Urlaub mit Kleinkind - ja, oder lieber doch nicht??

  • Wir sind meist in Skandinavien im Urlaub und die Kinder sind da immer so entspannt, genießen die Ruhe und finden in den Häusern und das was wir machen so spannend, dass sie gar nicht viel brauchen. Wir wählen meist kinderfreundliche Häuser und dort ist eh alles Kinderfreundlich, wie ich finde.

    "Believe in yourself or nobody will believe in you" (Mark Feehilly)

  • Jetzt wo du es schreibst: Das einzige, was ich mit Kleinkind nicht machen würde, wäre ein Urluab in einer Stadt bzw. einen wo man sich viel in Städten aufhält.

    Weil: was willste denn da machen? Alles, das für die Eltern interessant ist(Museen, Ausstellungen, Cafés etc) sind für so Kleine noch nichts. Und man ist ständig unter Anspannung, muss das Kind tragen/ schieben etc.

    im museum: das Kind erobert die Treppen, die Eltern wechseln sich ab. Wenn Kind müde aufn rücken in die trage und es beobachtet die Welt?

  • Jetzt wo du es schreibst: Das einzige, was ich mit Kleinkind nicht machen würde, wäre ein Urluab in einer Stadt bzw. einen wo man sich viel in Städten aufhält.

    Weil: was willste denn da machen? Alles, das für die Eltern interessant ist(Museen, Ausstellungen, Cafés etc) sind für so Kleine noch nichts. Und man ist ständig unter Anspannung, muss das Kind tragen/ schieben etc.

    im museum: das Kind erobert die Treppen, die Eltern wechseln sich ab. Wenn Kind müde aufn rücken in die trage und es beobachtet die Welt?

    Das geht bei mir schwer. Wenn ich im Museum bin, dann habe ich das dringende Bedürfnis Infotafeln zu lesen. Das geht mit Kleinkind schlecht. In der Trage schon, ja :)

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    "Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut." Carolin Emcke


    save me

  • Städte angucken geht doch gut.

    Natürlich nicht 1000 Kirchen und Museen wo man leise sein muss.

    Aber Bauwerke,Fußgängerzonen, Bus oder Boot fahren, Streetfood testen, Brunnen und kleine Spielplätze, bißchen shoppen wenn Kind müde, interessante Museen, vielleicht ein Hafen,eine Burg.

    Normal is just a setting on a dryer.

  • Ana: da muss ich vehement widersprechen - Städtereisen sind super mit Kleinkind (machen wir jedes Jahr). In Museen gibt es immer was zu kucken (oft auch auszuprobieren), Parks finden sich auch immer und auch sonst finde ich das immer ganz toll. Auch weil es einen komplett anderen Blick auf eine Stadt gibt, wenn ein Kind sie mitentdeckt.

    Im Kleinkindalter haben meine Kinder: Strassbourg, Rom, Wien, München, Genua, Palermo, Catania gesehen - sie sind allerdings natürlich auch städtereisen- und museums-gestählt.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Meine Kinder haben sehr schnell begriffen, dass mütterliches Infotafeln lesen zu coolen Ergebnissen führen kann - Geschichten erzählen, Rätsel ausdenken, hands-on Stationen ausprobieren.

    Und dann halt die wichtigste Regel: abwechseln.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Danke für eure Erklärungen zu den Städtereisen, vor allem Talpa und Dane Denn ich war bislang tatsächlich der Meinung mit Kleinkind besser keine Städtereise zu machen. Aber wahrscheinlich muss man es eben etwas anders angehen, als ohne Kind. Vielleicht müssen wir uns mal trauen.

    Verlasse die Welt ein bisschen besser, als du sie vorgefunden hast (B.P)

  • Julchen86 vielleicht hilft dir folgende Situation: wir hätten ja um die 15 Jahre auf alles mögliche verzichten müssen, um nur mit großen Kindern als Familie Sachen zu erleben. Da wir das nicht wollten, schauen wir einfach was uns Spaß macht und mal müssen wir Eltern irgendwo mitmachen, wo wir ohne Kinder nicht hingehen würden, mal müssen die größeren Kindern irgendwo hin, wo sie ohne kleine Geschwister nicht hingehen würde, mal müssen die kleinen usw. Mal machen wir was getrennt. Wir gehen auch in Konzerte, in Städte, Gottesdienste, Bälle, Campen, Radreisen... so wie es passt und uns gefällt. Meistens mit Kompromissen. Anstrengend ist das Leben mit Kindern allemal immer, würde ich behaupten. Aber für uns ist das kein Grund, auf Reisen/Unternehmungen zu verzichten noch auf Kinder ;-)

    k. (*1979) mit p. (*02/2006), k. (*09/2008), h. (*12/2010) und f. (*09/2015)

  • also mein Anspruch wahnsinnig viel Kultur zu sehen ist mit Kind natürlich gering.


    Aber erfahrungsgemäß findet er Plätze mit anderen Menschen oder ggf sogar noch ner Baustelle gerade viel spannender als Natur.


    Ich persönlich geh schon gern in der Natur wandern, besonders weil wir in Berlin wohnen und dann ist das schon eine schöne Erholung. Aber das geht mit unserem Kind definitiv nicht, also Kraxe oder Buggy oder so gehen nicht, der will selber laufen und gucken. Auch wenn er noch nicht sooo lang kann.


    Was für mich ein großer Vorteil am Stadturlaub ist, dass man gutes Essen bekommt, wenn man essen geht. Das finde ich auf dem Land und in Urlaubsorten oft schwierig. Ich hab auch ehrlich gesagt Angst vor Hotel-Essen, das ist ja auch meist nicht so toll, zumindest, wenn man nicht sooo viel Geld hat.

  • Ich unterschreibe ganz fett. Wir lieben das auch, wobei ich Städtereisen per se nicht "erholsam" finde, aber trotzdem immer toll. Wir waren mit den Kindern schon in Venedig, Wien, Berlin, Hamburg, Tel Aviv, Palermo, Dublin. Die großen sind auch wirklich Museumsfans, wichtig fand ich immer, sich nicht zu viel vorzunehmen und sich einfach mal treiben lassen.

  • Talpa : was stresst und was gut geht, hängt doch aber einfach extrem von den Eltern und dem Kind ab.

    Paris mit zwei Kleinkindern fand ich toll, aber entspannend war da nichts für mich.

    An der Ostsee kann ich entspannen, auch mit wüterich.


    @mia: Ostsee, weil alle das mit kleinen Kindern toll finden, es euch aber nicht lockt, würde ich tatsächlich nicht empfehlen.

    Ansonsten: das Ziel nach euren Vorstellungen und die Umsetzung nach dem Kind. Evtl. Schläft es viel oder guckt auch das dritte Museum am Tag fröhlich in der trage mit an. Oder es überreizt und fängt an zu schreien, sobald ihr ins erste Museum geht und es die Klimaanlage hört.

    Ganz viel vorher überlegen, was ihr machen wollt. Und die Umsetzung dann ganz spontan vom kind abhängig machen und nicht vorher fest organisieren.

  • Ich unterschreibe bei Möwe. Wenn ihr Lust auf Stadt habt, dann macht das doch. Ich würde keine Städte-Familie Reise machen, aber das liegt eher an meinem Mann, der dann quengelig wird ;)


    (Ansonsten finde ich aber, dass es aber auch auf dem Land gute Restaurants und Essen gibt :P)

  • Essen gehen mit Kleinkind war bei meinen die Hölle... nur in sehr kinderfreundlichem Lokal am besten draussen machbar

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Hier mag ich auch unterschreiben. Vor einem guten Jahr waren wir zu viert ein paar Tage in Berlin, das war wunderschön. Auch sonst sind jedenfalls unsere Kinder städtekompatibel, wenn man auf sie Rücksicht nimmt.


    Zum Thema Vollversorgung: Ich koche sehr gerne und liebe es, im Urlaub auf den Markt zu gehen. Deshalb stresst mich zum Beispiel ein Ferienhaus mit Selbstversorgung überhaupt nicht. Wir achten darauf, dass es unbedingt eine Geschirrspülmaschine gibt, lassen die Endreinigung machen und fragen, ob die Leute, die die Endreinigung machen, auch zwischendurch mal putzen können. Das ging bislang immer! Dann bleibt vom Haushalt ja nicht mehr so viel übrig, wenn man wie wir im Urlaub nur im Notfall Wäsche wäscht.

  • Ja, vermutlich ist die Mutter meiner Kinder zu faul und zu wenig cool, um ihre Kinder im Museum dauerhaft zu bespaßen #rolleyes


    Meine Kinder waren im Kleinkindalter ebenfalls in vielen Städten(Paris, Rom, Genua etc pp), aber erholsam ist für mich was anderes.

    Mir liegen Städte aber generell nicht so sehr.

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    "Freiheit ist nichts, das man besitzt, sondern etwas, das man tut." Carolin Emcke


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  • Ach je, deswegen muss frau doch nicht gleich so eingeschnappt sein... Dann liegt es Dir halt nicht, anderen halt schon..

  • Ja klar, wir waren mit Tochter von Anfang an unterwegs - allerdings war sie immer schon absolut reiseaffin, selbst spanische Essenszeiten um 22:00 waren nie ein Problem. Aber alle Kinder sind unterschiedlich und ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob wir Urlaube mit Tochter von Anfang an genießen und ausbauen konnten, weil sie so reisebegeistert war oder ob sie so geworden ist, weil sie es einfach von Anfang an gewohnt war. Wir haben allerdings nie ein spezielles Bespaßungsprogramm gehabt.

  • Essen gehen hat erst geklappt, als er älter war. Als Baby wollte er ständig in Bewegung sein oder selbst laufen, sitzen am Tisch oder im Sandkasten habe ich da nicht gehabt 😀. Essen gehen ist so ab 6 Jahren extrem unkompliziert gewesen und inzwischen mit einem 11 jährigen machen wir Urlaub, als wenn wir 3 erwachsene sind. Wir waren in dem Alter (0-4 Jahre) oft an der Ostsee, ich fand es sehr schön. Für das Ferienhaus hatten wir Steckdosenschutz mit und ein Reisebett als sicheren Ort.

  • Wir machen eigentlich fast immer irgendeine Form von Road Trip. Ganz selten mal nur ein Ferienhaus/wohnung irgendwo. Ich finde es immer irgendwie sinnlos irgendwo hinzufahren, wo ich dann nur an einem Ort bin und langweile mich dann. Ohne Kinder kann ich mir das eher vorstellen oder jetzt wo sie groesser sind. Da kann man dann gemuetlich rumhaengen, was lesen usw. Aber mit Kleinkindern klappt das halt nicht so wirklich. Rumreisen beinhaltet immer unterschiedliches Programm, rein und raus aus dem Auto, spazieren gehen, snacken, weiterfahren. Man muss halt die Fahrstrecken kurz genug halten und/oder an die Schlafenszeiten des Kindes anpassen (was leider nicht immer klappt und dann durchaus auch mal anstrengender sein kann).

    Zelt-Roadtrip mit Kindern ist schon bissel anstrengend, weil meist nur einer das Zelt auf/abbauen kann und das dauert dann halt.


    Ich musste als die Grosse 14 Monate war auf ne Konferenz auf der anderen Seite der Welt. Da musste sie dann halt mit und wir haben 2.5 Wochen Urlaub draus gemacht. Ging gut. Aber Flug war halt eingeschraenkt entspannend. Aus selben Grund waren wir etwas spaeter dann mit ihr in Wien. Das war auch super. Mallorca am Strand ging aber auch .. man muss halt Ausfluege und Unternehmungen machen, wobei ich glaube ich schneller die Lust am Strand verloren habe als die Kleine ;) .. Ich mag Strand da wo sonst niemand ist. Da kann ich Stunden verbringen, aber nicht eingepfercht zwischen anderen Urlaubern.


    Im Endeffekt haengt es vor allem von den Eltern ab. Ich wuerde den Urlaub machen, den ihr machen wollt und der euch Spass macht. Und dann eben schauen, wie man den Kleinkindgerecht macht. Gut, wenn ihr in Paris nobel essen gehen wollt, wuerde ich das wohl noch ein paar Jahre hinausschieben, aber das meiste geht auch mit Kind .. gerade wenn man es selbst gerne macht. AI im Resorthotel waere mein ultimativer Horrortrip ;) Im Museum stundenlang Schautafel lesen aehnlich schlimm ;)

  • Ja klar, wir waren mit Tochter von Anfang an unterwegs - allerdings war sie immer schon absolut reiseaffin, selbst spanische Essenszeiten um 22:00 waren nie ein Problem. Aber alle Kinder sind unterschiedlich und ich bin mir bis jetzt nicht sicher, ob wir Urlaube mit Tochter von Anfang an genießen und ausbauen konnten, weil sie so reisebegeistert war oder ob sie so geworden ist, weil sie es einfach von Anfang an gewohnt war. Wir haben allerdings nie ein spezielles Bespaßungsprogramm gehabt.

    Ich glaube es ist beides

    Kind 1 war relativ unkompliziert so lange ich dabei war und es genug Bewegung gab. Eben angepasstes Programm und viel " ist dann halt im Urlaub so"


    Dann hab ich ein paar mal Urlaub mit einer Freundin gemacht. War schön. Aber sie völlig ko danach. Sie wollte viel so wie Zuhause. Wollte es perfekt.

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