Kinobesuch am Wandertag

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  • Ich finde es nicht angemessen, als Wandertag in so einen Film zu gehen. Ich finde schon, dass es immer Aufgabe der Schule sein muss, gewisse pädagogische Ziele zu verfolgen. Film gucken kann sehr lehrreich sein, das hängt aber vom Film ab. "Die Mumie" passt da eher nicht rein. Heutzutage vernachlässigt, aber absolut wichtig finde ich "gemeinsam Spaß haben". Da gibt es Ansätze beim Film. Aber doch eher kleine. Die meiste Zeit sitzt jeder für sich im Sitz und guckt auf die Leinwand. Für "Spaß haben" gibt es mMn deutlich besser geeignete Möglichkeiten. Bowling (das wurde hier genannt) finde ich zum Beispiel absolut geeignet, da ist einfach viel Interaktion dabei. Wenn unbedingt Film geguckt werden muss, würde ich sie in ihrer Freizeit in "Die Mumie" schicken, womöglich in der Schule einen netten Film gucken und dafür aber einen ordentlichen Wandertag machen. In der Preisklasse war ich mit Schülern schon im Kletterpark (das ist ein riesen Spaß und gibt ne Menge Körpererfahrung her), im Dialogmuseum (das ist sowas, wo man im Dunkeln die Erfahrung macht, wie es ist, blind zu sein) oder habe größere Naturerlebnisse gemacht, die ein Verein hier in der Nähe anbietet. Die Möglichkeiten sind zumindest hier in der Gegend sehr umfangreich, da wäre Kino mit so einem Film wirklich das letzte auf meiner Liste.

    Wenn der pädagogische Ansatz so ganz fehlt, fällt es mir außerdem schwer, einen solchen Wandertag vor denen zu rechtfertigen, die den Film gar nicht sehen möchten. Nee, das sollen die in ihrer Freizeit machen.


    Ich lasse meine Schüler zwar durchaus mitentscheiden, aber ich behalte mir ein Vetorecht vor.

  • Ich bin da wohl auch etwas "old school", wir sind an Wandertagen früher einfach auch mal gewandert und ich habe das in guter Erinnerung. Mein Tochter würde das auch gerne machen, aber ich glaube, so etwas findet wohl eher nicht mehr statt.

    Sie gehen dieses Jahr in einen Freizeitpark (in einen netten kleinen). Kino finde ich schon befremdlich und erst recht für diesen Preis.


    Edit: Vielleicht musste ja speziell für die Klasse ein Saal mit dem Film gebucht werden, der läuft doch zu Schulzeiten wahrscheinlich nicht.

  • Ich bin da vielleicht etwas spießig und meine Jungs sind noch zu klein, so dass ich da noch keine Erfahrung als Mutter von Kindern in diesem Alter habe habe.

    Aber mir würde das ziemlich stinken, ganz ehrlich.

    Ich weiß, dass es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, mit einem solchen Tag die Vorlieben einer Klasse zu treffen, und ab einem gewissen Alter ist z.B. der Europapark (auch teuer) sehr beliebt. Da bin ich auch zwiespältig, weil einen "pädagogischen Mehrwert" hat der auch nicht. Aber zumindest kann man da zusammen Schlange stehen und die Fahrgeschäfte fahren. ;)

    Im Kino sitzen die Schüler/innen aber doch die meiste Zeit recht unkommunikativ nebeneinander.

    Und je nach Kind - wenn ich mir da meinen Sohn vorstelle - es ist dunkel, die Handlung ist intensiv, das ist nichts für jedes Kind.

    Ich finde auch, so einen Film können die Kinder jederzeit in ihrer Freizeit anschauen, wenn sie wollen.

    Ein Klassenausflug muss ja nichts Weltbewegendes sein, aber der Sinn ist doch auch, etwas für die Klassengemeinschaft zu tun.

    Wandern ist recht unbeliebt, aber es muss ja nicht gleich eine 20km-Wanderung sein. Ein bisschen den Horizont erweitern durch ungewohnte Aktivitäten ist vielleicht auch mal ganz nett. Und wenn es später nur dazu dient zu erzählen, wie furchtbar die Wanderung war. Letztlich sehe ich einen Sinn von Schule auch, die Kinder hin und wieder zu Dingen zu bringen, die sie sonst nicht tun würden. Bei mir müssen sie z.B. Musik hören, die sie nicht immer unbedingt mögen. Weil ich finde, die Bereitschaft, sich auch mit Dingen auseinanderzusetzen, die einem zunächst nicht gefallen, ist wichtig. Dafür nehme ich aber auch ihre Vorschläge für Lieder auf (und auch die gefallen mir nicht immer - sexistisches Zeug spiele ich aber nicht vor oder kommentiere es entsprechend).


    Langer Rede kurzer Sinn: Mich würde es ärgern, so viel Geld hinlegen zu sollen für eine Aktivität, die mich stören würde.

    Wir haben mal eine Fahrradtour zu unserer Klassenlehrerin gemacht und bei ihr dann die Johannisbeerbüsche geplündert. Es gab auch was zu Essen und Trinken. Das habe ich in sehr guter Erinnerung.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Ich finds auch blöd.

    Im Kino gucken sie einen Film, schöner finde ich, wenn sie eine Beschäftigung finden, bei der sie sich eben auch miteinander beschäftigen.

    Und bei der sie sich auch bewegen, draußen sind.

    Oder ins Museum gehen - eigentlich gibt es viele toll gemachte Museen, finde ich.

    50% Regenwahrscheinlichkeit - die Kinder haben doch Regenjacken, das wäre für mich kein Problem.

    Oder man geht Bowlen, oder in eine andere "Indoor-Einrichtung" in der Nähe.

    Hagendeel

  • Ohoh, ich glaube ich bin eine der wenigen oder gar die einzige die das ganz toll findet! Aber ich bin auch Cineast und gehe sehr oft ins Kino und schaue generell gerne Filme. 12,50€ ist hier in den Kinos übrigens ein ganz normaler Preis für einen 3D Film.

  • Ich find Kino ok für Wandertag.

    Der Preis ist krass und die Filmauswahl plus 3D find ich nochmal krasser. Aber da bin ich ein Sonderfall, ich kann kein 3D sehen und die Mumie könnt ich jetzt mit 35 1/2 noch nicht anschauen. Ich bekomm ja schon bei Harry Potter Alpträume.

    Wahrscheinlich braucht mein Kind mal solche "Wandertage" um diese Filme konsumieren zu können und somit bei der Peergroup mitreden zu können ;)

    Wer nicht zuweilen zu viel und zu weich empfindet, der empfindet gewiss immer zu wenig.
    Jean Paul

  • Meine Kinder waren beide mit ihrer Klasse dieses Jahr bei den Schulkinowochen. Das findet in ganz Ba-Wü statt und es gibt zu den Filmen auch Begleitmaterial, welches die 5. Klasse auch genutzt hat. Die waren auch in einem Film in den man sonst kaum ins Kino gehen würde (bzw. in den großen Multiplexkinos gar nicht kommen würde). Eintritt hat 3,50€ gekostet, dazu kamen vermutlich noch die Fahrtkosten (die 5.Klässler haben aber überwiegend eh Fahrkarten, weil sie mit der Bahn zur Schule fahren). Die 2.Klässler waren mit der gesamten Grundschule, das war ein Erlebnis für alle ;-) Da gab es auch keinen so anspruchsvollen Film, sondern "nur" Heidi. Aber auch das find ich ok, im 1. Halbjahr waren sie im Theater, im 2. im Kino. Man hat ja auch die gemeinsame Fahrt dahin und meist wird auch noch irgendwo zusammen das Vesper gegessen, total unkommunikativ ist ins Kino gehen nun auch wieder nicht.


    Wandertag steht außerdem eigentlich auch noch aus, wir haben ja noch 3 Wochen.

  • Hier lief die letzte Schulwoche so


    Montag: Wandertag ( ins nächste Naturbad)

    Dienstag : Kino . Fuck ju Göthe

    Mittwoch: Klasse aufräumen Blitzlicht über das Schuljahr usw

    Donnerstag: Spieletag gemeinsames Frühstück

    Freitag: Zeugnis


    Es war für mein Kind eine tolle Woche. Für die Lehrer entspannt. Und ich denke " jeahr Lehrplan geschafft ;) "

    Es ist nicht wichtig einem Kind eine Antwort auf seine Fragen zu geben,sondern ihm zu helfen die Lösung selbst zu finden. #rose

  • Find ich komisch. Bei uns fallen sooo viele Stunden aus, da könnte man durchaus in der letzten Woche noch ein wenig tun. Mal einen Wandertag zu machen oder ein Frühstück am letzten Tag finde ich ok, aber eine ganze Woche nur "Daddelei"?


    Aber wehe, jemand fährt auch nur einen Tag eher in den Urlaub, dann droht ein Bußgeld... !


    Ich schicke mein Kind in die Schule, damit es etwas lernt. Kino, Ausflüge, Frühstück bekommt es in der Familie. Ok, nicht alle Kinder haben das zu Hause... trotzdem. Irgendwie ärgert mich das. Ich werfe auch nicht in der letzten Arbeitswoche vor dem Urlaub mit Konfetti und lasse den Job Job sein...


    Ich freu mich, dass du das so entspannt siehst Monchichi . Wenn es für Kinder und Lehrer entspannt war, ist es doch toll. Mein Post ist nicht bös gemeint, ich bin im Moment seeeeehr urlaubsreif (hatte seit 2 Jahren keinen mehr) und wohl auch etwas auf Krawall gebürstet.


    Sorry #angst

  • ich freu mich jeweils auch für meine Kinder, wenn es vor den Ferien ruhiger zu und her geht mit Ausflügen etc.


    Solche gemeinsamen Aktivitäten finde ich ausserdem sehr wichtig für die Klasse und Lehrerschaft, es schweisst zusammen und sie lernen sich auf eine ganz andere Art und Weise kennen. Das ist doch genau so wertvoll wie der normale Schulstoff!


    Den Vergleich mit erwerbstätigen Erwachsenen finde ich ein bisschen weit hergeholt. Schliesslich sind es Kinder. Wir schicken die ja auch noch nicht in die Fabrik zum arbeiten.

  • hier gibt es ja immer am Mittwoch Zeugnisse, also heute, in diesem Fall.

    Bei meiner Tochter wars so:

    Montag: noch mal das Praktikum besprechen, das war von Ende Juni bis Anfang Juli, danach war Sportprojektwoche, also haben sie noch gar nicht darüber sprechen können in der Klasse

    Dienstag: Ausflug aller 8.en Klassen in den Heidepark

    Mittwoch: Termin zum Zeugnis besprechen, dauerte 20min


    Ab der 9. Klasse werden die drei 8. Klassen neu gemischt, es war auch ein Abschied vom alten Klassenverband und war enorm wichtig.


    Einige Kinder gehen nächstes Jahr mit dem ESA ab, die müssen noch früh genug lernen was Arbeitsleben ist, echt jetzt mal.

    Havanna + #male (*02.05) & #female (*02.03)
    Filzgleiter sind nur komprimierte Schafe

    --Ist Hotte S. noch im Amt und wenn ja, warum?--


    Wenn ich das Wort "Trottel" oder "Trotteln" schreibe, möge sich die geneigte Leserin dieses Wort in wienerisch denken.

  • Ich kann dich da gut verstehen.

    Ich mag aber mal aus der Lehrerinnenperspektive dalassen: Es ist hier mit ein paar Tagen Unterbrechung seit ein paar Wochen richtig warm. Im Schulhaus ist es teilweise unerträglich. Ich habe das Gefühl, seit Wochen gegen die Klassen anzuunterrichten. Ich habe einen Lehrplan, der erfüllt werden muss. Ich denke also über das Schuljahr hinaus, nämlich daran, dass es nächstes und übernächstes Schuljahr weitergeht und alles, was ich jetzt nicht mache, irgendwann gemacht werden muss. Seit etwa zwei Wochen verweigern sich die Klassen im Prinzip (sogar meine supernette leistungsstarke Klasse). Sie motzen, sie sagen, dass sie nicht mehr wollen, sie sagen, dass sie es nicht mehr einsehen. Sie brauchen für alles ewig lang. Sie haben z.T. ihre Unterlagen nicht dabei. Manche müssen mehrfach aufgefordert werden, mitzuschreiben.


    Mich stresst das. Aber so richtig. Denn: einerseits: Lehrplan (s.o.). Andererseits: Das Wissen, dass ich es nicht mit Gewalt in sie reinkriege. Aber auch mein Frust darüber, dass schon ein paar Wochen vor Notenschluss keine Arbeitshaltung mehr da ist (das ist mein persönliches Ding, ich bin da einfach anders sozialisiert, scheint mir). Andererseits: ich krieche selbst auf dem Zahnfleisch (Prüfungen, Korrekturen, viele Referate etc.). Und die Klassenzimmer sind so stickig, dass ich meine Schüler/innen ein gutes Stück weit gut verstehen kann. Im Grunde will ich inzwischen auch nicht mehr.


    Unsere nächste Woche (drei Tage) wird so aussehen: Montag: Sporttag. Dienstag: Projekttag. Mittwoch: letzter Schultag mit Vorstellung der Projektergebnisse, Zeugnissen etc. Davon abgesehen, dass das alles sinnvoll ist: eine große Motivation hierfür war, dass für uns Lehrerinnen die letzten Schulwochen die Hölle sind und wir hoffen, auf diese Weise halbwegs konstruktiv mit dieser schwierigen Situation umzugehen. Und für uns bedeutet das durchaus Mehrarbeit: Ich hätte nächste Woche einen Tag frei, weil meine Prüfungsklassen weg sind, Statt dessen bin ich nun am Sporttag anwesend und muss da Schiri spielen. Die Projekttage sind mit einigem Planungs- und Vorbereitungsaufwand verbunden, weil wir da Dinge machen, die mit "normalem" Unterricht und herkömmlichen Themen nichts zu tun haben.


    Für diese Woche, ich sage es ganz ehrlich, habe ich aufgegeben. Mir ist es jetzt echt zu anstrengend, Klassen zur Mitarbeit zu zwingen in dem Wissen, dass nur noch fünfSchüler/innen mitmachen und der Rest bestenfalls mitschreibt und inhaltlich nichts mitkriegt. Ich schaue Film (immerhin mit Bezug zum Fach) und frühstücke mit den Klassen. Und wenn die Woche rum ist, schlage ich drei Kreuze. Hier hatte es heute nämlich wieder weit über 30 Grad.

    Alle Möpse bellen, alle Möpse bellen, nur der kleine Rollmops nicht...

  • Ich bin "nur" I Helfer in einer 6. Klasse. Aber glaub mir, selbst ich laufe in den letzten 14 Tagen vor den Sommerferien auf dem Zahnfleisch.

    Du bekommst in der letzten Woche nichts mehr in die Köpfe, sie sind einfach durch. Und auch die Lehrer sind gar, viele von ihnen hatten vorher ZAP Prüfung und Abi . Das ist auch für Lehrer echt heftig.


    Ich gönne allen in der Zeit , Fuck ju Göthe. ;)

    Schule muss eins! Spaß machen, nur dann können Kinder wirklich lernen. Und wenn die letzte Woche nur Spaß macht, zerren alle davon im nächsten Schuljahr.


    Ich war 5 Jahre nicht mehr im Urlaub. Ich gönne es den Kindern. Wenn nicht jetzt, wann dann?


    Ich muss auch aushalten bis zum Ende. Aber ich bin Erwachsen.;)

    Es ist nicht wichtig einem Kind eine Antwort auf seine Fragen zu geben,sondern ihm zu helfen die Lösung selbst zu finden. #rose

    Einmal editiert, zuletzt von Monchichi ()

  • Ich bin da ganz bei Maja., aber aus einem anderen Grund. Wenn nur die letzte Woche vor den Ferien so ablaufen würde wie oben geschildert, dann wäre das ja völlig OK. Hier passiert aber regelmäßig den ganzen Juli praktisch gar nichts mehr im Unterricht. Wenn, wie in diesem Jahr, die Pfingstferien erst Mitte Juni enden, dann ist das Schuljahr faktisch sogar schon Anfang Juni rum, mit Ausnahme der zwei, drei Fächer, in denen noch Schulaufgaben anstehen.


    Die Konsequenz ist, dass

    • entweder der Schulstoff auf der Strecke bleibt (z.B. die Vokabeln aus den letzten Lektionen in den Fremdsprachen nicht mehr gelernt werden)
    • oder die Lehrkräfte das schon einkalkulieren und während des Schuljahrs einfach mehr aufgeben (es sind immerhin nur 38 Schulwochen im Jahr, da machen 4-6 Wochen Nichtstun schon was aus)

    Die weitere Konsequenz ist dann, dass der Stress am Schuljahresanfang enorm ist, weil entweder noch Stoff aus dem Vorjahr durchgeprügelt werden muss oder die Lehrkräfte - frisch motiviert - völlig unbezwingbare Mengen an Hausaufgaben aufgeben, damit sie mit dem Stoff möglichst schon an Pfingsten durch sind.


    Kein Wunder, dass Schüler/-innen und Lehrkräfte dann am Schuljahresende "durch sind".


    Aber ich hab's aufgegeben, mich darüber aufzuregen. Man kann's eh nicht ändern, weil die Mehrheit der Kinder und Eltern der Meinung ist, Unterricht im Juli ist auch bei 18 Grad absolut unzumutbar.

  • Klingt toll. #top


    Die Kritik daran versteh ich überhaupt nicht, erstmal hast Du ja geschrieben, der Lehrplan wurde geschafft. Und auch bei diesen Aktivitäten lernen die Kinder ganz bestimmt was, das ganze wird doch sogar pädagogisch betreut. Und das hört sich auch überhaupt nicht nach fauler Lehrkraft oder so an.

  • Ich kann die Kritikpunkte von Maja durchaus verstehen. Aber es ist echt nicht einfach... Ich bin ja Lehrerin am Gymnasium und hab mir früher immer gesagt, dass ich maximal ein Tag " ausplemperle". Unsere Lernenden hatten Notenabgabe 2 Wochen vor Schluss. Da lernen sie alle wie die Irren um noch möglichst viel im Zeugnis rauszuholen. Danach sind sie fix und fertig. Zudem wurde es unerträglich heiss. 30grad plus in den Zimmern. Ich bin grandios gescheitert mit meinen hohen Zielen. Vielleicht liegts an mir, aber ohne stetiges Meckern läuft gar nix mehr normales. Und das mag ich auch nicht. Ich hab dann versucht fachnahes Sonderprogramm zu machen, was fast mehr Aufwand gibt, wie einfach unterrichten. Und wenn ich z.B drei Filme vorschaue und mir Disskussionsfragen überlege, dann einer erzählt ich sei einfach zu faul zum unterrichten, dann werde ich dezent ungehalten.:)

  • Du bekommst in der letzten Woche nichts mehr in die Köpfe, sie sind einfach durch. Und auch die Lehrer sind gar, viele von ihnen hatten vorher ZAP Prüfung und Abi . Das ist auch für Lehrer echt heftig.

    Naja, es gibt auch Länder, in denen es völlig normal ist, dass in der letzten Woche die Abschlussprüfungen geschrieben werden und die Noten dann in den Ferien mit der Post kommen. Dieses "man bekommt nichts mehr in die Köpfe rein" ist schon ein bisschen so ein gemeinsames Phänomen weil halt Lehrkräfte und SuS wissen, dass schon Notenschluß war und dann auf beiden Seiten die Motivation hinkt. Ich muss zugeben, dass mich diese untätigen Wochen am Schuljahresende schon als Schülerin genervt haben. Damals war grad eine große Diskussion mit G8 und G9 und so weiter und ich habe mir schon damals immer gedacht, dass man die 13. Klasse locker einsparen könnte, wenn man auch die letzten vier Wochen vom Schuljahr vernünftig nutzen würde. Ich muss aber auch zugeben, dass ich kein Fan von den ganzen sozialen Aktivitäten war. Ich hatte Hobbys und Freunde usw. und hätte meine Freizeit gerne nach meinen Vorstellungen gestaltet statt sie in so einer Zwangsgemeinschaft zu verbringen. Damit meine ich nicht einen Wandertag oder mal eine Klassenfahrt mit Programm, sondern eben dieses Film schauen und frühstücken in den letzten Wochen weil "ja eh keiner mehr Lust hat". Da hätte ich lieber ausgeschlafen oder wirklich was gelernt, ganz ehrlich. Ich trauere ja immer noch den Möglichkeiten nach, was ich in der Schule alles hätte lernen können wenn nicht so viel Zeit auf so unnützen Kram verplempert worden wäre. (Nein, die Einstellung war schon in meiner Klasse nicht beliebt...)


    Edit: Arya, das hat sich mit deinem Beitrag überschnitten und sollte keine Antwort darauf sein. Ich kann durchaus verstehen, dass man da als einzelne Lehrkraft nicht viel ändern kann.

  • Peppersweet kein Problem! Wie gesagt, ich kann die Kritik ja auch verstehen. Meiner Meinung nach wäre schon wirklich viel gerettet mit baulichen Massnahmen. Also, dass man Zimmer mit eingermassen annehbaren Temperaturen hätte. Ich hätte nämlich wunderbar eine Woche wettschwitzen spielen können#angst dieser Geruch#kreischen Oberstufenuntericht mit 25 Lernenden im Park macht zwar Spass, nur geht einem irgendwann die Stimme aus...

  • Bei uns gibt es die Zeugnisse am Freitagnachmittag, nach der letzten Lektion. Sie haben bis kurz vor Schluss Prüfungen, manche zählen dann halt schon für das nächste Zeugnis.

    Ausplemperlen gibt es hier nicht.

    Als Highlight gingen sie statt der Doppelstunde Sport mit den Fahrrädern ins Schwimmbad.


    Meine grosse hatte in der Berufsschule Sporttag, weil an dem Tag die vom 4. Lehrjahr Lehrabschlussprüfungen hatten und als Zugeständnis an die warmen Temepraturen mussten sie nur 2km rennen anstatt 4.


    Daroan mit Zottel 01, Zick 03, Zwerg 05 und Sternenkind (98-99)