Gender-Kacke in Schule und Alltag

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Rabeneltern.org-Team
  • Ich kämpfe grad gegen eine beginnende mandelentzündung, daher funktioniert mein Gehirn nicht so,wie es sollte - ich kann grad nicht denken.
    Aber ich denk drüber nach #ja


    Vielleicht ist es einfach so, wie Freda anklingen ließ: Frauen sind durchschnittlich kleiner als Männer, trotzdem gibt es Männer die kleiner als die meisten Frauen sind und Frauen, die größer als die meisten Männer...
    Und Rosa-Glitzer-Einhorn-Feen-Blingbling ist durchschnittlich für Mädchen, es gibt aber auch Jungs, die das toll finden, genau so wie Mädchen, die auch gerne Baggern...


    Trotzdem bin ich einfach trotz der starken Beeinflussung und Bearbeitung von hier immer noch der Meinung, dass bestimmte Vorlieben geschlechtsspezifisch sind. (Wie eben zB eine Körpergröße von 165cm - da findet man garantiert viel mehr Frauen als Männer - auch wenn es Ausnahmen gibt)


    Kann mir jemand folgen??? #confused #schäm

  • langweilig


    Das wäre mein Thema auch an dem Punkt ... aber genau umgekehrt wie du das jetzt offensichtlich meinst.


    Als Jugendliche fand ich Mädchen, die einen Bruder hatten, immer ein wenig langweilig, weil die sich meist nur für einen sehr begrenzten Teil der Welt interessiert haben. Mädchen, die ausschließlich Schwestern haben, kriegten tendenziell (vermutlich heute auch noch) viel weniger familieninterne Genderkacke ab. Und sind einfach die spannenderen Gesprächspartner.


  • Kann mir jemand folgen??? #confused #schäm


    Ich glaube schon. Ich gebe dir auch recht, dass natürlich Männer im Durchschnitt größer sind als Frauen und dass Mädchen eher mit Puppen spielen als Jungs - aber - wofür ist das wichtig? Wenn du einen individuellen Menschen vor dir hast, weißt du trotzdem nicht, ob er lieber rosa-lila oder dreckbraun mag. Oder ob er lieber mit Männern oder Frauen ins Bett geht.


    So, wie es im Augenblick läuft, wird der individuelle Mensch gar nicht gefragt. Wer rosa-lila mag, hat auf Männer zu stehen. Geschlechtsidentität gibt es als Gesamtpaket. Wenn zwei X-Chromosome, dann ... rosa, kein handwerkliches Geschick, und, und, und...


    Das ist ungerecht, es nimmt den meisten Menschen Teile ihres Potentials weg, und es macht sie langweilig. Aber ich wiederhole mich ;)

  • makaba: Ja, makaba, ich verstehe das völlig, was Du meinst.


    Aber oft ist es auch eine Frage der Ursache. Wir hatten vor längerer Zeit mal eine Diskussion darüber, was die Ursache eines Unterschieds ist: sind sie wirklich biologisch begründet, oder kulturell.
    Bei der Größe ist das ganz klar: biologisch.
    Bei der Farbe rosa, denke ich ist es ganz klar: kulturell (bis vor ca. 100 Jahren war rosa noch eine "Jungsfarbe").
    Interessant finde ich die Frage, ob z.B. die mathematische Begabung eher von den Gehirnstrukturen oder kulturell bedingt ist (Mädchen wird sooo oft eingeredet, dass sie kein Mathe "können").


    Viele andere Themen: Frauen gehören in die Küche, Manager sind männlich, Frisör ist ein Frauenberuf etc. sind mMn eindeutig kulturell bedingt und das sind also Themen, wo wir unseren Kindern zeigen müssen, dass das einfach nicht "gottgegeben" ist, sondern dass jeder das machen soll, was seinen individuellen Begabungen entspricht, egal, ob "man/frau" das so macht oder nicht.
    Und die kulturelle Beeinflussung ist immens und in unserer Konsumwelt ist es echt schwierig, daran vorbeizukommen. Denn sie beginnt schon am ersten Tag #weissnicht und somit bleibt dem Kind nicht wirklich eine "freie" Entscheidung.

  • Ein kleiner Beitrag aus Uebersee: Hier wird im Durchschnitt noch mehr gegendert, was Kleidung bei Kindern usw. angeht. Aber: mit der zeit relativiert sich das wieder. Ich arbeite mit Jugendlichen, und da gibt's dann wieder eine bunte Mischung aus "femininen", sportlichen, Punk/Rock Mädchen usw. Bei den jungs genauso. Angesichts dessen macht mir die Tatsache, dass Pink die Lieblingsfarbe meiner Tochter ist, recht wenig Sorgen. Ja sie mag Barbie usw, ist aber auch sehr sportlich, will mir immer beim Handwerkern helfen, klettert viel und gut...


    Soll heißen: Mir erscheint die "bloß kein Pink!" Einstellung manchmal auch etwas verkrampft. Es sind letztendlich doch nur Klamotten.

  • Bei der Frage empfehle ich gerne: Cordelia Fine, die Geschlechterlüge.


    Sehr interessant, wohin die "biologischen Unterschiede" (vor allem im Gehirn) verschwinden, wenn frau da mal genauer hinsieht.


    Ein echt lesenswertes Buch.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Heute hatte ich wieder das Vergnügen, in unserem Regionalsender "Der kleine Unterschied" zu hören. Da, die Sendung mit diesem fürchterlichen Psychologen.


    Und habe nun gleich eine Frage an euch Frauen: vergebt ihr euren Dingen Spitznamen? Also hat euer Handy oder euer Fahrrad, Auto etc. einen Namen? So wie z.B. "Tinkerbell" für das Handy?


    Wenn ja, bin ich keine richtige Frau. Meine Sachen haben nämlich keine Spitznamen, nur meine Kinder und Meerschweinchen haben Kosenamen. Laut Psychologe haben Frauen aber das Bedürfnis, Spitznamen zu vergeben und machen so aus unbelebten Gegenständen quasi Personen. Sie machen das zur Beziehungspflege (da war ich allerdings abgelenkt, es ging logischerweise nicht um Beziehung zum Partner sondern irgendwie in die Richtung, dass Frauen zu allem eine Beziehung herstellen möchten).


    Seufz.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Ich stelle mir das gerade vor, das blöde Gesicht der Leute, wenn mein Handy klingelt und ich dann sage: "Oh, schon wieder Tinkerbell" :D


    Nee, wirklich. Ich hatte mal eine uralte Karre, der habe ich schon gut zugeredet, wenn sie nicht anspringen wollte. Aber Dingen ständig Namen geben :stupid:


    Ich habe die Tage auch leicht schräg geschaut, denke ich. Ich bin nämlich die Betreuerin der Fußballgruppe meines Sohnes, die Betreuerin der anderen Gruppe unseres Geburtsjahres ist auch eine Frau (wir waren mal eine große Gruppe und machen noch viel zusammen u.a. auch Training, wenn auch aufgeteilt). Mit der habe ich mich unterhalten, als die Mutter eines Kindes dazukam, das bei uns mitmachen will. Ich stelle die beiden vor und die Mutter ist erstmal erstaunt und überhaupt, da "gleich zwei weibliche Betreuerinnen, das ist doch beim Fußball eher selten, nicht wahr?!" :huh:

    Liebe Grüße,


    Eva und die beiden "Frösche" 04/2006 und Nachzüglerfrosch 06/2014

    2 Mal editiert, zuletzt von LasRanitas ()

  • Heute hatte ich wieder das Vergnügen, in unserem Regionalsender "Der kleine Unterschied" zu hören. Da, die Sendung mit diesem fürchterlichen Psychologen.


    Und habe nun gleich eine Frage an euch Frauen: vergebt ihr euren Dingen Spitznamen? Also hat euer Handy oder euer Fahrrad, Auto etc. einen Namen? So wie z.B. "Tinkerbell" für das Handy?

    Eine Freundin, der ich entzückt von meinem neuen Auto vorschwärmte, fragte mich, wie es denn hieße.
    Nach deinem Posting verstehe ich erst, was sie von mir wollte.


    Ähm nein, keine Namen, seitdem ich keine Rollenspiele mehr mache, in denen das Fahrrad ein Pferd darstellt #lol



    Mein Genderaufreger vor ein paar Tagen: In einem anderen Elternforum hieß es:
    "Mein Mann hat sich bereiterklärt, beim Wandertag in der Grundschule mitzugehen. Und jetzt wurde bekanntgegeben - hahaha - dass es in die Tanzschule geht - hahaha. Jetzt muss ich wohl mit zum Wandertag!"


    #stirn

  • ich mach nur eine ausnahme - meine autos haben und hatten alle namen


    der erste ein alterschwacher subaru legacy hörte auf den namen hexle - wenn die karre auch nixx konnte es war die perfekte berghexe


    dann kam "der grüne" ein passat, der meist durch die abwesenheit von irgendwelchen funktionen glänzte und mit dem ich mcih selber überfahren hab


    darauf folgte schlucki - ein aufgemotzter omega #love der leider auf der bundesstrasse die innereine seines motors ausgekotzt hat


    danach kam herbert ein fürchterlicher 3er bmw .. der war einfach herbert


    und jetzt haben wir zaza - einen lpg zafira ... es ist halt ein opel und mit denen muss man manchmal reden (und das nicht immer rabig-bedürfnisorientiert)

  • vergebt ihr euren Dingen Spitznamen?


    Nein, mit einer Ausnahme. Mein Vater hat mir vor 4 Jahren so ein Auto, allerdings mit schwarzen Rallyestreifen und ohne Spoiler, allem verfügbaren technischen Schnickschnack und mit unendlich vielen PS, geschenkt.



    Aus unerfindlichen Gründen heißt das Auto die Gelbe Gefahr. Ich hoffe, dass, wer auch immer diesen Namen geprägt hat (ich war's nicht) damit meinen Fahrstil durch den Kakao ziehen wollte und das nun nicht in den "rassistische Kacke"-Strang gehört #schäm - jedenfalls blieb der Name für mein Auto hängen.


    Ftf: Ich bin immernoch platt, dass mir mein Vater so ein Geschenk gemacht hat. Meine ganze Kindheit und Jugend jedenfalls hat er mich superknapp gehalten und mein Studium durfte ich mir auch weitgehend selber finanzieren. Vielleicht ist es ihm aufgefallen, so auf seine alten Tage? Jedenfalls hab ich seither ein rattenscharfes Auto und freu mich jeden Tag drüber. Und denk an meinen Dad, Gott hab ihn selig.

    तत् त्वम् असि

    Einmal editiert, zuletzt von Aoife () aus folgendem Grund: Kommafehler,

  • Zitat


    Ich zum Beispiel wäre wäre immer noch der Mensch, der ich jetzt bin, müsste mir aber nicht sagen lassen, dass gerade Frauen auch von einem Doktortitel profitieren, weil sie dann nicht so schnell mit der Sekretärin verwechselt würden…


    Ach du Scheiße.
    Dem Buchtipp von Talpa kann ich mich anschließen.

  • Wir haben nun die Infobroschüre vom Gymnasium bekommen, auf das meine Große evt. gehen wird.


    In einem Abschnitt geht es um die Mittagessen der Kinder.


    "Integration der Eltern in den Schulalltag ist uns besonders wichtig. Daher wird das frisch gekochte und von einer Cateringfirma angelieferte Essen immer von einer der zahlreichen Schülermütter(was ist das bitte für ein Wort??? 8I ) mit einem Getränk und einem Dessert zum Selbstkostenpreis serviert. " #kreischen

  • Ach du Scheiße.


    Der Doktortitel meiner Mutter wurde oft meinem Vater zugerechnet. Kann ja nicht sein, dass die Frau einen hat und der Mann nicht... außerdem haben Hausfrauen ja keinen Titel...

    Mirjam mit Clown (2006) und Spaßvogel (2008) und Quatschkopf (2010)


  • Der Doktortitel meiner Mutter wurde oft meinem Vater zugerechnet. Kann ja nicht sein, dass die Frau einen hat und der Mann nicht... außerdem haben Hausfrauen ja keinen Titel...


    interessanterweise durften (oder haben einfach) die Frauen früher den Doktortitel ihres Mannes mitbenutzen, die Frau eines Doktor Sowienochs war dann Frau Doktor Sowienoch...

    Viele Grüße,
    Austernfischer


    Waruum? Warum denn??


    Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
    Richard Atwater

  • Da haben ja aber die Frauen noch oft den Vornamen ihres Mannes ebenfalls genutzt. Ich zumindest kenne das noch so, dass gerade wenn der Mann eine wichtige Persönlichkeit war, das dann eben der Herr Fritz Bürgermeister und die Frau Fritz Bürgermeister waren. So als wäre die Frau ein Teil des Mannes irgendwie. Nun ja, heute ja Gott sei Dank nicht mehr Sitte.


    Allerdings versuchte mich mal ein älterer Verwandter mit dem Bruder seines Schwiegersohns (oder so ähnlich) zu verkuppeln mit dem Kommentar, der habe ja einen Doktortitel und das würde sich doch vor meinem Vornamen auch schön machen. Als ich ihm sagte, wenn ich ein Dr. vor dem Namen wolle würde ich den selber machen, war er ziemlich baff... #zaehne

    Immer auf Fettnäpfchensuche...


    Chaosqueen mit Chaosprinzessin ( #female 3/13)

  • Nun ja, heute ja Gott sei Dank nicht mehr Sitte.


    stimmt, zum Glück.
    Das scheint aber auch was typisch deutsches gewesen zu sein: Meine Schwiegermutter kommt aus den Niederlanden, sprach die damalige Nachbarin im Hausflur mit "Frau Sowienoch" an und bekam ein sehr hochnäsiges "Frau Doktor Sowienoch bitte!" zurück...

    Viele Grüße,
    Austernfischer


    Waruum? Warum denn??


    Bücher sind Schokolade für die Seele. Sie machen nicht dick. Man muss sich nach dem Lesen nicht die Zähne putzen. Sie sind leise. Man kann sie überall mitnehmen, und das ohne Reisepass. Bücher haben aber auch einen Nachteil: Selbst das dickste Buch hat eine letzte Seite, und man braucht wieder ein neues.
    Richard Atwater

  • Ich kenne Männer, die ihren Autos Spitznamen geben. Frauen, die das tun (oder generell Dingen Spitznamen geben) sind mir bisher nicht begegnet.


  • Mensch, was für ein cooles Auto...


    Wegen "gelbe Gefahr" musste ich nun doch eine Weile nachdenken, was das mit dem Rassistische Kacke-Strang zu tun haben könnte. Hab`s jetzt kapiert :D

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...