Erste Op (Gallenblase raus) und solche angst...Erfahrungsberichte bitte

  • Hallo zusammen.


    Bei mir steht am 26.1 meine allererste Op an, die Gallenblase muss raus, und ich hab solche angst :-(


    Angefangen haben die Koliken kurz nach Finns Geburt (2004) Aber recht selten, 1 mal im Jahr war schon oft und ich habs immer schnell in den Griff bekommen. Letzten Jahr im November hats mich dann richtig erwischt, ich hab viel zu lange gewartet mit dem Arztbesuch, hatte dauerschmerzen, wurde ganz gelb, dunkler urin usw....Ergebniss 1 Woche Krankenhaus mit Bauchspeicheldrüsenentzündung. Per ERCP wurde der festgesetzte Stein entfernt. Meine Gallenblase besteht quasi nur noch aus steinen also komm ich jetzt nicht um die Op rum.


    Am Freitag war ich zum Vorgesprach im KH, Montag muss ich noch zum Narkosearzt. Geplant ist die Op nun Montag in einer Woche, Donnerstag sollte ich wieer zu hause sein. Es soll per schlüssellochmethode operiert werden.


    Aber ich hab solche Angst, vor der Op selber, vor der narkose..vor allem *bibber*


    Über ein paar positive Erfahrungsberichte würde ich mich freuen.

  • Du Liebe,
    einer Freundin wurde die Gallenblase entfernt, auch nach diversen Koliken usw.
    Bei ihr hat alles super geklappt und heute gehts ihr prima. Kann auch bis auf Ei alles wieder essen.
    Alles Gute Dir!

  • Ich bin auch schon operiert worden, nicht an der Gallenblase, aber anderweitig. Die Angst kann ich Dir nicht nehmen. Ich hab auch Angst vor sowas. Aber es ist kein großer Eingriff, Du bist schnell wieder zu Hause, es ist ein Routineeingriff.


    Du schaffst das. Und dann hast Du es hinter Dir. Das ist wie mit einer Geburt, irgendwann kriegt man vielleicht Panik, aber schaffen tut man es doch.


    Denk in großen Zeiträumen, heute in einem Jahr wirst Du schon lange nicht mehr daran gedacht haben.


    Nimm Dir genug zu Lesen mit.


    Alles Gute. #knuddel

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!


  • Bei Herrn Dechse musste sie letztes Jahr in einer Not-OP entfernt werden. Morgens Einweisung ins KH, nachmittags OP. Danach noch zwei Tage Aufenthalt im KH und Entlassung. Also selbst mit den zusätzlichen Schwierigkeiten die eine Not-OP nötig machten war der Eingriff noch ganz easy.
    Er hat die Zeit im KH viel mit Schlafen verbracht, es war wohl anstrengend, aber er sagte auch dass er erstaunt war wie schnell es ihm besser ging. Er durfte auch quasi sofort wieder aufstehen, bzw. halt sobald er nicht mehr zu müde war.
    Zu Hause fehlte noch eine Weile der Appetit, weil ja die Verdauung sich umstellte.
    Wichtig ist nach der Op drauf zu achten, dass du nicht flach atmest (wegen Schmerzen oder unangenehmem Gefühl), sondern ganz normal. Weil sonst die Lunge nicht richtig belüftet wird, und das ist immer doof, aber im KH und wenn man sich wenig bewegt nach der OP doppelt. Also, weil es halt infektanfälliger macht, nicht aus richtig dramatischen Gründen. :)

    Wer sagt eigentlich, dass die Schildkröte unter dem Panzer keine Flügel versteckt?


    Dechslein: 7/2013

  • Meinem Mann wurde im letzten Jahr nach diversen (nicht erkannten Gallenkoliken) die Gallenblase entfernt.
    Wir haben uns noch mit Alternativen auseinandergesetzt (immerhin wird ein Organ entnommen), uns aber letztlich für die OP entschieden.
    Was soll ich sagen. Nach drei Tagen war er wieder zu Hause, hatte keine Schmerzen, kann mittlerweile alles essen (Milchprodukte waren zeitweise heikel) und findet es himmlisch, keine Koliken mehr überstehen zu müssen...


    Hast Du Dir alles erklären lassen? Mir nimmt größtmögliche sachliche Information immer ganz gut gewisse Ängste. #knuddel

  • Ja der arzt gestern war echt super und hat alles genau erklärt und mir Infokrams mitgegeben. Das Krankenhaus an sich ist auch toll, alle sehr sehr nett und bemüht

  • der angriff ist gegenüber den koliken ein kinderspiel.


    meine ist raus genommen worden, als ich 21 war. leider erst nach sechs monaten (3 monate davon kh-aufenthalt) wurde es festgestellt, dass ich steine in der gallenblase habe. erstens gab es damals nicht in jeder praxis ein ultraschallgerät, zweitens ohne koliken war ich kern gesund, drittens war ich wohl zu jung dafür.


    auf jeden fall unter geburt dachte ich mehr mals, die wehen fühlen sich wie diese koliken an.


    die waren scheiße und op war die erlösung.


    der eingriff ist recht einfach, sehr routinemäßig, dank laparoskopischer methode winzige narben (ich hatte vier, zwei sieht man kaum noch, die eine ist irgendwie weg) und schnelle genesung. ich wurde nach zwei tagen entlassen und konnte mich ganz normal bewegen.


    ich drück dir fest die daumen. beim Anästhesiegespräch würd ich offen über deine ängste reden. die ärzte gehen gut drauf ein.

    #sonneige Grüße von Fibula mit drei Juli-Männern #kerze #kerze #kerze #kerze
    Vorurteile sind menschenfreundlich. Sie passen sich dem Niveau ihrer Benutzer bedingungslos an.
    Ernst Ferstl

  • zur galle kann ich dir nichts sagen,aber ich bin auch ein totaler schisser und hab mich vor meiner ersten op besonders vor der narkose total verrückt gemacht!


    es war wirklich gar nicht schlimm.ich musste von 10(?) runter zählen und hab nicht mal das zum ende geschafft.im nächsten moment wachte ich im aufwachraum wieder und alles war überstanden.bevor es zum op geht,gibts auch diese lmaa-pillen,die sind super und man wird sehr relaxt #freu !


    Wünsche dir alles GUte für die OP!etwas angst ist sicher ganz normal,aber mach dich nicht verrückt!

  • OT, vielleicht hilft es etwas die Angst nehmen. Bei Awkwardyeti.com gibt es die Gallenblase als Comicfigur (englisch). Sehr liebenswert. Hier ist eine Zusammenfassung.
    Alles Gute für die OP.

  • Wenn Du viele Steine in der Gallenblase hast, schon Koliken hattest und vor allem eine Bauchspeicheldrüsenentzündung, führt an der OP kein Weg dran vorbei.
    Vor einigen Jahren habe ich auch zwei OPs gehabt. Nicht die Gallenblase, aber eine Vollnarkose war auch jeweils dabei. Und ich hatte, obwohl Ärztin, auch Schiss. Ich habe mir dann gesagt: Narkose und OP sind wahrscheinlich nicht gefährlicher als Auto zu fahren. Und das mache ich auch jeden Tag. Natürlich kann theoretisch jeden Tag ein schlimmer Unfall passieren. Aber trotzdem fahre ich ohne ständige Angst. Natürlich bin ich Auto fahren gewöhnt, operiert werden nicht. Aber mir hat der Vergleich gut geholfen, gemeinsam mit dem Vertrauen, das ich in meine Kollegen habe, dass die alle ihr bestes tun.


    Noch ein Tip: Bei einer OP per Bauchspiegelung kann es sein, dass Dir hinterher die Schultern weh tun, ein bisschen wie ein schwerer Muskelkater. Das liegt daran, dass Dir CO2 in den Bauch geblasen wird, damit Platz für die OP ist. Und dadurch kann sich bei der Beatmung das Zwerchfell nicht nach unten bewegen, die Lunge muss nach oben und zur Seite ausweichen. Dadurch werden die Muskeln im Schultergürtel gedehnt, und das merkt man hinterher. Ist meist nur ganz leicht, aber beunruhigend, wenn man nicht weiß, wieso.

  • Meine Galle wurde vor einem Jahr entfernt. Ging alles Problemlos, konnte schnell wieder alles essen.
    Die Op war viel angenehmer als die Koliken.

    Hebt man den Blick sieht man keine Grenzen #rose

  • Ich habe meine Galle noch, auch nie Probleme damit gehabt, aber ich hatte zwei Vollnarkosen dieses Jahr innerhalb von 5 Wochen und hatte mächtig Angst. Die erste war aber ein Klacks, die zweite noch besser. Ich habe mich regelrecht erfrischt gefühlt beim Aufwachen. Das Narkose-Team war soooo nett und ich war fast ein wenig traurig als ich wieder aufwachte, ein super angenehmer Schlaf :) Bei der zweiten Narkose hatte ich also schon keine Angst mehr.

    "Mit einer Kindheit voller Liebe kann man ein halbes Leben hindurch die kalte Welt aushalten." Jean Paul


    Töchterchen (2006) und Klein-Töchterchen (2011)




  • Mir wurde vor 6 Jahren ebenfalls die Gallenblase entfernt, da ich immer wieder mit Koliken zu tun hatte.


    Ich hatte auch Angst vor der Op. Meine Hausärztin hat mir dann zu bedenken gegeben, dass die Alternative irgendwann eine Not-Op werden kann.
    Ich habe mich dann auch für den Eingriff entschieden und letztlich war es so, dass der Eingriff völlig unkompliziert verlief und ich am nächsten Tag nach Hause gehen konnte.
    Und ich bin immer noch sehr froh darüber.


    Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Operation!!

  • Ich verstehe Dich auch, aber die OP ist wirklich sehr harmlos und total ungefährlich. Natürlich kann immer was sein, aber das kann auch beim Autofahren, beim Straße überqueren und so weiter. Ich kenne massenhaft Leute ohne Gallenblase. Die haben es alle ohne Probleme hinter sich gebracht. Aber ich bin auch so ein Schisser. Hinterher frage ich mich dann immer, warum ich deshalb so ein Gedöns gemacht habe. Alles Gute! Manu

  • Hier gabs diese OP in der Familie letztes Jahr zweimal, ohne irgendwelche Komplikationen und das wünsche ich Dir auch! #blume

    Viele Grüße
    Elena mit Mini1 (*2004) und Mini2 (*2006)

  • Mir wurde die Gallenblase mit 17 entfernt, ich hatte einen fetten Ikterus entwickelt, Gallengang verstopft, hatte davor schon mind. 1/2 Jahr lang Koliken mit solchen Schmerzen, das ich dachte ich müsse sterben. Wurde aber nie als solche erkannt, erst als ich gelb war... #augen Die OP war harmlos, ich war schnell wieder fit und mein späterer Prof meinte, der einzige Nachteil bei dieser OP sei die Narbe. Ich esse alles und mir gehts gut. Hab keine Angst!

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    Hüpfgeheuer O.-Ton: Ich bin ganz fleißig, ich mache ganz viel Arbeit! #hammer
    Ich bin soooo anstrengend, ich schwitze schon!


    „Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.“


    Sören Aabye Kierkegaard

  • Zur Galle haben ja scho viele geschrieben, da kann ich auch nix zu sagen. Nur zur Narkose. Als ich vor ein paar Jahren meine Mandel OP hatte war das auch meine größte Angst. Dann konnte ich nichtmal meine Scheißegal Pille nehmen weil die OP von Nachmittag auf morgens gelegt wurde. Ich wurde geweckt und musste sofort los. Aber ich glaube die Anästhesisten sind echt eine ganz besondere Art ;) Ich habe bei den Vorbereitungen noch gesagt wie groß meine Angst ist, es waren alle ganz locker und eine Schwester wurde gebeten mir kurz die Hand zu halten. Wirklich easy! Und sie haben mir erklärt das man nie wieder so genau überwacht wird wie in der Narkose :D


    Im Nachhinein war es echt nicht schlimm. Beine wurden angenehm schwer und warm, 10, 9, 8 ... und wieder wach.


    Alles Gute Dir

  • Ich habs geschafft und es War garnicht schlimm. Um 10 Uhr War ich schon wach im zimmer und 15 Minuten später auf dem Klo. Von der Narkose hab ich garnicht mitbekommen. Hab vorher nen netten Saft bekommen so das ich im vorbereitungsraum nur einmal kurz die Augen auf hatte. Schmerzen sind Ok wie Muskelkater und die Schultern schmerzen ein Bissel. Aber sonst alles gut.

  • Ha! Und hast Du schon gemerkt, wie Du innerlich gewachsen bist daran?


    Gutes Heilen. Und Danke für die Rückmeldung.

    Fiawin mit d9be21343ykoa.gif



    Eigentlich bin ich ganz anders. Ich komme nur so selten dazu.


    Lass die Hoffnungswaschmaschine laufen!