Kinder fragen - Raben antworten - Sammelthread

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  • Viele Sprachen sind sich im Übrigen so ähnlich, weil sie sich aus einer gemeinsamen Ursprache heraus entwickelt haben, sie sind also miteinander verwandt. Z.B. haben Deutsch und Englisch einen gemeinsamen Ursprung, Deutsch und Finnisch aber nicht.

    Dafür aber Finnisch und Ungarisch. Das hab ich mal irgendwo gelesen und fand das sehr faszinierend!

    Ja genau, das sind finno-ugrische Sprachen, estnisch gehört auch dazu. Sind ziemlich schwierig und anders aufgebaut als die indogermanischen Sprachen, z.B. drücken die viele unterschiedliche Sachen durch Aneinanderreihungen von Suffixen und Präfixen (Endungen und Vorsilben) aus und haben auch ein sehr komplexes Kasussystem.

    Ich finde das auch so spannend wie Sprache das Denken beeinflusst.

    tt1c48ce.aspx
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  • das sind finno-ugrische Sprachen, estnisch gehört auch dazu. Sind ziemlich schwierig

    Echtes Bayrisch hat Anteile davon, deswegen verstehe ich geborenes Nordlicht es so schlecht.

  • Wow, das klingt interessant! Hast Du einen Lesetipp dafür?

    Mahatma Pech, Mahatma Glück, Mahatma Ghandi ...
    B.Stelter

  • Gibt es Tiere, die eine Sprache haben mit bestimmten Wörtern (aka LAuten?)

    Delfine haben tatsächlich eine Sprache nach der linguistischen Definition. Bei den meisten anderen Tieren ist das nicht so.

    Kitten (37) with Tiger (36) and Tiger-Cub, the cleverest (7)


    Lachen macht lustig.8o


  • danke für wird Hinweise, ich Google dazu nochmal bisschen und bereite das meiner Tochter dann altersgerecht auf

    das mit den Tieren wird sie super spannend finden :)

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Ich habe da einige Ted Talks zu gehoert und ein bisschen YouTube und dann Freunde gefragt, die andere Sprachen sprechen, da gibt es einfach wirklich coole Sachen.


    Mir faellt gerade eine pazifische Sprache ein (Maori?), dort wird zwischen wir (+ich) und wir (ohne ich) unterschieden. Und dann ob es du und ich oder du ohne ich ist.


    Vietnamesisch hat auch irre viele Pronomen und man muss wissen, wie man verwandt/bekannt ist und wer älter ist.


    oder auch nur die progressive Form im englischen. ich habe schon so viele englisch-speakers total überrascht erlebt, dass man da im deutschen keinerlei Unterschied macht zwischen I eat and I am eating. Oder man das halt "umständlich" ausdrücken muss.


    Oder Sprachen, die statt rechts/links/vorne/hinten Ost/west/sued/nord nutzen. Da wissen 5jaehrige IMMER, wo welche Himmelsrichtung ist und sortieren zB auch Bildergeschichten immer dementsprechend anders, je nachdem wo sie sitzen.


    Oder, dass die Vergangenheit "hinter uns liegt" - es gibt Sprachen, da liegt die Vergangenheit vor einem, weil man ja sieht, was war, aber die Zukunft nicht sehen kann, und sie deshalb hinten ist.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich habe noch laienhaften Input:


    Wenn ich richtig erinnere, gibt es in Twi nur zwei Pronomen: Me und Wo = Ich und dann eins für alle anderen. Dafür ist aber die Erwiderung auf eine Begrüßung total kompliziert, weil es so um die 10 Formen sind und die richtige vom Verhältnis der grüßenden zur begrüßten Person abhängt.


    Dann erinnere mich daran, dass mir mal jemand von einer ebenfalls afrikanischen Sprache erzählte, in der es keine Wortstämme wie im Deutschen gibt, sondern der Wortstamm eher so eine Art Endung ist und alle Veränderungen werden vorn drangehängt.


    Und dann gibt es noch Sprachen, in denen völlig andere Laute erzeugt werden oder Betonungen viel mehr eine Rolle spielen, als im Deutschen. In Twi heißt das Wort papa zum Beispiel je nach dem, welche Silbe hoch oder tief betont wird, Fächer, Vater oder gut.

  • Wenn sich in einem Universum nichts verändert/geschieht, existiert dort dann eine Zeit, oder würde Zeit nur relativ zu einem Ort existieren, in dem sich etwas verändert/geschieht, wenn es einen solchen außerhalb des Universums gäbe, also ein Paralleluniversum?

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

    age.png



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


    Schokolade löst keine Probleme. Aber das tut ein Apfel ja auch nicht.

    Als die Vielfalt ging, entzündete die Einfalt ein Freudenfeuer.

  • Zeit existiert dort auch.


    Zu den Paralleluniversen gibt es die sogenannte Multiverse Theory. Leider hab ich grad keine Zeit (oh die Ironie!) dazu einen guten Artikel auf Deutsch zu suchen.

  • Ich glaube, das Problem ist, zu erfassen, woran sich die Zeit dann misst. Wo ist die Zeit, sozusagen? Wo findet sie statt? Oder wie? Also vor allem dann, wenn es keine anderen Orte gibt, an denen irgendwas passiert.


    Den Link schau ich dann mal an, danke.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif

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  • Ah, ich hatte das vorhin glaub ich falsch verstanden. Ich dachte es geht um ein Universum ohne Lebewesen und bin davon ausgegangen dass es zumindest Planeten und Sonnen gibt die sich durch die Raumzeit bewegen. Bei einem gänzlich leeren Universum wird das natürlich schwierig. Aber da Raum und Zeit miteinander zusammen hängen, und selbst ein leeres Universum ja zumindest ein bisschen Raum einnimmt, würde auch dort Zeit existieren.

  • Es ist eher eine Elternfrage:

    Zappelchen wünscht sich zu Weihnachten einen Geologenhammer und ein Buch über Mineralien. Er möchte gern Steine untersuchen und feststellen, woraus sie bestehen und wie wertvoll sie sind.

    Kann mir jemand so ein Buch empfehlen? Das Kind ist achteinhalb Jahre jung, aber im Kopf und vom Leseverständnis her deutlich weiter.

  • Almarna?

    Nächste Woche kann ich den Geologen meines Vertrauens fragen, wenn das noch reicht?


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Das reicht auf jeden Fall, Bücher haben keine langen Lieferzeiten.

  • Silbermöwe wir haben eine kleine Präzisionswaage zum Mineralien bestimmen angeschafft, weil die meisten Mineralien doch sehr klein sind. Und eine kleine Kiste mit verschiedenen Materialien, um den Hhaertegrad zu bestimmen.


    Unser Buch ist im Zimmer meines noch schlafenden Kindes.


    Was vielleicht auch toll wäre, wäre einen Geopark zu besuchen. Die Bieten auch oft nette Touren für Familien an, zum Steine sammeln, erklären und kennenlernen.

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  • Meine Bücher hab ich leider grad verliehen.


    Ich weiß es jetzt natürlich nicht so genau für Deine Gegend, aber so ganz generell findet man eher Gesteine als Mineralien, drum würde ich eher ein Gesteinsbestimmungsbuch empfehlen.


    Abgesehen vom Geologenhammer empfiehlt sich zur Bestimmung:

    - Ein Stück Eisen und/oder ein Stück Glas zur Härtebestimmung nach der Mohs'schen Härteskala,

    - ein Stück weiße Keramik (unglasiert) für Strichfarben. Unterschiedliche Mineralien haben, wenn man mit ihnen über weiße Keramik fährt unterschiedlich farbigen Abrieb.

    - Wenns bei Euch in der Gegend Kalk und/oder Dolomit gibt, wäre auch 10%ige Salzsäure gut zur sicheren Bestimmung. Essigessenz ginge theoretisch auch. Da musst Du entscheiden, in wie weit Du Zappelchen den Umgang damit zutraust.

    - Und, ganz wichtig, eine gute Lupe mit ca. 10-facher Vergrößerung.

  • das kind hier, dessen berufswunsch über lange jahre "geologe" war, hat damals "gesteine der schweiz" bekommen, von jürg meyer.


    vom selben autor beim selben verlag gibts auch "gesteine einfach bestimmen". das schweiz-buch ist an ein erwachsenes publikum gerichtet, aber reich und anschaulich bebildert. der text hingegen braucht erwachsene "übersetzungshilfe".

    ko_nijntje mit muck (2004), mogli (2006), miep (2007) und mimir (2011)