Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Ich nehme schon an, dass es um private ging, schreibt magorma zumindest im ausgangspost. Bei der GKV geht das über die Karte (die auch gern gefälscht gereicht wird oder nach versicherungswechsel mit der falschen krankenkasse) direkt mit der Kasse.


    Wenn du die Rechnung zurückschickst als private dann geht das an die geldeintreinerfirma. Die klärt das mit dir. (Ich bin leider auch privat versichert und sehr froh darüber, dass sich keiner dafür interessiert, welches Kind über mich und welches über meinen Mann versichert ist. Ich schreibe immer rein, dass Kind über mich versichert ist und zum Glück ist die Kasse bereit, auch meine Unterschrift zu akzeptieren. Ich bin auch in der Lage, Rechnungen, die an meinen Mann adressiert sind zu begleichen. Weil es eben so völlig drissegal ist, wer da jetzt oben drüber steht. Es geht nur darum,, dass das Geld ankommt für die Leistung, die erbracht worden ist. Auch wenn ein dämlicher kfz-schlosser meint, die Rechnung für mein Auto an meinen Mann statt an mich richtet zahle ich doch trotzdem die Rechnung.

  • Ui, was für eine Diskussion hier 8o


    Es ging tatsächlich nur darum, dass da nur eine Zeile war und da stand eben ("Name des Versicherten". Das allein ist ja schon mal eine rein männliche Formulierung. Ich war schon öfter mit meinen Kindern beim Arzt und oft steht dann noch sowas wie "Name des Patienten, falls abweichend" oder sowas da. Unabhängig davon war ich unsicher, weil mein Kind ja versichert ist, es hat ja einen eigenen Vertrag und es werden eigene Beiträge entrichtet. Ist ja keine kostenlose Familienversicherung. Also ist er in meinem Verständnis auch der Versicherte. Wenn dort "Name des Versicherungsnehmers" gestanden hätte, wäre meine Leitung vielleicht nicht so lang gewesen.


    Über die selbstverständlich auf den Ehe(!)Mann bezogene Antwort war ich dann einfach völlig überrascht. Also sowohl was den Mann als auch die Ehe angeht.


    Was mit namentlich falsch adressierten Arztrechnungen passiert, weiß ich gar nicht, kam nämlich noch nie vor. Wobei die ja manchmal an mich gehen und manchmal an die Kinder direkt und immer nochmal extra der Patientenname drin ist. Auch wenn ich den Name meines Ehemannes oder den des Vaters angegeben hätte, wäre mir der Brief zugestellt worden. Beide Namen sind hier im Haus am Briefkasten.


    Ich fand einfach nur die Annahme, dass die Privatversicherung automatisch über den Mann/Vater läuft, erstaunlich und "genderkackig" - weil eben die private Versicherung oft mit hohem Einkommen und damit Männlichkeit verbunden wird und nicht mit einer hochschwangeren Frau.

    Und dabei bin ich einfach nur popelige Beamtin ;)

  • Wenn das Thema für den Patienten oder die Patientin wichtig ist, wird es nicht weniger wichtig, weil die Praxis so schlecht organisiert ist, dass sich eine Warteschlange bildet.

    Mir ging es gar nicht darum, etwas herunterzuschlucken, was einem wichtig ist. Mir ging es um die Art der Ansprache und den Umgang damit. Und da fände ich ein "oh, weibliche Versicherungsnehmer sind hier gar nicht vorgesehen? Das ist ja vorsintflutlich!" besser und zielführender als irgendwelche Spitzfindigkeiten, um der Praxis später eins reinzuwürgen. Die Abrechnungen sind nämlich so schon kompliziert genug. Käme das in meiner Praxis so vor, würde ich der Person wohl als erstes querulatorische Züge andichten - und erst sehr viel später im Nachgang darüber nachdenken, ob da was Berechtigtes dahinter war. Und davon hat doch nun niemand was?

    So sehe ich das aus. Was bringt es, der Praxis eins reinzuwürgen, wenn es vielleicht nur die eine doofe Sprechstundenhilfe ist, die so drauf ist? Und es heißt doch immer, Konsequenzen sollten zeitnah erfolgen. Die Angestellte bringt das doch gar nicht mehr mit ihrem Verhalten in Verbindung, wenn es 4 Wochen später Probleme mit der Abrechnung gibt. Das ist doch nicht zielführend.

    Ansonsten finde ich, sollte janos hier nicht ihre eigene Erfahrung aus der Praxis abgesprochen werden.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Mein Ton ist ruhig und sachlich tulan kann es sein, dass du mich nicht neutral liest?

    Shevek - ernsthaft? #blink Nein, natürlich lese ich dich nicht neutral. Ja, vielleicht ist das so, dass du hier ein Arschloch-Verhalten in ruhigem Ton propagierst und nur ich mich auch am Ton störe (während eine ganze Handvoll Nutzerinnen hier inhaltlich versucht dazulegen, warum das von dir vorgeschlagene Verhalten unnötig aggressiv ist) - aber diesen Post von dir finde ich nicht neutral. Sondern massiv vom Tisch bügelnd. Klar kann man auch in neutralem Ton andere Leute entwerten. Besser macht es das mE nicht. Ebenso wie es sich nicht besser anfühlt, wenn man erstmal seitenlang überlesen wird, bevor du rausstellst, dass du meine Posts einer anderen Nutzerin unterschoben hast.


    Und nun bin ich hier raus. Die Diskussion dreht sich meines Erachtens nicht mehr über Genderkacke, sondern über die Frage, ob Genderkacke einen berechtigt, anderen eins reinzuwürgen. Meine Antwort darauf ist: nein. Fertig diskutiert.

  • Meine Güte, was für eine Diskussion. #blink

    Es IST Genderkacke vom Feinsten, wenn bei dem Privatversicherten-Abrechnungsformular davon ausgegangen wird, dass Versicherungsnehmer automatisch der Vater des Kindes ist. Dahinter steht doch die Denke, dass Mutti das ja gar nicht sein kann.

    Und ich finde, das darf empören.


    Und in diesem Thread (Genderkacke) fände ich schöner, sich darüber auszutauschen als seitenlang darüber zu philosophieren, ob jemand Ordner über den Tresen reicht oder nicht und wer wieviel zu tun hat.

    Und nein, ich meine niemanden Speziellen, sondern allein die Tatsache, dass das seitenlang diskutiert wird, aber niemand mehr das Wesentliche an diesem Erlebnis sieht.

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • Ich glaube in jedem der Beiträge wurde erwähnt, dass es natürlich gar nicht geht, was die Schwester da am Tresen gesagt hat und man sie darauf hinweisen sollte.


    Diese etwas abgedriftete Diskussion ist nur deswegen entstanden, weil die Überlegung war, das Formular falsch auszufüllen, damit die Rechnung nicht den richtigen Adressaten erreicht. Und das sehe ich wie tulan : geht ja wohl gar nicht.


    Und bietet darüber hinaus noch die Ausgangsfrage für etwas, das ich auch oft als genderkackig wahrnehme: warum wird denn so gerne die Schwester am Tresen runtergemacht, nicht aber der männliche Arzt? In meinem Fall eine etwas wacklige genderkackfrage, weil ich ja auch eine Frau bin, was aber die Patienten nicht wissen, bevor sie mich sehen. Die gehen natürlich meist davon aus, dass der Arzt ein Mann ist. Und fragen, wenn ich sie ins Zimmer hole, ob ich jetzt eine Untersuchung mache und wann sie zum Arzt reinkommen. Obwohl ich mich natürlich vorstelle und mein Name mit dem Dr. davor natürlich an der Tür steht.

  • Mein Ton ist ruhig und sachlich tulan kann es sein, dass du mich nicht neutral liest?

    Shevek - ernsthaft? #blink Nein, natürlich lese ich dich nicht neutral. Ja, vielleicht ist das so, dass du hier ein Arschloch-Verhalten in ruhigem Ton propagierst und nur ich mich auch am Ton störe (während eine ganze Handvoll Nutzerinnen hier inhaltlich versucht dazulegen, warum das von dir vorgeschlagene Verhalten unnötig aggressiv ist) - aber diesen Post von dir finde ich nicht neutral. Sondern massiv vom Tisch bügelnd. Klar kann man auch in neutralem Ton andere Leute entwerten. Besser macht es das mE nicht. Ebenso wie es sich nicht besser anfühlt, wenn man erstmal seitenlang überlesen wird, bevor du rausstellst, dass du meine Posts einer anderen Nutzerin unterschoben hast.


    Und nun bin ich hier raus. Die Diskussion dreht sich meines Erachtens nicht mehr über Genderkacke, sondern über die Frage, ob Genderkacke einen berechtigt, anderen eins reinzuwürgen. Meine Antwort darauf ist: nein. Fertig diskutiert.

    Danke, auch für deine anderen Beiträge auf den letzten Seiten#ja

    And we're still here
    All together and all alone
    Consumed with fear
    That one day we'll discover
    How empty we've become

  • Ich bewundere die Sprechstundenhilfen immer wieder dafür, wie ruhig sie bleiben obwohl es wirklich immer wieder Patientinnen gibt, die auf Krawall gebürstet sind.


    Und mir ginge es ähnlich wie tulan, das von dir, Shevek vorgeschlagene Verfahren würde ich als äußerst unsympathisch empfinden. Müsste ich ja, da offenbar kein Gespräch stattfände, das mir helfen könnte, das einzusortieren. Jede von uns geht dann von Vorankommen aus. Du ja auch, du unterstellst ja auch, dass die Sprechstundenhilfe irgendwie blöd ist.


    Hinzu kommt, dass wohl niemand im realen Ablauf auf die Idee käme, dass das was mit der Genderkacke am Tresen zu tun hatte. Die Buchhaltung oder der Eintreiber war ja nicht dabei. Dann doch lieber gleich sagen: "Wieso glauben Sie, dass die Kinder bei meinem Mann mitversichert sind?"

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • janos

    Das habe ich dann wohl offenbar überlesen.


    Im Übrigen stößt mir das mit Arzt und Helferin auch immer wieder auf, ebenso wie das mit Pilot und Stewardess.

    Bei mir in der Abteilung (technisches Amt) gibt es inzwischen ein Team, bei dem die komplette 4-stufige Hierarchie bis zur Amtsleitung weiblich ist. Das doofe Gesicht, wenn die Kunden (ja, ausschließlich Männer wollen das) „endlich den Chef“ sprechen wollen, ist schon schön.

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • Meine bisherige Allzweckwaffe in solchen Situationen ist das Wörtchen "Warum" ;-)


    Situation: Unsicherheit zum Ausfüllen des Feldes.

    Ich frage, welcher Name eingetragen werden muss - Sprechstundenhilfe antwortet "der Ihres Mannes".

    Ich frage "warum" - sie sagt " Weil er die Versicherung bezahlt".

    Ich sage "das bin ich, vielleicht ließen sich Missverständnisse und Mehraufwand bei Abrechnungen verhindern, wenn man das Formular auf die heutige Zeit anpassen würde?".

    Ich trage meinen Namen ein - fertig.


    So wurde niemand rund gemacht, der Sachverhalt zügig geklärt und vielleicht auch ein Denkanstoß gegeben.


    LG,

    Anne

    "Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben" ~ Johann Wolfgang von Goethe

  • Wenn das nächste Feld "PatientIn" heißt, kann man es sich ja vielleicht denken.


    Ich ärgere mich auch immer sehr über sowas. Hier sind alle über mich versichert, auch mein Mann (Student), und das Formular sieht einfach nicht vor, dass es auch so rum sein kann.

    Ich bin auch "nur" Beamtin, aber ich ernähre hier die Familie (es sei denn, mein Mann kocht an dem Tag ;) ).

    Kids don't drive you crazy, you were crazy already. That's why you had them.


    Lieben Gruß vom Rattenkind mit dem Kätzchen (10/2015) und dem Katerchen (09/2018).


    giphy.gif


    In meinem Waldland geht ein Monster um...

  • In der Regel weiß man doch als privat Versicherte, dass man sich da selbst reinschreiben muss, außerdem ist es auch nicht so schlimm, wenn die Rechnung ans Kind adressiert ist. Das kommt bei uns öfter mal vor, auch wenn ich das Formular immer korrekt ausfülle.

    Ich frag mich ja immer noch, wie die Sprechstundenhilfe auf diesen Unsinn kam. So selten kann das doch nicht vorkommen, dass das Kind einer Beamtin behandelt wird.

  • Patient:in?

    Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!


    Aber es hilft ungemein, wenn man ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten Wasser gibt, ab und an etwas Dünger und gute Erde zur Verfügung stellt und ihm Schatten spendet wo die Sonne zu stark scheint


  • Ich nehme schon an, dass es um private ging, schreibt magorma zumindest im ausgangspost. Bei der GKV geht das über die Karte (die auch gern gefälscht gereicht wird oder nach versicherungswechsel mit der falschen krankenkasse) direkt mit der Kasse.

    Ok, dann ist es aber immer noch so, dass die Rechnung dann an den Mann geschickt wird, damit wird wohl auch die Frau erreicht, und wenn diese dann zurück schreibt, dass sie aber die Rechnung mit ihrem Namen braucht, es um Mehraufwand geht und nicht um unbezahlte Rechnungen.

    Da wäre es dann schon sinnvoll, mal nachzufragen, warum die gute Frau denn den Namen ihres Mannes auf das Formular schreibt, und nicht ihren.

    Und dann kann man dem Personal am Tresen noch mal erklären, dass auch Frauen Versicherte sein können.


    Es könnte die bei mir allerdings auch passieren, dass ich aus lauter Dusseligkeit einfach hinschreibe, was mir gesagt wird - es ist beim Arzt, da bin ich selten in guter Form. Oft laufe ich dann krank einfach auf Automatik.

    Als Teenager und während des Studiums war ich über meine Mutter privat versichert, brauchte aber keine Begleitung zum Arzt. Hätten die mir gesagt, dass ich da meinen Vater reinschreiben soll, der nicht mal in der gleichen Stadt wie meine Mutter wohnte, hätte ich das wohl brav getan (wie gesagt: beim Arzt, krank, geistig nicht auf der Höhe).


    Ich schätze, dass diese Rechnung tatsächlich verschollen wäre, aber eben aus reiner Verpeiltheit




    Es geht nur darum,, dass das Geld ankommt für die Leistung, die erbracht worden ist. Auch wenn ein dämlicher kfz-schlosser meint, die Rechnung für mein Auto an meinen Mann statt an mich richtet zahle ich doch trotzdem die Rechnung.

    Wenn man die Rechnung irgendwo einreicht und der falsche Name drauf steht kann das durchaus zu Problemen führen.

    Darum lege ich schon Wert auf den richtigen Namen auf der Rechnung. Wenn ich selbst Rechnungen stelle, gehen die auch zurück, wenn was falsch ist.



    So sehe ich das aus. Was bringt es, der Praxis eins reinzuwürgen, wenn es vielleicht nur die eine doofe Sprechstundenhilfe ist, die so drauf ist? Und es heißt doch immer, Konsequenzen sollten zeitnah erfolgen. Die Angestellte bringt das doch gar nicht mehr mit ihrem Verhalten in Verbindung, wenn es 4 Wochen später Probleme mit der Abrechnung gibt. Das ist doch nicht zielführend.

    Ob das zielführend ist, hängt an der Praxis.

    Wir sind hier bei Erwachsenen, nicht bei kleinen Kindern.



    Ansonsten finde ich, sollte janos hier nicht ihre eigene Erfahrung aus der Praxis abgesprochen werden.

    Wer hat ihr denn ihre Erfahrungen abgesprochen?

    Es kamen nachfragen und es wurden andere Erfahrungen geschildert, das ist kein Absprechen.


    Ja, aber das ist doch schon wieder eine Diskussion, und das wurde hier sehr vehement abgelehnt und es wurde sich auch darüber beschwert, dass immer die Sprechstundenhilfen alles abbekommen.

    Du bist auch deutlich besser darin, dich so auszudrücken, dass es immer freundlich klingt, als ich. Und dann noch mit krankem Kind beim Arzt?





    tulan Es gibt nun mal kein Anrecht auf eine Reaktion oder Antwort.

    It all started with the big BANG!


    (Big Bang Theory)