lesen und schreiben vor der einschulung

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  • so. das elfchen ist 4 3/4. schon immer sehr bücheraffin. im moment interessiert sie sich enorm für buchstaben, schreiben, lesen etc. sie fängt an mit ihr bekannten buchstaben nach gehör zu schreiben und silben zusammenzuziehen, um wörter zu lesen. von sich aus, wir forcieren da nix, beantworten aber wahrheitsgetreu ihre fragen.
    sie ist im kindergarten (hier eher so vorschule), und die machen spielerisch zahlen und buchstaben. mehr nicht. was völlig ok ist.
    einschulung ist ohne wenn und aber august 2015, es sei denn sie entwickelt in den nächsten 1.5 jahren massive defizite, wovon ich aber jetzt mal nicht ausgehe, früh einschulen werden wir nicht, sehe ich keinen grund, sie ist sowieso im "jüngeren" altersspektrum, stichtag in ihrem jahrgang war 15. juni, sie ist april geboren.


    ich bin unsicher, wie ich mich verhalten soll. einfach weiter so machen? was wenn sie sich was falsches "angewöhnt", das dann wieder mühsamst abtrainiert werden muss? dass sie sich in der schule langweilen wird, wenn sie's schon vorher kann, glaube ich nicht, wie gesagt, sie ist bei den jüngeren und da gibt es doch so viel mehr, was aufmerksamkeit beansprucht bei schulanfang als jetzt lesen udn schreiben.
    wir haben von meinen eltern geschenkt bekommen so amerikanische "activity books", die sie mit freuden macht. gibt es sowas auch auf deutsch?
    ich weiss, dass es einige hier gibt, die kinder haben, die schon vor der schule lesen und schreiben konnten. wie hat sich das entwickelt?

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ach, was...
    Einfach machen lassen.
    (Ich habe Klein-Talpo damals selbst eine Anlauttabelle gemalt)


    "Falsch lesen lernen" kann man eigentlich nicht - und die Lehrpersonen sind die unterschiedlichen Niveaus beim Start gewohnt.
    Meine Mutter hat ja damals bei mir noch "Schimpfis" bekommen, weil ich schon lesen konnte (selbst beigebracht).


    Liebe Grüsse


    Talpa


  • das ist meine hoffnung, dass die primarlehrkräfte ja ausgebildet sind, enorm grosse schwankungen innerhalb von klassen zu unterrichten, und daher vielleicht die kinder eher da abholen können, wo sie sind?...
    weil eben, meine mutter hat uns eher noch demotiviert, im sinne von: du bist dazu noch zu klein, du musst das nicht wissen, und zwar weil sie eben angst hatte, dass wir uns dann in der schule langweilen und das "klima" sowieso total anti lesenkönnenvoreinschulung war.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich konnte lesen und schreiben, als ich in die Schule kam. Ich habe mich teilweise gelangweilt, meine Lehrerin hat damals aber auch noch gar keine Binnendifferenzierung betrieben. Und ich würde lieber mich in der Schule langweilen (das kommt ja lernstandsunabhängig gelegentlich vor ;) ) als etwas nicht lernen zu dürfen!


    Ich habe von meinem Vater einige Buchstaben (v. a. Schreibschrift) anders beigebracht bekommen als unsere Lehrerin sie unterrichtete. Da hätte es mir geholfen, wenn jemand mal gesagt hätte, dass es für manche Buchstaben mehrere Arten gibt, sie zu schreiben, und dass es ok ist, eine zweite Art zu lernen (und im Unterricht zu verwenden) und das deshalb keine der beiden Arten falsch sein muss. ;)

  • Meine Tochter konnte in dem Alter auch schon etwas lesen und scheiben, bevor sie in die Schule kam las sie alles was sie finden konnte, schrieb auch schon Briefchen an uns. Da gab es in der Klasse aber auch schon andere Kinder die soweit waren (ca. 10%). Da sie in einer Montessorischule ist war das kein Problem, überhaupt wurde Buchstaben und Zahlen in einem Tempo gelernt dass ich wirklich etwas staunte, in 8 Wochen alles durch. Sie hat sich nie gelangweilt. Schule ist nicht nur lesen und schreiben lernen, es gibt viel mehr. Sie müssen in grossen Gruppen klar kommen, mit Konflikten umgehen lernen, sich zurecht finden, bei uns: Mittagessen in der Gruppe.
    Da empfand ich es als gut dass sie wenigstens den Lernstoff schon gemeistert hatte und sich entspannen konnte.

  • Lass sie machen. :)
    Meine Lausemaus ist fast 4 1/2 und es fehlen ihr vom Alphabet nur noch wenige Buchstaben und ist ganz verliebt in ihre Anlauttabelle.


    Für mich ist das in Ordnung, ich hab selbst kurz vor 5 schon gelesen.
    In die Schule kommt sie hier regulär sogar erst 2016, da wird sie dann schon 7 sein.
    Wie ich damals. Ich bekam einfach Extraaufgaben damals und hab mich daher auch nicht gelangweilt.

    Lilla plus
    Butterblume
    & Radieschen

    Einmal editiert, zuletzt von Lilla ()

  • Ich würde sie auch machen lassen und finde das nicht außergewöhnlich. Da wird es sicher noch andere Kinder in ihrer Klasse geben.
    Unsere Tochter (5 J.) liest und schreibt auch. Und 3 andere der insgesamt 6 Kinder, die mit ihr zusammen zu Schule kommen, tun dies auch.


    In der 1. Klasse unseres Sohnes konnten auch schon einige Kinder lesen/schreiben.


    Ich glaube nicht, dass du da viel verkehrt machen kannst, solange du ihr gibst, was sie verlangt und sie in ihrem Tun bestärkst.

  • danke für eure bestätigung.


    holla, mag sein, dass das nicht so selten ist (glaub ich nämlich auch #ja ), aber seit ich hier ernsthaft diskussionen mit müttern führen muss, die darüber nachdenken, kinder, die 5 monate vor stichtag geboren sind, zurückzubehalten, weil "sollen ja noch spielen" #stumm , verzweifle ich regelmässig. #pinch

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Keine Angst - die Lehrpersonen müssen faktisch mit drei "Entwicklungsjahrgängen" zurecht kommen, mindestens. In jeder 1. Klasse sind ein paar Kinder, die lesen, einige, die im Zahlenraum bis 20/100 rechnen und einige, die nicht mal einen Reim aufsagen können...


    Als wir klein waren, war das ja sehr hip, "nur nicht zu früh anfangen"... Und den "sie sollen so lange es geht spielen"- Eltern antworte ich gerne, dass Kinder "lernen" und "spielen" aus gutem Grund für dasselbe halten.


    Liebe Grüsse


    Talpa

  • Meine Mittlere (wird 6) kann jetzt auch schon richtig gut lesen (wirklich fast alles) und rechnet im Zahlenraum bis 100 #weissnicht . Und sie hat noch über ein halbes Jahr bis zum Schulanfang.
    Tja, was soll man da machen. Klar, sie bekommt von uns die Dinge, die sie interessieren und wenn die das Lese-/Zahlenverständnis fördern, ist es halt so.
    Gestern hat sie eine Seite Freundebuch allein ausgefüllt 8I .


    Mal sehen, wie es dann wird, wenn sie eingeschult wird. Sie kommt sehr wahrscheinlich in eine Lesen-nach-Schreiben-Klasse und ich hoffe, dass sie dort ihrem Stand entsprechend so gesehen wird, dass sie sich nicht langweilt. In der Vorschule hat sie jedenfalls viel Spaß, auch wenn die Aufgaben da eher anders gelagert sind und eben Lesen/Schreiben/Rechnen da kein Thema ist.

  • Keine Angst - die Lehrpersonen müssen faktisch mit drei "Entwicklungsjahrgängen" zurecht kommen, mindestens. In jeder 1. Klasse sind ein paar Kinder, die lesen, einige, die im Zahlenraum bis 20/100 rechnen und einige, die nicht mal einen Reim aufsagen können...

    Ja, und mein Sohn vereinte alle drei Fähigkeiten/Unfähigkeiten #freu #heul (da er leichte Probleme im Bereich der Hörwahrnehmung hat, kann er sich tatsächlich nur schwer Reime merken).
    Ich schließe mich den anderen an, sehr viel "falsch" machen kannst Du da m.E. nicht, wenn Du auf die Fragen eingehst und ansonsten weder mit ihr "paukst" noch sich künstlich versuchst fernzuhalten. Das muss in der Schule kein Problem werden. Unser Sohn war anfangs sehr mit dem ganzen Sozialen beschäftigt. Einige Kinder in seiner Klasse konnten schon ein bisschen Lesen bei der Einschulung. Es könnte höchstens ein Problem werden, falls der Unterschied zum "Durchschnittskönnen" schon sehr, sehr groß ist und dann die Lehrkraft sehr stur alle immer das gleiche im gleichen Tempo machen lässt. (Und auch dann hängt es ein bisschen vom Charakter des Kindes ab, es gibt Kinder, denen macht solche "Unterforderung" nichts aus).

    Liebe Grüße von Kris (1974) mit großem Sohn (1/2002) und kleinem Sohn (5/2007)

  • Ich glaube, es gibt viele Kinder, die zwischen 4 und 5 so ein "Buchstabenfenster" offen haben und sich dafür interessieren. War zumindest beim Großen auch so. Und bei einigen aus seinem Kindergarten. Zum einen hat sich das zwischen 5 und 6 wieder etwas gelegt, nachdem er Druckbuchstaben (groß) lesen und schreiben konnte und bis 10 kleine Rechnungen konnte. Wir haben ihn machen lassen und erklärt bzw. geholfen, aber weder gepusht noch verhindert.
    Und zum anderen war ich heilfroh, dass er den Stoff der 1. Klasse zumindest schon teilweise vorher beherrscht hat, denn die Umstellung von Kindergarten auf Schule hat bei uns so viel Neues im Organisatorischen und Sozialen mit sich gebracht, dass es ein Glück war, dass wir nicht auch noch den Schulstoff an sich als Baustelle hatten.
    Von daher noch ein Plädoyer für "machen lassen".

    mamaraupe (*1973) mit paparaupe (*1969), großer raupe (*06/06), und kleiner raupe(*02/10)

  • 5 JAhre!!! Habe ich heute auf einer Fortbildung (Mathe zum Anfassen im kiga) gehört....
    Die Leistungsspanne von Erstklässlern kann 5 Jahre betragen...


    Also lass das Kind machen....

    "Wenn Dein Leben schwerer geworden ist, bist Du vielleicht ein Level aufgestiegen?!"

  • Meine Tochter hat sich das auch alles sehr früh selbst beigebracht.
    Wir haben nichts gemacht, eingeschult wurde sie für hier altersgemäß, war eh bei den Jüngeren mit knapp 6.
    Sie ist weiterhin weit voraus, was sie vorher anders gemacht hat, hat sie schnell umgelernt.
    Alles gut so, wie es ist. Würde es wieder so machen.

  • Meine drei haben vor der Schule geschrieben und gelesen. Die Jüngste wird im Sommer 6 und kommt dann in die Schule. Sie liest schon fast ein Jahr.


    Ich habe nichts gemacht, nur auf Bitten hin mal Buchstaben gezeigt und was vorgelesen von dem, was geschrieben wurde.

  • danke für eure bestätigung.


    holla, mag sein, dass das nicht so selten ist (glaub ich nämlich auch #ja ), aber seit ich hier ernsthaft diskussionen mit müttern führen muss, die darüber nachdenken, kinder, die 5 monate vor stichtag geboren sind, zurückzubehalten, weil "sollen ja noch spielen" #stumm , verzweifle ich regelmässig. #pinch



    Das schließt sich ja nicht aus. Spielen lässt du sie ja. Und Lesen lernen ist doch für sie auch grad ein Spiel.
    :)

  • Lass das Kind machen - du kannst es nicht gewaltsam davon fernhalten.


    An einem Punkt muss ich allerdings einhaken: Bei uns hat das nicht geklappt mit der Binnendifferenzierung. Es gibt Kinder, die dadurch massive Probleme in der ersten Klasse bekommen. Meines ist so eins. Der konnte mit 5 Jahren lesen, ist jetzt, Mitte erster Klasse ca. auf drittklassniveau beim Lesen. Die Lehrerin war nicht sooo geeignet für das Kind und mein Großer hat auch einfach dicht gemacht nach ein paar Wochen.


    Und Lehrer sind zumindest in Deutschland nicht wirklich dafür ausgebildet, diese Spanne aufzufangen, wie ich lernen musste. Oder es geht einfach nicht, weil die Klasse zu groß oder sonst was ist.


    Deshalb mein Rat: Habt das gut im Auge und geht im Zweifel früh zur Lehrkraft. Ihr jetzt das Lesen zu verwehren ist technisch wahrscheinlich gar nicht möglich. Ich habe da nix gemacht und der Junge konnte mit 5 einfach Lesen.

    LG, Kalliope


    Und bist du nicht willig, so brauch ich Geduld! (Prof. Peter Kruse) tap.gif

  • Meine kann seitdem sie 2 ist Zahlen lesen und hat dann mit Buchstaben angefangen. Sie ist jetzt fast 5 und kann alle Buchstaben und Zahlen und einige Worte lesen.


    Ich hab mir da noch nie Gedanken gemacht und würde sie nie in irgend einer Weise bremsen.

    2 Sternchen † August 2011 und † Februar 2013 zwei Kinder: eine Tochter *17.2.2009 einen Sohn *23.3.2014 #herzen
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  • Ich würde da vorerst sehr entspannt rangehen - ich erlebe die Lehrkräfte als äusserst "aufmerksam", was das Thema angeht (auch wenn sie meist nicht gerade im Viereck springen vor Freude, wenn zuviele Überflieger in der Klasse sind) - und es gibt ja durchaus Tools, auf die sie zurückgreifen können, wie Förderstunden...
    Keine Ahnung, inwiefern die Kantone da vergleichbar sind, hier kriegen die LPs auch für "Cleverle" Zusatzstunden, bzw IF-Stunden.


    Liebe Grüsse


    Talpa