Welche Rechte hat man unter der Geburt? Und was kann man wirklich durchsetzen?

Registrierungsanfragen bitte an kontakt[at]rabeneltern.org
  • eine freundin von mir hatte einen geplanten kaiserschnitt aus ähnlichen gründen: ihre mutter starb fast bei der geburt ihrer schwester und ihrer geburt (ich weiss nicht mehr genau wieso, ich glaube sie verlor viel blut oder sowas), jedenfalls hat meine freundin ihre ganze kindheit hindurch nur gehört, wie schlimm diese geburten waren, und hatte angst, dass ihr das gleiche widerfährt. sie bekam aus psychischer indikation einen wunschkaiserschnitt. - und das würde ich auch versuchen voranzutreiben. (meine freundin brach heulend in der sprechstunde beim oberarzt zusammen - vielleicht wäre das eine lösung :D )


    ansonsten finde ich dieses ärztebashing nicht ok. ärztinnen und ärzte sind medizinisch fachlich einfach kompetenter als ein laie, sorry, auch wenn manche hier das irgendwie immer absprechen. und nicht immer ist der patientenwille das, was medizinisch sinnvoll oder machbar ist.
    ich hätte mich zb auf den kopf stellen können für eine pda, ich hätte keine bekommen, ich war schon zu weit fortgeschritten im geburtsverlauf bei nr1 als ich in die klinik kam, das hätte medizinisch keinen sinn mehr gemacht. wenn ich einen notkaiserschnitt hätte machen müssen, wäre es eine vollnarkose geworden.

    mit elfchen 04/09 und minielfchen 03/12


    quand ta thèse te pousse à bout et que tu veux tout arrêter kannste vergessen.


    #rose 49,7

  • Ich bin wirklich irritiert. Es ist dich ein Phänomen das Frauen hier sich immer mehr ja ohne Indikation wünschen. Die bekommen den doch auch, gerade weil es den kh mehr Geld bringt. Das ist doch das, was Hebammen & auch die meisten Raben immer problematisieren, das es um Geld geht.


    Warum das jetzt auf einmal nicht klappen sollte ist mir ein Rätsel? Es reicht doch normal wenn sie sagen sie habe Angst vor der Geburt oder sonst was.


    Spricht ja eigentlich für das kh wenn sie da nicht mitmachen... Aber in deinem Fall natürlich ungünstig.


    Ich würde mich tatsächlich an eine Hebamme wenden und das mit ihr besprechen. Du hast ein Anrecht auf Hebammenbetreuung und sie wissen meist recht genau was wir in welchem kh abläuft. Sie wird dir da sicher raten können.


    Abgesehen davon, das du doch ehe eine brauchst? Vor der Geburt sinnvoll und danach sowieso?

    2 Sternchen † August 2011 und † Februar 2013 zwei Kinder: eine Tochter *17.2.2009 einen Sohn *23.3.2014 #herzen
    153.png
    51.png

  • Ainu ich geb dir Recht, Ärzte sind medizinisch kompetent. Aber es gibt bei einer Geburt eben auch ganz viele psychologische Faktoren, da sind Ärzte eben nicht kompetent. Bei wirklich starken Ängsten rund um Geburt und Schwangerschaft ist ein normaler Arzt nicht ausreichend ausgebildet, da solche Ängste/Angststörungen schnell verharmlost werden, da sie kaum Teil des Studiums sind und einfach in ein anderes Fachgebiet fallen.

  • Ich empfinde Hebammen auch nicht als medizinisches Personal. Grad nach nem KS ist doch gut wenn da ne Hebamme drüber gucken kann. Ich hört da keine Nerven durch die Gegend zum Gyn zu gondeln. Ohne meine Hebamme hätte ich das stillen hingeschmissen!

    Unsere Boygroup: Flitzekind 09/2011, Flitzebaby 02/2013 und Robinson Freitag 08/2014 #herz

  • Ich würde meine fachliche Meinung mit Einbringen persönlicher beruflicher Erfahrungen bei Interesse von der TS hier schreiben, jedoch nur, wenn dieser Thread in einen (sehr) geschützten Bereich umzieht.

  • Ich empfinde Hebammen auch nicht als medizinisches Personal.


    Das verstehe ich nicht. #gruebel


    Ich würde wohl an deiner Stelle auch versuchen, ein anderes Krankenhaus zu finden.


    Ich finde man darf aber auch nicht vergessen, dass es sehr, sehr schwierig ist in solchen Beratungssituationen in doch relativ kurzer Zeit erkennen, was die beste Lösung ist. Sehr viele Erstgebärdende haben Angst vor der Geburt und zu einem gewissen Grad ist das ja auch normal und verständlich. Da dann in so kurzer Zeit den Unterschied zu sehen zwischen der Frau, die eher Ermutigung ("es gibt keinen medizinischen Grund, warum eine natürliche Geburt nicht klappen sollte", "trauen Sie es sich zu und versuchen Sie es erst einmal denn einen KS können wir immer noch machen") braucht und dann eine natürliche Geburt haben kann und der Frau, bei der die Ängste so groß sind, dass ein KS tatsächlich die bessere Option ist, das ist schon eine schwierige Sache. Besonders weil Gynäkologen ja nun wie Safira auch sagt, keine Experten für Angststörungen und Traumata sind. Das ist für Ärtzte (und andere beratende Berufe, dieses Problem, das Menschen mit sehr ähnlichen Problemen kommen, die komplett unterschiedliche Lösungen brauchen, ist ja sehr verbreitet) schon auch eine schwierige Sache, da finde ich das Ärztebashing in manchen Posts nicht gerechtfertigt. Grundsätzlich finde ich die Linie der Ärztin eher zur natürlichen Geburt zu raten schon richtig, damit sind einfach geringere Risiken verbunden.

  • Hallo!


    Ich würde auch empfehlen, AUF JEDEN FALL ein anderes Krankenhaus zu nehmen!


    Ich komme aus diesem Arbeitsbereich und würde auch absolut davon ausgehen, dass da nix zu erwarten bleibt!
    Wenn schon vorher solche Aussagen getroffen werden, dann werden die dort "ihr Ding durchziehen", während sie Dich ggf. noch belächeln.


    Anderes Krankenhaus, in dem Du Dich wohlfühlst, auch wenn es weit zu fahren ist...ich bin nach meinem ersten -ungeplanten Kaiserschnitt- nach 24 Std. gegen Unterschrift nach Hause.
    Die 45 Minuten Fahrzeit waren kein Problem, Schmerzmittel kriegst Du ja sowieso, damit würde ich allgemein in den ersten zwei, drei Tagen großzügig sein, umso besser und schneller bist Du wieder mobil.
    Wie beschrieben war ich nach beiden Kaiserschnitten sehr schnell wieder mobil, Schmerzmittel hab ich genommen über die ersten fünf, sechs Tage....ich hab von Anfang an gestillt und unsere Söhne komplett versorgt (hab sie einfach oft auch in meinem Bett gewickelt während wir beide drin lagen....wo das Kind liegt, ist ja auch egal) und wollte unbedingt so schnell wie möglich wieder richtig fit sein.
    Man braucht auf jeden Fall Zeit für die Erholung, sprich auch Wundheilung.
    Bis ich bspw. den Kinderwagen über die Terrassenschwelle (kleiner Absatz) schieben/heben konnte, das hat drei, vier wochen gedauert.....anfangs war ich zu eifrig....das ist auch nicht gut....Wunde braucht Zeit und Ruhe....Du musst einfach kucken, was Du kannst und womit Du Dich gut fühlst.
    Aber ein Kaiserschnitt (aus welchem Grund auch immer er nötig ist....von "kein Bock auf Geburt" spricht ja hier eh keiner) ist nun wahrlich kein Drama.
    Über alles Für und Wider hast Du Dich ja schon weitreichend informiert, Du klingst unheimlich gut überlegt.
    Deswegen möchte ich Dir hier auch extra meine guten Erfahrungen dalassen! :-)


    Eine Hebamme fürs Wochenbett, einfach als Unterstützung fand ich auch total wichtig.
    Obwohl mir fachlich alles klar war, war ich in dem Fall einfach auch "nur" frische Mami mit Emotionen, Hormonen und vielem, was doch irgendwie anders "neu" war....
    Wichtig finde ich in dem Zusammenhang, das man mit der Hebamme "kann", auf einer Wellenlänge ist...vielleicht magst Du ja doch noch nach jemandem kucken....Hebammen heben sich an sich immer sehr klar von der Ärzteschaft ab, schon alleine, was den Blickwinkel angeht im Sinne von "gesunde Frau" und "Selbstbestimmung".


    Wenn Du Dir noch andere Krankenhäuser anschaust, vielleicht noch ein Gedanke:
    für mich war immer wichtig: ich möchte nicht nach dem Kaiserschnitt zwei Stunden lang im Aufwachraum sein( in manchen Häusern noch üblich, auch wenn es "nur" PDA/Spinale war....das sind dann allgemeine Hausregeln....die lassen üblicherweise auch nicht mit sich reden, Entscheidung liegt nämlich bei den Anästhesisten, denen ist Bonding wurscht, manchmal darf der Papa mit Baby dann auch in den Aufwachraum, andernorts aber auch nicht).
    Und es gibt Häuser, die machen es möglich, dass das Baby und der Papa bis zum Ende der OP mit im OP-Saal bleiben dürfen, das ist nicht die Regel.
    Meist verlassen Papa und Baby 10 Minuten nach der Geburt den Saal, weil es im OP natürlich immer eher kalt ist (damit es nciht zu sehr blutet).
    Auch nachfragen würde ich, ob das Baby nackt bleiben kann, bis Du aus dem OP kommst, damit Du es ncoh nackt auf den Bauch nehmen kannst .... wenn Dir das denn wichtig ist.


    Soweit mein Gedanken dazu....


    Ich wünsche Dir eine wunderschöne Geburt! :-)

    Grüße, Nia mit Nachwuchs (05 und 09).

  • Liebe Exon,


    vor allem, du musst das mit einem anderen KH quasi noch heute festmachen. Nicht, dass ich Panik machen will, aber die Geburt kann an sich jederzeit losgehen. Für die Zukunft empfehle ich dir, solche unangenehmen, aber essentielle Themen eher anzugehen. Ich weiß, das ist jetzt unglaublich hilfreich in einer Situation, in der du eh schon leidest und die Zeit drängt, aber wenn man so etwas eher angeht, erspart man sich viel Leid, Ärztephobie hin oder her.


    Und, ich hatte das im Julibus gelesen: Überlege dir das mit der Sterilisation wirklich gut! Da stimme ich der Ärztin zu, dass manche Frauen mit dem ersten Kind erst auf den Geschmack kommen. Als Ärztin würde ich dem Wunsch wahrscheinlich jetzt noch nicht nachkommen.


    Und ansonsten wünsche ich dir, dass euer Kind sich noch Zeit lässt und du schnell ein KH findest, in dem du dich wohl fühlst und in dem deinem Wunsch entsprochen wird.

  • ansonsten finde ich dieses ärztebashing nicht ok. ärztinnen und ärzte sind medizinisch fachlich einfach kompetenter als ein laie, sorry, auch wenn manche hier das irgendwie immer absprechen. und nicht immer ist der patientenwille das, was medizinisch sinnvoll oder machbar ist.
    ich hätte mich zb auf den kopf stellen können für eine pda, ich hätte keine bekommen, ich war schon zu weit fortgeschritten im geburtsverlauf bei nr1 als ich in die klinik kam, das hätte medizinisch keinen sinn mehr gemacht. wenn ich einen notkaiserschnitt hätte machen müssen, wäre es eine vollnarkose geworden.

    Sorry für OT, aber das finde ich jetzt auch nicht fair. Natürlich sind Ärzte fachlich kompetenter als Laien. Aber es ist leider (so wie ich es wahrnehme) gerade in der Geburtshilfe nucht alles medizinisch sinnvoll was gemacht wird! Das durfte ich leider selber erleben! Dank einer fachlich kompetenten Ärztin habe ich ein nettes Geburtstrauma davon getragen. Dabei war nichts (!) von dem was die Ärztin gemacht hat notwendig! Sie hatte einfach keine Geduld mehr! Das sage ich nicht nur so, sondern wurde von meiner Hebamme nach durchschauen des Geburtsbericht bestätigt.
    Ich finde die TS klingt sehr informiert und hat den Entschluß ja schon getroffen. Warum wird sie von den Ärzten dann so behandelt? Sie ist doch keine entmündigte Person.

  • genau für solche situationen wäre jetzt eine einfühlsame hebamme im hintergrund wichtig gewesen! die dich in deinem weg bestärken kann und dir helfen kann die richtige klinik zu finden.


    ich wüsche dir alles gute und drücke die daumen, dass du in der anderen klinik gut aufgehoben bist.


    hast due auch die Zeit nach dem KS im Blick, eine stillberaterin in der hinterhand? auch diese sachen finde ich sehr sehr wichtig. ein trauma im wochenbett ist auch nicht toll.

  • Peppersweet: Exon schrieb, sie hat keine Hebamme und sowieso hat sie ihr vertrauen in medizinisches Personal verloren. Deswegen schrieb ich, dass ich sie nicht als medizinisches Personal sehe. Ich hab einige kennengelernt und für mich sind sie begleitende Frauen...

    Unsere Boygroup: Flitzekind 09/2011, Flitzebaby 02/2013 und Robinson Freitag 08/2014 #herz

  • Peppersweet: Exon schrieb, sie hat keine Hebamme und sowieso hat sie ihr vertrauen in medizinisches Personal verloren. Deswegen schrieb ich, dass ich sie nicht als medizinisches Personal sehe. Ich hab einige kennengelernt und für mich sind sie begleitende Frauen...


    Für mich gehören Hebammen irgendwie ganz klar zum medizinischen Personal: sie haben eine medizinische Ausbildung, sie machen medizinische Untersuchungen, sie arbeiten in Krankenhäusern oder Praxen,... Da finde ich die Aussage, dass sie kein medizinisches Personal sind, irgendwie sehr seltsam. Ich stimme dir aber zu, dass Hebammen oft einen anderen Ansatz haben, der Exon vielleicht geholfen hätte.

  • Meine Nachsorge Hebamme hab ich eben noch nie im "Kittel" gesehen (obwohl sie auch im kh arbeitet), die davor machte auch nur Nachsorgen und n paar Kurse.. Deswegen. Aber schön, dass du verstehen konntest, was ich meine. Ich hab Hirnsalat :wacko:

    Unsere Boygroup: Flitzekind 09/2011, Flitzebaby 02/2013 und Robinson Freitag 08/2014 #herz

    Einmal editiert, zuletzt von Flitzpiepe ()

  • mir ist es schon mehrmals passiert dass ich aufgrund diverser voruteile hebammen als alternativ, verständnisvoll, frauenorientiert etc. pp eingestuft habe und vom gegenteil überzeugt wurde, und andersrum Ärzte als "die kümmern sich doch eh nicht darum was ich brauche" und auch hier vom gegenteil überzeugt wurde.


    Letzten Endes hat meine erste Geburt eine Ärztin versaut (in der Tat) und meine zweite wurde fast von der Hebamme geschrottet, die mein Mann dann austauschen liess. Für mich habe ich gelernt es hängt von der Person ab, man muss ihr vertrauen, ob arzt oder Hebamme.
    zum Thema: ich würde auf keinen Fall in ein KKH gehen dass von vornherein klar macht dass es Deinen Wunsch nicht trägt. nichts kostet mehr Energie als jemanden überzeugen zu wollen.

    Nur eines nimm von dem, was ich erfahren:
    Wer du auch seist, nur eines – sei es ganz!
    (mascha kaleko)

  • Ja, die Frau die mich vor und nach der Geburt betreut ist nicht die gleiche, die im KH ist. Da weiß ich nicht welche ich "bekomme". Das war mein Hirnsalat.

    Unsere Boygroup: Flitzekind 09/2011, Flitzebaby 02/2013 und Robinson Freitag 08/2014 #herz

  • Ich wollte mal Rückmeldung geben:


    Unser Sohn ist gestern mit ca. 3300g und 50cm per Wunschsectio in der Klinik zur Welt gekommen, die mein Mann noch in den Raum geworfen hatte. Der Wechsel zu dieser Klinik war die beste Entscheidung. Hier sind alle freundlich und kompetent und man wurde/wird ernst genommen. Ausserdem ein doch recht rabiger Umgang (Stillen, Bonding).


    Ich kann nur jedem raten auf sein Gefühl zu vertrauen. Trotz einem kurzen Narkosezwischenfall (Spinale wirkte plötzlich nicht mehr während bereits Gebärmutter eröffnet wurde mit entsprechender Reaktion zur Vollnarkose) war es ein traumhafter Empfang des Kleinen auf dieser Welt #herzen

  • #laola


    das mit der narkose klingt zwar blöd, aber du klingst sehr aufgeräumt und zufrieden. schön :)


    herzlichen glückwunsch!

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****
    #rabe Für Raben gibt es bei gluecksrabe 5% Rabatt (gebt bei der Bestellung "rabenrabatt5" ein)

  • Exon, herzlichen Glückwunsch, das freut mich sehr für euch #herzen


    Und 3.300 g ist ja nun wahrlich nicht zu klein... Bei mir lagen/liegen die Schätzungen immer höher als die Kinder dann waren, insofern mag ich es gar nicht mehr wissen.


    Genießt das Kennenlernen und habt einen guten Start!

  • Herzlichen Glückwunsch! - Zur Geburt und zur Wahl der Geburtsklinik :)

    „Ich mache nicht nur leere Versprechungen, ich halte mich auch daran.“
    (Edmund Stoiber im Wahlkampf 2005)