Gender-Kacke in Schule und Alltag

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  • Auffällig ist es, aber genau das meinte ich ja oben: man kann durchaus schauen, ob man sich nicht von den gesellschaftlichen Erwartungen frei machen kann und eben nicht das macht, was eine „normale“ Mutter macht, wie claraluna es beschrieben hat.


    Ist es mir wichtiger, nachmittags für die Familie Zeit zu haben oder möchte ich weiter in meinem Job viel Zeit verbringen, weil er mir Spaß macht oder weil ich da irgendwas erreichen möchte?


    Und wenn ich mich für den Job entscheide, dann kratzen mich solche Umfrageergebnisse oder die Grundhaltung im meinem Umfeld vielleicht deutlich weniger, weil ich weiß, dass vov etwas mache, was für mich wichtig ist

  • Genau was Susan sagt.
    Es ist natürlich eine urgeigene Entscheidung, die für dieses Paar passen muss. Und ich kann auch MIT der gesellschaftlichen Prägung zu dem Ergebnis kommen es so zu leben, wie es gesellschaftlich "vorgegeben" ist. Aber es ist einfach sehr auffällig, dass der Grund, warum die Mutter zuhause bleibt/"bleiben muss" (sie verdient weniger), in Familien, wo die Frau mehr verdient überproportional häufig nicht dazu führt, dass der Mann zuhause bleibt und noch Gründe gesucht und gefunden werden, warum das nicht geht (meistens nennen sie nicht den Penis als Grund, sondern eher sowas wie "er ist so wichtig" oder "keiner macht das, dann hat er Nachteile im Beruf").
    Das Gleiche erlebe ich bei der Annahme des Nachnamens. Viele meiner Generation haben sich keine Gedanken gemacht oder nennen als Grund "sein Name war schöner" oder "wir haben gewürfelt". Da dies aber bei 90(?)% der Paare so zu sein scheint, muss da etwas anderes, unbewusstes mitspielen.
    Wenn ich darauf aufmerksam mache, geht es mir lediglich darum aufzuzeigen, dass die Entscheidung nicht unbedingt so "selbstgetroffen" ist, wie man meint und man vielleicht nochmal mit einem zusätzlichen, gesellschaftlich-feministischen Blickwinkel überlegen könnte. Einfach auch um wirklich frei zu werden in seiner Entscheidung.


    Edit: Zumal ich da auch sehr die Männer in der Pflicht sehe, ihr Leben mit Kindern zu erobern und sich zu holen, anstatt Beziehungsgestaltung alleinig der Frau zu überantworten. Mein persönliches Ideal mit Kindern wäre so höchstens 1 1/2 Stellen. Dafür muss jedoch auch die Frau auf 3/4 Kind verzichten, um dem Mann sein 3/4 zu ermöglichen. Da spielen viele, erlernte und vorgelebte "Idealvorstellungen" aka Prägung rein, gegen die man sich häufig bewusst entscheiden muss.

    Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht!


    Aber es hilft ungemein, wenn man ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten Wasser gibt, ab und an etwas Dünger und gute Erde zur Verfügung stellt und ihm Schatten spendet wo die Sonne zu stark scheint


    PitaPata Dog tickers

  • Genau was Susan sagt.
    Es ist natürlich eine urgeigene Entscheidung, die für dieses Paar passen. Und ich kann auch MIT der gesellschaftlichen Prägung zu dem Ergebnis kommen es so zu leben, wie es gesellschaftlich "vorgegeben" ist. Aber es ist einfach sehr auffällig, dass der Grund, warum die Mutter zuhause bleibt/"bleiben muss" (sie verdient weniger), in Familien, wo die Frau mehr verdient überproportional häufig nicht dazu führt, dass der Mann zuhause bleibt.
    Das Gleiche erlebe ich bei der Annahme des Nachnamens. Viele meiner Generation haben sich keine Gedanken gemacht oder nennen als Grund "sein Name war schöner" oder "wir haben gewürfelt". Da dies aber bei 90(?)% der Paare so zu sein scheint, muss da etwas anderes, unbewusstes mitspielen.
    Wenn ich darauf aufmerksam mache, geht es mir lediglich darum aufzuzeigen, dass die Entscheidung nicht unbedingt so "selbstgetroffen" ist, wie man meint und man vielleicht nochmal mit einem zusätzlichen, gesellschaftlich-feministischen Blickwinkel überlegen könnte. Einfach auch um wirklich frei zu werden in seiner Entscheidung.

    Mit dem Namen hast du völlig recht, da hab ich noch nie drüber nachgedacht. Bzw bin immer etwas irritiert, wenn Männer ihre Namen ändern

  • Ich hab nochwas nacheditiert #pfeif

    Was glaubst Du wie lang mein Mann und ich hin und her überlegt haben um aus dieser Selbstverständlichkeit raus zu kommen. Und auch wie sehr ich damit gehadert habe, dass mein Nachname tatsächlich schlicht schöner ist (ein Tier vs. Allerweltsmüller der Region), weil ich gerade als Feministin Angst hatte, dass das als "unter meiner Fittiche stehen" interpretiert wird. Durch Gespräche habe ich im Freundeskreis durchaus die Augen für diese "Selbstverständlichkeit" geöffnet und mir war es (mehr als meinem Mann) ein Bedürfniss da unseren gemeinsamen Prozess sehr transparent zu machen.

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    Aber es hilft ungemein, wenn man ihm im Rahmen seiner Möglichkeiten Wasser gibt, ab und an etwas Dünger und gute Erde zur Verfügung stellt und ihm Schatten spendet wo die Sonne zu stark scheint


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  • Aber es ist einfach sehr auffällig, dass der Grund, warum die Mutter zuhause bleibt/"bleiben muss" (sie verdient weniger),

    Ist das denn der Hauptgrund oder einzige Grund? Das war es bei uns naemlich nicht. Und dennoch bin ich zu Hause geblieben. Verdient haben wir damals gleich viel.


    Ein Teil haengt bestimmt auch daran, dass die Elternzeit 7 Wochen vor Beginn beantragt werden muss. Dh 1 Woche nach Geburt, wenn man nach den 8 Wochen Mutterschutz direkt in Elternzeit will. Zu dem Zeitpunkt sind doch die meisten Frauen noch total im Nachgeburtlichen Hormonchaos und erholen sich von der Geburt (Ausnahmen gibt es immer). Waere es da nicht sinnvoller, dass man diese Frage erst nach 10 Wochen beantworten muss und somit mit 17 Wochen frühestens wieder einsteigt? Vielleicht würden sich dann naemlich mehr Frauen erholt haben. Mir zumindest haette es geholfen.


    Und ja, ich gehöre zu den Frauen, die 2 Wochen nach der Geburt und keine Woche vor der Geburt frei hatten. Ich habe da zweimal weitergearbeitet und es war irre anstrengend. Ich hatte auch gar nicht die Wahl halbtags zu arbeiten, bin also sofort mit 40h wieder eingestiegen, und wollte natuelrich auch allen beweisen, dass ich genauso gut bin, wie jeder Mann. Das wurde mir auch oft genug so vorgehalten, dass man erstaunt sei, was ich geleistet habe, und dass man das gar nicht erwartet haette, und dass stillende Frauen ja eh nur halb zählen etc.


    Wobei wir dann auch dabei sind, dass gerade Frauen unheimlich hohe Ansprueche an sich selbst haben. Und das wurde mir so vorgelebt, dass man alles haben kann und sollte. Und das geht eben nicht. 2 Vollzeitstellen und ein 2 Wochen altes Baby ohne sonstige Hilfe, das ist einfach krass.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich habe einen Rasierhobel, seit so einem Jahr, und kann bei mittelmäßiger Geschicklichkeit null Schnitte vermelden. Die Klinge steht ja nur wenige Millimeter vor und ‚liegt‘ an einer Seite auf.

    Ich hole das aus gegebenem Anlass nochmal hoch - wenn man einen Rasierhobel hat, aber es noch nicht komplett super läuft, sollte man in Betracht ziehen, dass man den Hobel von Anfang an falsch zusammen gesetzt hat... Bei richtig zusammen gesetztem Hobel geht es wirklich super gut. Hat mich etwas überrascht, als ich es heute offensichtlich aus Versehen korrigiert hatte. Dann sehr empfohlen! Traumhaft easy!

  • Das mit der Entscheidung nach 10 Wochen ginge aber nur wenn der gesetzliche Mutterschutz verlängert wird, oder?

  • Ja. Ich habe keine gute Lösung. Aber meine Beobachtungen sind, dass der Zeitpunkt des Antrags einfach ungünstig ist. und dass das zT bestimmt auch eine Rolle spielt. Ähnlich wie ich schon lange dafür bin auch Vätern 12 Wochen Väter Zeit direkt nach der Geburt zu geben.


    Nur die ganzen Selbständigen fallen da wiederum hinten runter.

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  • Aber es ist einfach sehr auffällig, dass der Grund, warum die Mutter zuhause bleibt/"bleiben muss" (sie verdient weniger),

    Ist das denn der Hauptgrund oder einzige Grund? Das war es bei uns naemlich nicht. Und dennoch bin ich zu Hause geblieben. Verdient haben wir damals gleich viel.

    Nein, natürlich nicht. Das merkt man in dem Moment, wo die Frau mehr verdient und auf trotzdem Elternzeit nehmen kann - wo der Mann das nicht "gekonnt" hätte.


    Da ist auch ganz viel "wer will, findet Wege, wer nicht will, findet Gründe". Und es ist halt einfacher, das zu wollen, was die Mehrheit schon vorlebt.

  • Und es ist halt einfacher, das zu wollen, was die Mehrheit schon vorlebt.

    Ja.


    Mir fällt dazu auch auf, dass ich eigentlich nur Fälle kenne, wo wenn ein Elternteil mehr verdient und in Teilzeit geht, es immer die Frau ist.

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  • Bei uns ist, das auch so ,also, ich verdien(t)e mehr und Arbeit Teilzeit bzw. war in Elternzeit.

    Und das war unser beider Wunsch, aber natürlich war das unser beider Wunsch, weil wir so durch Erziehung und Soluialisation geprägt sind. Und das macht mich manchmal irre.


    Rein wirtschaftlich hat das übrigens durch aus einen Vorteil, finde, ich: ich hätte mich trotz Teilzeit stets selbst versorgen können, was der geringer verdienende Partner, der in TZ geht eher nicht kann. Ich verdiene mit 25 Stunden, soviel wie mein Mann bis vor kurzem (da kam eine Beförderung) mit 38 Stunden.

  • Mir fällt dazu auch auf, dass ich eigentlich nur Fälle kenne, wo wenn ein Elternteil mehr verdient und in Teilzeit geht, es immer die Frau ist.

    Ich kenne tatsächlich einen Mann, der seinen Job jahrelang sehr low-level betrieben hat und Karriere-Frau unterstützt hat, indem er sich um die Kinder gekümmert hat.


    Was in meinem beruflichen Umfeld aber deutlich zunimmt in den letzten Jahren sind Männer in Teilzeit, wo also beide Partner nicht mehr Vollzeit arbeiten.

  • Rein wirtschaftlich hat das übrigens durch aus einen Vorteil, finde, ich: ich hätte mich trotz Teilzeit stets selbst versorgen können, was der geringer verdienende Partner, der in TZ geht eher nicht kann. Ich verdiene mit 25 Stunden, soviel wie mein Mann bis vor kurzem (da kam eine Beförderung) mit 38 Stunden.

    Ja, und wenn du ein Mann wärst und dein Mann die Frau, wäre die Argumentation wahrscheinlich, dass es sich für deinen Mann ja gar nicht lohnt, arbeiten zu gehen, weil du fast doppelt so viel verdienst wie er und dann kann er doch auch zuhause bleiben.


    So hier im Forum schon echt oft gelesen...

  • Was in meinem beruflichen Umfeld aber deutlich zunimmt in den letzten Jahren sind Männer in Teilzeit, wo also beide Partner nicht mehr Vollzeit arbeiten.

    Das ist toll. Ich nehme an, dass ich so langsam halt auch eher zu den alten Müttern gehöre und so gar nicht richtig weiß, wie Familien das machen wo die Eltern deutlich jünger sind.

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  • Episode beim Besuch meiner Mama:


    Sie meint die Hose von Zwetschge sieht ha noch wie neu aus, obwohl sie ja schon der Große getragen hat.


    Ich bin voll verwirrt, die Hose war nämlich neu gekauft.


    Sie kam zu der Annahme weil die Hose blau war mit Burgen und Rittern drauf#blink


    ( Und das von einer ehemaligen Kindergärtnerin und btw der Große trug nie blaue Hosen, ihm gefällt die Farbe nicht.)

  • Nachdem ich hier bereits einmal wegen der Haltung meiner Tagesmutter geschrieben habe und einige Tipps bekommen habe, hatte ich mich entschieden auf den nächsten Anlass zu warten. War jetzt so weit: der einzige Junge ist anscheinend etwas unordentlich. Die Tagesmutter sagte dann, er lässt seine Klamotten immer dort liegen, wo er sie gerade ausgezogen hat, aber er ist halt ein Junge, das liegt in den Genen.

    Hab ihr dann erklärt, dass bei uns ich diejenige bin, die gerne alles liegen lässt, wo es gelandet ist und mein Mann derjenige ist, der ordentlich ist und damit ein Problem hat. Sie war völlig überrascht und wusste nichts mehr zu sagen :P meine Gene sind anscheinend etwas durcheinander! Könnten sie bitte Nachhilfe bekommen?

  • War zwar hier schon mal Thema, aber ich habe gestern schier in die Tischkante gebissen: Die Steuererklärung #yoga

    Die mache schon immer ich und nun auch (neu) verheiratet. Habe also in dem Steuerprogramm meine Daten vom letzten Jahr übernommen und dann die meines Mannes eingegeben. Derjenige, der die Steuererklärung macht, ist übrigens immer der Mann und die zweite Person in der Ehe ist die Frau. Logisch. Nur ist es ja bei uns umgekehrt und durch den Import meiner Daten war ich auch die erste Person - der Ehemann sozusagen. Und ich dachte mir so, egal, ist der Mann halt die Ehefrau, wird ja keinen stören.

    Aber dann musste ich blöderweise beim Thema Arbeitszimmer (ich) und Homeoffice-Pauschale (Mann) alles immer verkehrt herum denken, genauso wie bei der Zuordnung der Versicherungen und allem möglichen mehr. Und am Ende habe ich gemerkt, dass ich immer wieder was vertauscht habe. #kreischen

    Und so hat das Finanzamt gewonnen und der Mann wurde wieder zum Ehemann und ich zur Ehefrau und warum nochmal ist das eigentlich immernoch nicht möglich einfach von Person 1 und Person 2 oder was auch immer zu sprechen?!

    Wenigstens kriegen wir eine schöne Summe raus.

  • Von allen Paaren die ich gut genug kenne um sowas zu wissen, macht tatsächlich immer die Frau die Steuer... #gruebel Also wir machen sie zusammen, tatsächlich.

    Aber vielleicht ist deswegen der Ehemann "Person 1", die Frauen lassen erwähnen sich halt ganz anständig nicht als erstes :D

  • Pfff. 😁. Neee ich hab meinen Mann nur geheiratet damit er die Steuer macht.

    sag ich ihm immer, ...er kann sich da sehr darin vertiefen...

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.