Weihnachten

  • Danke für das Statement#blume

  • Aber wenn man nicht glaubt, dann muss konsequenterweise auch Weihnachten ausfallen. Ostern übrigens auch.


    Viele sehen das anders, ich weiß. Ich persönlich sehe es so#weissnicht

    Ludowica Ich empfinde deinen Post als verletzend und abwertend.

    Es haben Jahrtausende lang Menschen im Frühling ein Fruchtbarkeitsfest und die Wintersonnenwende gefeiert.

    Und dann kamen die Christen und haben die heiligen Plätze zerstört oder besetzt, Menschen umgebracht und sie gezwungen ihre Feste Ostern und Weihnachten zu nennen.



    derPa ich sehe es wie oben schon so ähnliches beschrieben wurde: ich halte es für ein natürliches Bedürfnis eines jeden Menschen der auf der Nordhalbkugel wohnt, sich an den dunkelsten Tagen des Jahres Licht und Freude ins Haus zu holen, damit man nicht völlig Winterdepressiv wird.

    Wie man das jetzt nennt und was man da jetzt feiert ist mir persönlich egal.

    Wir feiern, dass wir uns mögen und das wir uns haben. Das wir das Glück haben Familien zu haben die sich mögen.

    Wie ein großer gemeinsamer Geburtstag von allen.

    Die Kinder wissen dass die Geschenke von uns kommen. Es ist ihnen trotzdem Mystisch genug weil sie nach einem Spaziergang ins Wohnzimmer kommen und die Kerzen am Baum brennen und die Geschenke auf einmal drunter stehen.

    Auch wenn sie wissen dass wir es waren.

    Es gibt dann leckeres Essen und wir freuen uns.

    Und wenn mein Kind im Kinergarten sagt, dass es nicht an den Weihnachtsmann glaubt finde ich das nicht schlimm.

    Lg

    Annanita



    "...baaald seid iiihr groooß, und könnt aaa-lles a-llein,

    aaaber biiis daaann schlaaaft ihr hiiier bei miiiir eiiiin."

    *träller*


  • Für mich sind die drei Tage Weihnachtsfest lediglich ein Anlass, um Schreibtisch Schreibtisch sein zu lassen, möglichst viel Zeit mit meiner kleinen Familie zu verbringen, dabei möglichst leckere Sachen zu kochen und zu esen und sich etwas Ruhe und ein Glas guten Whisky zu gönnen.

    Eine gute Zeit mit der Familie zu verbringen ist doch toll. Genauso würde ich es wohl handhaben. Was wünscht sich denn Deine Partnerin/ Dein Partner? Wenn meine Kinder mal gross sind verbringe ich meine Zeit übrigens in der Bahnhofsmission. Das ist mir ein ganz grosses Anliegen. Für die Menschen da sein, die gerade an Weihnachten nicht alleine sein möchten.

  • Weihnachten feiern geht auch prima ohne christlichen Background. Ist doch eher ein Konsum- und Familienfest.

    Es ist die dunkelste Zeit des Jahres. Lichter anzünden und zu Hause gemütlich machen ist da einfach schön.

  • Mir geht es wie mehreren hier: wir haben keinerlei Bezug zum Christentum und feiern das Weihnachtsfest eher als Fest des Lichts und der Wärme. Unsere Kinder wissen von Beginn an, dass es keinen Weihnachtsmann oder Christkind gibt und wir Geschenke für sie bereithalten. Wir haben unsere eigenen Traditionen gefunden, die sich über die Jahre mit den Kindern so ergeben haben.

    Unsere Kinder kennen jede Menge Weihnachtsgeschichten, darunter natürlich auch die christliche. Für uns ist es eine Geschichte, mit der wir die Traditionen und den Glauben erklären können. Es ist ein guter Anlass sich über Glauben/Nichtglauben Gedanken zu machen und Toleranz zu üben.


    Es ist einfach so, dass Kinder in unserer Gesellschaft um Weihnachten nicht herum kommen. Dabei empfinde ich nicht die Christen als vereinnahmend, sondern den ganzen Kommerz, der das Fest zum Geschenkewahn degradiert. Das nervt mich gewaltig und wir versuchen schon, dem auszuweichen.

  • Weihnachten feiern geht auch prima ohne christlichen Background. Ist doch eher ein Konsum- und Familienfest.

    Es ist die dunkelste Zeit des Jahres. Lichter anzünden und zu Hause gemütlich machen ist da einfach schön.

    Ich hab erst "Kostüm- und Familienfest" gelesen #lol


    Ok, einer geht als Weihnachtsmann, aber der Rest? Einer als Tannenbaum, der Rest als Geschenke? #lol oh mann, Zeit fürs Bett...

  • Hopla, na da ist ja eine rege Diskussion entbrannt. Das wird jetzt was länger, weil ich natürlich auch gerne auf eure Beiträge eingehen möchte und mir das ganze dadurch ja auch hilft, meine Gedanken zu entwickeln.


    Also vorab: Ich habe ja meinen bewusst provokanten Satz auch kenntlich gemacht


    **ACHTUNG** weiterlesen könnte deine religiösen Gefühle verletzen**

    und habe dahinter natürlich völlig überspitzt eine meiner Betrachtungen zu dieser großen Weltreligion geschrieben. Dass ich das so natürlich keinem Kind vermittle, habe ich als selbstverständlich vorraus gesetzt. Da würde ich mir auch wünschen, dass ihr erst mal davon ausgeht, dass euer gegenüber so reflektiert/bewusst/weitsichtig/vernünftig ist, einen angemessenen Weg zu finden. (Zu mindest würde ich hier in diesem Forum erst mal davon ausgehen, dass die Eltern im Zweifel den vernünftigen Weg der Vermittlung wählen.)



    Wie erklärst Du ihm denn die anderen Feiertage und Feste? Ostern? Halloween? Tag der deutschen Einheit? Tag der ARbeit? Das sind doch alles Feste, die entweder eine historisch Bedeutung haben (Tag der deutschen Einheit, Tag der Arbeit) oder auf irgendwelchen Glauben (Ostern) oder Aberglauben (Halloween) zurückgehen. So viel anders ist das doch auch nicht. oder?

    Weist du, um viele andere Feiertage wird einfach nicht so ein Gewese veranstaltet, deshalb komme ich da nicht so sehr in die Notwendigkeit. Aber davon abgesehen: Weihnachten und Ostern wahrscheinlich so, wie es hier auch einige schon geschrieben haben. Nämlich, dass es Zeitpunkte im Jahr sind, die einen Übergang, einen Wechsel markieren und die die Menschen schon lange feiern. Weil es erst mal dunkler wird und man Lichter anzündet, um die Seele zu streicheln und dann zu feiern, dass es auch wieder heller wird. Oder weil wie zu Ostern das Frühjahr beginnt, alles wieder auflebt, das Grün zurückkehrt.

    Halloween - fällt aus.

    Tag der deutschen Einheit würde ich als Ost-West-Kind mal echt nicht gerne mit Weihnachten gleich setzen.


    Sunniva, Silbermöwe, vielen Dank, das klingt beides gut!

    Wenn dir die weihnachtsgeschichte nichts sagt ( ja, wenn du sogar derart intolerant bist, wie du in deinem Post schreibst), dann feiere nicht.

    Jetzt würde mich doch interessieren, warum du mich für derart intolerant hälst. Also an sich kann ich es mir denken. Aber: Ich habe vor meiner provokant formulierten Zeile von der Bedeutung Weihnachtens für mich geschrieben und habe meinen Satz eingeleitet mit "Ich halte es aus meiner Sicht für falsch, [...]". Von mir aus kann jeder Mensch glauben was er möchte, ist mir wirklich gleich. Gerne auch an das fliegende Spaghettimonster. Aber das ist eben genau der Punkt. Ich bin für Religionsfreiheit. Und die hat mindestens zwei mögliche Bedeutungen. Nämlich die Freiheit, der Religion zu folgen, die man für richtig hält. Aber auch die Freiheit, mit Religion einfach nicht "belästigt" behelligt zu werden. Im Dezember muss ich mir an jeder Ecke Lobpreisungen auf einen Herrn anhören, mit dem ich keine Beziehung habe usw.

    Zum Topic Toleranz, die sieht für mich so aus, dass ich mich im Hause meines besten Freundes mit meinen Ansichten zurück halte, wenn ich im Dezember bei ihm eingeladen bin und mich einfach daran erfreue, dass wir ein paar schöne gemeinsame Stunden verbringen. Das kommt eh zu selten vor. Und im Rest des Jahres führen wir immer mal wieder kontroverse Gespräche über das Christentum, Gott, Fehler der institutionalisierten Kirchenreligion etc.. Er ist nicht einfach nur getauft, er lebt als praktizierender Christ und ich finde es oft inspirierend, manchmal aber auch too much für meinen Geschmack.

    Davon abgesehen lese ich aus deinem Post, dass du zu denjenigen gehörst, die sich in ihren religiösen Gefühlen verletzt fühlen. Stimmt das? Wenn es so sein sollte, sei versichert, dass ich respektiere, dass du glaubst und auch respektiere, dass es für dich einen hohen Stellenwert hat. Ich habe auch Wertschätzung für das, was gesellschaftlich an guten Dingen aus dem christlichen Hintergrund heraus entsteht. Trotzdem ist die Story dahinter für mich eben genau das, eine Story.


    Am Rande: Ich bin nicht religiös erzogen worden. Ich komme aus einem säkulären Ost-Arbeiterklasse Background. Da gab es immer einen Baum, immer Stollen, aber keinerlei Bezug zur Kirche, und zu Jesus. Ich habe mich aus Interesse mit unterschiedlichen Religionen und der Bedeutung für Gesellschaften beschäftigt. Ich persönlich glaube für mich eher an so etwas wie Menschlichkeit, Achtsamkeit, Höflichkeit, Freiheit, Gleichheit, Geschwisterlichkeit. Und diese Werte sind annähernd universal und sind in fast allen Religionen zwischen den Zeilen inhärent. Nur dass ich den Ansatz verfolge, dass wir zwar in einer bisher kulturell jüdisch-christlich geprägten Gesellschaft leben, es allerdings in den letzten Dekaden ein so starke Fragmentierung gibt, dass es sinnvoller wäre, einen gemeinsamen Nenner jenseits von Religionen zu suchen. Und diese eben auch aus dem öffentlichen Raum etwas weiter rauszunehmen.


    Ok, einer geht als Weihnachtsmann, aber der Rest? Einer als Tannenbaum, der Rest als Geschenke? oh mann, Zeit fürs Bett...

    ach schön, jetzt kann ich nach all dem schweren Stoff noch mit Tränen im Auge zu Bett gehen.

  • Für z.B. sämtliche Muslime wird Weihnachten auch nichts anderes sein,als für dich...abgesehen vom Wiskey vielleicht

    Viele Muslime hier haben auch einen Weihnachtsbaum. Jesus ist im Islam ein wichtiger Prophet und manche finden die christliche Variante, diesen Prophetengeburtstag zu feiern, durchaus sympatisch und haben es für sich übernommen.

  • Wenn Du im Osten aufgewachsen nist und dort Weihnachten gefeiet hast, dann hast Du doch das Vorbild wie man den Glauben von Weihnachten abtrennt - was hält Dich davon ab, es genau so zu machen wie früher? #weissnicht


    Ich weiß, dass früher im Osten eigenständiges Denken unerwünscht war und daher auch der Glaube verboten. Man könnte ja auf die Idee kommen diesem Gott mehr zu gehorchen als den Staatsdienern.

    Aber die Zeiten sind vorbei und das find ich gut. Ich kanns immer absolut nicht nachvollziehen: Ganz viele Leute die im Osten aufgewachsen sind möchten den christlichen Glauben am besten komplett abschaffen, nix davon sehen und hören müssen. Aber Islam und Buddhismus werden problemlos toleriert und teilweise sogar begrüßt. Warum ist das so? Was (ausser dass es dort gezielt unterdrückt wurde) piekt ausgerechnet beim Christentum so an? #gruebel

    So take courage, hold on, be strong, remember where your help comes from.

  • Nebenbei: Toleranz kommt von tolerare - erdulden . Insofern ist die Weihnachtszeit eben eine besondere Zeit der Toleranz für Dich. Nämlich auszuhalten, dass andere im öffentlichen Raum ihre Religion ausüben. Aber Du musst es auch "nur" aushalten und nicht auch noch gut und unterstützenswert finden.


    Ansonsten viel Spaß beim Entwickeln eigener Weihnachtstraditionen. Das ergibt sich.

  • Verkraftet ein 2,5 jähriger die offensichtliche Diskrepanz zwischen dem was ihm rundrum vorgelebt wird und dem was zu Hause gelebt wird? Wie gut kann er das?

    Ja. Und baut sich daraus seine eigene Welt#blume. Nicht erschrecken, wenn Jesus oder der Nikolaus darin vorkommen:)


    Wir lagen auf der Wiese und baumelten mit der Seele.


    Kurt Tucholsky (Schloß Gripsholm)

  • Aber die Zeiten sind vorbei und das find ich gut. Ich kanns immer absolut nicht nachvollziehen: Ganz viele Leute die im Osten aufgewachsen sind möchten den christlichen Glauben am besten komplett abschaffen, nix davon sehen und hören müssen. Aber Islam und Buddhismus werden problemlos toleriert und teilweise sogar begrüßt. Warum ist das so? Was (ausser dass es dort gezielt unterdrückt wurde) piekt ausgerechnet beim Christentum so an?

    Ich habe nicht den Eindruck, dass im Osten Buddhismus und Islam problemlos toleriert oder gar begrüßt werden. ;) Stell mal in Dresden einen Bauantrag für eine Moschee - viel Spaß!

  • Am Rande: Ich bin nicht religiös erzogen worden. Ich komme aus einem säkulären Ost-Arbeiterklasse Background. Da gab es immer einen Baum, immer Stollen, aber keinerlei Bezug zur Kirche, und zu Jesus.

    Dann gib es doch so an Deine Kinder weiter, wie Du es für richtig hälst. Es gibt auch schöne - nichtchristliche - Ostweihnachtslieder.


    Die Weihnachtskrippe mit der Hl. Familie ist für Kinder erstmal ein Familienbild: ein Fest, weil ein Baby geboren wird. Die Darstellung ist eine Art "Urbild". Ähnliche Erzählungen gibt es in vielen traditionellen Kulturen/Religionen. Kleine Kinder sind davon fasziniert - ein kleines Kind das im Mittelpunkt steht - nicht nur die Eltern, auch die Schafe, Hirten, Könige, Engel usw. freuen sich einfach, dass das Kind da ist!


    Dann ist Weihnachten ein Fest im Jahreskreislauf - die Tage werden wieder heller. Das spielt heute - in Zeiten mit elektrischem Licht - nicht mehr ganz so eine große Rolle und trotzdem merken wir, dass die Dunkelheit aufs Gemüt schlägt und freuen uns, dass die Tage wieder heller werden.


    Weihnachten ist auch das Fest der Geschenke. Eine mythische Figur (sei es das Christkind, in den Niederlanden der Nikolaus oder der Weihnachtsmann - dessen Traditionen sehr viel älter sind, als Coca-Cola - schau mal, in Rußland heißt er "Väterchen Frost" - das hat sich nicht Coca-Cola ausgedacht) bringt den Kindern heimlich Geschenke. Ich finde das ein sehr schönes Zeichen. Manchmal werden wir im Leben einfach beschenkt, ohne Leistung, ohne das jemand da steht und sagt: "Jetzt musst Du "danke" sagen."


    Letztlich können Kinder aber mit einer erstaunlichen Bandbreite von unterschiedlichen Weihnachtsentwürfen im Umfeld klarkommen. Von daher: such Dir raus, was Du gut findest. Wir leben in einer pluralistisch-individualistischen Gesellschaft, die Dir hier recht wenig Vorgaben macht.

  • Du liest dich wütend und verunsichert.

    Schau gut, warum dich das Thema so anpiekst.

    Einen entspannten Umgang zu finden ist nicht schwer. Ihr feiert die Tage doch anscheinend längst mit essen und zusammen sein. Ein Geschenk für euer Kind wird ja nicht an deiner Person kratzen ?

    Du musst das nicht bis Dezember ideologisch fertig durchdacht haben.


    Und dass Halloween ausfällt erzähl dem Kind mal wenn es in der ersten Klasse ist und alle um die Häuser ziehen ? meine Kinder lieben den Zirkus und laufen in großen Horden und klappern die Nachbarn ab. Macht ihnen mehr Spaß als Fasching. Nur als kleine Vorwarnung :P

    ****Glitzer mit der schnecke (05/06), dem bär (11/08 ), dem hulk (06/13) und findus (04/17) #love ****
    #rabe Für Raben gibt es bei gluecksrabe 5% Rabatt (gebt bei der Bestellung "rabenrabatt5" ein)

  • @Schlehe ich mag deine Beiträge über deinen Glauben, Religionen, Glauben an sich (...) so gerne. Dankeschön!

    Wer laufen kann, der kann tanzen ~ wer reden kann, der kann singen!

  • Schade, dass so viele hier nicht richtig lesen. Ich halte das für eine der wichtigsten Kriterien für eine gelingende Diskussion. Das hat für mich mal die Raben ausgemacht. Die Zeiten sind vorbei. So fühlt es sich für mich an. Nicht nur in diesem Thread.


    An keiner Stelle habe ich irgendjemand beleidigt. Ich habe MEINE Meinung geschrieben. Die ist nicht rabenkonform und sofort kommen Anfeindungen. Ist das die vielgelobte Rabentolereranz?


    Wo hab ich geschrieben, dass niemand Weihnachten feiern darf? Wo?

    Ich habe lediglich geschrieben, dass ICH die Threadststarterin unterstützen möchte, dass sie ihre offensichtliche Abneigung gegen das Christentum auslebt. Und aus Konsequenz nicht Weihnachten feiert.


    ICH find es inkonsequent auf Jesus zu schimpfen und dann Weihnachten zu feiern. Denn Weihnachten ist halt ein christlich basiertes Fest. Darüber kann man sich aufregen oder kann es lassen. Aber das ändert nichts an der Tatsache. #weissnicht


    Wie gesagt, es muss ja keiner mitfeiern.

    Ich würde es sehr begrüßen, wenn es diesbezüglich mehr Ehrlichkeit gäbe und alle Heiligabendchristen ihre Haltung überdenken. ICH. Das ist meine Meinung.


    Aber natürlich darf das jeder machen wie er möchte. Der eine sagt, er macht das so. Der andere findet das und das. Der dritte hat Meinung xy. Ich habe diese Meinung.

    Warum sind alle Meinungen erlaubt - sogar die grenzwertig scharf formulierte der Threadstarterin- nur meine nicht?


    Da hört die Toleranz auf. Schade.


    Ich finde es, dass muss ich noch schreiben, eine gute Idee für Nichtchristen Sonnenwende zu feiern. Feiern ist ja was sehr schönes! Sonnenwende als Atheist zu feiern finde ich ehrlicher als als bekennender Atheist Weihnachten zu feiern.


    Aber wintersonnenwende ist halt nicht am 25.12. #weissnicht Am 25.12 ist Weihnachten. Warum feiert ihr dann an Weihnachten, wenn ihr eigentlich sonnenwende feiern wollt?


    Wahrscheinlich kann ich mir die Frage sparen. Es ist eine ehrliche Frage. ICH wäre an Austausch interessiert gewesen. Ihr leider nicht. Ich werde auch hier wieder nur Anfeindungen zu hören bekommen. Das sagt leider meine Erfahrung der letzten Monate. Es hat sich viel geändert bei den Raben. Ich trauere.


    Ehrlicher Austausch ist offensichtlich immer nur solange möglich, solange alle einer Meinung sind.

    Mit einem Osterhäschen reich beschenkt ❤️

  • Ganz viele Leute die im Osten aufgewachsen sind möchten den christlichen Glauben am besten komplett abschaffen, nix davon sehen und hören müssen. Aber Islam und Buddhismus werden problemlos toleriert und teilweise sogar begrüßt. Warum ist das so? Was (ausser dass es dort gezielt unterdrückt wurde) piekt ausgerechnet beim Christentum so an?

    Vielleicht hast du es überlesen, aber ich schrieb, dass jeder glauben kann, woran er mag. Ich will es nicht abschaffen. Ich persönlich bin nur der Meinung, dass es nicht mehr gerechtfertigt ist, dass es im öffentlichen Leben einen so großen Raum einnimmt. Und was da so piekt und Glitzer*13*50 , was mich so wütend macht ist es eben, dass ich in meinem Umfeld immer wieder Menschen erlebe, die auf genau dieses christlich-kulturelle Bild pochen und die es einen Scheiß interessiert, dass wir einen Haufen Waffen in Krisenregionen exportieren, dass wir an Regime-Change-Aktionen beteiligt sind. Mitmenschen, die es in Ordnung finden, dass hier CDU-Sesselfurzer Afghanistan zum sicheren Herkunftsland daklarieren, und meinen, dass Flüchtlinge halt selber Schuld sind, wenn sie ertrinken. Überzeugte Christen, die von Nächstenliebe und alle Menschen sind vor Gott gleich reden, um dann jeden Tag in eine Fabrik zu laufen und Kriegswaffen für Heckler und Koch u.a. zu produzieren.

    Sorry, wie man merkt, platzt mir dabei echt der Kragen. Ich könnte mit einer Liste von fragwürdigen und unmenschlichen Entscheidungen und Aussagen christlicher Würdenträger weitermachen. Aber tatsächlich aus meiner Sicht ein Lichtblick, das aktuelle Oberhaupt der kath. Kirche.

    Nebenbei: Toleranz kommt von tolerare - erdulden . Insofern ist die Weihnachtszeit eben eine besondere Zeit der Toleranz für Dich. Nämlich auszuhalten, dass andere im öffentlichen Raum ihre Religion ausüben. Aber Du musst es auch "nur" aushalten und nicht auch noch gut und unterstützenswert finden.

    Höhö#lol das Experiment würde ich ja gerne mal erleben, wie weit da die Toleranz reicht, wenn auf einmal die drei anderen großen Religionen hier in Deutschland ihre Feste so in den öffentlichen Raum tragen.

    Wird bestimmt lustig.


    Astarte: Den Vorschlag in Dresden, Bautzen oder Halle mal einen Bauantrag für eine Moschee oder einen Hindutempel vorzulegen finde ich gut #freu. Das ist dann eine empirische Untersuchung zur Begrüßung anderer Religionen im ehem. Osten.

    Darüber hinaus, finde ich deinen Gedanken des Familien-Urbild ganz gut.


    Zum Glück habe ich ja noch etwas Zeit und ja, auch das ist richtig, vieles findet sich und manches bringt Bärenkind auch einfach mit und wir werden es mit einbauen und so wächst dann eben etwas daraus, was sich irgendwo zwischen Jahreszeiten-, Lichtrückkehr-, Familienzeit- und "Zur Ruhe kommen und Jahr ausklingen lassen"-Fest bewegen wird. Ohne Geschenkewahnsinn, mit leckerem Essen und mit viel Zeit zum Zusammenkuscheln und Bücher angucken und nach kalten Spaziergängen mit warmen Getränken und Kerzenlicht aufwärmen.