Ich möchte so gern mal nach Pompeii

  • Hach, jetzt hab ich noch mehr Lust. Ich sehe grade: Die Unterkunft ist nicht so teuer, aber die Flüge! #haare Da müsste ich wohl ohne Familie fliegen, damit wir uns das leisten können... Hmm.

  • öh, also wir sind mit dem auto gefahren, und es gibt einen zug nach neapel, da muss man nicht hinfliegen.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich wollte vor ca. 6 Jahren mal nach Paestum auf ein 2-wöchiges Seminar. Selbst von München aus ist die Zugfahrt ganz schön lang. Mir war es letztendlich zu teuer, aber ich war auch zu spät dran mit dem Buchen.


    Wenn Du früh planst, kann die Zugfahrt günstig werden und ihr könnt ja ne Unterbrechung einbauen.



    Tapatalk

  • berichten kann ich noch nix, aber mein papa und mein "großer" nehmen mich mit nach pompeii. in 4 wochen fahren wir mit dem nachtzug bis neapel, nehmen da einen leihwagen und haben dann eine woche zeit für pompeii, herculaneum und den vesuv. mein papa erfüllt dem enkel diesen wunsch und die mama darf mit. wir sind schon ganz gespannt. #huepf

  • Boah, Lupa, ich bin neidisch! 8o Das hört sich ja super an! Wir kommen ja weiter aus dem Norden, das ist schon arg lang. Unsere Jüngste ist ja noch so klein, das ist irgendwie Stress.


    Ainu, für eine knappe Woche würde ich diese lange Fahrt echt nicht auf mich nehmen wollen. Schon gar nicht mit drei Kindern.

  • ich find das auch so toll vom opa #herzen
    der kleine bleibt bei oma und papa zu hause. mit ihm wäre es für mich auch nicht wirklich entspannt und so ist es einfach mal absolute exklusivzeit für den großen.

  • Wir waren vor 10 Jahren dort (schwanger mit dem ersten Kind), ich fand es richtig toll, aber auch Herkulaneum noch eindrucksvoller, weil besser erhalten. Wir haben einige Tage in Neapel verbracht, was ich eine super tolle Stadt fand, sind dann die Amalfiküste entlang (was ich schlimm fand wegen Serpentinen... <X ) und nach Capri musste ich auch uuuuunbedingt damals - das hätte man sich komplett sparen können, es war Vorsaison (April glaube ich) und nix hatte offen, die Insel war total ausgestorben.

  • Hmm, jetzt habt ihr mich aber zum Grübeln gebracht.


    Wir sind im Oktober im Urlaub direkt in der Nähe von Pompeji und hatten uns eigentlich bewusst dagegen entschieden, uns den Ort anzuschauen.


    Irgendwie habe ich persönlich ein komisches Gefühl dabei, einen Ort so einer schlimmen Katastrophe zu besichtigen und wollte das auch unseren Kindern nicht 'zumuten'.


    Sehe ich das so falsch? Sind meine Bedenken übertrieben?


    Ich würde mich wirklich über eure Beiträge zu meinem 'Problem' freuen.


    LG,
    murmel

  • Boah, Lupa, ich bin neidisch! 8o Das hört sich ja super an! Wir kommen ja weiter aus dem Norden, das ist schon arg lang. Unsere Jüngste ist ja noch so klein, das ist irgendwie Stress.


    Ainu, für eine knappe Woche würde ich diese lange Fahrt echt nicht auf mich nehmen wollen. Schon gar nicht mit drei Kindern.


    ich würde dann eben gehen, wenn man mehr zeit hat... das kann man wirklich mit familienurlaub verbinden, 2 wochen oder mehr, da gibts in der gegend soviel zu tun.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich war im Rahmen einer Kursfahrt vor 10 Jahren (!? wo ist die Zeit hin??) dort und auch in Herkulaneum. Ich fands sehr beeindruckend und würde auch gerne in meinem Leben nochmal hinfahren.


    Gewohnt haben wir übrigens in Piano di Sorrento - von dort aus konnte man mit einer Regionalbahn, der Circumvesuviana, in der ganzen Gegend herumfahren und die Sehenswürdigkeiten gut erreichen.

    Grüße von der bärin


    "Glaube denen, die die Wahrheit suchen, und zweifle an denen, die sie gefunden haben." A. Gide

  • Das trifft dann aber auch viele andere archäologische Stätten auch zu. Das Kolosseum in Rom sollte man dann genauso wenig anschauen, wie die Klagemauer in Jerusalem. Okay, an den meisten Orten lassen sich die schlimmen Dinge eher ausblenden.


    Ich war auch noch nicht dort, würde aber, wenn ich hin käme, es mir auch anschauen. Die Frage ist aber sicher, ob man mit kleinen, ängstlicheren Kindern hingehen sollte. Das musst Du selber einschätzen.

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  • @murmel, wir sind wahrscheinlich jetzt nicht so die Vergleichsfamilie, denn wir schleppen unsere Kinder recht ungerührt an solche Stätten (letztes Jahr Urlaub an der französisch-deutschen Erstweltkriegsfront, heuer selber Krieg, aber Südostfront, meine Tochter kann Dir auch sehr detailliert beschreiben, wie Ötzi gestorben ist...).
    Aber, meiner Erfahrung nach verpacken das kleine Kinder hervorragend, wenn man es begleitet. Je grösser die Kinder werden, desto realistischer können sie es sich ausmalen - meinen Sohn, damals 11, hat die ganze ErstWeltkriegs-Geschichte ziemlich beschäftigt, aber ich fand das auch sehr positiv.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Murmel, hast Du moralische Bedenken oder hast Du Angst, dass die Kinder sich gruseln? Ich würde meine am liebsten zu Hause lassen, weil sie immer so rennen und ich nichts in Ruhe ansehen kann. Ich mag gern schlendern und schauen und mir vorstellen, wie so eine Stadt intakt ausgesehen haben mag... Es lehrt uns Menschen einfach so viel über diese Zeit, ich schalte da meine Pietät aus.

  • Hallo,


    danke für eure Antworten.


    Es geht mir eigentlich mehr um meine moralische Bedenken.


    Ich meine, das sind Abdrücke von 'echten' Menschen, die einer schrecklichen Katastrophe zum Opfer gefallen sind und ich finde es irgendwie seltsam, mir die Überreste anzuschauen.


    Das ist für mich auch der Unterschied zu anderen kulturellen Stätten.


    Natürlich stelle ich es mir auch sehr interessant vor, aber ich habe halt ein komisches Gefühl dabei.
    Aber noch habe ich ja ein paar Wochen Zeit bis zu den Herbstferien und werde noch mal darüber nachdenken. :-)


    Ich möchte hier aber auch nicht den Thread sprengen mit meinen Bedenken, das war nicht meine Absicht!
    LG,
    murmel

  • sowohl als kidn als auch als erwachsene habe ich mir versucht vorzustellen, wie es für die menschen war, die dem vulkanausbruch zum opfer gefallen sind. klar, keine schöne vorstellung. aber entgegen der kathastrophen, die ich über nachrichten mitbekommen, war das zu einer zeit, die viel zu weit weg für mich ist.


    diese moralischen bedenken hätte ich, wenn ich in die gegend von amatrice und accumoli fahren würde, wo gerade die opfer des erdbebens beigesetzt werden.

    #rose

    Zwischen Lachen und Spielen werden die Seelen gesund.

    Machtverhältnisse sind weder geschichtslos noch geschlechtsneutral. Johanna Dohnal

  • Ich war mit etwa 25 mal in Pompeji.
    Das war im Rahmen einer Fahrt nach Rom. In Rom waren wir in einem Studentenwohnheim der Waldenser-Fakultät, und nach Rom und zurück sind wir mit dem Zug gefahren.
    Es war August, sonst hätten wir dieses Quartier nicht bekommen können. Heiß war es, ja. Aber ich kann trockene Hitze wie in Italien gut vertragen.
    Die Sonne, die man an einem ganzen Tag in Pompeji abbekommt, habe ich aber gründlich unterschätzt. Der Sonnenbrand war übel. Außerdem hab ich mir in meinem Rock einen Wolf gelaufen, das war ein wenig doof.
    Aber Pompeji selbst fand ich sehr interessant.

  • Habe leider nur kurz überflogen, möchte aber unbedingt meine Begeisterung mit allen Pompeji-Interessierten teilen - beziehungsweise finden ich und mein Sohn, dem ich von dem Thread erzählt habe, die Koinzidenz so: #super


    Mein Sohn wird demnächst acht und ist direkt vom vormaligen Wal-Wahn zur Römerbesessenheit übergewechselt. Erst wollten wir in den Herbstferien nach Rom, jetzt fliegen wir nach Neapel (Direktflug) und wollen von dort aus auf jeden Fall nach Pompeji.
    Was die Geschichte des Untergangs betrifft, hat er sich sehr belesen in der Schulbücherei, insofern stellt sich für mich die Frage nicht, ob ich ihn mit der Katastrophe konfrontriere oder nicht (weil die Frage weiter oben aufgeworfen wurde), er weiß Bescheid.
    Was die Besichtigung betrifft, hat er jedoch großen Respekt vor den Gipsabdrücken der Opfer, von denen er gelesen und auch Bilder gesehen hat, das hat ihn doch ziemlich erschreckt, die Menschen sind ja im Augenblick des Todes festgehalten, auch Kinder. Er möchte andererseits aber auch die antiken Gebäude bzw. Ruinen und Mosaike sehen und weiß auch, dass in Rom selbst nicht so viel (zusammenhängend) erhalten ist. Außerdem fasziniert ihn der Vesuv selbst sehr stark. Wir haben uns jetzt überlegt, dass wir Ausstellungsräume speziell mit Gipsabdrücken meiden und uns auf das Gelände und die Ruinen konzentrieren. Dasselbe gilt in ähnlicher Form für Herculaneum.
    Da er allerdings bei naturwissenschaftlichen Fragen einen - naja - durchaus forscherhaften Zugang hat bzw. eine wenig wertende wissenschaftliche Neugier mitbringt, kann es auch sein, dass er es sich vor Ort anders überlegt. Es würde mich zumindest nicht überraschen. Dann würde ich es ihm nicht verbieten, weiß aber, dass ich die Sachen mit ihm nachbesprechen werde, da ihn die menschliche Komponente dann im Nachhinein doch bei ähnlichen Fragen oft lange beschäftigt.
    Mich selbst hat die römische Kultur und speziell auch Pompeji ebenfalls immer sehr fasziniert und ich erfülle mir insofern gleichzeitig einen Jugendtraum. Bin gespannt auf eure Reiseerlebnisse.

    There is a crack in everything - That's how the light gets in...:rose:

    (Leonard Cohen)