Medienzeit Kleinkind - wie macht man das?

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org
  • Ok, die Werbung überspringe ich. Sie äußern wünsche - “tierfilm mit koalas“, “ballett“, ... Ich suche dazu was raus. Der nächste Film startet nicht alleine.

    Und es gibt so süße und tolle Filme da.

    Alleine sicher nicht, aber mit Begleitung und bedacht sehe ich da echt kein Problem.

  • Ich finde YouTube gerade bei kleinen recht unproblematisch. Autoplay ist schnell ausgeschalten und wenn am pc geschaut wird ist dann nach einem Video Schluss, weil sie noch keine Maus bedienen können.


    Das wird ab dem Alter wo sie lesen und schreiben können schwieriger, weil sie da dann eher ungeeignete Inhalte finden können.

  • Meine Tochter hat auf YouTube mal einen Mausclip gesehen, bei dem sich die Maus umbringt. Das war natürlich kein offizieller Clip der Sendung mit der Maus aber so gut gemacht, dass es dem begleitenden Erwachsenen erst auffiel als es schon mittendrin war. Und der tauchte auch ganz normal als Vorschlag am Rand auf wenn man andere Mausclips angeschaut hat. Gerade wenn Kinder das allein bedienen würde ich auch zur Elefanten App raten.

  • Das Problem ist, wenn ich das Baby ins Bett bringe, ist er zwar im gleichen Raum (alleine im anderen Zimmer geht noch nicht) aber er hat halt das Handy in der Hand und bei youtube werden dann als Vorschlag andere Videos angezeigt und da klickt er drauf. Daher will ich das nicht.

  • dann würde ich ein paar Filme so abspeichern, das er da gefahrlos frei wählen kann. Unbegleitet wäre hier auch maus oder Elefant zu früh gewesen in dem Alter.

    Habt ihr ein tablet? Dann könnte er auch darauf malen.

  • Ich hab irgendwie nur drei Jahre gelesen und da an ein Kind ähnlich wie meins gedacht, aber er ist ja doch noch ein bisschen jünger. Ich denke die Elefanten App könnte dann vielleicht doch zu viel sein, weil es einfach auch ein bisschen Navigation und Entscheidungen erfordert. Also nichts gefährliches aber frustrierend für ihn.

    Für eure Situation würde ich es glaube ich auch so machen:

    dann würde ich ein paar Filme so abspeichern, das er da gefahrlos frei wählen kann. Unbegleitet wäre hier auch maus oder Elefant zu früh gewesen in dem Alter.

    Habt ihr ein tablet? Dann könnte er auch darauf malen.

    Und wenn du dich dafür entscheidest dann ohne schlechtes Gewissen. Wenn du es eigentlich zu früh findest, dann würde ich es auch nicht machen.

  • Wir nutzen Sanduhren für den Zeitrahmen und es gilt immer nur einmal am Tag. YouTube klappt hier gut, im Kindermodus und wenn die Vorschläge zu doof werden, klicke ich mal etwas durch gewünschteer, dann passt das auch wieder. Werbung überspringt er meist von sich aus.

  • Mir fallen zwei Varianten ein


    Die eine wäre für dich klar bekommen, wie viel Bildschirmzeit du okay findest und dann wirklich konsequent sein, ja das ist Scheisse und alle müssen es aushalten aber langfristig war das bei uns am sinnvollsten und die Klarheit half den Kindern

    (Und jetzt muss ich gleich meinen Raben-Pass abgeben, aber zu Beginn der Pandemie haben unsere Kinder (3&6) bis zu 4h am Tag vor der Glotze gesessen, weil Home Office und es musste irgendwie laufen und so war es für alle an entspanntesten. Inzwischen sind wir wieder bei 0h am Tag und nur Hin und wieder Mal Sandmännchen und am Wochenende die Maus. Das wieder runter zu reduzieren hat auch nur mit Konsequenz geklappt, dafür aber auch innerhalb weniger Wochen, also nur Mut;))


    Die zweite Variante, die hier ganz gut funktioniert sind Hörspiele statt Videos. Ja, das ist auch Medienzeit, aber eben nicht am Bildschirm, da sehe ich einen klaren Unterschied. Ich finde aber es braucht etwas Zeit, bis kleinere Kinder dafür die Geduld haben, aber zb während dem Duplo spielen ist das bei unserem kleinen sehr beliebt.

    #herzKleiner Zwerg 07/14

    #herzMinizwerg 06/17

    ticker?TT=bdy&TT1=bdy&CL=&CT=&CG=F&O=m_chick&T=t_b14&D=2017-06-07&M1=&D1=&T2=&T1=Minizwerg&T3=&CC=0&CO=FFFFFF&CO2=&W=&TS=&R=A&SC=green

  • ja, Hörspiele... muss man das üben? Das hab ich mich schon öfter gefragt. Ich habe das als Kind geliebt, weiß aber nicht, wie alt ich da war. Bisher hat er da null Interesse bzw Geduld, es darf nicht mal Musik im Hintergrund laufen, das hasst er irgendwie. Ich weiß nicht, vielleicht kommt das noch oder es ist einfach zu viel Geräuschkulisse für ihn.


    Aber zum Beispiel bei neuen Büchern zum Vorlesen dauert es auch Wochen, bis man sich rangearbeitet hat und er die Geschichte so weit kennt, dass er es durchhält, die Geschichte am Stück vorgelesen zu bekommen.


    Jono

    Ja, 4h sind natürlich echt viel. Aber puh...Homeoffice mit Kindern, da habe ich auch größten Respekt. Ich meine, meine Kinder sind noch kleiner und ich bin heilfroh, dass ich in Elternzeit bin, ich hätte mit den beiden (Baby und Kleinkind) KEINE SEKUNDE arbeiten können.

  • Bei uns war das bei beiden Kindern sehr unterschiedlich mit Hörspielen. Der Große hat mit 2,x angefangen Hörspiele zu hören, bevorzugt die Junior-Reihe von WWW. Beim Kleinen ging das erst viel später los - und bloss keine Sachthemen, ausschließlich Geschichten.

  • Hier funktioniert eine feste Medienzeit vor dem Abendessen (solange ich es vorbereite) oder direkt danach. Und zwar eine vorher angesprochene Anzahl von folgen. Dann ist immer Schluss. Manchmal klappt es sogar...

    Das Tragische an jeder Erfahrung ist, dass man sie erst macht, nachdem man sie gebraucht hätte. (Nietzsche)

  • Wir haben - allerdings erst mit 5 - eine feste tägliche Zeit eingeführt, zusammen mit der Regel, dass die nicht am Stück, sondern mit Pause dazwischen genommen wird.
    Und wir Eltern haben uns verpflichtet, nach Möglichkeit möglich zu machen, dass der PC zu Dechsleins Lieblings-Serienzeit auch frei war (hier wars immer nach dem KiGa zum Runterkommen) UND die Zeit verfiel nicht, konnte also in der Woche weiter mitgenommen werden.
    Das vermied Dramen, wenn wir mal den Tag im Schwimmbad verbringen wollten oder Dechslein hin und hergerissen war zwischen"mit Freunden spielen" und "Videos gucken".
    Will sagen: Bei uns hat es geholfen, dass Dechslein nicht ständig darum bangen und kämpfen musste, gucken zu dürfen.
    Die Zeitbeschränkung haben wir visuell mit einer Eieruhr unterstützt, so hatte er noch mehr das Gefühl, auch Kontrolle zu haben.

    Inzwischen (wird kommenden Monat 7) hat es sich so eingependelt, dass er manchmal wochenlang gar icht schauen will, dann wieder interessiert ihn was sehr und er guckt viel.
    Die Zeitbeschränkung und die Pausenregel gibt es nach wie vor, aber wir müssen inzwischen nicht mehr so stur drauf beharren, weil es sich wie gesagt gut eingependelt hat und eine Ausnahme auch als Ausnahme von ihm verstanden wird. Früher lief das sehr schnell aus dem Ruder und "ausnahmsweise noch fünf Minuten" wurde ganz fix der neue Status Quo.


    Zur eigentlichen Frage
    Ich könnte mir vorstellen, dass es auch bei Dreijährigen funktionieren kann, dem Kind mehr das Gefühl von Kontrolle zu geben.
    So ein Elternverbot kommt glaub ich sehr "aus dem Nichts" und ist nicht nachvollziehbar. Wenn es das aber nicht ist, dann löst es gleichzeitig auch eine Verunsicherung aus, wann und ob wieder Videos geguckt werden dürfen. Alles, was das Kind merkt ist: Ich will grade und darf nicht und habe keinen Einfluss darauf.
    Wenn das Kind statt dessen jeden Tag eine Murmel, Münze oder sowas bekommt und weiß, die gehört mir! und ich kann damit Videozeit entscheiden!, kann das glaub ich Druck rausnehmen. Das Kind weiß dann: morgen bekomme ich wieder eine Murmel. Wenn man die Zeit dann noch greifbar macht, um so besser.
    Klar wird man am Anfang und immer mal wieder wahrscheinlich trotzdem ein wütendes Kind haben, v.a. in dem Alter. Dann ist man halt da und tröstet und zeigt Verständnis dafür, dass es traurig macht und frustriert, wenn man fremdbestimmt wird.
    Und ich denke, man sollte dann auch sehr vorsichtig sein, wenn man sich für diesen Weg entscheidet, über das Videogucken Druck auszuüben (wenn du jetzt nicht ... dann morgen keine Murmel).

    Ich persönlich finde es auch gar nicht schlimm, wenn ein Kind sich bei schlechter Laune, Traurigkeit, Gestresstsein Videos anschaut. Das machen wir Erwachsenen doch auch.
    Und wir Eltern sorgen natürlich dafür, dass das nicht die einzige Art ist, wie unser Kind lernt, Stress oder Traurigkeit zu begegnen.

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?

  • Ich würde es dem fast dreijährigen nicht erlauben. Wir haben auch einen gerade 3 jährigen und ich mag ihn nicht mit Tablet oder Handy sehen. Wir fangen jetzt bei unserem 5 1/2 jährigen gerade an mit der Youtube Kids App und nur wenn der 3 jährige nicht dabei ist.


    In eurem Fall würde ich eine Kiste anlegen, die speziell wenn das Baby deine Aufmerksamkeit braucht benutzt werden kann und auch nur dann zur Verfügung steht. Der Inhalt könnten kleine Pixi Bücher sein, Aufkleber-(bücher), eine Zaubermaltafel, eine magnetische Schreibtafel (Magnatab), Bambino Lük oder als medialen Einstieg Tiptoi Bücher.

  • um das Baby in ruhe ins Bett zu bringen, finde ich es absolut legitim.

    Keine begrenzung in minuten angegebenen , damit kann er nichts anfangen.


    Besser in folgen oder so.


    Ich kenne mich da nicht so aus, aber kommen KinderSendungen nicht auch in den mediatheken?


    Wir hatten ein paar DVDs für solche Zwecke, wäre das eine Möglichkeit?


    Und wenn du zurück kommst vom Baby ins Bett bringen, darf er die folge zuende schauen und ihr kuschelt dabei. Oder je nachdem wie lange die sind, gibt ja auch fünf Minuten folgen, noch eine.

    Und anschließend weiter kuscheln und vorlesen oder ein Spiel spielen, was er gerne mag.

    Nicht vom medienkonsum ins leere laufen lassen.


    Nur für die Statistik :

    Kind 1 hat 6 Jahre nahezu Medienfrei gelebt. Das war keine pädagogische GlanzLeistung von mir, da war schlicht kein Interesse dafür vorhanden.


    Kind 2 war sprachlich sehr schnell, hat mit zwei jahren schon geäußert, dass er das blöde langweilige Sandmännchen nicht mehr sehen will, lieber was anderes.


    Ich habe nie großartig beschränkt. Bei über vier Jahren Altersunterschied ist das beim zweiten auch irgendwann nicht mehr so einfach.


    Du bist für zwei kleine Kinder zuständig. Das ist ein Knochenjob.

    Mach dir nicht selbst ein schlechtes gewissen!!!!

  • Ich würde es dem fast dreijährigen nicht erlauben. Wir haben auch einen gerade 3 jährigen und ich mag ihn nicht mit Tablet oder Handy sehen. Wir fangen jetzt bei unserem 5 1/2 jährigen gerade an mit der Youtube Kids App und nur wenn der 3 jährige nicht dabei ist.


    In eurem Fall würde ich eine Kiste anlegen, die speziell wenn das Baby deine Aufmerksamkeit braucht benutzt werden kann und auch nur dann zur Verfügung steht. Der Inhalt könnten kleine Pixi Bücher sein, Aufkleber-(bücher), eine Zaubermaltafel, eine magnetische Schreibtafel (Magnatab), Bambino Lük oder als medialen Einstieg Tiptoi Bücher.

    Bei uns hätte das nicht funktioniert. Das Baby brauchte teils zwanzig Minuten zum Einschlafen. Gepaart mit Eifersucht und zu wenig Mamazeit hätte mein Kind sich niemals so lange allein ruhig beschäftigt, egal was für Spielzeug ich angeboten habe.

    Auch der Zusammenhang: Jetzt ruhig sein, danach habe ich Mama dann eine Weile für mich allein, weil das Kleine schläft, wurde hier erst mit gut vier Jahren verstanden. Ab da war es kein Problem mehr, ruhig zu sein, ohne Medien.


    Davor haben wir uns halt mit Peppa, Bobo und dem Elefanten beholfen. Ich glaube nicht, dass es meinem Kind geschadet hat. Abseits von den 20 Minuten Medien hatte es nicht genug Zeit, sich zu entfalten und zu entwickeln.


    Hörspiele gingen hier auch erst so wirklich ab vier übrigens. Bevorzugt welche, die man schon als Buch oder Video kennt.

    Meist mobil im Forum. Bitte um Entschuldigung für Kürze und Tippfehler.