Sponsorenlauf in der Schule

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  • Hier (Australien) ist sowas auch Gang und gäbe. Und zwar nicht unbedingt für soziale Zwecke, sondern für Infrastruktur in der Schule. Also meine jüngste ist zum Beispiel für einen neuen Wasserspender rum gerannt. Die öffentlichen Schulen sind beschämend unterfinanziert. Dem gegenüber stehen Privatschulen, die sich auf Steuerzahler's Rechnung mal eben eine neue Fechtarena hinstellen oder so.

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah


  • Das sind ja komplett neue Ansätze, Sahne! Laufen für neue Toiletten z.B., oder fürs Klopapier, oder, oder, oder…

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Hier gibt es jährliche Sponsorenläufe seit der Grundschule... Meine Kinder würden niemals bei irgendwelchen Nachbarn klingeln, um zu fragen, ob sie Sponsor werden. Verwandte sind bei uns auch nicht greifbar. Also habe ich jedesmal uns Eltern einzeln und die jeweilige Schwester als Sponsor eingesetzt. Die Kinder finden es blöd, ich auch. Ich würde das Geld lieber so spenden, ohne dass die Kinder dafür laufen müssten. Lose verkaufen hatten wir auch mal, da bekamen sie einen großen Packen, hab ich dann auch alle selbst abgekauft, bevor sie sich blöd fühlen, wenn sie die wieder zurückgeben müssen. Immerhin kommt meist die Hälfte des Geldes der Schule zugute und die andere Hälfte wird einem guten Zweck gespendet.

  • Ich finde das so wie es bei Kissix gelöst ist auch doof und sehe den daraus entstehenden sozialen Druck…

    Wir sind vor Jahren auch mal bei einem Spendenlauf während des Stadtfests mitgelaufen, da wurden im Vorhinein die Firmen / Geschäfte / Selbständige, abgefragt, für wieviele Personen es ihnen möglich ist einen festgelegten Betrag pro Runde zu zahlen. (Da konnten sich glaub auch Privatpersonen melden, die jemanden sponsoren wollten, das weiß ich aber nicht mehr sicher).

    Dann wurde man zugelost und auf den Startnummern stand dann z.Bsp. „Biergarten Laubwald“ oder „Bäckerei Weckle“. Man lief in seinem Tempo die Runde durch die Stadt (manche gingen auch Schritttempo, oder, weil wir im Ort inklusive Einrichtungen haben, wurden manche gestützt / geschoben) und diese wurden dann am Startpunkt gezählt.

    Die Kinder konnten sich über Schule / Kindergarten anmelden und da gab es dann auch Preise. Aber nur Klassen- / Gruppenweise.

    Uns hat es Spaß gemacht und ich würde sofort wieder mitmachen (obwohl mein Schweinehund sonst nicht so gerne läuft ;))…

    LG
    von Miramis mit Pata (2006) und Pon (2009)

  • rosarot die Heizungsanlage in der Schule meiner Tochter wurde komplett vom Förderverein, respektive Spenden, finanziert. Das ist so, zum heulen.

    Viele Gruesse vom andern Ende der Welt, Sarah


  • Bei unserer Schule gab es gerade einen Spendenlauf, bei dem 18.000 Euro zusammenkamen.

    Der Förderverein bezahlt die ukrainischen Lehrerinnen für die 34 ukrainischen Schüler/innen des Gymnasiums, die ihnen insbesondere Deutsch beibringen sollen.

    Das ist schon alles sehr absurd!

  • Unser Gymnasium macht den Sponsorenlauf jährlich für das eigene Regenwaldprojekt, verpflichtend nur für 1 Schuljahr, sonst freiwillig. Die die Lust haben, laufen lange und mit Freude. Wer wieviel eingebracht hat, wird nicht kompetitiv analysiert, es wird immer als gemeinschaftliche Leistung gefeiert. Und außerdem machen sie den im April, nicht in der Sommerhitze, und im Park unter Bäumen statt auf dem Sportplatz. So ist das echt okay, und 2 von 3 meiner Kinder hatten richtig Spaß dran. So wie es viele von euch beschreiben, hätten wir das auch gehasst.

    Wir wurden erschaffen, um uns weiterzuentwickeln, sonst hätte Jesus sicherlich vor über zweitausend Jahren gesagt: "... und jetzt sitzt ganz still und tut gar nichts, bis ich wiederkomme!" Swami Beyondananda

  • Als ich ein Schulkind war, mussten wir oft Sachen verkaufen gehen. Abzeichen, Schlüsselanhänger. Die Kinder wurden in 2er Gruppen einem Gebiet zugeteilt und dann musste man bei allen Haushalten Klinken putzen gehen und Geld sammeln. Ich glaube für Schulferienheime, und so. Ich mag mich nicht mehr ganz erinnern. Aber auf jedenfall nicht für die Schule selber.

    Wir waren da in fremden Wohnblocks und klingelten an fremden Haustüren.

    Ich bin froh, dass meine Kinder das nicht mehr machen mussten.

    Sie mussten nur Altpapiersammeln. Die Kinder mussten wetterfest angezogen zur Schule, mit Leuchtwesten (die die Schule gratis zu Schulbeginn an die SuS verteilt) und dann fuhren sie mit Landwirten auf den Traktoranhängern mit, auf die die Altpapierbündel gesammelt wurden. Oft legten die Leute noch Schokolade oder Kekse auf ihr Altpapier für die die SuS.

    Aber sonst gab es keine Spendenaktionen. Die Schulgemeinde ist finanziell gut aufgestellt.

    Unsere Schulgemeinde umfasst ca. 600 Kinder von KiGa bis 9.KLasse und hat im Budget 2020 einen Gesamtertrag von 10'187'600 SFR. gegenüber einem Gesamtaufwand von 10'183'950 SFR.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Unser Gymnasium macht den Sponsorenlauf jährlich für das eigene Regenwaldprojekt, verpflichtend nur für 1 Schuljahr, sonst freiwillig. Die die Lust haben, laufen lange und mit Freude. Wer wieviel eingebracht hat, wird nicht kompetitiv analysiert, es wird immer als gemeinschaftliche Leistung gefeiert. Und außerdem machen sie den im April, nicht in der Sommerhitze, und im Park unter Bäumen statt auf dem Sportplatz. So ist das echt okay, und 2 von 3 meiner Kinder hatten richtig Spaß dran. So wie es viele von euch beschreiben, hätten wir das auch gehasst.

    Das klingt gut und durchdacht, finde ich!

  • Als ich ein Schulkind war, mussten wir oft Sachen verkaufen gehen. Abzeichen, Schlüsselanhänger. Die Kinder wurden in 2er Gruppen einem Gebiet zugeteilt und dann musste man bei allen Haushalten Klinken putzen gehen und Geld sammeln. Ich glaube für Schulferienheime, und so. Ich mag mich nicht mehr ganz erinnern. Aber auf jedenfall nicht für die Schule selber.

    Wir waren da in fremden Wohnblocks und klingelten an fremden Haustüren.

    Das hatten wir in meiner Kindheit auch, ich erinnere mich wieder. Nicht von der Schule aber vom Jugendrotkreuz. Mit Sammeldose und Namensliste von Tür zu Tür ziehen. Ganz fürchterlich war das...

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Ich war das unsportliche, schüchterne Kind, für das Sponsorenläufe der absolute Horror gewesen wären. Ich hätte mich nie getraut, Nachbarn oder ähnliche anzusprechen und auch keine Möglichkeit gehabt, das durch "Engagement" wett zu machen, weil ich bei jedem normalen Lauf Letzte war. Wahrscheinlich hätte ich den Zettel verschwinden lassen, weil ich wusste, dass bei meinen Eltern das Geld knapp war, und mich für den Tag mit sehr schlechtem Gewissen krank gestellt.

    Glücklicherweise gab es damals solche Läufe nicht, aber ich bin sicher, dass es heute noch solche Kinder gibt.

    PS Ich bin nicht gegen gesellschaftliches Engagement an Schulen, aber da lassen sich Alternativen finden, die nicht manche Kinder ausschließen und ihnen weniger Sorgen bereiten.

    Meine Tochter möchte auch nicht mitmachen weil sie nicht schnell und ausdauernd laufen kann, sie weiß, sie wär die langsamste und letzte der Klasse und das findet sie verständlicherweise nicht schön. Glücklicherweise hat sie sich getraut das mir zu sagen und sie muss da nun auch nicht hingehen.

    Mich erinnert es immer etwas an die bundesjugendspiele.ich war da immer sie schlechteste bei allem. Das hat als Kind mein Selbstbewusstsein auf viele Jahre absolut ruiniert.

    kLeiN- uNd GrOß-SchrEibUnG hat mein Handy gefressen...

  • Ist halt immer die Frage wie sowas aufgezogen wird. Und wie es kommuniziert wird.

    Die Grundschule hat die Runden, welche die Kinder laufen konnten begrenzt. 15 war die Obergrenze. So konnte man vorher ungefähr ausrechnen was man geben will und das eintragen. Die Hälfte geht dabei an Unicef, die andere an die Schule. Die Kinder bekamen einen Zettel und es gab keinen Preis für die meisten Spenden. Bei meinen Kids stand immer mehr drauf, weil die Läufe meist nach den hier anstehenden Geburtstagen waren und so liesen die Kids den Zettel einmal die Runde drehen und er war voll.

    In der weiterführenden Schule gibt es einen Verein der Spenden für Kinder in einem Mittelamerikanischen Land sammelt. Und der letzte Spendenlauf hat dafür gesammelt. Da gibt es eine Kooperation und auch immer mal wieder Post von der Schule aus diesem Land.

    Der Spendenzettel für diesen Lauf hat eh nur Platz für eine Eintragung und man kann auch direkt den Betrag einsetzen welchen man spenden will, völlig unabhängig vom Laufen. Und auch hier gibt es eine zeitliche Obergrenze wie viel gelaufen werden kann. Und man erfährt am Ende nur den Gesamtertrag und nicht wer am meisten erlaufen hat.

  • Bei uns gibt es die Altpapiersammlung, das Geld wird für die Kinder verwendet, für schulische Veranstaltungen, Spielgeräte....

    Wir haben als Kinder auch Altpapier gesammelt.

    Bekannte sammeln auch mit, dicke Kataloge etc. aber die Nachbarn um Geld betteln finde ich nicht so doll und würde ich nicht machen.

  • Bei uns wurde das papiersammeln eingestellt, da es kein Geld mehr dafür gibt. Kinder sind keine unter den traktor gekommen :)

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)

  • Bei uns gibt es die Altpapiersammlung, das Geld wird für die Kinder verwendet, für schulische Veranstaltungen, Spielgeräte....

    Wir haben als Kinder auch Altpapier gesammelt.

    Bekannte sammeln auch mit, dicke Kataloge etc. aber die Nachbarn um Geld betteln finde ich nicht so doll und würde ich nicht machen.

    so was kenn ich gar nicht. Weder bei uns als Kindern noch von den aktuellen Kindern.

    Für was auch? Als ich Kind war, wurden alte Zeitungen überwiegend verbrannt (im Holzofen bei allen die noch welchen hatten, als Grillanzünder oder am Lagerfeuer) oder kamen als Schalenbehälter mit aufn Kompost (also die Kartoffelschalen reingeschält und dann mitsamt dem Papier aufn Kompost.). Kataloge mussten wir regelmäßig in die Schule mitnehmen zum Ausschneiden und basteln bzw. haben wir daheim auch viel damit gebastelt. Und was dann noch übrig blieb, dafür gabs den Wertstoffhof, wo man eh alle paar Monate mal hin musste um seine alten Dosen abzugeben. Später sogar noch öfter, um die grüner-Punkt-Sachen abzugeben.

    Und heutzutage hat jedes Haus ne Altpapiertonne.

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Habt ihr dann mittlerweile Papiertonnen oder was macht ihr mit dem "Papier-Güsel"?

    Solid Ground: Ich kenne das nur aus der Schweiz, in der Zeit in der wir dort gewohnt haben gab es einige UNfälle...

    Scheint auch versicherungstechnisch ein Thema zu sein: Unfälle Altpapier

    In der Schweiz gab es damals in ganz Luzern keine Altpapiertonne, eben wegen diesen Sammlungen. Und auch hier in Deutschland kenne ich zumindest einen Nachbarort in dem es keine Altpapiertonnen gibt. Da gibt es allerdings auch keine Schülersammlungen sondern die Leute müssen ihr Altpapier zu einem Wertstoffhof bringen, für Menschen ohne Auto durchaus nicht immer einfach. Aber das ist nun komplett ot...

    es grüßt rosarot mit himmelblau (* april 09) und kunterbunt (*märz 11)

  • Bei uns war es so, dass die Altkleudersammlung uns Pfadfindern "gehörte", also auch inklusive vorher Zettel verteilen etc. Die Altpapiersammlung "gehörte" den Messdienern.

    Damals war das noch kommerziell, also haben die Vereine auch Geld für das gesammelte Zeug bekommen (bis die ganze Problematik dieser Sammlungen in den Fokus rückte). Alle hatten viel Spaß und es war keine Frage, ob wir mitmachen. Völlig anders als ein Spendenlauf.

  • Habt ihr dann mittlerweile Papiertonnen oder was macht ihr mit dem "Papier-Güsel"?

    Die Gemeinde organisiert das jetzt neu. Aber wir fahren es eh in die Recyclingstelle, da wir relativ viel haben.

    Aber auch als Firma müssen wir dort jetzt für die Abgabe von Karton bezahlen.

    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)