenig essen möchte? Keine altersgerechte Beikost dürfte soviele gesunde Kalorien bieten wie Muttermilch, es geht doch nur darum, andere Nahrung kennenzulernen.

    In dem Alter haben meine beiden Kinder exakt gar nichts zu sich genommen außer Muttermilch und nachts alle 2 Stunden stillen halte ich auch für völlig normal.


    Solange dein Kind munter und fit ist sehe ich da kein Problem.

    Liebe Grüße
    Silke mit dem Großen 06/2006 und der Kleinen 06/2009

  • Danke euch. Das wollte ich hören, dass das alles ganz normal ist!

    Der Kinderarzt hat mich da verunsichert, dem war das alles viel zu wenig beikost. Und eigentlich weiß ich ja, dass er da übertrieben hat mit seinen Aussagen, aber verunsichert war ich trotzdem.


    Sie ist ein kleines bisschen verschnupft, denke es liegt daran. Zähne hab ich gerade nicht im Verdacht.

    Dann werde ich einfach mal weiter beikost anbieten wie es passt, und darauf vertrauen dass sie schon weiß was sie braucht.

    Sie lag bisher immer nah an der 50%Kurve, also eigentlich kann da nicht so viel schief gehen, sie hat ja quasi Puffer in beide Richtungen.

  • Ich sag auch, ganz normal, hatten wir auch, meine Kinder hatten immer Mal Phasen in denen sie nur gestillt werden wollten, selbst mit 1 Jahr noch

  • Schade, dass der Kinderarzt dich da verunsichert hat. Mit 6 Monaten ist sie ja wirklich noch ganz am Anfang das Essen zu entdecken. Du musst auch keine Stillmahlzeiten ersetzen, es sei denn du willst schnell abstillen, es heißt ja Beikost und nicht Anstattkost.


    Ich würde ihr einfach Brei und Fingerfood weiterhin locker anbieten und nach Bedarf Stillen, die Milch ist ja mindestens bis zum 1. Geburtstag das Wichtigste. Wenn sie nach den Beikost-Mahlzeiten noch Stillen will, würde ich sie lassen, da in der Muttermilch Enzyme enthalten sind, die bei der Verdauung helfen.

  • Bei uns war es auch sehr wechselhaft was die Beikost anging, teilweise mit Phasen wo zu 90%-100% wieder gestillt wurde und das bis Ende 2. Lebensjahr.
    Alles andere wurde hier ja schon genannt, also eine weitere Stimme für völlig normal. #top

  • Hasenkind wurde fast 15 Monate lang quasi 80% gestillt. Ich würde auch zur Entspannung raten.

    Meine Freundin hat bei ihren Kindern erst mit 8 Monaten überhaupt mit Beikost angefangen, es gab vorher kaum Beikostreifezeichen.


    Und ja, her mit Gonzales! È

  • Wir waren dieses Wochenende unterwegs mit sehr wenig Infrastruktur und ich habe ganz beruhigt einfach gar keinen brei gefüttert und nur gestillt. #super

    Also, klar gab immer mal was zum Lutschen in die Hand wenn sie mochte, das ist ja unkompliziert.

    Fand sie gut!


    Danke euch für euren Zuspruch!