Fernabitur - Austausch

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  • wow, das klingt super,

    du hattest ja schon öfter berichtet, wie schwer es für deine Tochter an dem Schulsystem fällt. Also vorher.

    Toll, dass Ihr jetzt was Passendes gefunden habt!


    Ich kenne noch eine Variante.

    METHODOS e.V.

    in Freiburg, gibt es seit 30 Jahren.

    Hier schließen sich die Schüler zusammen als Verein und stellen ihre Lehrer an, um sie auf die externe Abiprüfung vorzubereiten.

    Eine Schülerin unserer Montessorischule ist dort hingezogen, nachdem sie auf der FOS total unglücklich war.

    annalin mit Nr 1 M 9/2003 und Nr2 W 3/2006

  • Hallo,


    Ich habe leider keine Tipps, aber ich freue mich sehr, daß ihr eine gute Lösung für eure Tochter gefunden habt. Eigenverantwortlich lernen und gleichzeitig trotzdem im Kontakt mit anderen Jugendlichen sein - aber freiwillig und so viel wie sie möchte - klingt nach dem was du früher so geschrieben hast, sehr passend für sie. :)


    Ich kenne eine Familie, deren Kinder mit einer Fernschule gelernt haben, die z.B. für Diplomatenkinder o.ä. zugelassen war. Ein Kind wohl auch als Abivorbereitung, die anderen jünger. Ihnen ging es damit nach einem schwierigen Schulweg richtig gut, sowohl schulisch als auch emotional. Für sie wäre es vermutlich eine recht stimmige Form von "Schule" gewesen.

    Nur leider haben diverse Ämter das dann anders gesehen, weil sie hier in Deutschland wohnten und es somit - egal wie gut ihre Lernergebnisse mit dieser Art Lernen auf einmal waren, denn das waren sie - mit der deutschen Schulanwesenheitspflicht kollidierte und sie wieder zur Schule gehen mussten.

    Was für ein Glück, daß ihr dieses Problem nicht habt.


    Ich wünsche ihr viel Freude am "sich selbst und die eigenen Fähigkeiten entdecken" und natürlich auch viel Erfolg beim Lernen.

  • Danke Euch allen für die guten Wünsche!

    Ich werde hier regelmäßig berichten. Vielleicht ist es ja doch eine Lösung für die eine oder andere Familie. Ich zumindest bin das erste Mal seit 12 Jahren richtig zufrieden mit der Schulsituation.

    Schulpflicht ist bei A. ja beendet und diese Schule wird hier vermutlich sowieso anerkannt im Rahmen der Schulpflicht, Homeschooling ist ja generell unter bestimmten Anforderungen erlaubt.

    Wir überlegen gerade ernsthaft, ob das für unsere C. auch was wäre, sie selbst hätte Interesse.

    Da sehe ich aber die Reife und Selbstdisziplin noch nicht so ganz.

  • Finde ich eine super Lösung für Eure aktuelle Situation! Ist der Abiturerwerb denn auch für Leute mit Wohnsitz außerhalb von D problemlos möglich, oder gibt es bürokratische Hürden?

  • das ist überhaupt kein problem. wir wurden auch nicht nach pass oder nationalität gefragt. kosten sind die gleichen, nur das porto für die lehrhefte ist ein paar euro höher.

  • Ich wollte mal update geben, wie es bei uns läuft.


    Also es läuft ungefähr so: #huepf#banane#dance


    Unsere Tochter hat in 6,5 Wochen bereits den Stoff von 7 Monaten des regulären Programms geschafft mit einem Notenschnitt von 1,9. Es macht ihr Spass, der Stoff ist erstklassig strukturiert und sie kommt sogar bei Fächern mal Einser, die bisher ihre Problembereiche waren, was m.E. daran liegt, dass es endlich mal vernünftig erklärt wird und dass einige soziale Hürden wegfallen. Nachmittage sind für Freunde reserviert, gerade ist sie übers Wochenende unterwegs. Man vereinsamt also nicht wirklich.

    .

    Ich kann das Ganze nur wärmstens empfehlen. Den Schulvertrag der Jüngeren werden wir jetzt kündigen und sie wird ab September das gleiche Programm machen.

  • Das klingt toll! Vielleicht könnte das für einen meiner Söhne später auch was sein. Mal gucken, wohin sein Weg gehen soll. Er ist auf jeden Fall auch eher einen Homeschooler.

    LG Miriam mit 2 Jungs (2004 und 2006)

  • Ja, es gibt so Menschen, für die passt es einfach.


    Wir können in diesem Punkt dem Lock Down im Frühjahr dankbar sein. Da war uns nämlich aufgefallen, wie sie aufblühte und es ihr viel besser ging mit dem Homeschooling. Mich ärgert, dass wir nicht früher drauf gekommen sind.

  • Das klingt echt super. Ich könnte mir das für meine Mittlere auch vorstellen, weil sie zu Hause wirklich effektiv lernt und so viele Hobbies hat, dass die Schule eigentlich zu viel Zeit frisst. Aber die hat noch Jahre Zeit.

    Auf welchen Zeitraum ist denn das Fernabitur ausgelegt? Kann man das ganz im eigenen Tempo gestalten? Und wird das auch angepasst auf die Anforderungen des jeweiligen Bundeslandes, in dem das Kind schulpflichtig ist?

  • Das ist so Obercool!

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • Das klingt echt super. Ich könnte mir das für meine Mittlere auch vorstellen, weil sie zu Hause wirklich effektiv lernt und so viele Hobbies hat, dass die Schule eigentlich zu viel Zeit frisst. Aber die hat noch Jahre Zeit.

    Auf welchen Zeitraum ist denn das Fernabitur ausgelegt? Kann man das ganz im eigenen Tempo gestalten? Und wird das auch angepasst auf die Anforderungen des jeweiligen Bundeslandes, in dem das Kind schulpflichtig ist?

    das kommt auf den einstieg an. es gibt drei stufen. in der stufe unserer grossen sind es normalerweise 2,5 jahre inkl. prüfungen etc.

    die kleine wird den kurs machen, der 3 jahre dauert.

    das tempo bestimmt man aber letztlich selbst, man kann schneller oder langsamer machen.

    lehrplan ist immer der hamburger bei dieser fernschule, weil dort auch die prüfung abgenommen wird.

  • Ich finde das superspannend! Danke für deine Berichte.


    Es ist auch bei uns so, dass wir, dank Corona, gemerkt haben, dass unsere Große wesentlich besser zuhause lernt. Allerdings würden bestimmte soziale Events, die die Schule bietet ihr auch fehlen. Und gerade die Oberstufe ist da ja schon besonders... wobei gerade diese in Corona Zeiten wegfallen.

    Bietet die Fernschule auch irgendwelche Kontaktmöglichkeiten? Sei es untereinander oder mit den Lehrpersonen?

  • Das klingt so schön! Toll, dass sie das Richtige für sich gefunden hat und mit solcher Freude lernt!

    Ich bin schon sehr gespannt, wo es sie mal hinziehen wird später. Das ist so eine spannende Zeit zum Beobachten, nicht?


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Ist das dann ein schulfremden-Abitur? Also gibt es doppelt so viele abiprüfungen oder sammelt sie noten und bekommt halbjahreszeugnisse?


    Wenn zweiteres, wie kommen diese Noten zustande? Klausuren kann ich mir ja vorstellen, aber in Schulen gibt es ja noch Mitarbeit, Tests, Vorträge und Sport und sowas.

  • lichtstille


    es gibt über die homepage und die app viele kontaktmöhlichkeiten, die auch recht niederschwellig sind. also man kann bei einer aufgabe jederzeit den fachlehrer anfragen. schriftlich, aber ich glaube auch trlefonisch. dann gibt es den studiengangleiter, der sehr gut erreichbar ist. auf nächster stufe noch die studienberatung. es gibt chaträume, unsere tochter ist in einem forum aller abi-leute und in einer WA-gruppe. das läuft alles über die schule.

    also antwort ja. und zwar besser als an der „normalen schule“, die ich kenne.


    Talpa absolut. sie möchte unbedingt wieder erstmal nach berlin zum studieren und hat auch schon konkrete pläne bezüglich einer WG (selbst die besetzung steht schon). ich bin gespannt.


    quark

    das ist eine externen-prüfung. zwei mal im jahr nimmt die hamburger schulbehörde diese ab. die noten rekrutieren sich allein aus der abschlussprüfung in 8 fächern, die je nach gewählter vertiefungsrichtung zusammengestellt sind. pflicht sind mathe, deutsch, zwei fremdsprachen, 1-3 navi, 1-3 geisteswiss. usw.


    die noten, die sie jetzt für ihre einsendeaufgaben bekommt, sind fachliche feedbacks und kommen nicht ins zeugnis. was gut und schlecht sein kann.


    insgesamt muss man etwa 170 studienhefte bearbeiten, die teiweise recht umfänglich sind. gerechnet wird mit 1-2 heften pro woche im vollzeitstudium. wir sind deutlich schneller.

    ich denke, ihr wissensstand wird top sein, da nichts wegfällt wie im normalen schulbetrieb und alles gut aufbereitet (und vor allem einheitlich!) ist.


    man kann sich zwischenzeugnisse geben lassen. mit und ohne noten.

  • Das klingt echt super. Ich könnte mir das für meine Mittlere auch vorstellen, weil sie zu Hause wirklich effektiv lernt und so viele Hobbies hat, dass die Schule eigentlich zu viel Zeit frisst. Aber die hat noch Jahre Zeit.

    Auf welchen Zeitraum ist denn das Fernabitur ausgelegt? Kann man das ganz im eigenen Tempo gestalten? Und wird das auch angepasst auf die Anforderungen des jeweiligen Bundeslandes, in dem das Kind schulpflichtig ist?

    Leider haben wir ja Präsenzpflicht. Sonst würde ich mein Kind auch für sowas anmelden.

  • Freda, so lange dein Kind in Dtl. schulpflichtig ist, hast du kaum Chancen, dass deine Tochter das so machen kann.

    Das wäre ja eine interessante Frage. Es gibt ja keine Abiturpflicht. Weißt Du da was, VivaLaVida , ob das als Ausbildung gleichwertig auch in Deutschland gilt?