Rassistische Kacke im Alltag und sonstwo

  • Ich versuche es grundsätzlich ertsmal immer freundlich zu klären. Aber wenn der andere dann trotzdem z.B. auf "seinemRecht" besteht, meinen Kindern durch die Haarewuscheln zu wollen und mir sagt, ich solle ich nicht so anstellen, es wären ja nur Kinder plus dazu alkoholisiert ist, dann bin ich nicht mehr freundlich. Dann werde ich ein furchtbar ekliger Drache.


    Ich kenne Vollmond ja persönlich und ich gehe daher davon aus, dass sie auch erstmal freundlich das ganze anspricht und weder aggressiv noch sonstige in der Praxis aufschlagen wollte. Ich kenne aber auch ihre Situation, du erlebst etwas und fühlst, dass da was falsch ist. Bist dir nicht im klaren, was da gerade los ist und ob und was du tun sollst. So geht es mir oft. Ich brauche dann irgendwie ein Feedback, ob es wirklich so ist, wie ich es wahrnehme oder doch anders.


    Ich habe mein Umfeld schon umgebaut aber alles kann ich nicht ändern. Wir haben deshalb auch schon lange keine KiÄ mehr sondern eine Familieärztin. Ich habe mein Kind bewusst ermutigt den weiteren Schulweg in Kauf zu nehmen usw.


    Es sind ganz viele Feinheiten und Zwischentöne, die nimmt von außen kaum einer wahr, trotzdem sind sie da. Es ist echt schwierig manchmal das hier zu schreiben.

    Und ich möchte auch nochmal betonen, was Fannie schon schrieb, ergeht nicht darum, das man ein böser Mensch ist, wenn einem Rassismus passiert. Der unterlässt mir in bestimmten Situationen auch noch, trotz allem. Ich nehme mich da gar nicht aus. Nur bemerke ich ihn frühzeitig und er bleibt in meinem Kopf und sprudelt nicht aus mir raus.


    Kröti ( fast 12) sagt mir für vorhin in einem Gespräch, für sie gibt es zwei Arten von Rassismus. Der eine ist böse, weil direkt gewollt und sehr direkt. Dann gibt es den anderen, der einfach passiert, der unbedacht und überhaupt nicht so gemeint ist. Findet sie zwar auch doof, aber damit kann sie leben, weil mann mit den Leute dann reden kann, sie zuhören und etwas ändern wollen. Auf mein Fragen, wie sie den unterscheidet, meint sie, dass das immer auf die Situation und das Auftreten der Person ankommt. Die Situation im Bus, die ich weiter oben beschrieb, die sind für sie 1. Kategorie. Das Haare anfassen zb. teilweise 2. Kategorie, wenn die Leute vorher fragen aber ganz klar Kategorie ein, wenn sie einfach so angrabschen. Und dann kann es auch passieren, dass sie aus Reflex zuschlägt bzw. die Hand Abwehr.

  • Die Frage, die sich PoC in "blöden" Situationen stellen, ist halt "Wäre eine weiße Person auch so behandelt worden?" und die Antwort ist eben ganz oft: Nein!


    Wenn ich während eines Asthmaanfalls nicht sprechen kann, würde die Arzthelferin meine Begleitung nicht fragen, ob sie meine Betreuerin sei. Auf die Idee würde einfach keiner kommen. Und genau deshalb ist dieses Verhalten rassistisch.

    #idee1 Ich leuchte, doch ich brenne nicht! #sonne

  • Leute angrabschen - an Haare ziehen... hey weißt Du das geht überhaupt gar nicht.


    Mich würde jetzt echt mal interessieren - begegnet Deine Tochter Leuten, die sich so sehr anstrengen alles richtig zu machen, sie bevorzugen... aus der Angst heraus da in irgendeiner Weise falsch zu agieren? Das nehme ich hier bei uns wahr. Lese ich bei Dir so gar nicht.

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • claraluna ich bin mal so frei und antworte ebenfalls. Meine schwarzen Kinder sind jetzt 19 und 21 und nein, mir ist tatsächlich nicht eine Situation präsent, in der Menschen sie bevorzugt haben um ja nichts falsch zu machen.


    Es gibt immer mal wieder Menschen, die vordergründig extra freundlich sind (näher betrachtet ist es rassistisches Verhalten par exellence), um sich selbst besser zu fühlen und zu betonen, dass sie ja üüüüüberhaupt nicht rassistisch sind.

    #idee1 Ich leuchte, doch ich brenne nicht! #sonne

  • Oh Entschuldigung Entschuldigung Seerose, ich sollte nicht in zwei Strängen gleichzeitig schreiben.

    Tut mir so leid, ich bin die übernächtigte....#angst#sorry

    Grüße von Claraluna


    Shoot for the moon. Even if you miss you will land among the stars.

  • claraluna: ich habe als weisse Person in westdeutschen Großstädten schon ganz üblen Rassismus mitbekommen. Im schlimmsten Fall hat ein Mann (mit Baby) eine Frau mit Kind übelst beschimpft. Auch in einem Bus. Andere Sachen habe ich auch mitbekommen. (Hast du so was nie mitbekommen??)


    Ich weiß nicht wie es wäre wenn ich mich so etwas täglich aussetzen müsste. Ich glaube ich würde meinen Glauben an die Menschheit verlieren. Hut ab vor euch allen, die ihr eure Kinder stark macht.

  • Ich habe jahrelang eine alte Dame zu sämtlichen Arztterminen begleitet, und nie, wirklich niemals würde ich gefragt, ob ich ihre Betreuerin wäre. Ich glaube, die Dame hätte der Person, die das wissen hätte wollen, was gehustet, nett ausgedrückt. Es geht ja noch nicht einmal um eine Situation im Sprechzimmer, wo ein:e Mediziner:in das wissen wollte, sondern um eine Helferin, die uns in eine Nische im Labor schob und das war auch das einzige, was an Kommunikation lief.


    Ich finde es absurd, daß diese Diskussion mit sämtlichen Tiefpunkten sich jetzt seit mehreren Seiten zieht.

    Wir waren zu zweit, beide unangenehm berührt und sind uns einig, daß dies nicht passiert wäre unter Weißen. Und wir sind beide lebenserfahren genug und keine 20 mehr oder 15. Und trotzdem kommen etliche Beiträge mit Alternativvorschlägen, warum und weshalb das so passiert sein _könnte_.


    Ist mir gelinde gesagt egal. Wer trotz Atemnot einen grammatikalisch richtigen Satz hinbekommt und es dann erlebt, wie ein Vorurteil stärker ist und er schlichtweg übergangen wird, der soll sich nicht so haben, ist wohl überempfindlich und es kann sich ja ganz anders abgespielt haben?


    Anstatt einfach anzuerkennen, daß es in diesem Land Leute gibt, zu deren täglichem Leben Situationen wie diese gehören? Sich einfach mal auf die Hände setzen und überlegen, wie das Leben von solchen Menschen aussieht? Und nicht vorzuschreiben, wie man sich in einer solchen Situation zu verhalten hat. Oder einfach mal zuhören, das wär doch schon was. Aber selbst das ist sogar hier in diesem Thread offensichtlich nicht möglich.

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.



  • Mich würde jetzt echt mal interessieren - begegnet Deine Tochter Leuten, die sich so sehr anstrengen alles richtig zu machen, sie bevorzugen... aus der Angst heraus da in irgendeiner Weise falsch zu agieren? Das nehme ich hier bei uns wahr. Lese ich bei Dir so gar nicht.

    Darum geht es dir? Ist noch Platz auf deinem Planeten?

    Schreib nur weiter. Jeder Satz beweist, daß du zwar anderen Leuten ordentlich auf die Füße treten kannst, aber null Ahnung von der Materie hast und null Ahnung haben willst. Als hätte es nie irgendwelche Diskussionen über strukturellen/Alltagsrassismus gegeben, als würdest du dir in diesem Punkt die Ohren zuhalten und laut singen: ich mache mir die Welt wie sie mir gefällt.


    Genau wegen Leuten wie dir haben wir (nein, natürlich nicht du!) diese Probleme, daß unsere Familienmitglieder, die als Deutsche mit den selben Rechten wie alle anderen Deutschen offensichtlich irgendeinen Preis zu zahlen haben - wofür, weiß ich auch nicht, vielleicht für exotisches Aussehen? Und daß alle, die man phänotypisch nicht als "von hier" verorten würde, denn der Deutsche TM ist halt nun mal weiß, sich bloß nicht beschweren sollten, weil übersensibel. Wegen Leuten wie dir überlege ich mir lieber jetzt schon eine Schule für mein Kind.


    Das Problem hast du nicht. Aber du solltest ein bisschen mehr Respekt haben für Leute, die dieses Problem haben und tagtäglich daran erinnert werden, daß sie anders sind. Das stünde dir nicht schlecht zu Gesicht.


    Ich bin jetzt definitiv raus hier, und im Gegensatz zu dir halte ich mich auch daran.


    Vielen Dank für alle, die nicht schweigend hingenommen haben, was hier geschrieben wurde. #herz

    Julia und Tochter (11/04) und Tochter (04/08) und Sohn (06/17)

    Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert.



  • claraluna ich bin mal so frei und antworte ebenfalls. Meine schwarzen Kinder sind jetzt 19 und 21 und nein, mir ist tatsächlich nicht eine Situation präsent, in der Menschen sie bevorzugt haben um ja nichts falsch zu machen.


    Es gibt immer mal wieder Menschen, die vordergründig extra freundlich sind (näher betrachtet ist es rassistisches Verhalten par exellence), um sich selbst besser zu fühlen und zu betonen, dass sie ja üüüüüberhaupt nicht rassistisch sind.

    Ich kann da nur unterschreiben.

  • Ich möchte mal ein paar Gegebenheiten aus den letzten Wochen erzählen.


    Mein schwarzer Sohn macht seit Kurzem eine Ausbildung auf dem Bau. In der ersten Woche hat ein älterer Privatkunde ihm gesagt, wie toll er es findet, dass "ein Ausländer auch mal nen Job hat. Ein richtiges Vorbild für die anderen! "


    In der zweiten Woche hat ein Kunde nach Beendigung des Auftrages jedem Mitarbeiter 5 Euro gegeben, meinem Sohn jedoch 10 Euro, "damit er noch was nach Hause schicken kann".


    Ein Kunde erfährt, dass mein Sohn grade die Ausbildung begonnen hat und sagt ihm, dass er was machen soll aus der Chance, die ihm Deutschland bietet, damit er dann wieder nach Hause gehen und dort alles wieder aufbauen kann.


    In der letzten Woche hat die Kundin mittags Verpflegung für die Männer besorgt. Mein Sohn wurde gefragt, ob sie für ihn Lamm oder Rind besorgen soll, weil sie davon ausging, dass er Moslem sei.

    Gefragt wurde übrigens nicht im ganzen Satz und mit vielen Gesten, da die Frau davon ausging, dass mein Sohn nicht gut deutsch spricht.


    Eine ältere Dame kommt auf der Straße auf meinen Sohn zu, fasst ihm ins Gesicht und sagt, wie sehr sie sich freue, dass er jetzt "in Sicherheit sei". Sie ging davon aus, dass er ein Geflüchteter ist.


    Mein Sohn geht mit Freunden ins Kino, jeder kauft sich einzeln eine Karte. Mein Sohn (und nur mein Sohn!) wird darauf hingewiesen, dass auch ein Film auf Englisch laufen würde.


    Passiert ist all das übrigens in Hamburg! Nix ostdeutsche Provinz.


    Mein Nachbar stellt fest, dass meine Kinder immer so leicht bekleidet seien. Ich antwortet, dass ihnen einfach nicht so schnell kalt sei. Er zeigt mit dem Finger auf meinen Sohn und fragt "Dem da auch nicht?".


    Keiner dieser Menschen war agressiv oder hat rumgepöbelt. Sie haben es alle gut gemeint mit meinem Sohn. Keiner dieser Menschen hält sich für einen Rassisten. Warum auch? Sie waren doch extra freundlich zu dem Schwarzen, haben Tipps gegeben, haben nachgefragt und sich angepasst (= gebrochen deutsch oder betont laut und langsam gesprochen).

    Mein Sohn ist immer automatisch der Ausländer, ist somit auch immer Moslem und spricht kein Deutsch. Die Menschen können sich mehrheitlich einfach immer noch nicht vorstellen, dass es auch schwarze Deutsche gibt.

    Mal ganz davon abgesehen, dass Menschen einfach voll mit Klischees und absurden Vorstellungen sind und diese mit einer Selbstsicherheit reproduzieren, die ich manchmal schon fast beneidenswert finde.


    Immer wieder gibt es auch Situationen, die zeigen, dass die Menschen uns nicht als Familie wahrnehmen, sich einfach nicht vorstellen können, dass weiße und schwarze Menschen zusammen eine Familie bilden können.


    Mein Sohn ist zu Besuch bei uns, ich bringe ihn anschließend zum Bahnhof. Wir umarmen uns, sagen uns, dass wir uns lieb haben, ich gebe ihm einen Kuss auf die Wange. Hinter uns tuscheln Menschen lautstark, dass ich doch nicht wirklich so blöd sei zu glauben, dass er mich wirklich liebt und dass er mich verlassen würde, sobald er seine Aufenthaltserlaubnis hätte. (Sie haben uns für ein Paar gehalten).


    Meine weiße 13jährige und mein Sohn gehen einkaufen. Meiner Tochter wird zugeflüstert, dass sie doch was besseres findet und sich nicht "an so einen" verschenken soll. (Die Frau hat die beiden für ein Paar gehalten).


    Meine Kinder sind zusammen unterwegs, sind unterschiedlicher Meinung und diskutieren. Meine Tochter wird gefragt, ob sie Hilfe braucht und der Junge sie belästigt. Als sie antwortet, er sei ihr Bruder und schon alles okay so, wird sie gefragt "Wie soll das denn gehen?".


    Und gerade gestern in unserer norddeutschen Kleinstadt: Ich hole meinen Sohn vom Bahnhof ab, ich grüße die Leute die uns begegnen mit "Moin" und sie grüßen zurück. Machen hier alle so. Ich frage meinen Sohn, warum er nicht grüßt. Seine Antwort: Meinst du etwa,die grüßen mich? Ich kann mir das nicht vorstellen und bitte ihn die nächsten paar Passanten zu grüßen, ich sage nichts zu ihnen. Er hatte recht. Die Leute schauen ihn misstrauisch an, keiner grüßt zurück.


    Dieser Satz hat mir wirklich einen tiefen Stich ins Herz versetzt. Meinst du etwa,die grüßen mich?


    Sorry, dass es so unglaublich lang geworden ist. Ich wollte eigentlich nur ein, zwei Begebenheiten aufschreiben und dann fiel mir noch eine Situation ein, und noch eine ....

    #idee1 Ich leuchte, doch ich brenne nicht! #sonne

  • Fannie das sind wirklich eindrücklich viele Erlebnisse. Ich finde es furchtbar, was ihr erleben und ertragen müsst und das anschließend angezweifelt wird, ob ihr das wirklich erlebt habt.

    Nothing is permanent.

    Everything is subject to change.

    Being is always becoming.

  • Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass es mir nicht darum geht, das Gefühl infrage zu stellen, dass in einem gespräch rassistisch agiert wird.


    Mich ärgert jedoch, dass mir keiner glaubt, dass ich tatsächlich sehr oft patienten, die nicht mit mir reden können frage, ob sie deutsch können. Dass ich mehrfach in der Woche Patienten frage, ob der Mensch daneben Kumpel, Tante, Begleitung, Betreuung oder wer auch immer ist. Das ist die Deutungshoheit, die Schokojunkie denke ich meinte.


    Ich stelle nicht infrage, dass ihr verärgert seid über die art der Kommunikation, finde es aber nicht gut, dass ihr in dem - fiktiven - Gespräch darüber, warum ich das gefragt habe so tut, als würde ich lügen.


    Genau damit habe ich so häufig zu kämpfen und es macht mich traurig, mich nicht dagegen wehren zu können. Wenn ich jemandem eine bestimmte Therapie versage mache ich das, weil er Ausländer ist. Wenn ich jemanden erst nach einer Stunde Wartezeit drannehme mache ich das, weil er Ausländer ist. Wenn ich jemandem keine neuen Termine gebe mache ich das, weil er Ausländer ist. Niemand glaubt mir, wenn ich sage, dass das Quatsch ist. Die Nachbarin habe dasselbe Problem und hat natürlich sofort dies und das bekommen. Und alle anderen sind nach ihm gekommen und er musst extra lange warten. Nur weil er poc ist. Mich kotzt das an.


    Sorry, dass ich hier so negativ schreibe, natürlich ist es nur ein kleiner Teil, der so agiert (und die deutschen Patienten beschweren sich darüber, dass sie die Therapie nicht bekommen oder so lange warten müssen, weil sie Kassenpatienten sind oder zu dick oder psychiatrisch erkrankt oder oder oder). Aber genau dieser Punkt wurde in deinem Beispiel genannt und macht mich immer wieder wütend (ohne dass ich jetzt wüsste, was die Frau da wirklich wollte oder meinte).

  • Liebe Vollmond, ich kann Deine Frustration gut verstehen! Ich lese hier still mit, weil ich meistens nichts weiteres beizutragen habe. Ich bin also genau dafür da: einfach mal zuhören. Und dann reflektiere ich mein Verhalten in ähnlichen Situationen. Dabei habe ich mich selbst schon mit dem einen oder anderen rassistischen Verhalten ertappt und kann mein Verhalten dann in Zukunft anpassen. Vielen herzlichen Dank also fürs Teilen der Erlebnisse!

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.

  • Ich finde es auch sehr wichtig von solchen Erlebnissen zu lesen - denn von aussen wird man nie diese Erfahrung haben. Und wie Nollaun nutze ich diese Berichte hoffentlich, um meine Handlungen zu verbessern.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Fannie Ich bin so entsetzt über deine Beispiele und kann nicht verstehen wie man sein Leben in Deutschland leben kann ohne sich darüber klar zu werden, dass es auch deutsche Menschen mit anderen Hautfarben gibt. Selbst in nem Kaff hinterm Momd gibt's doch mindestens mal Fernsehen... Aber ich hatte da auch wohl "Glück" mit meiner Sozialisation, für mich war das schon im Kindergarten klar.



    Ergänzende Frage wegen deines Beitrags auf der vorherigen Seite wg Deutungshoheit: es gibt doch aber auch eine Form von Rassismus, die sich gegen Menschen weißer Hautfarbe richtet, also z. B. Menschen mit russischen Wurzeln o.ä. - oder?! Ich bin mir da nicht ganz im klaren.

  • Fannie darf ich deine Beispiele meinem Sohn zu lesen geben?

    Er beginnt gerade zu sehen dass seine Mitschüler anders behandelt werden als er.

    Sie waren Rad fahren, sein Freund hatte sein Rad geliehen, er sagt "Na komm gib wieder her" und 2 Männer springen drauf an ob "der Zigeuner das Rad geklaut hat"

    Beide Jungs waren völlig überfordert, fühlten sich komisch, wollten die Männer los werden.

    Da gab es gerade schon viele Gespräche.

    Aber wenn man das persönlich nie erlebt ist das echt schwer zu verstehen, vor allem in der Geballtheit.

    Normal is just a setting on a dryer.